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DEMONICAL (SVERKER/ RONNIE)

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„Ihr Deutschen scheint mehr auf den eingängigen AMON AMARTH-Stil abzufahren… Also versuchen wir es auf dieser Tour mit groovigeren Songs und klappt das nicht, spielen wir wieder mehr DISMEMBER-Style…“ HEY IHR BEIDEN. DIE TOUR LÄUFT NUN SEIT EINIGEN TAGEN. WIE IST DER STAND DER DINGE? Sverker: Ja gut soweit! Wir hatten nun erst zwei Shows, einmal in Dänemark und einmal in Stockholm direkt. In Stockholm waren sogar mehr Leute, als man an einem Dienstag in dieser Stadt erwarten kann. Und die waren auch noch gut drauf! DAS BILLING IST DOCH GUT GEMISCHT MIT DEATH UND BLACK METAL. WIE LÄUFTS ZWISCHEN DEN BANDS? Ronnie: Auch sehr gut. FERAL passen ja mit ihrem Sound ganz gut zu uns. ARROGANZ sind im Black Metal angesiedelt und GLORIA MORTI ein wenig dazwischen mit einem Hang zum BEHEMOTH-Sound. Aber an sich kam jede Band soweit recht gut an. Aber natürlich ist es für GLORIA MORTI ein etwas undankbarer Job. Wie immer für eine Band, die so ein Package eröffnen muss. Aber die Bands kommen wunderbar miteinander aus und die Fans hatten bislang auch ihren Spaß. Wir sind aber ja noch am Anfang der Tour! WIE GEHT ES EUCH BEIDEN? SVERKER, DU HAST KÜRZLICH NOCH MIT DIABOLICAL GEZOCKT UND RONNIE KOMMT JA GERADE VON EINER TOUR MIT GRAVE ZURÜCK! Ronnie: Also ich bin doch schon ziemlich erschöpft, muss ich zugeben. Direkt nach unserer Reise mit OBITUARY war ich eigentlich so richtig platt! Aber wenn man sich erst mal wieder auf einer Tour zurechtgefunden, sich eingelebt und die ersten Shows gespielt hat, geht es meist wieder. Dann kommt auch so ne Art Routine in die Abläufe. Aber man hat schon ab und an seine Phasen, wo man wirklich auch mal durchhängt, haha! Aber die Tour mit GRAVE war extrem cool! Sverker: Also für mich ist das hier die pure Erholung, fast wie Urlaub! Die vorherige Tour mit DIABOLICAL war dagegen alles andere als Urlaub, sondern der pure Stress. Das ist einfach der Vorteil, wenn man einen Nightliner nutzen kann. Da kann man auch wirklich mal pennen. Bei DIABOLICAL waren das vielleicht 2 oder 3 Stunden die Nacht und das über ne Woche lang. Das zehrt dann schon richtig! Vor allem, wenn man dann auch noch in Russland unterwegs ist, da dort die Straßen meist so schlecht sind, dass man nur durchgerüttelt wird auf der Fahrt. DAZU NOCH DER VODKA… Sverker: Wobei wir denen da schon gezeigt haben, dass wir die härteren Jungs sind, haha! DIE FRAGE NACH DER SETLIST… 3 ALBEN HABT IHR NUN IN PETTO UND AUCH SCHON DIVERSE „HITS“, DIE IM SET NICHT FEHLEN DÜRFEN! VOM NEUEN FÄLLT MIR DA SOFORT „MARCH FOR VICTORY“ EIN. WIE GESTALTET SICH DAS SET UND GIBT ES ÜBERRASCHUNGS-SONGS, DIE BEI DENEN IHR VIELLEICHT POSITIV VON DEN REAKTIONEN ÜBERRASCHT WURDET? Ronnie: Die Setlist haben wir dieses Mal mehr nach groovigeren Songs ausgerichtet und nicht unbedingt nach den härteren. Wobei ja alle sehr heavy sind und nicht unbedingt Balladen, haha. Aber bei den richtig harten Songs ist es vom Sound her schon schwer, die Gitarren auch differenziert hinzubekommen. Das wird sonst schnell zu Matsch. So ist der Großteil eher im Midtempo… mehr Deutschland-freundlich würde ich auch sagen… WAS SOLL DAS DENN NU HEISSEN, JUNGER MANN?? Ronnie: Naja, ihr Deutschen scheint mehr auf den eingängigen AMON AMARTH-Stil abzufahren… Also versuchen wir es auf dieser Tour mit groovigeren Songs und klappt das nicht, spielen wir wieder mehr DISMEMBER-Style… Sverker: In Schweden stehen die Leute doch mehr auf die harten Sachen als hier, ist so… haha! Dafür scheinen die dann wieder nicht so zu schätzen, was wir da spielen, weil, wie eben gesagt, der Sound nur eine Brei-Wand ist. Nehmen wir mal VOMITORY. Richtig abgemischt, kann das saugeil sein. Aber sonst erzeugen die live nur eine einzige Krach-Breitseite, wo man die Songs kaum unterscheiden kann. Ronnie: Wir haben auf dem Album und auch live die Gitarren jetzt nicht mehr so arg tief gestimmt, sondern mehr in, sagen wir mal, normale Bereiche. So wollen wir die Gefahr des Matsch-Sounds abwenden. Sverker: Und damit sind wir aber noch ne Ecke tiefer gestimmt unterwegs als die meisten anderen Bands, haha! Ronnie: Und bei den Reaktionen fällt mir eigentlich „All will Perish“ ein. Zwar einer der längsten und auch langsamsten Songs, aber der kommt live so richtig gut! Und es macht auch Spaß ihn zu spielen! ALS IHR MIT DEMONICAL ANFINGT, FRAGTE ICH RONNIE, WARUM IHR NUR EINEN GITARRISTEN DABEI HABT, INSBESONDERE, WAS DIE LIVE-SITUATION ANGEHT. DU MEINTEST, DASS EINE GITARRE REICHT UND DAS STIMMTE BISLANG JA AUCH. NUN HABT IHR MIT PABLO MAGALLANES (U.A. DESULTOR) DOCH EINEN 2TEN GITARRIST FÜR DIE TOUR DABEI… Sverker: Es war tatsächlich nicht so angedacht! Wir hatten eine Diskussion innerhalb der Band. Johan (Jansson, Gitarre) wollte immer einen zweiten Gitarristen. Martin (Schulman, Bass) und ich wollten das eigentlich nicht wirklich. Mit ner zweiten Gitarre hast du zwar mehr Druck, aber das kann auch alles zu sehr verwaschen, wie wir eben sagten. Als wir aber „Death Infernal“ komplett hatten und die Songs doch spielerisch vielseitiger wurden, haben wir es doch für sinnvoll erachtet, eine zweite Gitarre live hinzu zu fügen. Selbst auf vorigen Touren mussten wir bei einigen älteren Songs ein paar kleine Dinge weglassen, weil es mit nur einer Gitarre nicht richtig umsetzbar war. Das war damals noch zu verschmerzen, nun mit den neuen Songs aber nicht mehr. Und es funktioniert tatsächlich richtig gut! Ronnie: Wenns um einfache Riffs geht, spielen die beiden schon das gleiche. Aber wenn eine Melodie kommt, hat diese doch einfach mehr Rückhalt, wenn noch eine zweite Gitarre dabei ist. Macht den Sound einfach fülliger. WIE LÄUFT DAS EIGENTLICH BEIM SONGWRITING? JOHAN IST DER EIGENTLICHE GITARRIST, ABER SOWOHL IHR BEIDEN ALS AUCH MARTIN, KÖNNEN EBENFASLLS GITARRE SPIELEN… Ronnie: Also dieses Mal kamen die Hauptideen von mir und Martin. Johan hatte dieses Mal nicht ganz soviele Ideen am Start. Ausgearbeitet haben wir die dann wieder zusammen und es lief eigentlich wie immer. Nichts besonderes, hehe… NUN IST DAS ALBUM EINIGE WOCHEN RAUS… HATTET IHR SCHON DIE MÖGLICHKEIT, EIN WENIG DISTANZ ZU BEKOMMEN, UM DAS TEIL SELBST ZU BEWERTEN UND EINZUSCHÄTZEN? Ronnie: Ich habe das Album selbst kaum gehört. Auf Tour war das eh schwierig, dann war ich Sonntags daheim und Montags haben wir für diese Tour geprobt und schon ging es los. Da war wirklich nur Zeit, um mal zum Proben reinzuhören, aber nicht um es richtig im Detail zu genießen. Aber die Reviews und Reaktionen waren bisher richtig gut! Also haben wir wohl was richtig gemacht. Sverker: Ich hab‘s auch nur zum Proben gehört um die Lyrics wieder aufzufrischen. Aber es klingt besser, als ich es direkt nach den Aufnahmen in Erinnerung hatte, haha. Aber direkt nach der Studio-Zeit bin ich eigentlich immer sehr unzufrieden! Dann lasse ich mir meist gut nen halbes Jahr Zeit und dann erst kann ich mir selbst ne richtige Meinung bilden. Das kommt also noch! IN MEINEM INTERVIEW MIT DEMONAZ VON IMMORTAL SPRACHEN WIR ÜBER DEN BEGRIFF UNDERGROUND UND ER MEINTE, DASS DIESER SEIT ÜBER 20 JAHREN TOT IST. WIE SEHT IHR SO EIN STATEMENT? Ronnie: Das ist einfach Ansichtssache. Schwer zu sagen… Jeder Musiker, der sagt, dass er keine Platten verkaufen möchte, lügt. Ganz einfach! Klar, gibt es Leute, die nur in ihrem Kämmerlein sitzen, ihren kleinen Computer haben und Riffs und Melodien einfach für sich aufnehmen. Aber wenn man etwas aufnimmt, ein Demo macht oder auch live spielt und die Sachen damit einem Publikum, egal wie groß, anbietet, dann ist es quasi vorbei mit dem sogenannten Underground. Dann geht man die Richtung, dass man auch was verkaufen möchte… Sverker: Dazu ist es auch wichtig, welche Einstellung man dazu hat. Es gibt einige Bands, die wirklich darauf aus sind, Platten zu verkaufen. Andere wiederum machen einfach ihr Ding, auch wenn es keinem anderen gefällt. Hauptsache man hat selbst Spaß dabei und wenn es keinem anderen gefällt, auch egal. Das würde ich dann schon als Underground bezeichnen. Es geht schon um die persönliche Einstellung. NUN NATÜRLICH NOCH DIE FRAGE NACH DEN ZUKUNFTS-PLÄNEN. ES GIBT JA NOCH ANDERE BANDS, WIE GRAVE, INTERMENT, DIABOLICAL ETC., IN DENEN IHR AKTIV SEID. Sverker: Also bei INTERMENT und DIABOLICAL wird nicht so viel passieren. Natürlich sind GRAVE immer aktiv, aber im Grunde wird dieses Jahr das meiste mit DEMONICAL ablaufen. Klar, das Album ist aktuell und wir haben noch einige Angebote in der Pipeline! Ronnie: Ende Mai kommen wir von dieser Tour zurück. Dann haben wir 2 Wochen Pause und dann kommen die Festivals. Im September gehts mit GRAVE in die USA mit BLOOD RED THRONE und GIGAN. Mit DEMONICAL gehts dann nach Indien, Thailand… wahrscheinlich noch USA… also das ganze Jahr wird recht ereignisreich sein, haha! ZUM ENDE MEINE FRAGE, DIE ICH RONNIE BEI GRAVE SCHON GESTELLT HABE UND DIE DAHER NUR SVERKER BEANTWORTEN BRÄUCHTE. NÄMLICH MIT WELCHEM KÜNSTLER – TOT/LEBENDIG – DU GERNE MAL ARBEITEN WÜRDEST, HÄTTEST DU ALLE MÖGLICHKEITEN… Sverker: Ronnie, Johan, Martin…. und Pablo natürlich, haha. Naja, warum in die Ferne schweifen… und man muss doch auch mal realistisch bleiben, haha! DANN DANKE FÜR EURE ZEIT UND VIEL SPASS UNS ALLEN BEI DER SHOW!

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