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DOWN BELOW (NEO SCOPE)

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ES WAR EIN KOMISCHER TAG, DIESER FREITAG, DER 14.03.2008 IN OSNABRÜCK. ICH BIN FROH, DASS ICH DIESES INTERVIEW FÜHREN DURFTE, DENN BEINAHE WÄRE ES AUS GESUNDHEITLICHEN GRÜNDEN GAR NICHT DAZU GEKOMMEN… DOCH HÄTTE WÄRE WENN, NEO SCOPE STAND MIR REDE UND ANTWORT. ZWEITER PLATZ BEIM BUNDESVISION SONG CONTEST. NEO STELL EUCH NOCH MAL KURZ VOR, WER STEHT HINTER DOWN BELOW? DOWN BELOW sind Carter, der Mann an der Gitarre, Convex am Bass, Mr. Mahony an den Drums und die Stimme, ich – Neo Scope. WIE SEID IHR ZUR MUSIK GEKOMMEN? Ich glaube, da hat jeder seine ganz eigene Geschichte, aber im Endeffekt ist es so, dass jedem Musik innewohnt und der eine HÖRT sie eher und wir MACHEN sie halt. Das hat sich so ergeben. In meinem speziellen Fall habe ich schon relativ früh angefangen, immer ganz, ganz viel zu singen, so dass es anderen schon auf die Nerven ging und irgendwann bekam ich dann eine Gitarre geschenkt. Das lief dann alles so autodidaktisch, ich wollte dann eine Band haben und so entwickelte sich das Stück für Stück und hat sich bis heute dann so weiterentwickelt. DER 14.2.2008 HAT UNS/ EUCH WAS GENAU GEZEIGT? Dass man mit seinen eigenen Sachen doch durchaus sehr weit kommen kann. MIT WELCHEN ERWARTUNGEN SEID IHR IN DEN BUNDESVISION SONG CONTEST GEGANGEN? Mit der Erwartung oder der Hoffnung, unter die ersten 10 zu kommen und uns einem breiten Publikum präsentieren zu können. WIE WAR SO DAS DRUMHERUM? Sehr aufregend, sehr professionell und alles. Das war eine ganz eigene Erfahrung für uns und auch Stefan Raab selbst. Er ist sehr höflich und eher zurückhaltend, was man ja gar nicht von ihm denkt. Mein Fazit: Es war eine durchweg positive Erfahrung. Auch bei den anderen Künstlern, die ja aus ganz unterschiedlichen Genres kamen, war keine Konkurrenz zu spüren, es war wie eine große Familienfeier, sehr cool. ICH HATTE MIT MUTTIS STOLZ VON DER LETZTEN INSTANZ GESPROCHEN, DER EUCH JA MIT SEINER VIOLINE VOR ORT UNTERSTÜTZT HAT UND DER MEINTE, DU WÄREST SEHR AUFGEREGT GEWESEN… Ja natürlich, zudem war ich an dem Tag krank. Meine Stimme war morgens sogar weg und ich dachte schon, dass ich gar nicht auftreten könnte. Was willst du machen, wenn Du nicht singen kannst bei einem Song, der durch drei Oktaven geht. Und dann kam halt ein Notarzt und der gab mir zwei Spritzen in den Hals, genauer gesagt ins Genick hinten. Das war ziemlich Gothic!!!:-) Wir hätten das eigentlich mal filmen sollen, wir haben darüber schon unsere Witze gemacht, das wäre ein cooles Video geworden. Für sechs Stunden hielt meine Stimme dann, aber ich war trotzdem beeinträchtigt und ich war halt nicht 100 Prozent da. Aber das war egal, denn letztendlich haben die Show und die Musik gepasst. DU HAST JA EBEN AUCH DAS VERHÄLTNIS DER BANDS UNTEREINANDER ANGESPROCHEN, WIE HABT IHR EUCH SO VERSTANDEN? Wir sind hauptsächlich nur aufeinander getroffen in diesem Green Room ganz oben, bei der Aftershowparty und bei der Siegerehrung von SUBWAY TO SALLY, als wir alle zusammen waren, das war eigentlich der genialste Moment. Mit dem Glitterzeug und so, das war schön. WIE ERKLÄRST DU DIR SELBST DEN ERFOLG VON GENRE-BANDS WIE DOWN BELOW, SUBWAY TO SALLY ODER OOMPH! BEI SOLCH EINER VERANSTALTUNG? Stefan Raab ist ja bekannt dafür, dass er auch Bands fördert, die noch keinen so großen Status haben. Die Zielgruppe, die die Musik von Stefan Raabs Contest hört, ist noch einmal eine andere als die, die „Schnappy“ mag. Ich will jetzt nicht sagen, das „Schnappy“ ein schlechter Song ist, aber eben doch noch mal auf einem ganz anderen Level. Der Erfolg zeigt einfach, dass die Musik doch gehört wird und eine große Lobby hinter ihr steht. Das ist eine schöne Sache, ohne das sie gleich verheizt wird. WELCHEN CONTEST NEHMT IHR ALS NÄCHSTES IN ANGRIFF? Oh… kann ich Dir nicht sagen. Eigentlich aber ist jedes Konzert für uns ein Contest, weil wir die Leute überzeugen und mitreißen wollen. Wenn man jedes Konzert so beschreiben würde, dann nehmen wir heute schon den nächsten Contest in Angriff :) HAT DER ABEND EUER LEBEN VERÄNDERT? Wir sind um eine Erfahrung reicher, aber wir haben vorher Musik gemacht und machen jetzt immer noch Musik. Von daher ist alles so wie vorher, nur das mediale Interesse ist ein jetzt anderes. WIE WAREN DIE REAKTIONEN AUF EUREN AUFTRITT? HABEN EUCH AUCH VIELE ANGESCHRIEBEN, DIE DEM GENRE SONST FREMD SIND? Das kann ich dir gar nicht so genau sagen. Ich weiß nur, dass unsere MySpace Seite aus allen Nähten platzte und im Vorfeld auch schon viele so genannte Normalos auf uns aufmerksam geworden sind, was uns aber überhaupt nicht stört. Aber überwiegend sind unsere Fans Gothics. HAST DU EIN BISSCHEN ANGST, DASS JETZT VERMEHRT DEUTSCHE SONGS GEFORDERT WERDEN? (lacht) …Ja das ist schon so und wir hatten auch mit dem Gedanken gespielt, dass das so sein wird. Trotz allem bleiben unsere Texte überwiegend englisch. WIE VERSTEHT IHR EUCH AUF DIESER TOUR MIT UNHEILIG? Na super, wir fahren ja auch auf der Tour in einem Nightliner zusammen. Und die Tour kam ja auch deshalb zustande, weil wir uns so gut verstehen. Wir hatten uns damals auf der Orkus Tour kennen gelernt. Die Tour geht ja gerade erst los, trotzdem verstehen wir uns super und harmonieren gut miteinander. Die Tour wird eine richtig gute Zeit. GESTERN WAR TOURAUFTAKT IN KÖLN, WIE WAR’S? Köln war ausverkauft und es war phantastisch. Das Publikum war absolut der Hammer. Wir sind auf die Bühne gekommen und die Leute kannten die Texte und haben super mitgemacht. Als dann alles vorbei war, sind wir noch mal raus zum Merchstand und da führten wir super Gespräche. Einfach toll. WÄHREND DER TOUR SPIELT IHR JA UNTER ANDEREM AUCH IN DER COLUMBIA HALLE IN BERLIN. IST DIE VORFREUDE SEHR GROSS? Riesig, wir haben ja schon mal dort gespielt mit TYPE O NEGATIVE zusammen und das ist natürlich noch mal ne andere Kategorie. Es ist alles um einiges größer. Berlin ist auch immer schön, wir spielen immer gerne dort, im Club haben wir an Weihnachten zum „Darkstorm“ bereits gespielt. Aber es gibt eigentlich auch keine Stadt, wo ich sagen würde, da spielen wir nicht gerne. Wir freuen uns, wenn wir aus Sachsen-Anhalt mal rauskommen. Klar, da ist unsere Lobby, da sind unsere ersten Fans, aber wir haben nun mittlerweile ganz weit verteilt Anhänger und die kommen dann auch zu den Konzerten und sind total begeistert. Das ist super, wenn man weit weg von daheim ist und einen die Leute kennen. WIE SEHEN DIE WEITEREN PLANUNGEN FÜR 2008 AUS? Jetzt wird erst mal die Tour in vollen Zügen genossen. Dann werden wir an einem neuen Album rumschrauben, damit wir so schnell wie möglich was nachliefern können. Wir werden demnächst schon mal einen Song hochstellen, es soll ein Experiment sein. Es wird ein deutscher Song sein, der schon vor dem Contest entstanden ist. Da wird es dann auch ein Voting zu geben, dabei können uns die Fans dann ihre Eindrücke mitteilen. Wie gesagt: Tour genießen, dann arbeiten am neuen Album und dann im Herbst vielleicht ne eigene Tour. NEUES ALBUM, DANN WERDET IHR VERMUTLICH DAS NÄCHSTE MAL DIE SAW HÖRERCHARTS ENTERN? Genau, die haben wir ja jetzt schon einmal geknackt :) , zuerst Platz 11, dann Platz 6 (Anmerkung: höchste Chartnotierung Platz 5, mittlerweile Platz 7). Und in den Media Control Charts sind wir auch urplötzlich eingestiegen, auf einmal sind wir auf 42 gelistet gewesen. Das hat uns doch sehr gewundert, weil wir null Werbung und Promo gemacht haben. Innerhalb der Szene ist die Musik bekannt, aber das Ergebnis war schon phänomenal. WIR HABEN SCHON DIE GANZE ZEIT DARÜBER GESPROCHEN, DAS JAHR IST NOCH JUNG, WIR HABEN GERADE MÄRZ UND ES WAR SCHON RELATIV ERFOLGREICH FÜR EUCH. HATTET IHR SCHON ZEIT ZUM FEIERN UND GENIESSEN? Eigentlich noch nicht wirklich. Direkt nach dem Bundesvision musste ich mich erst mal auskurieren, dann startete schon die Tourvorbereitung. Aber wenn man mal ehrlich ist, ist es doch so, dass man während der Tour auch genug Zeit zum Feiern hat. Das ist ja kein Job, das ist ein total geiles Leben. Wir feiern hier auf jeden Fall. BISHER HABT IHR HIER MIT “SILENT WINGS: ETERNITY” UND “SINFONY 23″ ZWEI LONGPLAYER VERÖFFENTLICHT, WAS KANN MAN VON EUREM DRITTEN ALBUM ERWARTEN? Ich hoffe natürlich, dass das Album noch besser wird, wir entwickeln uns ja schließlich immer weiter. Vom Stil her wird das dritte Album eine Fortsetzung von „Sinfony 23“ sein. Auf der „Sinfony“ habe ich hauptsächlich die Songs geschrieben, das wird beim dritten Album auch so sein. Bei unserem ersten Album war das eher noch so ein Gemeinschaftsding von über 7 Leuten, jeder hat dabei mitgeschrieben. Dann ist es immer kleiner geworden und es hat sich herauskristallisiert, dass einer das Businesszeug macht, eine das kreative Zeug und so halt. So wird es auch auf der nächsten Platte sein. WIE KAMEN DOWN BELOW ZU UNIVERSAL? Das war ein langer Weg, wir hatten zunächst unser Promozeug dahingeschickt, wir haben einen Manager, der früher SCHANDMAUL gemanagt hat, kennen gelernt und der hat dann mit unseren Sachen bei den Firmen gedealt. Bei der Orkus-Tour waren dann auf einmal Leute von Universal da und haben sich das angeschaut. Direkt im Anschluss an die Orkus-Tour haben wir uns dann zusammengesetzt und darüber gesprochen, was die erwarten und was wir erwarten. Dann kam der Deal zustande, aber von dem Zeitpunkt, als die unser Zeug hatten, bis zur Unterschrift, verging ein ganzes Jahr. Weil es so lange dauerte, wollten wir sogar erst unsere Platten in Eigenregie veröffentlichen, weil wir nicht mehr damit gerechnet hatten. So waren wir am Ende positiv überrascht. Wir sind sehr zufrieden mit der positiven Zusammenarbeit. Man versucht uns nicht in bestimmte Ecken zu drängen. WIE SIEHT ES MIT DEM DRUCK VOM LABEL AUS? Druck gibt es nicht. Du hast als Songschreiber immer einen Druck und zwar, dass du gute Songs schreiben willst. Das ist aber auch das einzige. ICH HABE MAL GELESEN, DASS DU BEIM AUFTRITT KAUM ETWAS VOM PUBLIKUM MITBEKOMMST, SOZUSAGEN IN DEINER EIGENEN WELT LEBST, IST DAS SO? Ja total. Das ist mir bis heute geblieben. Ich sehe schon Gesichter und bekomme auch was mit. Ich weiß auch, dass sich unser Gitarrist auf eine Vielzahl von Leuten fixiert, aber ich suche mir eine Person, einen Fixpunkt und befinde mich dann in meiner Welt, das ist wie wenn man auf einem Bein steht und einen festen Punkt fixiert. BEI STEFAN RAAB HABT IHR JA SACHSEN-ANHALT SCHON VORGESTELLT, WELCHE MYSTISCHEN HIGHLIGHTS GIBT ES DENN SO IN SACHSEN-ANHALT? In Köthen gibt es eine St. Jakob Kirche, da ist unten eine ganz alte Gruft drin, wo unter anderem ganz pompöse Särge drin stehen, aber auch Kinder- und Säuglingssärge. Das nimmt einen schon mit. Dann gibt es in Magdeburg den Westfriedhof, das ist einer der größten Friedhöfe, da stehen ganz tolle Grabmäler. Nicht dass ich da ein und ausgehe, aber ich guck mir das schon gerne an. Darüber hinaus gibt es für mich persönlich noch einen Ort bei Halle, der Petersberg. Da steht ganz oben ein Kloster. Dort leben Mönche und die leben da schon ziemlich lange. Jedenfalls kenne ich da jemand, der heißt Lukas, der ist zwischen 70 und 80. Wir treffen uns so zwei- dreimal im Jahr und führen ganz lange Gespräche, das ist dann so ein Ort, wo ich in mich fallen kann. DOWN BELOW SIND JA AUCH DAFÜR BEKANNT, DASS SIE SICH NACH DEN KONZERTEN SEHR VIEL ZEIT FÜR IHRE FANS NEHMEN, HAST DU ANGST, DASS DIE ZEIT BEI ANHALTENDEM ERFOLG NICHT MEHR DA IST? Das glaube ich nicht, da wir eine super Zusammenarbeit mit unserer Fanpage haben. Das sind alles Freunde von uns. Dieser Kontakt wird immer da sein, auch unsere Myspaceprofile werden immer abgerufen. Es kann sein, dass die Zeit für den einzelnen mal weniger wird, aber grundsätzlich werden wir uns die Zeit für unsere Fans immer nehmen. Das mit unseren Fans ist wie eine stetig wachsende Familie, unsere Fans freuen sich auch, wenn sie mehr werden. Es ist ja für sie auch eine gute Sache. IN WELCHER STIMMUNG MUSST DU DICH BEFINDEN, WENN DU SONGS SCHREIBST? Das überrascht mich oft selber, es kommen mir manchmal Ideen in Momenten, wo ich gar nicht damit rechne, das ist dann so ne Art Eingebung. Zack einfach so. Ich habe gestern Abend unserem Tourmanager Marco was auf sein Handy gesungen, weil ich einfach so was im Kopf hatte und es festhalten wollte. Ich habe es mir heute noch nicht angehört. Das werde ich dann machen, wenn es ruhiger ist und dann was draus machen. Die Ideen kommen mir in ganz verschiedenen Momenten, manchmal sitze ich einfach so da und konstruiere was. Das ist dann aber nicht so gut. Am besten ist es, wenn einem die Ideen einfach spontan einfallen. KOMMT ES AUCH MANCHMAL VOR, DASS MAN NACHTS AUFWACHT UND SEINE IDEEN AUFSCHREIBT? Ja, ganz schlimm ist es wenn man so Melodien in Träumen hat. Die sind dann so richtig genial, du wachst auf, aber du kriegst sie nicht mehr mit rübergerettet in den nächsten Tag. Den ganzen Tag sitzt Du da und versuchst die Melodie wieder zu finden. Zweimal ist es mir zum Glück schon gelungen. DANN WÜNSCHE ICH EUCH VIEL ERFOLG FÜR EUREN AUFTRITT HIER IN OSNABRÜCK!

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