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EMPEROR/ IHSAHN

HEY, WIE GEHT’S? VIEL ARBEIT? Also in den letzten Wochen war ich wohl so beschäftigt wie noch nie in meiner Laufbahn. Ich glaube, ich hatte seit Neujahr ungefähr einen Tag frei. Sonst bin ich jeden Tag von 9h am Morgen bis locker 18h, 19h, oder gar noch länger bei der Arbeit. Es ist halt eine Menge an Promoarbeit, die gemacht werden muss. Halt nicht nur für mein Solo-Album, sondern ja auch für die Gigs mit EMPEROR! Dazu natürlich die Proben mit EMPEROR, dann auch das ganze drumherum ums Solo-Album. Das Artwork, die Homepage… da kommt einiges zusammen. TJA, VIELLEICHT EINE ART KEHRSEITE EINES SOLO-ALBUMS. MAN MUSS HALT AUCH NEBENHER DANN ALLES SELBST ÜBERNEHMEN… Ja, das ist aber gar nicht mal so schlecht. Ja, Solo-Album… ja, kann man wirklich so nennen. Bis auf die Drums und einen Gesangspart von Garm (EX-ARCTURUS, ULVER) habe ich ja alles selbst übernommen. Ich habe alle Songs geschrieben, selbst eingespielt, aufgenommen und werde es über unser Label Mnemosyne Prod. veröffentlichen. Also… ja, so ziemlich ein komplettes Solo-Ding, haha. WOLLTEST DU DAS ALBUM VON BEGINN AN UNTER DEINEM ALLSEITS BEKANNTEN PSEUDONYM VERÖFFENTLICHTEN ODER GAB ES ÜBERLEGUNGEN FÜR EINEN ANDEREN PROJEKT-TITEL? Eigentlich war das von Beginn an klar, da ich ja auch den Großteil bei der Platte selbst gemacht habe. Es war ja geplant eine Platte mit Rob Halford (JUDAS PRIEST) zu machen, dann wäre das wieder etwas anderes gewesen. Aber dann würde die Platte ja auch ganz anderes klingen. Aber sobald ich mir sicher war, dass ich das alles in Eigenregie machen werde, war auch klar, dass es unter ISHAHN sein wird. ES GAB JA SCHON SEIT DEM ENDE VON EMPEROR DIE GRÜCHTE ÜBER EIN SOLO-ALBUM. WANN HAST DU ENTSCHIEDEN, DIES NUN AUCH TATSÄCHLICH ZU VERWIRKLICHEN? Na ja, ich hatte das schon wirklich sehr lange vor. Aber wir haben mit Mnemosyne Prod., dem Studio und auch den beiden PECCATUM-Alben genug Arbeit gehabt. Auch wenn das in den Metal-Medien nicht so präsent war, hatten wir damit viel zu tun. Wirklich mit dem Songwriting begonnen, habe ich erst so im Januar 2005 und das ging so bis März. In dieser Zeit hatte ich so die Grundgerüste der Tracks fertig. Interessant bei der ganzen Sache ist die Tatsache, dass ich unbewusst chronologisch vorgegangen bin. Als ich am Artwork arbeitete und die Reihenfolge der Songs festlegen musste, kam dabei genau die Abfolge heraus, in der ich die Songs auch geschrieben habe. Sogar die ganzen Aufnahmen liefen so. Als ich die Grundgerüste fertig hatte, habe ich nacheinander dann die Synth-Sounds angepasst und auch bei den Lyrics habe ich die so geschrieben, wie ich die einzelnen Songs komponiert habe. Einen nach dem nächsten. Nicht einfach sich einen Track herauspicken… „Na, welchen nehme ich mal heute?“. Nein, für so was bin ich nicht sprunghaft genug, haha. Es war schon gut, dass ich so konzentriert und fokussiert gearbeitet habe. Aber, dass die Songs dann tatsächlich auch in dieser Reihenfolge auf dem Album landen, war nun wirklich nicht vorher geplant. Es passte einfach. DU SAGTEST, DASS DU DAS EIGENTLICHE SONGWRITING VOR GUT EINEM JAHR BEGONNEN HAST. SCHWIRRTEN DIE IDEEN UND ANSÄTZE DENN SCHON LÄNGER IN DEINEM KOPF, ODER HAST DU WIRKLICH BEI NULL BEGONNEN? Die Ausrichtung, die Vorstellung, wie es klingt und die atmosphärischen Charakteristiken waren eigentlich schon immer da, was aber daran liegt, dass ich ja von jeher kreativ war. So waren die allgemeinen Grundlagen sicherlich schon da. Aber wirklich gezielt an den Songs gearbeitet und den ganzen Spirits eine wirkliche Form und Richtung gegeben, das fing erst vor einem Jahr an. Da habe ich dann auch seit längerer Zeit mal wieder nach einer Art Vorgabe gearbeitet. In den letzten Jahren habe ich ja recht experimentelle Musik gemacht. Ich habe mich halt treiben lassen und dann geschaut, was dabei raus kam. Aber nun war es von Beginn an klar, dass es ein Metal-Album werden sollte. Da konnte ich dann nicht, wie sonst, da sitzen mit meinen Synths und Keyboards und einfach schauen, was entsteht. Das macht zwar sehr viel Spaß, kreiert aber kein Metal-Album. So gab ich mir selbst gewisse Vorgaben. Ich nahm mir zwei Gitarren-Spuren, Drums und eine Piano-Line und das war’s. Mehr Variationen hatte ich nicht, um die Songs zu schreiben. Dann habe ich mir gesagt, dass ich mich um die Produktion und die Streicher-Arrangements erst zum Schluss kümmern werde, um die eigentlichen Songs nicht zu verfälschen. Man kann mit allem möglichen Dingen am Ende noch an Songs herumfeilen und kaschieren und machen und tun. Aber das ersetzt nie die Grundlage eines soliden Songwritings für ein Metal-Album. Die Riffs sind der Schlüssel zu einem echten Metal-Album. So sah ich zu, dass ich diese ganz zu Beginn fertig hatte. Darauf konnte ich dann den Rest aufbauen. WAR ES MANCHMAL SCHWIERIG SICH AN DIE EIGENEN VORGABEN UND REGELN ZU HALTEN. ODER GAB ES SCHON ZEITEN, IN DENEN DU BEINAHE ABGESCHWEIFT WÄRST? Ich bin eigentlich recht konsequent in meiner Arbeit. Diese Vorgaben haben mich tatsächlich dazu gebracht, dass ich wirklich konzentriert an den Songs gearbeitet habe, so wie ich es vorhatte. Und es war eigentlich wie eine Heimkehr. Ich habe vor gut 20 Jahren damit begonnen E-Gitarre zu spielen. Und auch, wenn ich in all den Jahren verdammt viel versucht und ausprobiert habe mit der Musik, lagen und liegen immer noch meine Wurzeln ganz klar im Metal. Das ist mein Leben, und damit habe ich auch die meiste Erfahrung. So war es überhaupt nicht fremd und eher ganz natürlich wieder auf die klassische Weise zu arbeiten. Es tat richtig gut. Ich wusste genau, was ich wollte. Hatte ein Ziel, und das habe ich erreicht. Klar, es kommen auch experimentelle Einflüsse und progressive Phasen zum Zuge. Aber grundsätzlich sind die Songs für eine 5-köpfige Rock-Band geschrieben und arrangiert. Und die Synth-Arrangements gab es ja auch schon früher. So werden die Leute keine wirkliche Überraschung, und schon gar keine schlechte, erleben, was den Aufbau der Songs betrifft. DA ICH LEIDER NOCH NICHTS VON „THE ADVERSARY“ HÖREN DURFTE, MUSST DU MIR DAVON ERZÄHLEN. IN DER INFO STAND Z.B., DASS ES EIN BLACK METAL ALBUM WIRD. WAS ICH ABER BISLANG SO GELESEN HABE; LÄSST ABER EHER AUF EIN ZWAR EXTREMES, ABER NICHT REIN BLACKIGES ALBUM SCHLIESSEN. Das ist richtig. Klar, man versucht das Album schon so zu pushen. Es ist eigentlich eine logische Weiterentwicklung der letzten EMPEROR-Alben. Wer die kennt, wird über „The Adversary“ nicht verwundert sein. Ich habe ja auch einen Großteil von „IX Equilibrium“ und das gesamte „Prometheus“-Album alleine geschrieben. Auch die Keyboard-Parts und Synth-Arrangements habe ich übernommen. So sind das auch alles Dinge, die zu meinem Sound gehören. Aber sicherlich hatte ich bei dem Solo-Album nun wirklich alle Möglichkeiten, es so zu machen, wie ich alleine es will. Die Songs für eine sehr bekannte Band zu schreiben und für die anderen Musiker, die da mit beteiligt waren, hat natürlich den Horizont etwas eingegrenzt. Nun standen alle Möglichkeiten offen für mich. So konnte ich neben dem Black Metal-Sound auch weitere meiner Leidenschaften mit einfließen lassen, und diese liegen halt im 80er-Metal und auch im Prog-Bereich. ALSO, WAS KÖNNEN WIR NUN WIRKLICH ERWARTEN? SONGS VON DREAM THEATER BIS DARKTHRONE? Haha, na ich glaube in Richtung von DARKTHRONE wird es nicht gehen, außer Du beziehst da „Soulside Journey“ mit ein. Na ja, und so wie DREAM THEATER wird es auch nicht, haha. Ich mag diese Band sehr, aber das ist dann doch nicht meine Kragenweite. Aber… vielleicht könnte man sagen, dass einige Parts so grob im Stile von ihnen sein könnten. Doch der Großteil des Albums ist schon klar dem extremen Bereich zuzuordnen. Dabei versuche ich die Richtungen nicht all zu sehr zu vermischen. Wenn ich einen Black-Song mache, dann soll es auch ein richtiger werden! Wenn es ein klassischer Metal-Track werden soll, soll der auch so komplett so klingen! Von Anfang bis Ende. Und ein Prog-Song ist halt ein Prog-Song… SO WIRD ES DANN KEIN 12MIN.-TRACK GEBEN, IN DEM DU VON RASEREI ZU… NEO FOLK SPRINGST, HEHE Nein das nicht, aber in echter Metal-Tradition wird es einen langen letzten Song geben. IRON MAIDEN hatten am Ende ja auch immer einen langen und epischen Track. Und als ein alter Metal-Freak, der ich nun mal bin, wollte ich auch so einen, um mein Album zu beenden. Der wird dann 10 Min. gehen, hehe. Ansonsten versuche ich schon eine gute Balance zwischen den Einflüssen zu halten. Aber, wie gesagt, war es mir wichtig eine Kontinuität in den Songs zu haben. Es sollte nicht zu abgedreht und sprunghaft sein. MEIN ERSTER GEDANKE ZUM THEMA „ISHAHN SOLO-ALBUM“ WAR, DASS ES EVTL. IN DIE SYL BZW. DEVIN TOWNSEND RICHTUNG GEHEN KÖNNTE. KOMPLEX, PROGRESSIV, EXTREM UND DENNOCH PURER METAL… Ich respektiere Devin als Musiker wirklich sehr, aber so komplex sind meine Songs dann nicht. Technisch… ich weiß nicht, das vielleicht schon, aber sicherlich nicht so dermaßen wie Devins Songs. Meine Grund-Absicht war einfach ein Album zu machen, das eine Bedeutung hat. Viel Gefühl, Metal und alles. Und in der Hinsicht bin ich wirklich mehr als zufrieden mit dem Resultat. Und zum ersten Mal überhaupt in meiner Laufbahn ist für mich kein einziger Song auf dem Album ein Lückenfüller! Alle Songs sind sehr stark, und ich fühle mich auch zu jedem einzelnen sehr verbunden. Normalerweise hat man auf einem Album immer einige Lieblingsstücke und dann eine Reihe, die ganz ok sind, und die gut die einzelnen Songs verbinden. Ich will mich jetzt nicht zu sehr selbst loben, aber persönlich bin ich sehr sehr glücklich mit dem Album. Und das Feedback, dass ich bislang bekommen habe, war auch sehr gut. Aber um noch mal auf deinen Anfangsgedanken zu kommen. Ich fühle mich echt geehrt, dass mir so etwas zugetraut wird, danke! Man kann uns als Person zwar nicht vergleichen, aber die Art und Weise, wie er als Musiker und Produzent arbeitet und konsequent seinen Weg geht, ist echt bewundernswert. Er macht Metal-Platten, experimentelle Sounds und aus allem spricht mehr als deutlich seine Leidenschaft für die Musik. Und in diesem Punkt haben wir sicherlich Gemeinsamkeiten. Ich bin niemanden verpflichtet, ich orientiere mich nicht an irgendwelchen Trends oder an den Wünschen von Fans, sondern lebe einfach meine Leidenschaft für die Musik aus und bin gespannt, wohin mich diese noch führen wird. Musikalisch habe ich sicherlich einige Einflüsse der alten und neueren Platten von EMPEROR mit drin, aber zusammen mit den ganzen anderen Spielarten, die ich so mag am Metal und die halt auch mit einfließen, wird zwar der Style schon zu erkennen sein, aber es wird sicherlich kein weiteres EMPEROR-Album. Es ist eine Weiterentwicklung, aber keine Überraschung. ZU DEN SONGS. GIBT ES EINE ART KONZEPT IN DEN LYRICS? Nein, nicht in dem Stile, wie man es nach meiner Arbeitsweise beim Komponieren meinen könnte. Es gibt keine durchgehende Story, aber schon thematische Grundlagen, die eine Art Gesamtbild vom Album erschaffen, was sich auch im Titel wieder findet, halt „The Adversary“. Es ist nicht nur ein Solo-Album, sondern auch eine Art einsames Album. Gewisse Dinge ziehen sich wie eine brennende Fackel, eine Art Geist, durch die Songs. Darin finden sich halt immer wieder Figuren, wie Luzifer und Prometheus wieder, welche mich ja schon seit meinen musikalischen Anfängen begleitet haben. Wenn ich Lyrics schreibe, nutze ich schon immer diese Figuren, Symbole und Metaphern, um meinen Gefühlen, Gedanken und Erfahrungen Ausdruck zu verleihen. Dieses Album zollt irgendwie Tribut zu diesem ganzen Themen-Komplex und zu der Einstellung eine Veränderung und Entwicklung herbei zu führen. Im gleichen Atemzug ist dieses Album eine klare Kritik an Kreaturen, die sich immer nur in der Mitte halten und nie zu irgendetwas oder irgendwem Stellung beziehen. Genau mit dieser Masche verhindert man nämlich jede Entwicklung und jede Veränderung. So arbeitet man eigentlich genau in der Gegenrichtung der vielen Visionäre auf der Welt. So möchte ich auf diesen kollektiven Tiefschlaf und die Gleichgültigkeit, die auf der ganzen Welt herrscht, aufmerksam machen. Und wieder im Bezug auf ein Metal-Album halte ich es für sehr wichtig, dass die Songs eine Aussage und eine Message haben. Es sollte nicht nur irgendein Bla-Bla sein, abgedrehte Worte aus dem Wörterbuch oder irgendwelche Märchen. Es war schon immer meine Absicht, meine Symbole und Metaphern so gezielt einzusetzen, dass man sie auch versteht. Ich habe halt auch meine Ausdrucksweise, und die hat sich zu den anderen Alben nicht gravierend geändert. Inhaltlich haben wir in den letzten EMPEROR-Alben ja genauso uns selbst gesucht und auch kritisiert, wie auch alle anderen, die wir angeklagt haben. Bei meiner Solo-Platte habe ich mich selbst mehr raus genommen und mich mehr auf die Umwelt eingeschossen, haha. BEI DEINER KREATIVITÄT DÜRFTE ES DOCH SICHERLICH AUCH INTERESSANT SEIN, DEN EINEN ODER ANDEREN TRACK VISUELL Z.B. ALS CLIP UMZUSETZEN. Ich habe sogar gerade ein Video gemacht, welches aber noch in Bearbeitung ist. Visuell betrachtet sind z.B. das Artwork und das Cover recht einfach gehalten. Das gesamte Layout ist recht simpel und direkt gestaltet. Auch meine Promo-Pics sind schlicht und einfach ausgefallen. Kein besonderes Make Up oder abgefahrene Klamotten. Alles sehr direkt und pur, wie auch die Musik. Die Tracks an sich sind schon sehr mächtig und kraftvoll. Und auch wenn ich mit meiner Black Metal-Vergangenheit und da vor allem EMPEROR natürlich einiges an Outfit und Make Up am Start hatte, ist es jetzt sehr schlicht, direkt und vor allem aber wirkungsvoll gehalten. Es entspricht einfach so mehr dem, was ich mit den Songs ausdrücken will. Dazu passend wird es im Video nicht großartig Special Effects geben. DA DU JA SCHON FÜR ARCTURUS GESUNGEN HAST, WAR ES SICHER FAST LOGISCH, DASS GARM AUCH BEI DIR EINEN TRACK SINGEN WÜRDE… Richtig, ich habe einen Song für ARCTURUS gemacht und habe auch beim „William Blake…“-Album von ULVER mitgewirkt. Also würde es nun höchste Zeit, dass er auch mal bei mir was einbringt, haha. GARM IST AUCH EIN GENIALER SÄNGER… Absolut, kennst du seine neue Band mit dem Typen von SIRIUS? HEAD CONTROL SYSTEM… musst Du Dir reinziehen! Wohl das Beste, lyrisch und gesanglich, was Kris (echter Name von Garm) seit Ewigkeiten gemacht hat. Ja, ich habe bei einem Song Test-Vocals aufgenommen und dann schnell festgestellt, dass der Track einfach von Kris gesungen werden muss! Das passte einfach total! Wir sind auch schon seit den frühen 90ern gut befreundet, so war es auch keine Frage, dass er mitmacht. WIE DU SAGTEST, HAST DU DIE SONGS WIE FÜR EINE RICHTIGE BAND GESCHRIEBEN. WIE SIEHT ES ALSO MIT LIVE-GIGS AUS? Genau, als ich die Songs schrieb, hatte ich auch den Live-Aspekt mit einbezogen! Ich hielt es für unsinnig, Songs zu schreiben, die man nicht live spielen kann. Was ja auch nicht Metal wäre. Aber derzeit haben wir ja nur dieses Album, dessen Songs wir spielen könnten. Das wäre doch etwas mager für ein ganzes Set. Des Weiteren sind wir gerade dabei unser Set für die EMPEROR-Shows einzustudieren. Und auch nur Asgeir (BORKNAGAR und Drummer auf dem Solo-Album) kennt die ganzen Songs. Und ich weiß halt nicht, ob er dann auch die Zeit hätte für Live-Shows. Das heißt, ich müsste eine komplette Band anlernen. Das halt zusammen mit den EMPEROR-Shows, der Arbeit fürs Label und hoffentlich bald den neuen Songs für ein weiteres Album macht es derzeit nicht sehr wahrscheinlich, dass es Live-Shows geben wird. Aber wenn ich das zweite Album im Kasten habe, würde ich das schon gerne machen. WÄRE ES DENN OK FÜR DICH, WENN ANDERE MUSIKER DEINE RIFFS UND SONGS SPIELEN WÜRDEN? Nein, so egoistisch bin ich nicht. Sicherlich habe ich da meine Vorstellungen, wie es zu klingen hat. Aber ich bin sicher nicht der beste Gitarrist, Bassist und Sänger auf der Welt. Ich habe schon meine Vorstellungen und die können schon sicherlich auch von anderen umgesetzt werden. Asgeir z.B. hat meine vorprogrammierten Drums wirklich super umgesetzt. Klar, solange ich das alles alleine machen kann, z.B. halt die Gitarre, wieso sollte ich auf Platte noch Gast-Musiker holen? Zudem ist es eine Herausforderung für mich selbst, dass ich meinen Visionen gerecht werde. Ich lerne immer dazu. Das ist auch das gute, dass Ihriel und ich Mnemosyne gestartet haben. Ob wir nun gemeinsam, einzeln oder auch nur im technischen Bereich tätig werden. Wir können unser Ding machen, lernen und das umsetzen. Ich würde in Zukunft z.B. gerne selbst andere Bands produzieren. Und für so was ist die Arbeit an einem Solo-Album eine gute Grundlage. Klar, es ist auch eine Mega-Verantwortung, das alles auf eigene Kappe zu machen, und wenn etwas schief geht, war ich auf jeden Fall schuld. Aber so lernt man am meisten! KLAR, ALLE REDEN DERZEIT ÜBER DAS COMEBACK VON EMPEROR! WIE SEHR SPIELTE DEINE RÜCKKEHR ZUM METAL MIT „THE ADVERSARY“ EINE ROLLE BEI DER REUNION? So genau habe ich da darüber nicht nachgedacht. Aber unterbewusst hat es sicherlich auch damit zu tun. Ich habe ja schon lange an dem Album gearbeitet, bevor wir entschieden, die Shows mit EMPEROR zu machen. So hat es nicht direkt und maßgeblich eingewirkt. Es gab ja schon über Jahre Anfragen und Angebote für Shows mit EMPEROR. Und als dann die Angebote z.B. fürs Wacken kamen, dachten wir, dass es sicherlich eine coole Sache für die Band wäre, mal so etwas zu headlinen. Ein Highlight für jede Metal-Karriere. Zudem haben wir nie so etwas wie eine Abschieds-Tour gemacht. Und wenn wir so ein Ding überhaupt machen wollen, dann müssen wir es jetzt machen. Wenn wir noch 10 Jahre warten, wird das nichts. Für Samoth und mich persönlich wie auch als Band ist es wichtig, dass wir nicht als eine Parodie unserer selbst wiederkehren. Da sind zwar einige Reunions, wie PRIEST oder IRON MAIDEN, die ja funktionieren, aber es gibt auch zu viele, die gar nicht klar gehen. Da ist dann eher armselig als cool. Und das wollen wir sicher nicht! IHR SPIELT AUFM WACKEN ÜBRIGENS MIT THE SCORPIONS… WAS FÜR EINE ZUSAMMENSTELLUNG… Ist doch cool, ist ja auch alles Metal. Und wir sind ja schließlich mit THE SCORPIONS aufgewachsen… „I AM THE BLACK WIZWARD“ NEBEN „ WINDS OF CHANGE“… Haha, na gut, “Winds of Change” ist auch nicht unbedingt mein Fave… haha! ALLE FANS WOLLEN NATÜRLICH WISSEN, OB WIR NEUE SONGS VON EMPEROR ERHOFFEN DÜRFEN. NOCTURNO VON DARKTHRONE MEINTE ZU MIR, DASS ER NICHT DEN EINDRUCK HAT, DAS Z.B. SAMOTH DAS VOR HAT… Das steht eigentlich gar nicht zur Debatte. Als wir wieder als EMPEROR zusammen kamen, waren neue Songs gar kein Gesprächsthema. Es geht nur darum, dass wir uns für eine gewisse Zeit wieder zusammen finden, um einige Shows zu spielen. Dann geht wieder jeder seinen eigenen Weg. Und wenn du mein Album hörst und die neuen ZYKLON-Songs, wirst du bemerken, dass jeder von uns sich schon sehr weiterentwickelt hat. So würde es auch gar keinen Sinn ergeben, zusammen neue Songs zu schreiben, da diese nicht EMPEROR wären. Das hat man schon damals gemerkt. Ich habe nicht umsonst das gesamte „Prometheus“-Album alleine geschrieben. Und wenn wir nicht an einem Strang ziehen als Band, dann bringt es doch alles nichts. Jeder hat seine eigenen Vorstellungen für seine Songs, und daher macht halt jeder sein Ding. Wieder zusammen die alten Songs zu spielen, ist sicher ein sehr cooles Ding, aber dass wir zusammen neue Songs schreiben, sehe ich derzeit nicht. Ein wichtiger Grund für den Erfolg von EMPEROR war, dass wir unser Ding kompromisslos und ohne Rücksicht auf kommerzielle Aspekte durchgezogen haben. Und wenn wir nun ein EMPEROR-Album machen würden, bei dem wir untereinander Kompromisse eingehen müssten, würde das alles Vorherige in Frage stellen. Zu diesem Zeitpunkt würde es EMPEROR mehr schaden als nützen, würden wir neue Songs machen. Aber ok, ich habe auch gesagt, dass wir nie mehr live spielen werden, und nun sind wir wieder da. Daher sollte man niemals nie sagen, doch derzeit sehe ich die Chancen als sehr sehr unwahrscheinlich. Wir haben das auch gar nicht zur Sprache gebracht, aber ich glaube nicht, dass sich das plötzlich ändern wird, während wir wieder zusammen spielen, haha. Jeder ist auch sehr glücklich, mit dem was er macht, und warum sollte man das auch in Gefahr bringen, für eine Sache, die wahrscheinlich nicht gut gehen würde. Und ich sage mal ganz dreist: Wenn Du erstmal meine Platte hörst, wirst du EMPEROR nicht mehr vermissen, hahahaha! Nur Spaß…. STAND ZUR DEBATTE, DASS MAN EVTL. EINE ART TRIBUT AN EMPEROR MACHT, INDEM MAN Z.B. MORTIIS ODER BARD „FAUST“ EITHUN EINLÄDT? Nein, eigentlich nicht. Erstmal waren Samoth und ich immer schon die wichtigsten Personen für EMPEROR. Und MORTIIS oder Bard für nen Song einzuladen, würde auch eher einer Komödie gleichen. Versteh mich nicht falsch… die beiden sind noch immer sehr coole Typen, keine Frage! Aber Trym war auch die meiste Zeit Drummer bei uns. Er ist eigentlich der „Nicko McBrain von EMPEROR“, haha! Nicko ist zwar nicht der erste, aber der maßgebliche Drummer in IRON MAIDEN, und so ist es auch bei Trym und EMPEROR. Klar verstehe ich da die Fans, aber wir haben ja nie Black Metal gemacht, der anderen wegen. Nur für uns. Und so gehen wir auch die Gigs an. Wir machen es auf unsere Weise oder gar nicht. Damit müssen sich die Fans wohl zufrieden geben, haha. ZUM ENDE NATÜRLICH DIE FRAGE, WAS DU VON DER CELTIC FROST-REUNION HÄLST UND ERWARTEST! Ich hoffe und erwarte mal, dass ihre neue Platte mehr an den Anfängen orientiert sein wird, als den letzteren Sachen. Ich habe auf jeden Fall größten Respekt vor CELTIC FROST und bin sehr gespannt auf das Album. Ich hoffe mal, dass Tom Warrior immer noch seine unverkennbare Stimme von damals hat. So was kann keiner nachmachen! Einzigartig! Und wer weiß, vielleicht habe ich ja die Chance, die Jungs mal zu treffen. Aber auch hier kann es natürlich nach hinten losgehen. Wie bei jeder Reunion, was wir aber nicht hoffen und ihnen keines Falls wünschen. Bei EMPEROR werden auch die Fragen kommen, ob es denn noch das gleiche sein wird… Für mich persönlich war es schon irgendwie komisch, als wir da wieder zusammen auf der Bühne standen und diese drei Songs zockten. Und ich selbst habe zuletzt 2000 mit PECCATUM auf der Bühne gestanden. Ich war schon sehr nervös vor der Show. Doch als es losging, dachte ich, dass wir die letzte EMPEROR-Show erst einen Tag zuvor gespielt hätten. Es liegt uns im Blut. Vor der Gründung von EMPEROR hatte ich schon gut 3 Jahre mit Samoth gespielt. Und ich war 16 als wir die Band gründeten. Also liegt mir das schon im Blut, hehe. ZUM ENDE MÖCHTE ICH DIR NOCH DANKEN, DENN DIE EMPEROR-SONGS UND SPEZIELL DAS „ANTHEMS…“-ALBUM HAT MEINEN MUSIK-GESCHMACK DAMALS SEHR GEPRÄGT. Oh, danke für diese Worte. Da kann ich wirklich nur hoffen und wünschen, dass dir und allen Fans auch mein Solo-Album gefallen wird!

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