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DARK TRANQUILLITY (MIKAEL STANNE)

KURZ VOR WEIHNACHTEN UND GUT VIER WOCHEN VOR DEM RELEASE VOM SCHON JETZT UMJUBELTEN NEUEN ALBUM „CHARACTER“ STAND MIR DER HÖRBAR GUT GELAUNTE FRONTMANN DER SCHWEDISCHEN DEATH METAL-INSTITUTION REDE UND ANTWORT.

MAHLZEIT, WIE GEHT’S? Ah, sehr sehr gut. Ich sitze hier in Dortmund in der Century Media – Homebase und mache das hier jetzt schon fast den ganzen Tag. Aber es macht Spaß und es freut mich sehr, dass Ihr alle so großes Interesse an uns habt. DA HOFFE ICH MAL, DASS DU NICHT ZU ERLEDIGT BIST. Nein, niemals. Nicht, wenn es um die Band geht! DU KLINGST GUT GELAUNT Ja, das bin ich auch absolut! ETWA IN WEIHNACHTS-STIMMUNG? Nein, das weniger. Eigentlich habe ich noch gar nicht daran gedacht, dass schon wieder Weihnachten ist. Ich habe ja soviel um die Ohren, da hätte ich das fast vergessen. Morgen geht’s gleich zurück nach Schweden und dann werde ich noch einige Last Minute – Einkäufe tätigen. Das wird sicher vollstes Chaos (lacht) BIST DU EIN WEIHNACHTS-MENSCH? Ja, klar. Irgendwie schon. Es ist schön diese Tage mit meiner Familie zu verbringen und zusammen auf den Weihnachtsmann zu warten. EIN DEATH METALLER FEIERT WEIHNACHTEN? Ja, ich weiß. Nicht böse genug, hehe. Aber es geht mir gar nicht um Weihnachten und die eigentliche Bedeutung. Der religiöse Hintergrund interessiert mich absolut nicht. Es ist einfach eine schöne Möglichkeit mit seiner Familie zusammen zu sein. Es ist halt einfach Tradition. Es war eine schöne Zeit in meiner Kindheit und das möchte ich natürlich weitergeben. Aber die eigentliche Bedeutung dieses Abends ist uns total egal. Wie wohl sehr vielen sonst auch. OK, DAS NEUE ALBUM KOMMT ENDE JANUAR. WIE SIND DIE REAKTIONEN BISLANG? Es kommen dauernd neue und vor allem positive Meldungen bei uns an. Das Album kommt wirklich sehr gut an. Die Leute scheinen die Songs wirklich in sich aufzusaugen und die Reaktionen sind, ohne zu übertreiben, wirklich grandios. Bei allem Selbstbewusstsein hätte so was keiner erwartet. Wir sind echt happy!! ICH KANN MICH DIESEN MEINUNGEN NUR ANSCHLIESSEN. ABSOLUT. Vielen Dank DIE AUFNAHMEN LIEGEN NUN SCHON GUT EIN JAHR ZURÜCK. WIE IST DEINE EIGENE MEINUNG, WO DU NUN ETWAS ABSTAND HAST? Richtig, es ist schon gut, dass Album nun etwas objektiver betrachten und vor allem hören zu können. Aber damals und auch jetzt bin ich total happy mit dem Ergebnis. Ich kann mir das Album nun etwas entspannter anhören, als es vor einigen Monaten noch der Fall war. Und jetzt gefallen mir die Songs sogar noch viel besser. Nun sehe ich das ganze und achte nicht auf bestimmte Dinge, wie man es kurz nach den Aufnahmen automatisch macht. Wir sind echt super zufrieden mit allem. Das ist absolut das beste Album, was wir jetzt machen konnten. Ich kann es kaum erwarten die Reaktionen der Fans zu hören, wenn das Album raus ist. Und natürlich wollen wir die Songs endlich auch live spielen! AUF „CHARACTER“ KLINGT IHR MEHR WIE EINE ECHTE EINHEIT ALS JE ZUVOR. WIE SIEHST DU EURE ENTWICKLUNG? Ja, das kommt schon hin. Mit jedem Album lernt man ja hinzu und versucht das bei den neuen Songs in positiver Weise umzusetzen. Vor dem Songwriting haben wir mal zurück geschaut und uns gesagt, dass wir doch zurecht selbstbewusst sein können. Wir haben einige gute Alben aufgenommen. Die Fans stehen zu uns und auch unser Label supportet uns voll und ganz. Und dieses Gefühl haben wir mit in den Proberaum genommen und anscheinend hört man das. Das sind genau die Songs, die es jetzt sein sollten. Es passte alles. Vor allem haben wir alle Freiheiten zu tun und zu lassen was wir wollen. Und selbst wenn es vier Jahre dauern sollte, bis das nächste Album kommt und es nach sonst was klingt. Wir bekommen volle Unterstützung vom Label. Und erstmal muss es uns sechs in der Band gefallen, was wir tun. Dann können wir es auch aufnehmen und dem Rest der Welt vorstellen. Und das alles tun zu können, macht uns extrem selbstbewusst. Und genau das hört man wohl auf „Character“. DIE SONGS KLINGEN AUCH VIEL SPONTANER UND NICHT SO DURCH-KONSTRUIERT, WIE Z.B. AUF „HAVEN“ DAMALS. „Haven“ war von vorne bis hinten strukturiert und konzeptioniert. Da wurden die Songs dann automatisch ne Ecke länger als fünf Minuten. Dann mussten wir die auf ein vernünftiges Maß runterkürzen. Diese Mal lief alles irgendwie natürlicher und lockerer. Als wir die Grundbasis der einzelnen Tracks zusammen hatten, fügten wir hier und dort noch verschiedene Einflüsse, Ideen und Schichten hinzu. Da kamen neue Synth-Klänge dazu oder auch fast progressive Riffs. Dabei achteten wir aber darauf, dass es nicht zu viel wurde. Die Songs sollten ihren eigenen Spirit behalten und nicht kaputt gemacht werden. Einerseits war alles sehr natürlich, andererseits wurde es aber dennoch tiefgehend und vielschichtig. Es passte einfach und das alles macht jeden Song wirklich speziell. DER TITEL „CHARACTER“ IST ZWAR KURZ, KLINGT ABER DENNOCH INTERESSANT UND VIELSAGEND. WAS WILLST DU MIT DEM ALBUM-TITEL UND AUCH DEN LYRICS AUSDRÜCKEN? Der Titel des Albums bringt eigentlich den Sinn aller Songs auf den Punkt. Es geht darum sein Leben selbst in die Hand zu nehmen und seinen Weg und seiner Überzeugung zu folgen. Man sollte die Fähigkeit haben seine eigenen Entscheidungen zu treffen und sich nicht von anderen Menschen beeinflussen oder sogar bestimmen zu lassen. Man sollte nicht einfach blind anderen folgen. Man sollte seinen eigenen Weg gehen und dann auch voll zu seinen Entscheidungen stehen. Wenn Du meinst, dass Du das richtige für Dich selbst tust, dann steh auch dazu. Beweise Charakter! Wir sind schließlich menschliche Individuen und nicht wilde Tiere, die wie in einem Rudel einem einzigen stumpf folgen. Doch genau das sehe ich viel zu oft. Tag für Tag, sei es bei mir um die Ecke oder sonst wo auf der Welt. Kaum jemand glaubt an sich und steht für sich ein. Das ist natürlich der einfachere Weg. Aber den sollte man nicht gehen. Ich selbst mache diesen Fehler immer noch viel zu häufig. Das ist einfach dumm und frustriert mich selbst sehr. Und die Songs auf „Character“ spiegeln einfach alle Schichten, Seiten und Launen wieder, die man durchmacht, wenn man versucht dort auszubrechen. Das alles ist natürlich sehr gefährlich für die eigene Persönlichkeit. Ja, das war halt so die Grundlage von allem, als ich anfing die Songs zu schreiben. Und was ich gerade beschrieben habe, zählt natürlich und vielleicht gerade auch für unsere Musik. Denn wir machen halt, was wir für richtig halten und nicht was andere dazu meinen. Es sind unsere Songs und unsere Ziele und nicht die von irgendwem anderes. WÜRDEST DU EINEN SONG HERAUSHEBEN WOLLEN? Ich denke „Am I 1“ spiegelt am besten die Thematik des Albums wieder. Halt, dass man nicht einfach dieses dumme Rudel-Tier sein sollte. Man sollte Perspektiven und Ziele im Leben haben und diese auch erreichen wollen. Aber nicht weil andere es sagen, sondern wirklich nur aus eigenem Willen. Der andere Weg, wäre natürlich einfacher. Aber der eigene, manchmal steinige Weg zahlt sich absolut aus. Und das wird bei diesem Song am direktesten gezeigt, denke ich. WIE LÄUFT DAS SONGWRITING BEI EUCH? EHER JEDER FÜR SICH ODER ALLE ZUSAMMEN? Irgendwie alles. Aber meist sammeln alle Ideen. Überwiegend halt unsere Gitarristen, der Schlagzeuger und auch Keyboarder. Die spielen mit Ideen, und arbeiten schon einige Grundstrukturen heraus. Im Proberaum treffen wir uns dann und versuchen aus allen Teilen stimmige Songs zu formen. Da fliegt natürlich auch vieles raus, aber es entstehen auch viele neue Ideen. Erst wenn die Songs eigentlich stehen, fange ich mit den Texten an und passe diese dann auf die Songs an. Das ganze kann schon mal sehr lange dauern, da wir alle sechs unsere Ideen mit einbringen und auch durchsetzen wollen. Diese dann so guten Songs zu formen, kann schon eine schwere Arbeit sein. Aber das macht es auch aus. ARBEITET IHR NOCH IM STUDIO AN DEN SONGS ODER STEHT SCHON ALLES VORHER FEST? Nein, die Songs stehen komplett, wenn wir ins Studio gehen. Wir machen alles schon soweit fertig, dass wir nur rein ins Studio, das Zeug aufnehmen und wieder gehen müssen. Die Zeit im Studio ist eigentlich das langweiligste und ungemütlichste von allem. Wir arrangieren und bereiten schon alles im Vorfeld vor. VOR EINIGEN WOCHEN ERST KAM DIE EP „LOST TO APATHY“ RAUS. WIESO DAS NOCH RELATIV KURZ VOR DEM ALBUM? Wir hatten die Aufnahmen ja schon im Frühjahr im Kasten. Und um die Wartzeit nicht zu lange werden zu lassen, wollten wir halt immerhin schon mal etwas raus bringen. Wir wollten endlich mal die Möglichkeit nutzen eine Single und ein Video zu machen. Zudem sollten die Fans schon mal einen Vorgeschmack auf das neue Album bekommen. Und das hat alles gut funktioniert. Das Video läuft ganz gut im TV und das obwohl sicher kein buntes Clip-Video ist und die Fans mögen den Song. Ich bin selbst nicht so der Typ, der sich Singles kauft, aber ich denke, dass es diese EP wert ist. ETWAS UNGEWÖHNLICH, DASS DER RELEASE RELATIV KURZ VORM ALBUM WAR. DA WERDEN EINIGE FANS FRAGEN, WIE MAN DAS ALLES KAUFEN SOLL. Ja, deswegen gibt’s die EP ja auch zum günstigeren Single-Preis. Sonst sind EPs ja fast so teuer wie Alben. Wir dachten auch, dass drei Monate genug Zeit zwischen EP und Album sind. Aber wie ich hörte, ist das wirklich sonst mehr. Aber wir haben das halt noch nie sonst gemacht und dachten halt es passt schon. MIT „derivation TNB“ IST EIN NON-ALBUM TRACK AUF DER EP Ja, genau. In diesem Song haben wir alle Riffs, Ideen und Experimente verarbeitet, die so nicht aufs Album passten. Wir spielen ja gerne mal mit allen möglichen Ideen und Einflüssen. Wir haben alle Songs auf dem Album in verschiedensten Weisen gespielt und diese Einflüsse und Eigenheiten, die da entstanden, haben wir halt versucht in diesem Song zusammen zu fassen. Dadurch ist dieser Song schon etwas Besonderes geworden. Mit „The endless Feed“ ist ein Song dabei, der in der Version nicht auf dem Album ist. Es ist ein Remix. Die Idee kam von einer Key-Melodie, die unser Keyboarder aus einem Computer-Spiel hat. Da herum haben wir dann den Song gebastelt und es war echt interessant mal etwas anders an einen Track zu gehen. ERZÄHL UNS MEHR ÜBER DAS VIDEO ZU „LOST TO APATHY“. Das Video ist natürlich erstmal eine Band-Performance. Dann wollten wir das Cover-Artwork mit einbringen. Das haben wir dann in einer 3D-Version mit eingebaut. Das sieht wirklich cool aus. So können wir eine Aussicht darauf geben, wie das Album klingen und das Cover aussehen wird. Ein alter Freund aus Göteborg, Roger Johannson, hat das Video gemacht. Es hat echt Spaß gemacht, dass wir eigene Ideen und Vorstellungen einbauen konnten und das ganze nicht einfach nach einem vorgefertigten Konzept ablief. Es funktionierte großartig und das Resultat ist echt cool geworden. D.T. SIND JA DIE MIT-BEGRÜNDER DES BERÜHMTEN GÖTEBORG-DEATH METAL… Mhm.. na ja… AUF JEDEN FALL SEIT IHR LANGE DABEI UND MAßGEBLICH AN DER ENTWICKLUNG DIESES STILS BETEILIGT. Ja, o.k.… (lacht) VERSUCH MAL DIE SZENE HEUTE MIT DER SZENE DAMALS ZU VERGLEICHEN. IST DIE SZENE NOCH SO WIE DAMALS? Es war damals eine Zeit, wo einige Leute einfach keinen Bock mehr auf das Gewöhnliche hatten. Wir entdeckten dann den Death Metal für uns. Das war etwas neues und aufregendes und wir waren so motiviert und voller Tatendrang bei etwas völlig neuem dabei zu sein. Denn für viele hier war es nicht nur der Stil, der anders war. Viele lernten da erst Death Metal generell kennen. Wir hatten keinen Bock auf diese langweilige Musik, die überall läuft. Wir wollten was eigenes und neues kreieren. Und da gab es keine Konkurrenz oder Rivalität. Wir wollten zusammen Spaß haben und zusammen etwas erschaffen. Da hat jeder jeden unterstützt. Jeder sollte seine Ideen umsetzen können und jeder half jedem vorwärts zu kommen. Und ja, die Szene ist immer noch sehr aktiv. Die damaligen Bands und Musiker sind immer noch gut befreundet und wir hängen oft zusammen ab, wenn wir Zeit haben. Und es kommen auch neue Bands nach, die dieses Gemeinschaftsgefühl genauso leben, wie wir damals. BESTIMMTE EMPFEHLUNGEN? Ja, da sind zum Beispiel RELEVANT FEW, WITHIN WHY oder auch BURST, die ich z.B. auch richtig top finde. Also die Szene ist sehr lebhaft und die neueren Bands haben auch ihre eigene Identität und versuchen nicht einfach uns nachzueifern oder zu kopieren. Ha, da sind ja schon wieder beim Album-Thema, hehe. Aber da kommen doch einige coole Sachen nach oben. Die Szene ist immer noch äußerst lebhaft. Es kommen immer neue Bands und neue Einflüsse und ich versuche mit da einzubringen, so gut ich kann. STICHWORT EINFLÜSSE. EURE „SCHWESTER-BAND“ IN FLAMES IST JA IN DEN LETZTEN JAHREN MEGA-ERFOLGREICH GEWORDEN. KÖNNT IHR DEREN WEG, DER DOCH MEHR IN DIE NU METAL/METALCORE RICHTUNG GEHT, NACHVOLLZIEHEN? Es geht immer darum, was man mit seiner Band machen will. Wir sind immer noch sehr gute Freunde und ich mag wirklich das, was sie tun. Das ist halt auch so nen Ding, worum es bei „Character“ geht. Wir machen das, was wir wollen und womit wir Spaß haben. Die machen ihr Ding, haben Spaß und Erfolg damit, was sollte also dagegen sprechen? Solange sie ehrlich sich selbst gegenüber bleiben, ist alles wunderbar. Und den Begriff „Metalcore“ mag ich nicht wirklich. Vor allem haben die Jungs ja einen Bandnamen und das ist schon ein eigenes Genre geworden (lacht). KÖNNTEN VIELLEICHT AUCH JÜNGERE LEUTE ÜBER IN FLAMES AN EUCH GERATEN? IHR HABT JA SCHLIESSLICH EINE GEMEINSAME VERGANGENHEIT. Naja, ich weiß nicht. Dazu müssten sich die Leute auch mit der History der Band auseinandersetzen und irgendwo in einem Satz steht dann vielleicht auch, dass Anders und ich zur jeweils anderen Band gewechselt sind. Generell ist es mir aber egal, durch wen die Kids zur harten Musik kommen. Und sei es durch SLIPKNOT. Alles was harte Musik am Leben hält und bekannter macht, ist mir recht. Und vielleicht stößt dann der eine oder andere doch auf uns. DU HAST SCHON MEHRMALS ERWÄHNT, DASS IHR BEI ALLEM VOLLSTE UNTERSTÜTZUNG VON CENTURY MEDIA BEKOMMT. ICH KENNE EINIGE VON DENEN DORT JA SELBST UND WEISS, DASS ES NETTE UND UMGÄNGLICHE LEUTCHENS SIND. ABER DAS WIRD KAUM DER GRUND DAFÜR SEIN, DAS IHR ERNEUT DORT UNTERSCHRIEBEN HABT Ja, wir hatten eine ganze Menge neuer Angebote. Einige waren ganz gut, andere auch wieder mehr als ein Witz. Wir haben uns auch mit verschiedenen Repräsentanten der Labels unterhalten, aber nirgends ist, wie man sagt, der Funke übergesprungen. Wir hatten einfach das Gefühl, dass es nicht passt. Wir hatten ja schon das neue Album in der Hinterhand und wussten, dass es wirklich gut ist. Aber bei den anfragenden Labels hätten wir Veränderungen hinnehmen und Kompromisse eingehen müssen. Und das ist das letzte, was wir wollen. Wir glauben an uns und erwarten, dass dies auch das Label tut. Bei Century Media haben wir die Möglichkeit alles in Eigenregie zu machen. Wir können aufnehmen wann und wo wir wollen, wir können das gesamte Artwork selbst machen, die Photo-Sessions usw.. Dann geben wir das gesamte Paket ans Label und die veröffentlichen es dann. So wollen wir das auch. Zudem sind das hier, wie Du schon sagtest, wirklich coole Typen. Die sind mit Leidenschaft dabei und finden unsere Songs wirklich gut. Das sind selbst alles MetalHeads, die uns voll und ganz und zudem noch professionell unterstützen. Das sind alles Gründe, warum wir uns bei ihnen so wohl fühlen. Da kann auch ein Angebot kommen, dass ne Ecke mehr Geld bringen würde. Wenn es uns nicht gefällt und wir uns mit denen nicht verstehen, machen wir es nicht. ABER DER LABEL-CHEF SITZT NUN NICHT NEBEN DIR, ODER? Hehe, nein nein. Aber selbst wenn, ich stehe zu dem was ich sage. Wir fühlen uns hier super wohl. Ganz einfach. Beide Seiten sind echt froh, dass man wieder zusammen gekommen ist. DIREKT NACH DEM RELEASE VON „CHARACTER“ GEHT’S JA SCHON AUF TOUR. UND ZWAR MIT DEN LEGENDÄREN THRASHERN KREATOR. Genau, das neue Album ist übrigens voll der Killer! ABSOLUT! UND ALS SUPPORT SIND ZUDEM NOCH HATESPHERE UND EKTOMORF AM START. Yeah, das wird einfach genial. Erstmal sind KREATOR eine meiner absoluten Lieblings-Bands und es ist eine große Ehre mit ihnen touren zu dürfen. Dabei kommen wir in Städte und Länder, in denen wir noch nie gespielt haben. Das wird echt cool. Zudem ist das Billing echt stark. Da kommen viele verschwinden Einflüsse zusammen und das wird für die Bands sicher ebenso interessant, wie für die Fans. Da wird jeder von profitieren. Die Fans z.B. von HATESPHERE sehen dann endlich mal die Band, die in den letzten Jahrzehnten einen riesigen Einfluss auf eigentlich alle Death- und Thrash-Bands hatte. So finden die Kids vielleicht gefallen an uns und KREATOR. Dann kommen sicherlich viele Old-School-Fans von KREATOR und auch von uns. Die werden dann vielleicht merken, dass auch die neuen und jungen Bands wirklich was auf dem Kasten haben. Das wird für alle sehr genial werden! Das ist das worum es eigentlich gehen sollte bei den Tourneen. Etablierte Bands nehmen junge Nachwuchs-Metaller mit auf Tour und geben ihnen so die Chance neue Anhänger zu finden. Billings, auf denen nur eine Stilrichtung gespielt wird, sind doch langweilig. Ich mag den Variantenreichtum, den es mittlerweile im Metal gibt. Das ist dann für Musiker und Fans interessant. VOR EINIGEN TAGEN IST JA DIMEBAG DARREL AUF DER BÜHNE VON EINEM IRREN „FAN“ ERSCHOSSEN WORDEN. MACHT DICH DAS NACHDENKLICH? ES KÖNNTE JA SCHLIESSLICH JEDER BAND PASSIEREN. Nein, das wäre das gleiche, als wenn man in kein Auto mehr steigt, weil es irgendwo einen schweren Unfall gab. Viel mehr habe ich darüber nachgedacht, was für ein grausames Gefühl sein muss zu sehen, wie ein Dir nahe stehender Mensch so grausam ums Leben kommt. Ich meine, du spielst deine Songs und plötzlich siehst du, wie irgendwer Deinen Bruder, Freund, Band-Kumpel umbringt. Vor allem für Vinnie muss das grausam gewesen sein. Aber auch für die Band natürlich. Denn eine Band ist eine Familie. Das sind nicht „nur“ Freunde, sondern Deine Familie. Und ich will niemals in die Lage kommen, einen aus meiner Band zu verlieren. Schon gar nicht auf der Bühne. Gerade dabei, was einem das Leben lebenswert macht, bei der größten Leidenschaft, die ein Musiker haben kann. Ich glaube, das kann sich keiner von uns vorstellen, was das für ein schreckliches Gefühl sein muss. Das will ich nie nie im Leben erfahren müssen. Purer Horror. NOCHMAL KOMPLIMENT FÜR DAS NEUE ALBUM UND ICH WERDE DEFINITIV MIT DABEI SEIN, WENN IHR HIER SPIELT! Ja, danke. Ich hoffe alle Metals da draußen werden unser Album genauso mögen, wie wir selbst. Schaut Euch unsere Gigs mit KREATOR an. Das wird einfach der Hammer!

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