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EDGUY (JENS LUDWIG/DIRK SAUER)

MÜNCHEN. TOLLWOOD FESTIVAL, 28.06.2006. BACKSTAGE. 18.00 UHR. DIE SONNE BRENNT. TROTZDEM STELLEN SICH DIRK SAUER UND JENS LUDWIG, IHRES ZEICHENS GITARRISTEN DER HESSENER POWERMETAL-COMBO EDGUY, VOR DEM ANSTEHENDEN KONZERT GUT GELAUNT ZUM INTERVIEW UND TEILEN MIT MIR IHRE PHILOSOPHIEN ÜBER DEN DIESJÄHRIGEN GRAND PRIX, DAS TOURLEBEN, DIE FUSSBALL-WM UND VIELES MEHR. NACH LORDIS GRAND PRIX-SIEG KAM AUCH IN EUREM INTERNET-FORUM DER WUNSCH NACH EINER EDGUY-TEILNAHME IN DEUTSCHLAND AUF. WIE SIEHT ES DENN AUS? KANN MAN EINEN EDGUY-BEITRAG FÜR DEUTSCHLAND ERWARTEN? Jens(lacht): Würden wir bestimmt sofort machen! Dirk: Es gab auch vor 2 Jahren schonmal solche Vorschläge! Nee, es gibt keine konkreten Pläne, aber ich wüsste nicht, was dagegen spricht. Das könnte ja mit Sicherheit ganz lustig werden. DENKT IHR DENN, DASS DER LORDI-SIEG DIE EINSTELLUNG DER „NORMALBEVÖLKERUNG“ ZUM METAL IRGENDWIE BEEINFLUSST ODER GEÄNDERT HAT? Dirk: Glaub ich nicht. Jens: Nö, überhaupt nicht. Für mich war das einfach eine kleine Machtdemonstration von den Rockfans gegenüber der Mainstream- Musikszene. So eine Band wie Lordi hat natürlich eine europaweite Fanbasis und ich denke, dass alle Rockfans oder Hardrockfans, die irgendwie sowieso gelangweilt sind von diesem ganzen Gedudel bei der Eurovision, wo sowieso alles gleich klingt, einfach mal gesagt haben: „Rufen wir mal an und zeigen wir den Leuten mal, wie viele wir überhaupt sind“, und das fand ich eigentlich ganz gut! HABT IHR SELBER ANGERUFEN? Dirk: Nein. Jens: Nein, aber ich habe die Daumen gedrückt! WAS WÜRDET IHR DEN GANZEN NÖRGLERN MIT AUF DEN WEG GEBEN, DICH SICH U.A. ÜBER DEN VERFALL DER MUSIK BESCHWEREN? Jens: Die sollen die Klappe halten! Dirk: Also ich denke, es gibt so viele verschiedene Stilrichtungen und ich finde, jede hat ihre Daseinsberechtigung, von daher sollte eigentlich auch jeder tun und lassen können, was er will. Wenn es jemandem nicht gefällt, muss er das nicht hören, dann kann er was anderes hören, und gut is’! Jens: Eben, Es interessiert ja auch keinen, wenn ich über Casting-Bands nörgle.Die machen trotzdem weiter und Lordi werden auch weiter machen, da können die nörgeln, soviel sie wollen. ANDERES THEMA. WANN DARF MAN DENN MIT EURER NÄCHSTEN SINGLE RECHNEN? Dirk: Das wird noch ein bißchen dauern, denke ich, weil wir ja, wie du siehst, auf Tour sind, und das wird sich auch noch ein bißchen hinziehen. Denn wir werden sicherlich noch Südamerika machen, dann wollen wir noch nach Nordamerika und es weiß im Moment noch keiner, wann das alles geschehen wird. Von daher gehe ich mal davon aus, dass wir wahrscheinlich irgendwann nächstes Jahr ins Studio gehen werden. Also ich hoffe mal, dass das klappt, und dann… wer weiß!?! Jens: Also die Single kommt wahrscheinlich ein paar Wochen vor der nächsten Platte. IST DENN SCHON IRGENDETWAS GEPLANT? Jens (lacht): Nö!!! Doch, wir machen eine, soviel ist geplant! MIT SONGS WIE “LAVATORY LOVE MACHINE”, “TRINIDAD”, “SAVE US” USW. FAHRT IHR JA SCHON EHER AUF DER KOMISCHEN SCHIENE UND SEID JA SOWIESO SCHON “BERÜCHTIGT” FÜR EUREN ETWAS – ALTERNATIVEN – HUMOR. MICH WÜRDE INTERESSIEREN, OB IHR NICHT ANGST HABT, IRGENDWANN MAL IN SO EINE BLÖDEL-SCHUBLADE GESTECKT ZU WERDEN, WIE J.B.O. UNDD A NICHT MEHR RAUSZUKOMMEN UND ALS MUSIKER NICHT MEHR ERNSTGENOMMEN ZU WERDEN. Dirk: Eigentlich nicht. Also zum Einen machen wir es ja, wie gesagt, von Anfang an und das kann man ja auch schlecht planen. Also wir haben haben halt einfach diesen Humor und der ist einfach da. Aber wir sind uns trotzdem dessen bewusst, dass es, wenn es um Musik geht, und um ernsthafte Musik geht, einfach so sein muss, wie es sein muss und das wird dann auch so gemacht. Natürlich kann man sich mal den einen oder anderen Humor-Schlenker erlauben, das macht ja auch Spaß. Und das macht es für uns auch lustiger. Aber ich denke, solange der Kern des Ganzen, gute Musik zu machen, im Vordergrund steht, besteht da glaube ich keine Gefahr. WAS WÄRE DENN EURER MEINUNG NACH EINE GUTE IDEE FÜR NEUES EDGUY-MERCHANDISE? Dirk: Es gibt viele originelle Sachen! Die Frage ist halt immer nur: Wer kauft es am Ende? Wir hatten schon viele Ideen, aber… Jens: Merchandise, da gibt’s ganz viele Sachen! Also zuletzt habe ich gesehen, es gibt mittlerweile Tassen von uns! Ich habe zwar noch keine, aber es gibt sie! Dirk: Man kann halt vieles machen, aber in kleinen Auflagen ist es halt immer kompliziert. Also das ist jetzt wieder so ein bißchen die geschäftliche Seite, weil die meisten Sachen erst Sinn machen ab einer bestimmten Auflage, daher beschränkt man sich eigentlich auch eher auf das, was halt funktioniert. Es bringt mir ja nichts, wenn ich rosa Handtücher mit grüner Aufschrift mache und habe dann hinterher 500 Handtücher zu Hause, weil keiner sie kauft (lacht). DENKT IHR, DASS SICH EUER PUBLIKUM UND DIE ATMOSPHÄRE AUF EUREN KONZERTEN IM LAUFE DER JAHRE VERÄNDERT HAT? Jens: Ja, es sind immer mehr Leute dazugekommen! Dirk:Gerade auf den letzten Festivals habe ich auch von Bekannten gehört, die es uns zugetragen haben, dass es mittlerweile auch viele Leute gibt, die, auch wenn sie unsere Musik überhaupt nicht mögen, einfach gern zu dem Konzert gehen, weil sie einfach sagen, es macht Spaß, es macht gute Laune, und deswegen gucke ich mir das an. Und die haben keine einzige Platte von uns zu Hause, können auch mit der Mucke an sich nichts anfangen, aber genießen einfach das Konzert, haben Spaß, und das ist eigentlich das Ziel der ganzen Erfindung. SEID IHR BIS JETZT ZUFRIEDEN MIT DEM VERLAUF DER TOUR? Jens: Ja, auf jeden Fall. Die Headliner-Tour, die wir bis jetzt in Europa gespielt haben, lief besser als die vorherige Tour und gerade in der heutigen Zeit, wenn du dir anguckst, wie viele Bands einbrechen, kann man wirklich froh sein, wenn man die Zuschauerzahlen im Vergleich zur vorigen Tour noch halten kann und wir haben es wirklich geschafft, noch Einen obendrauf zu setzen, und das sieht man jetzt auch an den Festivals, die wir spielen, auch auf sehr guten Positionen, da kann man schon mehr als zufrieden sein. WAS DENKT IHR, SIND DIE VORTEILE UND NACHTEILE EINER CLUBTOUR, BZW. FESTIVALTOUR? Dirk: Es hat beides Vor- und Nachteile. Der Vorteil von einer Festival-Tour ist natürlich, dass du Leute erreichst, die nicht unbedingt zu einem Einzelkonzert von dir kommen würden. Wenn wir auf Wacken spielen, zum Beispiel, dann sind da schon viel mehr Leute, die wir mit einer Clubtour nicht erreichen. Auf der anderen Seite bieten Clubtouren bessere Möglichkeiten, die Show perfekter zu gestalten, weil du alles für dich hast, weil nicht 700 andere Bands auch am Wochenende dort spielen wollen. Ich weiß nicht. Also ich finde beides gut. Kann man schlecht sagen, was besser oder schlechter ist. Hat alles Vor- und Nachteile. Festivals machen natürlich mehr Spaß, weil sie meist im Sommer sind. Touren sind im Winter, da ist es meistens kalt und nass. Man trifft befreundete Bands und Crewleute und kann zusammen feiern, das macht auch Spaß… ich weiß nicht, da gibt es tausende Sachen, die man jetzt aufwiegen könnte. INWIEWEIT FRÖNT IHR DENN AUF TOUR DEM SEX, DRUGS ROCK’N'ROLL- MOTTO? Dirk(grinst): Nur!!! Es gibt nur Gras, eigentlich! Schau dich doch um!!! Jens: Nein, im Prinzip muss man… Dirk (ruft dazwischen): Frauen, Alkohol, Drogen, soweit das Auge reicht!!! Jens: Nein, wir sind eine Band, die gerne mal feiert, aber jeder ist sich ganz klar bewusst, dass man das nicht übertreiben darf. Wenn du ein Jahr lang auf Tour bist und jeden Abend rabendicht bist und was weiß ich, dann macht das dein Körper einfach nicht mehr lange mit und wir möchten das gern noch ein paar Jahre machen und möchten auch den Leuten eine gute Show bieten und möchten uns auch auf der Bühne noch bewegen können. Insofern: feiern ist O.K., aber man sollte es auf gar keinen Fall übertreiben. Ich meine, dass man hier und da mal über die Stränge schlägt, kommt vor, aber es ist keine tägliche Angelegenheit. HABT IHR EINE GANZ PERSÖNLICHE SUCHT? Jens: Zigaretten, nen Whiskey vor der Show (lacht). Dirk: Also auch so während der Woche? Jens: Oh ja! Kaffee ist Sucht, das stimmt. Dirk:… und auch sehr viel! Sonst, keine Ahnung, also das ist auch echt spontan. Also da ist jetzt keiner da, der sagt, ich muss jetzt unbedingt eine Flasche Whiskey trinken, bevor ich auf die Bühne gehe, oder so. Das passiert einfach, wie es sonst auch ist, wenn man abends weggeht. Das ist mal schön und mal lustig und manchmal trinkt man ein bißchen was oder manchmal auch eben nicht. Jens: Am Lustigsten wird es bei uns meistens, wenn einer vorher sagt: “Ach aber heut abend trink ich mal nicht so viel!“, dann geht’s meistens nach hinten los… HAT SICH EIGENTLICH JEMAND VON EUCH, INSBESONDERE TOBI SCHONMAL BEI DEN GANZEN STUNTS AUF DER BÜHNE VERLETZT? Dirk: Die eine oder andere Zerrung hat er sich schon manchmal zugezogen. Jens: Ja, aber nichts Ernsthaftes. Dirk: Mal ’nen blauenFleck oder so, das kommt mal vor, oder dass der Bassist mal irgendwie stolpert und gegen die Monitorbox fällt. Aber zum Glück ist eigentlich keinem irgendwas passiert, was schlimm ist.Tobi ist auch noch nirgends runtergefallen (grinst)… Jens: …Zumindest nirgends, wo er sich wehgetan hat (beide lachen)! WENN IHR NICHT AUF TOUR SEID, HABT IHR DANN ALS MUSIKER SO ETWAS, WIE EINEN GEREGELTEN TAGESABLAUF, ODER KANN MAN DAVON ÜBERHAUPT NICHT SPRECHEN? Jens: Im Prinzip eher nicht. Für meinen Teil ist es so: Wenn man dann mal zu Hause ist, kümmert man sich in erster Linie mal um die ganzen Sachen, die aufgelaufen sind, wenn man auf Tour ist, die dann liegenbleiben. Das heißt also Alltagskram. Ob es jetzt eine Telefonrechnung bezahlen ist, oder sich um irgendwelche Behördengänge oder was weiß ich kümmern, das muss man ja trotzdem machen. Und ansonsten… wenn wir jetzt nicht auf Tour sind, heißt das ja nicht, dass wir überhaupt nichts mit Musik machen, sondern auch wenn wir zu Hause sind, sind viele Sachen da. Da sind organisatorische Sachen zu klären, dann gibt’s mal Interviews, also givt es einen geregelten Tagesablauf eigentlich selten. Dirk: Ich meine, man kann ja nicht sagen: “Ok, wir gehen jetzt eben mal 2 Wochen auf Tour, dann sind wir zwei Wochen zu Hause. Du kannst es ja nicht planen. Deshalb sagte ich vorhin auch, dass wir noch nicht wissen, wann wir die nächste Platte machen, weil wir überhaupt noch nicht wissen, wie die weiteren Tourneepläne so laufen werden. Das muss man halt alles ein bißchen anpassen. Und es ist schon alles sehr spontan, würde ich sagen. So richtig geregelt ist es eigentlich nicht. Da hat der Jens schon Recht, wenn er das sagt. Jens: Und das ist wahrscheinlich auch gut so, dass es nicht so geregelt ist, sonst würde man sich auch irgendwann langweilen. HABT IHR DAS GEFÜHL, DASS EURE FAMILIEN UND FREUNDE ZU KURZ KOMMEN? Dirk: Freundin ja, ich hab keine. Nee, aber ansonsten: ich schiebe das gerne dazwischen, also ich war gestern auch noch einen Abend zu Hause, hab mich dann mit meinen Kumpels getroffen. Natürlich kommen die irgendwann zu kurz, wenn du 6 Wochen weg bist, dann bist du halt 6 Wochen weg und nicht bei deiner Familie oder bei deinen Freunden, oder so, aber ich denke, das kann man irgendwie ganz gut ausgleichen, weil es ja doch dann immer wieder Tage gibt, wo man dann mehr Zeit für die Leute hat und dementsprechend auch mehr Zeit mit denen verbringt. Zumindest versuche ich das so zu machen, besonders was Familie angeht. Ich mag das schon gern, dass ich, wenn ich zu Hause bin, die Zeit auch mit denen verbringe und nicht dann was weiß ich wo rumrenne. Das muss man halt auch so spontan einfädeln, wie es halt passt. Jens: ich denke mal gerade was eine Freundin betrifft, oder Kumpels und Familie: Die wissen alle ganz genau, dass der Job, den wir hier machen, unser absoluter Traumjob ist. Und wenn dann ein Freund ankommt und mir meinen Traum mürbe machen will, weil ich nicht genug Zeit für ihn habe, dann ist ist es irgendwie kein richtig guter Freund. Dirk (dazwischen): Weil du an seinem Geburtstag nicht da warst! Weil du in Japan rumgesprungen bist, oder so…! Es ist schon manchmal so, gerade auf Familienfeiern, da bleibt natürlich das ein oder andere auf der Strecke. Seien es Hochzeiten oder Geburtstage, aber es geht halt nicht anders. Man kann ja dann nicht sagen:ich nehm mir mal die nächsten zwei Tage Urlaub. Wenn etwas seit Monaten geplant ist, dann muss man es auch durchziehen. HABT IHR DAS GEFÜHL, DASS IHR DADURCH FREUNDE VERLOREN HABT, ODER EINE BEZIEHUNG KAPUTTGEGANGEN IST? Dirk: Ich sag mal, was Beziehungen angeht, ist es natürlich nicht unbedingt dienlich. Der Knackpunkt ist einfach: Du musst jemanden finden, der das wirklich versteht. Das ist kein normaler Beruf, wo ich von 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr zur Arbeit gehe und dann zu Hause bin, und meine 6 Wochen Urlaub im Jahr hab. Kompliziert wird es glaube ich nur dann, wenn diese beiden Welten aufeinander prallen und man da keine richtige Einigung findet. Beziehungsweise ist es halt immer auch eine Toleranzfrage und eine Verständnisfrage. Wer das akzeptieren kann und das auch versteht, wie es funktioniert, der kann damit glaube ich auch ganz gut umgehen, aber ich glaube, es gibt sehr viele Leute im normalen Leben, die es einfach nicht können. Ist halt einfach so. Jens: Das stimmt. Dirk: Kann man ihnen auch nicht übel nehmen, weil wie gesagt, das kannst du auch nicht vergleichen. Das ist das Schwierige. Andere Leute fahren einmal im Jahr in Urlaub und sind zufrieden, egal wo sie hinfahren, Hauptsache irgendwo an den Strand, irgendwo in den Süden. Wir sind halt monatelang im jahr auf Flughäfen und in irgendwelchen Hotels und sonstwo unterwegs, also mir ging das mal so, und dementsprechend will ich mir schon aussuchen, wo ich hinfahre und es soll dort auch schön sein, weil ich das ganze Jahr unterwegs bin und am Flughafen sitze und ich hab dann einfach keinen Bock, irgendwo hinzufahren, weil das genau so ist, wie das, was ich das ganze Jahr lang mache. Du findest dann halt keine Ruhe und das entspannt dich auch nicht. Und das sind halt so Sachen, die muss man einfach irgendwie klären, aber dass kann funktionieren. Wie gesagt, wenn da von beiden Seiten ein bißchen Entgegenkommen und Verständnis da ist,, glaube ich klappt das ganz gut (Pause). Deswegen bin ich jetzt Single (beide lachen). IHR HABT AUF DEM FIFA FANFEST IN HAMBURG GESPIELT. WIE WAR DENN DIE STIMMUNG, WIE WURDET IHR AUFGENOMMEN. ES IST JA ANZUNEHMEN, DASS DIE MEISTEN LEUTE NICHT UNBEDINGT EDGUY-FANS WAREN. Jens: Aber es waren doch einige da! Das war eine sehr interessante Erfahrung, sag ich mal. Es war schon cool, irgendwie. Allein diese Stimmung auf so einem Fanfest mitzuerleben und das einzufangen. Wir haben ja vor dem Italien-Spiel gespielt (gemeint ist das Spiel Italien-Australien am 26.06., Anm. d. Verf.) und es waren doch ein paar Leute, die das wirklich mitgekriegt haben, die dann wirklich wegen uns da hingekommen sind. Das war natürlich cool! Dann haben wir vor dem Spiel eine Dreiviertelstunde gespielt, wo es in Strömen geregnet hat. Das war wirklich ein Wolkenbruch. Sowas hab ich noch nicht erlebt auf einem Konzert. Wir waren klatschnass, die Menschen auch, aber sie sind trotzdem dageblieben und das zeigt eigentlich schon, dass sie doch ihren Spaß hatten. Und nach dem Spiel durften wir nochmal für drei Songs auf die Bühne und da war die Stimmung eigentlich ganz cool, doch. Dirk: Ich sag mal, es ist keine Konzertveranstaltung, So darfst du es halt nicht sehen. Man gehört da so zum Rahmenprogramm, aber ich glaube, die Leute, die dageblieben sind, denen hat es auch gefallen. Die sind dageblieben, weil sie es gut fanden, ansonsten wären sie ja alle weg (lacht) und ich glaube das war cool. Also ich hatte Spaß und ich glaube, die Leute auch, und von daher denke ich, war das O.K. Jens: War ja auch ein spannendes Spiel! Also da gibt es ja nix! Das Lustige war: 10 Minuten vor Spielende haben sie uns ja schon zurück Backstage gerufen:”Leute, ja falls jetzt noch ein Tor fallen sollte, dann könnt ihr noch gleich auf die Bühne!” “Ach, fällt doch eh keins mehr.” Das war dann wirklich 93te Minuten und dann Elfmeter. War schon spannend, da gibts nix! WIE WAR DENN DIE BANDINTERNE REAKTION AUF DAS AUSSCHEIDEN VON TRINIDAD & TOBAGO (WÄHREND DES ANSCHLIESSENDEN KONZERTES WURDEN ÜBRIGENS IM PUBLIKUM MEHRERE TRINIDAD-FLAGGEN GESCHWENKT.- ANM. D. VERF.)? Dirk: Ich glaube, relativ neutral. Jens: Ja! Also um nicht zu sagen gleichgültig. Dirk:… Ich bin dieses Jahr eh nicht so… also ich hab das alles nicht so richtig auf dem Schirm, dieses Mal. ich freu mich immer, wenn die Deutschen weiterkommen, aber ich könnte jetzt nicht sagen, welche Manschaft von allen, wie sie jetzt ausgeklügelt sind,herausragend gespielt hat und wer nicht, weil ich mir auch bis jetzt sage und schreibe 2 Spiele angesehen habe, mehr nicht! Jens: Hmmm…! Dirk: Oder 2 einhalb. Ich gelobe Besserung! Jens: Ich lasse mich da schon gerne anstecken, bei der WM! Also die Bundesliga, das ist nicht so mein Fall, aber jetzt WM… also ich habe schon versucht mir so das, was mich interessiert – also bei manchen Spielen sage ich auch: Das muss ich mir jetzt nicht angucken – aber das Meiste gucke ich mir schon an, wenn ich Zeit habe, oder es läuft zumindest nebenher, sag ich mal so. Ist ja auch ein großes Ereignis. Ich denke mal, die nächsten 50 Jahre wird es wahrscheinlich nicht mehr passieren, dass wir WM in Deutschland haben, und dann versuche ich schon irgendwie, die Stimmung mit aufzufangen und aufzusaugen, weil es halt irgendwie etwas ganz Besonderes ist, finde ich. WER WIRD WELTMEISTER? Dirk (im Brustton der Überzeugung): Deutschland!!! Ich glaube, wir haben sehr gute Chancen, doch. Sie spielen auf jeden Fall besser, als alle dachten. Also ich würde mich freuen und es gibt ja im Moment auch keine Mannschaft, die so überragend spielt, dass man sagen würde, die werden es zu 100%. Es haben alle gute und schlechte Tage, aber ich fiunde, Deutschland hat sich bis jetzt gut gehalten, und warum soll es nicht so weitergehen (gute Frage, ich werde sie and Italien weiterreichen! – Anm.d. Verf.)? Jens: Und nachdem wir jetzt schon Papst sind, können wir auch ruhig Weltmeister werden! Dirk: Genau! Ich drücke ihnen die Daumen! Jens, DU bist Deutschland! Jens (lacht): Ja! DU bist die Currywurst! DANKESCHÖN FÜR DAS INTERVIEW!

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