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BURNED ALIVE

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SO, HIER BEI “LOKALE HELDEN” IN BAD OEYNHAUSEN GIBT ES NUN ENDLICH DIE LIVE-PROBE EUER NEUEN SONGS! SEID IHR GUT VORBEREITET? Chris: Die Aufnahmen waren ja schon im Dezember letzten Jahres abgeschlossen und so hatten wir fast 3 Monate Zeit, um die Tracks auch für die Shows fertig zu machen und einzustudieren! Und so sitzen die Songs auch, wie sie für die Live-Situation sitzen sollten! Sajid: Wir haben schon vor 2 Wochen in Detmold gespielt und da lief das schon alles wunderbar. Freddy: Das war wirklich ein gutes Konzert für uns, auf dem man auch wirklich aufbauen kann und sollte. Die letzte Show davor haben wir doch ziemlich in den Sand gesetzt, von daher gibt dieser Gig uns wieder richtig Schwung! DIE GROSSEN NEWS WAREN IM VORFELD DES ALBUMS, DASS IHR MIT EINEM LABEL ZUSAMMEN ARBEITEN WÜRDET, WAS SICH NUN ALLERDINGS WIEDER ZERSCHLAGEN HAT. WIE KAM DER KONTAKT ZUSTANDE UND WIESO HAT DAS NUN DOCH NICHT GEKLAPPT? Chris: Ich habe bei Def-Riff ein Probe-Praktikum gemacht. Die wollten ihre Rock- und Metal-Schiene eigentlich ausbauen und suchten nach neuen Bands. Da sind wir dann untergekommen und hatten den Deal, dass wir halt die Vorproduktion selbst machen und die dann das Mastering, pressen und die Veröffentlichung. Als wir dann die Aufnahmen komplett hatten, löste sich das Label plötzlich auf. Und so mussten wir auch die Kosten für alles weitere übernehmen. Wir hatten ja schon gut Kohle in die Aufnahmen gesteckt und wollten das halt nicht jetzt einfach so liegen lassen. So haben wir uns da richtig reingehängt, nach dem Motto „Jetzt erst recht“! und das Ding fertig gemacht! Wir haben da ja auch ne richtig gute Platte aufgenommen und ohne den Ansporn mit dem Label hätte es wohl wieder nur ne 5Track-EP gegeben, oder so. So wollten wir das nun unbedingt durchziehen. Freddy: Wir sind auch schon in Kontakt mit anderen Labels. Wir können auf dieser Platte auf jeden Fall aufbauen und wenn wir uns weiter so reinhängen, dürfte da sicher was machbar sein! Da sind wir zuversichtlich! WIE LIEF DAS SONGWRITING? CHRIS WOHNT JA NUN IN KÖLN, DA DÜRFTE ES SCHWIERIG MIT PROBEN SEIN. Chris: Ja, das war schon eine Gewöhnungs-Sache. In den ersten Monaten mussten wir halt schauen, wann und wie wir das mit den Proben nun organisieren, weil ich ja nicht ständig aus Köln hierhin kommen kann. So hat Tim dies Mal auch verstärkt an den Songs mit gearbeitet. Tim: An sich war es eigentlich so wie immer. Chris und ich kommen meist mit den Grundideen und die anderen ergänzen dann. So ist eigentlich kein Song von einem von uns alleine. Jeder trägt wirklich seinen Teil dazu bei! Ausser bei den ganz alten Songs, die wir neu einspielen. Chris ist ja nur noch von der Ur-Besetzung übrig. Aber ansonsten trägt jeder etwas zu der Entwicklung der Songs bei! Sajid: Einer kommt halt klassisch mit dem Grundgerüst und die anderen arbeiten das dann mit aus… und einer beschwert sich dann eh immer, bis es dann passt… haha! Chris: Besonders am Anfang, als ich dann in Köln war, hat Tim sehr viel an den ersten neuen Songs gearbeitet und ich habe dann meinen Teil beigetragen, als ich dann mit hier war. Ich bin so ca. alle 2 Wochen hier oben und dann proben wir auch. Daher sind bei den neuen Songs viele Grundideen von Tim dabei. Das ist auch ganz gut für die Vielfalt, da jeder von uns beiden natürlich seinen eigenen Stil hat… Tim: Ich schreibe z.B. keine Hardcore-Songs, hahaha! Sajid: Man hört schon heraus, wer nun mehr an einem Song geschrieben hat. Tim schreibt nun eben wirklich eher Songs, die deutlich in die Death Metal-Ecke gehen. Und das hört man an den neuen Songs auch deutlich! WIE BEKOMMT IHR GENERELL EURE VERSCHIEDENEN EINFLÜSSE UNTER EINEN HUT? TIM STEHT AUF DEATH METAL, CHRIS EHER AUCH METALCORE/ DEATHCORE ETC. UND FREDDY Z.B. AUCH MAL AUCH CROSSOVER… Freddy: Das macht uns doch gerade aus. Uns kann man halt nicht unbedingt in eine Schublade stecken. Wir haben aus jeder Richtung was dabei. Sogar ein ganz ruhiger Song ist auf dem Album. Ein reiner Klaviersong mit einer Gastsängerin. Und das wollen wir alle auch so. Wir wollen auch gar nicht nur eine Richtung machen. Es gibt hier schon viele sehr gute Death Metal-Bands in der Gegend und da brauchen wir das nicht auch noch machen. DIE PRODUKTION DER PLATTE IST IM VERGLEICH ZU DEN EPS UM EINIGES BESSER AUSGEFALLEN. WIE LIEFEN DIE AUFNAHMEN? Tim: Das instrumentale wollten wir halt unbedingt wieder mit unserem Freund Conny aufnehmen. Wir kennen uns schon lange und da laufen die Aufnahmen immer sehr entspannt und wenig stressig ab. In einem neuen Umfeld mit einem neuen Mann an den Reglern müssten wir uns wieder umgewöhnen. Conny geht uns und unsere Eigenheiten und weiss, wie er darauf einzugehen und damit umzugehen hat. Freddy: Und mit Nils, der das alles dann abgemischt hat, haben wir dann wirklich einen Glücksgriff getätigt. Der hat das echt raus! Chris: Richtig Zeit genommen haben wir uns dieses Mal mit dem Gesang. Die Gitarren waren innerhalb von 1,5 Tagen im Kasten! Gut 10 Songs! Bei den ersten beiden Platten hat uns halt der Gesang nicht wirklich gefallen. Daher haben wir da nochmal extra Augenmerk drauf gelegt! Freddy: Die Aufnahmen dafür haben wir zusammen mit Marian von TASTE OF BLOOD gemacht. Mit ganz einfachen Mitteln haben wir das bei uns im Proberaum erledigt und es ist doch richtig gut geworden. Und das auch nur in 3 oder 4 Tagen! Chris: Da war einfach der Vorteil, dass wir die Zeit dafür hatten. Sonst haben wir alles in 2 oder 3 Tagen komplett gemacht und wenn Freddy dann vielleicht gerade dann etwas heiser war oder was anderes nicht stimmte, war das natürlich verdammt ungünstig! RICHTIG, BESONDERS DER GESANG IST VIEL STÄRKER UND BESSER! FREDDY, SCHEINBAR FÜHLST DU JETZT ENDLICH RICHTIG WOHL. BEI DEN GROWLS ALS AUCH BEIM FRÜHER NOCH ETWAS SCHWÄCHEREN CLEANEN GESANG. Freddy: Ich habe sehr viel gelernt in den letzten Monaten. Ich hatte ja nie Gesangs-Unterricht. Ich musste halt selbst herausfinden, wie man singt, damit es auch wirklich nach was klingt. Nicht, dass man auf der Bühne steht, rumgrölt und es klingt scheisse und man selbst merkts nicht. Nun weiß ich, wie ich am besten singe und vor allem nicht schief. Dazu ist es einfach wirklich gut abgemischt worden! AUF MYSPACE WAREN BISLANG SONGS WIE „ALL MY WOUNDS ARE HEALED“ ODER „UPCOMING ENERGY“ ZU HÖREN, WELCHE VOM TITEL HER JA RECHT POSITIV KLINGEN. UM WAS DREHEN SICH DIE TEXTE BEI DEN NEUEN STÜCKEN? Tim: Das wichtigste ist erstmal, dass das Gesamt-Paket passt. Wenn dann noch Texte mit einer guten Message dabei sind, umso besser! Freddy: „All my Wounds are healed“ und „Never forget“ sind zwei besondere Songs. Beim letzteren dreht es sich um einen sehr guten Freund von mir, der vor einiger Zeit verstorben ist. Das verarbeite ich da. Und „All my Wounds are healed“ kam danach und ist zum diesem Thema dann eher etwas sarkastisch veranlagt. Ich muss allerdings nicht bei jedem Song eine riesige Message haben. Sicherlich ist das bei dem ein oder anderen so. Aber ich muss nicht in jedem Text irgendwas anprangern, vermitteln oder mich in den Vordergrund stellen. Es sind zwar auch mal sozialkritische Themen dabei, aber nichts besonders dramatisches. WIE KAM DIE IDEE ZUM ALBUM-TITEL ZUSTANDE? Chris: Der Album-Titel war meine Idee und ist erfreulicherweise von den anderen abgesegnet worden. Die Songs sind an sich ja eine Ecke düsterer ausgefallen. Ich höre halt mehr Deathcore, Tim eher Black und Death Metal. Da gibt es mehr straigtere Passagen, mehr Doublebass und im Ganzen ist‘s etwas härter und auch mal schneller geworden. Dadurch kam mir dieser Titel in den Sinn. Und es passt auch ganz gut, denke ich. Zusammen mit dem Cover-Artwork wollten hier halt auch vermeiden, zu sehr in die Metalcore-Ecke gedrängt zu werden. Die Leute sollen beim Anblick des Titels und des Covers halt nicht denken „Oh nein, noch eine Metalcore-Band!“. Freddy: Als Art Konzept haben wir dann auch erst die neuen Songs aufgestellt und mit dem Klavierstück eine Art Break eingebaut, um dann noch die drei neu eingespielten alten Tracks hinterher zu schieben. STICHWORT ALTE SONGS. WAR ES VON BEGINN AN GEPLANT, DASS IHR ALTE TRACKS MIT DRAUF NEHMT? Sajid: Wir wollten die alten Songs einfach nochmal in guter Qualität aufnehmen. „Cruelty of Men“ ist ja der Titelsong der letzten EP und ist eigentlich richtig gut. Und so wollten wir den nochmal in einem richtig guten, angemessenen Sound haben! Freddy: Wir mögen und spielen die alten Songs immer noch sehr gerne! Und so haben wir uns die besten genommen und neu aufgenommen für das Album! Chris: „Waking up inside“, „Cruelty of Men“ und „Alone“ sind halt drei sehr unterschiedliche Songs, die sehr schön zeigen, wie vielseitig wir sind und zeigen, wo wir her kommen. „Alone“ war auch mit der erste Song, den wir als BURNED ALIVE fertig hatten. Die Grundidee von „Upcoming Energy“ ist übrigens auch schon recht alt! Früher hieß der „This Life“ und wir haben einige Riffs und Arrangements davon übernommen und neu verarbeitet! Sajid: Dazu passen diese Songs auch trotz der spürbaren Unterschiede auch sehr gut in die Ausrichtung vom Album. Bei anderen hätte das vielleicht nicht so gut gepasst. EIN SONG IST ALSO AUCH MIT FRAUEN-GESANG DABEI… Freddy: Aber das geht nicht in Richtung EVANESCENCE, um es gleich zu sagen. Der Song ist nur Klavier und Gesang und einfach klasse geworden! Vielen Dank und großes Kompliment an dieser Stelle an Maike Wölfl! Geile Stimme! Chris: Die Idee kam irgendwann auf und wir dachten uns halt „warum nicht“? Dann war eigentlich klar, dass wir den Track auf der Platte haben wollten, auch wenn wir das Resultat noch gar nicht kannten. Dann beim ersten Hören bekamen wir alle Gänsehaut, da das einfach geil kommt! Zudem ist es auch ein kleiner Überraschungseffekt, weil man mit solch einem Song vielleicht nicht unbedingt rechnet! FREDDY HAT ZUM TEIL AUCH DIE DRUMS EINGESPIELT? Freddy: Ja richtig, Henrik hatte etwas Schwierigkeiten, die Songs in den wenigen Tagen auf Klick einzuspielen. Daher haben wir uns zusammengesetzt und ich habe dann einige Songs eingespielt. Henrik: Was auch gut geklappt hat. Der Mann ist ein guter Schlagzeuger. Aber live ist das alles kein Problem. Da habe ich die Songs richtig drauf! Chris: Es ist auch eine zusätzliche Bereicherung. Freddy kann halt auch Schlagzeug spielen und als die beiden sich zusammengesetzt haben, kamen auch gleich wieder neue Ideen zustande! Freddy: Wer weiß, vielleicht machen wir das nun immer so, hahaha? DIE SHOW HEUTE SOLL JA AUCH EINE ART STARTSCHUSS SEIN, DA IHR VORHABT, VERSTÄRKT LIVE ZU SPIELEN… Chris: Was sich allerdings als schwere Aufgabe heraus stellt. Es gab einige Ideen, mit der ein oder anderen Band zu touren, aber das alles zeitlich auf einen Nenner zu bringen, ist gar nicht so leicht! Da stehen Kontakte zu z.B. zu DEADSOIL oder auch MACHINEMADE GOD. Allerdings sind alle Bands zeitlich immer sehr eingespannt, so dass wir noch abwarten müssen. Wahrscheinlich werden viele Gigs erstmal wieder auf Wochenenden fallen. Allerdings schauen die Booker derzeit, was so machbar ist und wir lassen uns dann auch selbst mal überraschen, was noch auf uns zukommt. WIE WICHTIG IST FÜR SOLCHE SACHEN MYSPACE, UM KONTAKTE ZU BANDS UND BOOKERN ZU KNÜPFEN? Chris: An sich ist das sicher ein Vorteil. Früher hat man halt nur von Freunden und Leuten aus der Umgebung die Reaktionen bekommen. Nun bekommst Du Feedback von Leuten aus Amerika oder Südamerika und ganz Europa. Das ist schon sehr interessant! Auch zu unserem Booker haben wir so den Kontakt geknüpft. Ich mache das meiste eigentlich auch nur noch über MySpace und kaum noch über die eigentliche Website, was allerdings doch etwas schade ist. Werde das doch mal wieder updaten, haha. WIE IHR SELBST SAGT, IST „UNLEASH THE DARKNESS“ EIN ALBUM, AUF DAS MAN AUFBAUEN KANN. WELCHE ZUKUNFTS-VORSTELLUNGEN HABT IHR FÜR BURNED ALIVE? Chris: Wir haben aus den letzten Monaten sehr viel gelernt, was die Art des Aufnehmens betrifft, aber auch, wenn es um den Umgang mit einem Label geht. Es gibt halt auch schwierige Situationen, aus denen man allerdings gestärkt hervor gehen kann, wenn man sich reinhängt! Was noch kommt, wer weiß? Sajid: Ich denke, dass ein Hauptziel ist, mit dem Album viel mehr rumzukommen! Nicht nur in OWL und NRW zu spielen. Wir wollen uns auch im restlichen Deutschland einen Namen machen. Und dafür eignet sich „Unleash the Darkness“ wirklich gut! Das ist leider nicht immer einfach, da viele Bands ihr Versprechen vom „Austausch-Gig“ nicht halten! So hat Chris schon einige Bands zu seinem „Dark Burning“-Festival geholt, von denen im Gegenzug dann nichts zurück kam. Das ist natürlich sehr schade. Chris: Es ist leider doch viel Blah-Blah in der Szene. Oft wird vom großen Zusammenhalt gesprochen und dann kommt doch nichts dabei rum… ZUM ENDE MEINE TRADITIONS-FRAGE: WENN IHR DIE MÖGLICHKEIT HÄTTET, MIT EINEM KÜNSTLER ZU ARBEITEN/ SPIELEN… TOT ODER LEBENDIG… WER WÄRE DAS? Tim_ Alexi Laiho von CHILDREN OF BODOM! Chris: PANTERA im Original-Line Up! (Du weisst, dass da Terry Glaze Sänger war und die Band noch Power Metal gespielt hat??? Anm. d. Red.) Freddy: Billy Cobham oder Till Lindemann (RAMMSTEIN) Sajid: Peter Tägtgren (HYPOCRISY, PAIN), der Mann ist einfach ein Knaller! Henrik: NILE oder HATE ETERNAL! Derek Roddy ist ein Wahnsinns-Schlagzeuger! VIELEN DANK UND VIEL ERFOLG MIT DER PLATTE!

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