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CHTHONIC (DORIS YEH)

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HEY DORIS! DANKE, DASS DU DIR NOCH ZEIT NIMMST, SO KURZ VOR DER SHOW! HEUTE FINDET DER ZWEITE GIG DER TOUR STATT, HABT IHR EUCH SCHON EINGEWÖHNT? Ja, das ging schon ganz gut! Natürlich merkt man so eine lange Anreise schon sehr und gestern waren auch noch recht durch. Heute geht das schon besser. Ich versuche auch oft meinen eigenen Rhythmus zu halten. Das bedeutet, dass ich erst früh morgens schlafen gehe und erst später am Tag wieder aufstehe. Die Show gestern in Kopenhagen war schon sehr gut und heute in Essen ist es ja ausverkauft, da kann es nur gut werden! IHR WART NUN SCHON EINIGE MALE IN EUROPA UND AUCH IN DEN USA AUF TOUR. IST ES FÜR EUCH DENNOCH ETWAS BESONDERES? UND HABT IHR DIE MENSCHEN SCHON BESSER KENNENGELERNT HIER? Natürlich ist es jedes Mal etwas Besonderes für uns, auch wenn wir nun schon öfters hier waren. Zuerst ist es immer etwas ungewohnt, wie es kulturell hier aussieht und der Umgang untereinander ist schon etwas anders als bei uns. Aber wir sind immer sehr freundlich aufgenommen worden und die Fans sind auch sehr offen uns gegenüber! UM Z.B. IN EUROPA MEHR MÖGLICHKEITEN, GENERELL MEHR FREIHEITEN ZU HABEN UND AUCH UM NÄHER AM JEWEILIGEN LABEL ZU SEIN, SIND EINIGE BANDS AUS ENTFERNTEN LÄNDERN IN WESTLICHE REGIONEN UMGESIEDELT. GAB ES BEI EUCH SOLCH ÜBERLEGUNGEN? Nein, gar nicht. Zumal die Freundinnen von meinen Jungs sicher was dagegen hätten, hahaha! Aber im Ernst, ich glaube nicht, dass dies so zwingend nötig ist. Erstmal ist die Kommunikation heutzutage so vielseitig, dass es da wenig Probleme gibt. Dazu ist uns unsere Heimat auch sehr wichtig und auch für die Musik ist der kulturelle Hintergrund nicht zu unterschätzen. Wir sind hier zuhause und für die Musik und die Texte sind unsere Herkunft und unsere Geschichte sehr wichtig. Und für Tourneen ist man mittlerweile auch in ein paar Stunden überall auf der Welt, wenn man möchte. Deswegen gibt es bei uns solche Gedanken gar nicht. IN UNSEREM EMAIL-INTERVIEW VOR EINIGEN JAHREN MEINTE FREDDY, DASS ES EINE ART SZENE, EINE GEMEINSCHAFT UNTER ASIATISCHEN BANDS NICHT WIRKLICH GIBT. HAT SICH DAS ÜBER DIE JAHRE GEÄNDERT? Ja, ich denke schon. Es ist zwar noch nicht so eng, wie z.B. hier in Europa, aber es wird besser. Lange Jahre haben halt die kulturellen und gesellschaftlichen Unterschiede bei uns auch unter den Bands eine Rolle gespielt. Aber wie auch generell in der Gesellschaft werden auch die Bands untereinander offener und die Unterstützung füreinander wird immer besser. Ich denke, dass wir uns auf einem guten Weg befinden! IN EINIGEN LÄNDERN (Z.B. RUSSLAND) HABEN BANDS AB UND NOCH PROBLEME MIT DER EINREISE ODER MIT AUFLAGEN UND KONTROLLEN BEI IHREN SHOWS. WIE SIEHT DAS IN EURER REGION AUS? Auch das ist mit der Zeit besser geworden. Wobei es da auch noch Unterschiede je nach Land gibt. Bei uns in Taiwan ist es mittlerweile sehr offen geworden, besonders seitdem China so gut wie keinen politischen Einfluss mehr auf uns hat. In Japan ist es sowieso einfacher. In China selbst dagegen kann es schon zu Problemen kommen. Da müssen Bands zum Teil die Lyrics der Songs, die sie spielen wollen, vorher einreichen und wenn es den Behörden nicht passt, müssen die Texte entweder umgeschrieben werden oder die Songs dürfen nicht gespielt werden bzw. die Bands dürfen gar nicht auftreten. In Malaysia kann es auch schon mal zu Problemen kommen. Dort ist der Islam ein großer Einfluss und daher gibt es auch dort zum Teil besondere Regeln auf die man achten muss. Aber wie gesagt, werden die Bedingungen auch da nach und nach besser! EUER AKTUELLES ALBUM “BÙ-TIK” IST NUN ERST EINIGE MONATE RAUS, ABER GIBT ES SCHON PLÄNE FÜR NEUE SONGS UND THEMEN? Doris: Dafür holen wir mal Freddy dazu, da er ja unser Hauptsongwriter ist… Freddy: Hey, natürlich gibt es schon Ideen. Und auch Material ist immer vorhanden, da nicht jede Songidee für ein Album genutzt wird. Zudem sammeln Jesse (Gitarre) und ich auch auf Tour immer Ideen und arbeiten an dem ein oder anderen Arrangement. Wohin es inhaltlich geht, ist noch nicht klar. Vielleicht knüpft es an “Bù-Tik” an, aber vielleicht wird es auch eine ganz andere Geschichte. Das steht noch nicht fest! ZUM ENDE MEINE KLASSISCHE FRAGE: WENN IHR DIE MÖGLICHKEIT HÄTTET MIT EINEM KÜNSTLER TOT/LEBENDIG ZU SPIELEN / AUFZUTRETEN / ZU ARBEITEN ETC.. WEN WÜRDET IHR WÄHLEN? Freddy: DAVID BOWIE! Ganz klar! Das wäre Wahnsinn! Doris: Da fällt mir sofort BJÖRK ein! Tolle Frau! Jesse: Ich fände ein Projekt mit SKRILLEX cool. Mal was elektronisches machen! IHR MÜSST EUCH NUN AUF DIE SHOW GLEICH VORBEREITEN, DAHER DANKE ICH EUCH FÜR EURE ZEIT UND VIEL SPASS! Wir haben zu danken!

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