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DORO PESCH

EIGENTLICH SOLLTE ICH JA IN DIESEN TAGEN MEINE WEHWECHEN AUSKURIEREN. ABER WENN MAN SCHON MAL DIE MÖGLICHKEIT HAT, MIT DER „METAL-QUEEN“ DORO PESCH EIN INTERVIEW ZU FÜHREN, RAPPELT MAN SICH NATÜRLICH GERNE AUF! DER GRUND FÜR DIESES GESPRÄCH IST IHR NEUES ALBUM „CLASSIC DIAMONDS“

ZUERST MAL IST ES EINE GROSSE EHRE FÜR MICH, MIT DIR ZU REDEN, DENN VOR ÜBER ZEHN JAHREN WAR DEIN KONZERT IM BIELEFELDER PC69 (R.I.P.) EINER MEINER ERSTEN METAL-GIGS! Oh ja, da denke ich auch immer noch gerne dran zurück. Das waren dort immer geniale Konzerte mit einer super Stimmung… mhmm, wenn das 1993 war, muss das die Tour zu „Angels never die“ gewesen sein. Ja, das war eine klasse Tour!! Und das PC69 gibt’s nicht mehr?? Oh, schade!! Ja, habe ich mich schon wirklich gewundert, dass es gar nicht mehr in irgendwelchen Tourdaten auftaucht… schade, echt! War eine klasse Location! „ANGELS NEVER DIE“ IST AUCH IMMER NOCH MEIN LIEBLINGSALBUM VON DIR. UND AUCH MEIN LIEBLINGSSONG „BAD BLOOD“ IST DA DRAUF. Leider wurde das damals total unterbewertet. Dabei sind da so tolle Songs drauf, wie z.B. „Eye on you“, „Last Day of my Life“ oder „Alles wird gut“. Ich mag diese Songs immer noch sehr gerne. Leider war der Metal zu diesem Zeitpunk leicht auf dem absteigenden Ast und das Album ging etwas unter… NUN IST ES ABER 2004 UND DU HAST „CLASSIC DIAMONDS“ AM START. SEIT DEM GRAUSAMEN „S&M“ VON METALLICA STEHE ICH JA ORCHESTER-ALBEN SKEPTISCH GEGENÜBER. ABER DEINES IST WIRKLICH GELUNGEN. Danke! Ja, ich war auch nie so ein Fan von solchen Orchester-Sachen. Ich habe mir das „S&M“ Album auch gar nicht zugelegt. Das einzige in der Richtung, was cool ist, sind APOCALYPTICA. Aber sonst konnte ich mit Klassik auch noch nie so viel anfangen. Die Idee kam auch erst durch einige Live-Experimente. Das klang dann so schön und genial, dass wir uns einfach dachten, dass wir das unbedingt aufnehmen müssen. WOHER KAM DENN ÜBERHAUPT DIE IDEE, SOWAS MAL LIVE MIT EINZUBRINGEN? Die Idee kam vom Manager des Düsseldorfer Football-Teams „Rhein Fire“. Wir kannten uns schon eine Weile und ich habe ja auch „Burn it up“ für die aufgenommen. Und er meinte immer wieder, ich solle doch mal was mit dem Symphony Orchester machen. Das wäre bestimmt genial. Er hat mich dann über zwei Jahre lang mit dieser Idee bombardiert, aber ich habe mich immer davor gescheut und wollte das nicht so wirklich. Dann haben wir irgendwann einen Deal gemacht. Wenn „Rhein Fire“ den World Bowl gewinnt, würde ich das mit Orchester angehen. Und tatsächlich gewann Düsseldorf den World Bowl und ich musste also ran (lacht). Dann habe ich halt den Dirigenten des Orchesters angerufen. Der ist super nett und war auch gleich dabei und wollte das unbedingt ausprobieren. Wir haben dann einen Song zusammen im Stadion zur Eröffnung der neuen Saison gespielt und das kam so genial an!! Da meinte dann der Manager gleich, ich solle doch ein ganzes Konzert in dem Stil machen. Ich war zwar zuerst auch wieder skeptisch, aber ein gutes halbes Jahr später haben wir das dann tatsächlich in Düsseldorf gemacht! Und das kam so bombastisch an. Das war richtig geil! Die Resonanzen waren super. Alle meinten, dass wir das doch unbedingt aufnehmen müssen. Wir haben das Konzert tatsächlich aufgenommen, aber das wurde nie weiter für irgendwas benutzt. Danach verging dann etwas Zeit, und ich dachte auch nicht mehr ernsthaft daran, so was noch mal zu machen, da es ja auch ein riesiger Aufwand ist, so etwas auf die Beine zu stellen. Auf der „Fight“-Tour kamen dann Heinz Heinemann und der Thorsten Wickert, der dann auch das Album produziert hat, auf mich zu und fragten, ob ich bei einem Benefiz-Konzert mitmachen würde. Die hätten das „Metal Classic Night Orchestra“ am Start und wollten halt einige Metal-Klassiker spielen und es wären viele Gäste dabei. Das hörte sich ganz gut an. Das ganze war für den Verein „Tiere in Not“, die halt Geld für eine Tier-Ambulanz sammeln wollten. Also sagte ich zu. Axel Rudi Pell war auch noch am Start, genauso wie einige Newcomer. Es waren noch weitere namenhafte Acts im Gespräch, aber wie das bei Benefiz-Gigs manchmal so ist, haben dann auf einmal viele keine Zeit mehr… aber na ja. Und weil dann halt einige Leute absagten, fragte man uns, ob wir nicht ein paar mehr Songs spielen könnten. Das ganze wurde dann fast ein ganzes Konzert und die Resonanz der Fans war echt überwältigend. Es kamen dann auch sofort Fan-Mails und Briefe, in denen immer wieder gefordert wurde, das doch endlich auf Platte zu bringen! Wir machten dann kurz danach noch einen Gig in Belgien, wo die Reaktionen ähnlich genial waren. Dann konnten wir gar nicht anders als das endlich richtig aufzunehmen. Die Aufnahmen begannen dann im Januar und dafür waren eigentlich gut drei Monate eingeplant. Doch dann benötigten wir gut acht Monate. Das war aber auch ein riesiger Aufwand und alles viel arbeitsintensiver als eigentlich gedacht. Aber wir sind absolut froh, dass wir das Album gemacht haben. Wir hatten insgesamt gut 40 Musiker dabei und mein Keyboarder/ Rhythmus-Gitarrist Oliver Palotai war noch mit im Studio. Der ist ein richtig studiertes Kerlchen. Der dachte nie, dass er das bei uns mal anbringen kann. Der hat dann über die Hälfte der Songs arrangiert, die anderen dann der Thorsten Wickert und der Dirigent. Wir haben auch einige Arrangements von dem Benefiz-Konzert übernommen. Die haben mir da schon super gut gefallen. Da haben wir dann nicht mehr viel geändert. Gut war auch, dass es halt das „Metal Classic Night Orchestra“ war. Also alles Leute, die auch aus dem Metal kommen. Da brauchte ich dann keine Angst zu haben, dass es zu klassisch oder konservativ klingt. Ich kam da bei der ersten Probe rein und alle Musiker trugen Tribal- oder Band-Shirts und ich dachte nur „Puh, hier bin ich richtig“ und dann klappte auch alles großartig. Man war halt auf der gleichen Wellenlänge und ich brauchte nicht viel erklären. Ich sagte halt nur, dass ich „Breaking the Law“ von Judas Priest machen möchte und alle hatten das natürlich gleich drauf! ICH STELLE MIR DAS SCHON SCHWIERIG VOR, METAL SONGS AUF KLASSISCHEN INSTRUMENTEN ZU ARRANGIEREN. Das hat der Oli echt super hin bekommen. Der kennt mich ja schon viele Jahre und weiß, auf was ich Wert lege. Die schon vorhandenen Sachen haben wir halt so übernommen. Das passte schon gut. Im dem Stil wurde dann weiter gearbeitet. Mir war dabei wichtig, dass die Songs ihren ursprünglichen Charakter behalten und nur noch verstärkt werden. Oder bei „Für immer“ dachte ich mir, dass es sicher cool kommt, das nur mit dem Orchester und ohne Keyboards oder Akustik-Gitarre einzuspielen und es klappte super! Oder bei „Breaking the Law“ kam mir die Idee das erst ganz ruhig beginnen zu lassen und dann erst langsam zu steigern. Und so haben wir halt die Songs arrangiert und versucht, dabei nichts von deren Power zu verlieren. DAS PRIEST-COVER IST AUCH EINES DER HIGHLIGHTS AUF DEM ALBUM Ja und nicht nur das. Der Song bedeutet mir auch viel, weil Judas Priest uns damals mit auf unsere erste große Tour genommen haben. Ich war damals natürlich ein großer Priest- und Rob–Fan und dann diese Tour. Da war es total klasse, nun diesen Song machen zu dürfen. Vor allem zusammen mit Udo Dirkschneider (U.D.O. / Ex-Accept)! GENAU, WIE KAM DAS ZUSTANDE? Wir kennen uns ja schon viele Jahre und wir wollten immer schon mal zusammen was machen. Aber irgendwie lies unser Umfeld das nie zu. Dann war ich vor einigen Jahre im Studio in Pennsylvania und da bekam ich eine Nachricht von Udo. Er hätte da einen Song, bei dem es sich regelrecht anbieten würde, dass wir den zusammen machen. Ich bin dann zu Weihnachten wieder nach Deutschland gekommen und habe den Song dann mit eingesungen. Das war „Dancing with an Angel“. Nach gut zwei Jahren haben wir uns dann jetzt wieder getroffen und in Köln das Video dazu gedreht, weil das mit auf deren DVD soll, die nun rauskommt. Da haben wir dann ein wenig gequatscht und ich meinte, ich wäre auch gerade im Studio in Köln und würde ein Album mit einem Orchester machen. Er fand das spannend und ich habe ihn einfach gefragt, ob er nicht Bock hätte auf „Breaking the Law“ mit zu singen. Er sagte sofort zu! Eine Woche später kam er dann rüber und wir nahmen das Stück auf. Das klappte auch sofort in einem Fluss, was ja immer ein super Zeichen ist. Der Song hat einfach funktioniert! Auf der „Let Love rain on me“-EP singe ich den Song zwar alleine, aber als Sahnehäubchen ist dann Udo auf dem Album mit dabei. WAR MAL DER GEDANKE DA, DEN SONG MIT ROB HALFORD ZU MACHEN? Ja, oh man… ich weiß nicht. Da habe ich gar nicht so richtig dran gedacht. Die waren ja eh gerade auf Reunion-Tour und Rob hätte sicher keine Zeit gehabt. Ich war beim Konzert in Oberhausen und habe dann die Gitarristen gefragt, ob das o.k. wäre, wenn wir den Song covern. Die waren sofort einverstanden. Und das passte auch mit Udo gerade so gut. Wir wollten schon länger was machen, die Fans wollten das auch und wir waren ja beide eh gerade in Köln. Das war natürlich ideal. Klar, mit Rob wäre das auch der Hammer gewesen, aber da habe ich erst gar nicht gefragt. Ich wollt da auch nicht so hereinplatzen, schließlich war es ja die Reunion-Tour von Judas Priest. Da wollte ich auch nicht stören. ANDERS ALS BEI ANDEREN ORCHESTER-METAL ALBEN, SPIELT BEI EUCH NICHT DIE GANZE BAND MIT, SONDERN FAST NUR DAS ORCHESTER UND DU SINGST HALT. Wir haben da verschiedene Sachen versucht. Erst hat mal die Band die Songs eingespielt und dann haben wir das Orchester darüber gelegt. Aber das klang nicht wirklich stimmig. Da war es doch das beste, die Songs wirklich neu für ein Orchester zu arrangieren. Der Oli hat das echt toll gemacht. Er war auch die ganze Zeit dabei und hat dann auch die Keyboards und Akustik-Gitarren eingespielt. Aber den Großteil der Gitarren haben dann auch die Streicher übernommen. Da war natürlich auch viel Vorarbeit nötig um genau abzustimmen, welches Instrument welchen Part eines Song nun übernimmt. Wir haben das auf jeden Song individuell angestimmt. Und das hat auch klasse funktioniert. WIE HAST DU DIE SONGAUSWAHL GETROFFEN? Wir haben halt geschaut, welche Songs auch live am besten ankamen. O.k., manche Songs sind natürlich gesetzt. Aber „I rule the Ruins“ kam z.B. live so gut rüber, dass wir den auch dazu nehmen mussten. Und halt ein paar neuere Songs. „Let Love rain on me“ ist ja halt auch die Single geworden. Übrigens, die ist in Spanien auf Platz 18 in die Charts eingestiegen und nun auf Platz 8 gestiegen… ist ja wohl der Hammer, oder? Unser erster Chart-Einstieg seit über zehn Jahren! Ich habe den Song auch für die EP in spanisch und französisch eingesungen. NA DANN BALD BEI „TOP OF THE POPS“ IN SPANIEN. Jau, das wär’s noch. Aber die Versionen sind echt toll geworden. Da kommen die Emotionen noch viel besser rüber als in Englisch. Ich wollte später die englische Version noch mal neu einsingen und dabei versuchen es dort ähnlich rüber zu bringen. Aber das ging irgendwie nicht. Das liegt einfach an dem Klang der Sprache. Französisch und Spanisch haben einfach mehr Tiefe und lassen sich auch viel schöner singen, vor allem bei solchen Songs. SPRICHST DU DENN BEIDE SPRACHEN FLIESSEND? Na ja, Französisch hatte ich halt in der Schule. Die Sprache macht mir auch viel Spaß und unser Drum-Techniker ist ja Franzose und der hat mir damals schon bei der französischen Version von „Always live to win“ geholfen, welche leider nie als Single raus kam. Das klang damals schon wunderschön, also haben wir es bei der EP noch mal mit „Let Love rain on me“ versucht. Bei der spanischen Version hat mir eine unserer Assistentinnen, die Spanierin ist, geholfen. Ich verstehe Spanisch an sich schon ganz gut, aber selbst sprechen hält sich noch in Grenzen. Aber ich finde andere Sprachen einfach klasse und interessant und bin froh, dass ich das nun mal machen konnte. Zudem ist Spanien auch einer unserer größten Märkte. Seit unserer Tour mit JUDAS PRIEST 1986 hat sich da eine ganz ganz treue Fanbase gebildet. Aber die Südländer fahren generell auf Metal voll ab. Wir waren auch vor gut 2 Monaten das erste mal in der Türkei in Istanbul und das ging so was von ab, das war nur geil! WAR DAS AUF DEM „ROCK THE NATION“-FESTIVAL? HAB NUN SCHON VON MEHREREN ACTS GEHÖRT, DIE ES DORT TOTAL GENIAL FANDEN. IST DOCH EIGENTLICH UNGEWÖHNLICH, DA MAN AUS DIESEM LAND EHER ANDERE MUSIK KENNT… Ja, genau. Das war das Festival, auf dem wir waren. Ja, das ging so was von ab dort. Die sind richtig aus sich raus gegangen. Die Leute da sind viel offener und lockerer als ihre Landsleute zum Teil hier in Deutschland. Das war schon klasse. Aber den Song nun auch auf türkisch zu singen, war mir doch etwas zu kompliziert. NOCHMAL ZURÜCK ZUM ALBUM. FÜR MICH STECHEN VOR ALLEM DIE BALLADEN HERAUS. DIE KOMMEN SEHR INTENSIV RÜBER. Ja, das finde ich auch. Ich denke, es macht viel aus, wenn diese Songs mit klassischen Instrumenten gespielt werden. Bei „1000x gelebt“ bekomme ich auch jedes Mal eine Gänsehaut. So etwas bekommt man mit einem Keyboard halt doch nicht hin. Die Orchester-Musiker haben das auch ganz klasse umgesetzt und das Gefühl in den Songs wirklich super rüber gebracht! ENTDECKT MAN DA AUCH NEUE FACETTEN UND EMOTIONEN, WENN MAN DIE SONGS NOCHMAL NEU UND FÜR ANDERE INSTRUMENTE ARRANGIERT? Bei „1000x gelebt“ z.B. kam der Song noch um einiges intensiver rüber. Bei „Love me in black“ war es 1998 so, dass er vielen zu modern klang. Da war es jetzt auch noch mal gut, dass u.a. dieser Song noch mal neues Leben eingehaucht bekommen hat. Aber auch die ganzen Aufnahmen liefen echt gut. Bei viele Produktionen hat man ja oft das Gefühl, dass noch nicht alles perfekt ist und ändert immer wieder etwas. Bei den Aufnahmen ging alles super von der Hand. Das war echt klasse. Ich konnte immer gut schlafen. Bei den anderen Alben ist ja immer ein gewisser Druck da, weil die Fans und das Label was von einem erwarten. Aber da nun keiner wirklich wusste, dass wir so eine Platte machen, waren die Aufnahmen viel relaxter als sonst. Das hat sich alles so natürlich entwickelt. O.k., es waren nur zwei Monate angedacht und dann waren es doch acht. Aber das war dann auch egal. UND DEMNÄCHST GEHT’S DANN AUF TOUR. IST SICHER EIN RIESEN AUFWAND Im Oktober geht’s los! Wir haben ja schon in Wacken einen Gig gespielt und bald geht’s dann richtig auf Tour. Wir nehmen aber da dann nur ca. 20 Musiker aus dem Orchester mit, sonst wird das zuviel. Die Veranstalter rotieren schon, um das ganze richtig hin zu bekommen. Ist ja schon ein ordentlicher Aufwand, der da betrieben werden muss. Aber das wird klasse. Wir spielen dann in Locations, die sonst nicht so für Konzerte gedacht sind. So Hallen, Burgen, Höhlen und Kirchen. Das wird sicher richtig genial. Wie gesagt, dass wird sicher ein fettes Ding, aber irgendwie kriegen wir das schon hin… DANN WIRD ES VON DER TOUR SICHER EINE DVD GEBEN Ja, wir schneiden die Gigs auf jeden Fall mit. Wir haben ja schon den Gig auf dem Wacken gefilmt und das sieht schon endgeil aus. Ich hoffe wir können das dann echt mal aufarbeiten und damit was machen. Wäre auf alle Fälle sehr cool! STICHWORT WACKEN. DU HATTEST DORT JA EIN MONSTER-PROGRAMM! DU STANDEST JA SOGAR MIT DEINER ALTEN BAND WARLOCK AUF DER BÜHNE! Jau, das war ein doppeltes Abenteuer! Erst meine eigene Band mit dem Orchester und direkt danach dann mit WARLOCK. Das erste mal seit über 16 Jahren!!!! Man, waren wir da alle nervös und aufgeregt. Aber es gab natürlich gleich im Vorfeld auch Probleme und wir mussten unter dem Namen WARLOCK 1986 auftreten. Da waren auch gleich wieder reichlich Rechtsanwälte zugange und fast wäre der Gig geplatzt! DIE STORY DAMALS WAR ETWAS VOR MEINER ZEIT, ERKLÄR DAS DOCH BITTE NOCHMAL KURZ Damals wurde uns der Name Warlock regelrecht von unserem Manager/ Merchandiser gestohlen. Der hat den dann auch vor Gericht zugesprochen bekommen. Und als wir dann diesen Gig planten, standen halt auch gleich wieder die Rechtsanwälte auf der Matte. Das hat die Vorfreude dann schon etwas getrübt. Aber wir haben den Gig durch gezogen und das war auch absolut cool. Vor allem die alten Fans haben sich einen Ast gefreut! Und die jüngeren, die uns evtl. nicht mehr kennen, wurden von der Stimmung einfach mit gerissen. Erst war ja DIO dran, dann wir mit dem Orchester, dann nach fünf Minuten Umbaupause ging es gleich weiter mit Warlock. Das war schon stressig. Ich musste ja alles im Kopf haben, die aktuellen Songs, die neuen Arrangements und dann noch die ganz alten Songs, die wir seit so vielen Jahren nicht mehr gespielt haben. Ich war danach echt fix und fertig! Und direkt am Tag danach hatten wir ja schon wieder einen Gig… wow, das war schon was. Nach diesem Wochenende bin ich erstmal ins Koma gefallen. Aber es war schon klasse und die Fans haben sich echt gefreut. Das war es dann absolut wert! WIRD DAS EIN EINMALIGES DING BLEIBEN, ODER KOMMT VON WARLOCK NUN AUCH EINE REUNION SCHEIBE Na ja, erst mal schauen, ob und wie sich das rechtliche klären lässt. Wir werden alle auf jeden Fall in Kontakt bleiben. Aber meine eigene Band würde ich jetzt nie aufgeben. Wir sind nun zum Teil schon seit zehn Jahren zusammen und verstehen uns echt gut. Sei es im Studio, auf Tour oder auch privat. Das würde ich unter keinen Umständen aufgeben. Zudem haben die Warlock-Jungs alle ihre Berufe und da wäre es auch gar nicht so einfach möglich, mal gerade auf Welt-Tournee zu gehen, was man ja dann machen müsste. Wir haben auch gar nicht wirklich über so etwas gesprochen. Wir wollten erstmal das Wacken-Ding machen und dann mal schauen… wie gesagt, müsste sich dann erstmal alles rechtliche und vertragliche klären. Tja, fast wie damals, manche Dinge ändern sich nie, aber so hat man immer was zu tun (lacht). DANN WÜNSCHE ICH AUF JEDEN FALL ALLES GUTE UND VIEL SPASS AUF TOUR! Ja, vielen Dank. Und komm doch zum ersten Gig nach Balve bei Iserlohn. Das ist doch bei Bielefeld in der Nähe. Das ist unser erster Gig der Tour und wird einer echt ganz alten Höhle stattfinden. Das wird echt genial! Kann ich echt nur empfehlen!!

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