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FIVE FINGER DEATH PUNCH (IVAN MOODY)

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DONNERSTAG, DER 19.02.2009: WEIBERFASTNACHT – AUF NACH KÖLN! DOCH NICHT DER STRASSENKARNEVAL IST UNSER ZIEL, DENN ZWISCHEN ALL DEN VERKLEIDETEN JECKEN SIND WIR NICHT AUF DER SUCHE NACH EINER VERKLEIDUNG, SONDERN NACH EINEM „MONSTER“, EINEM ECHTEN, DAS AUF DIVERSEN AMERIKANISCHEN BÜHNEN GESICHTET WURDE UND NUN SEIN UNWESEN IN EUROPA TREIBEN SOLL. HEUTE SOLL ES IN DEUTSCHLAND SEIN, IM UNTERGRUND VERBORGEN. ALSO MACHEN WIR UNS AUF IN DAS KÖLNER „UNDERGROUND“ UND FINDEN ES. DOCH ES SCHEINT RECHT GEZÄHMT, DENN IVAN MOODY, SO SEIN NAME, BEGRÜSST UNS ENTSPANNT UND IN JOGGING-HOSE. NACHDEM ER UNS ÜBERREDET HATTE, EIN BIER BZW. EINE (GANZE FLASCHE) FANTA ANZUNEHMEN, BEGANN NICHT EIN INTERVIEW, SONDERN VIELMEHR EIN VÖLLIG UNBELASTETES, INTERESSANTES GESPRÄCH. PHILIPP: HI IVAN, WIE GEHT’S? Alles bestens, vielen Dank. Ich bin ein wenig geschafft von der bisherigen Tour und immer noch etwas müde, aber bis jetzt ist es das wert. (lacht) JASON HOOK SEINES ZEICHENS GITARRIST DER BAND BETRITT DEN RAUM Jason: Oh hi, wie geht’s? ALEX UND PHILIPP: JA ALLES KLAR UND SELBST? Jason: Ja klar! Ich hab da ’ne Melodie im Kopf, kannst du die mal umsetzen? IVAN BEGINNT EINE MELODIE ZU SUMMEN, JASON NICKT UND VERLÄSST DEN RAUM, SO SCHNELL WIE ER IHN BETRETEN HATTE. PHILIPP: IST DAS DIE TECHNIK, WIE IHR EURE SONGS SCHREIBT? Eigentlich hab ich mit den Riffs nichts zu tun. Die Schreibarbeit für die Musik überlasse ich den anderen Jungs, ich steure nur ab und zu mal eine Melodie bei, die die anderen dann versuchen irgendwie umzusetzen und in einen Song einzubauen. ALEX: DAS JAHR 2009 IST NOCH JUNG, WIE LIEF ES BISHER SO? Oh, bisher lief alles bestens! Das Jahr fing so gut an, wie das letzte aufhörte… ALEX: 2008 WAR JA AUCH EIN SEHR WICHTIGES UND VOR ALLEM EREIGNISREICHES JAHR FÜR EUCH. Absolut! Wir hatten 250 Auftritte in Form von Konzerten und Festivals im letzten Jahr, dazu die ganzen Promo-Termine und Interviews. ALEX: EURE POPULARITÄT IST IM VERGANGENEn JAHR JA AUCH FÖRMLICH EXPLODIERT. HAST DU IN DER FORM DAMIT GERECHNET? Also ehrlich gesagt habe ich mit überhaupt nichts gerechnet. Wir haben uns einfach zusammengefunden um Musik zu machen, um unsere (!) Musik zu machen. Wir wollten damit niemandem etwas beweisen oder waren auf schnellen Ruhm und Erfolg ausgerichtet. Es ist einfach passiert. (lacht) ALEX: UND NUN SEID IHR AUF EUROPA TOUR, SO SCHNELL KANN’S GEHEN. IST DAS HEUTE EUER ERSTER AUFTRITT IN DEUTSCHLAND? Genau, heute spielen wir zum allerersten Mal in Deutschland. Und dann ausgerechnet heute, es ist bei euch der erste Tag des Karnevals, oder? ALEX: GANZ GENAU, HEUTE BEGINNT DER STRASSENKARNEVAL IN KÖLN. KÖLN IST QUASI DIE HAUPTSTADT DES DEUTSCHEN KARNEVALS. (lacht) Ja, den Eindruck hatte ich auch! Aber ich bin erstaunt, dass wir hier heute trotzdem volles Haus haben, obwohl es für die Leute hier heute ein besonderer Tag ist. ALEX: FEIERST DU KARNEVAL? Auf jeden Fall! Ein sehr fröhliches Fest! ALEX: HATTEST DU DENN SCHON DIE GELEGENHEIT, DAS EIN ODER ANDERE „KÖLSCH“ ZU TRINKEN? Was soll ich getrunken haben? (lacht) ALEX (lacht): EIN „KÖLSCH“ – DAS IST DAS BIER, WOFÜR KÖLN UNTER ANDEREM BEKANNT IST. Wie heißt das, „Kölsch“? (lacht) Ihr verarscht mich doch!? PHILIPP (lacht): NEIN, DAS HEISST WIRKLICH SO. DAS MUSST DU QUASI UNBEDINGT MAL GETRUNKEN HABEN, WENN DU HIER BIST. (IVAN DREHT SICH ZU EINEM DER CREW UM UND FRAGT IHN, OB SIE „KÖLSCH“ HIER OBEN HABEN, ABER ES GIBT NUR VELTINS) Hmm, na dann muss ich woanders schauen. Haben die das unten an der Theke? PHILIPP: MIT SICHERHEIT. ICH DENKE DAS BEKOMMT MAN HIER ÜBERALL. Okay, das werde ich später machen! (SIEHE KONZERTBERICHT, ANMERKUNG DES VERFASSERS) ALEX: WO WIR GERADE VON KARNEVAL SPRACHEN, WAS JA AUCH MIT VERKLEIDEN ZU TUN HAT: AM 7. MÄRZ ERSCHEINT IN DEN STAATEN DER HORRORFILM „BLED“, IN DEM DU DEN HAUPTVAMPIR „INCUBUS“ SPIELST. WIE KAM ES DAZU? Ich wurde ganz einfach gefragt. Einer der Verantwortlichen hatte einen Gig von uns gesehen und stellte anschließend den Kontakt zu mir her. Er sagte, ich wäre das perfekte Monster, so wie er mich auf der Bühne gesehen hat. ALEX: WIE FÜHLT MAN SICH DENN, WENN JEMAND AUF EINEN ZUKOMMT UND SAGT: DU BIST DER PERFEKTE FIESLING, DAS ULTIMATIV-BÖSE? Ivan (lacht): Nun ja, ich weiß ja wie ich bin, wenn ich auf der Bühne bin. Ich gehe da raus und kehre meine böse Seite nach außen. Das ist mein Ventil, so bin ich in dem was ich da tue am besten. Insofern nahm ich das erst mal als Kompliment auf. ALEX: UND WIE WAR ES DANN FÜR DICH SO, DIE DREHARBEITEN UND DAS DRUMHERUM? Also das alles hat mir sehr viel Spaß gemacht. Es ist eine wirklich coole Sache und ich denke, ich habe mich ziemlich gut geschlagen. Ich durfte sogar als „Incubus“ meine eigenen Schreie verwenden! Das, was man in dem Film hört, bin wirklich ich, nichts Nachbearbeitetes. Das finde ich schon ziemlich cool. ALEX: DAS IST IN DER TAT ZIEMLICH COOL. IST FÜR DEN FILM AUCH EIN RELEASE IN EUROPA GEPLANT? Ja, es wird einen weltweiten Release geben. Das ist auch eine Sache, die mich sehr freut. ALEX: DANN WIRD ES IN DER ZUKUNFT ALSO EVTL WEITERE FILME MIT DIR GEBEN? Das ist schon sehr gut möglich. Im Moment laufen gerade Planungen für einen weiteren Vampir-Film. Ende des Jahres soll es damit dann schon los gehen. ALEX: ABER DIE SCHAUSPIELEREI LÄUFT DANN PARALLEL ZU DEINER MUSIKERKARIERE AB ODER KÖNNTEST DU DIR VOSTELLEN, DICH IRGENDWANN VOLLENDS FÜR DAFÜR ZU ENTSCHEIDEN? Die Schauspielerei macht mir schon großen Spaß, aber sie wird nie meine Liebe zur Musik verdrängen. Das war meine erste große Liebe, und das wird sie auch bleiben. ALEX: DANN WIDMEN WIR UNS NUN AUCH WIEDER DIESER LIEBE. WOVON WIRST DU UND DIE MUSIK, DIE DU MACHST, INSPIRIERT? Vielerlei Sachen gibt es da, die mich inspirieren. Ich bin in einer Musikerfamilie aufgewachsen. Vor allem das Leben inspiriert mich, aber natürlich auch andere Bands. PANTERA z.B. und auch ALICE IN CHAINS. Ich habe schon früh Rock-Musik gehört, aber – und das soll jetzt nicht egoistisch und großkotzig klingen – ich fand immer, dass man das noch besser machen kann. PHILIPP: GIBT ES DENN AUCH DEUTSCHE BANDS DIE DU KENNST UND VIELLEICHT SOGAR GUT FINDEST? AUSSER JETZT VIELLEICHT LAST ONE DYING, DIE EUCH HEUTE SUPPORTEN WERDEN? Ich will ehrlich sein: Es ist schon Ewigkeiten her, seit ich mir meine letzte CD gekauft habe. Das liegt aber eher weniger daran, dass ich kein Interesse an neuen Bands habe, sondern dass ich nicht die Zeit habe, los zu gehen und mir neue Bands anzuhören. Es ist schon Jahre her, da hab ich mir eine CD der Band HANZEL UND GRETYL gekauft – kennt ihr vielleicht – aber ansonsten kenne ich leider keine deutschen Bands. PHILIPP: ALSO IST ES NICHT SO, DASS DU NACH HAUSE GEHST UND DEN GANZEN TAG MUSIK HÖRST BZW. TEXTE SCHREIBST? Nein auf gar keinen Fall! Arbeit und Familie werden bei mir strikt getrennt! Ansonsten macht dich das irgendwann kaputt. Ich hab meine Tochter zum Beispiel noch nie im Leben angeschrieen und jetzt war sie vor einer Weile bei einer unserer Shows und hat mich auf der Bühne erlebt. Nach der Show kam sie weinend zu mir und ich hab gefragt „Hey Kleine, was ist los mit dir?“, und sie sagte nur „Daddy, warum schreist du diese ganzen Leute an? Was haben sie dir getan?“, und deshalb ist es sogar nötig, Familie und Geschäft zu trennen. ALEX: EUER DEBÜT HAT SICH JA ÜBERAUS GUT VERKAUFT UND DAS IST VOR ALLEM DEM EINSATZ EURER FANS ZU VERDANKEN, DEREN ANFRAGEN DIE RADIOSENDER LETZTENDLICH NACHKAMEN UND EURE SONGS SPIELTEN. NUN GIBT ES ABER, WIE IMMER UND ÜBERALL, AUCH LEUTE, DIE MIT EURER MUSIK GAR NICHTS ANFANGEN KÖNNEN. WÜRDEST DU SAGEN, FIVE FINGER DEATH PUNCH SPALTET DIE MASSEN? Wie du schon sagst, so etwas gab es immer und so etwas wird es immer geben. Corey Taylor von SLIPKNOT sagte mir einmal: „Für jeden, der deine Musik mag gibt es drei, die sie hassen.“ Und es ist wirklich so. Ich bin über jeden froh, den wir mit unserer Musik erreichen und dem sie gefällt, und alle anderen sind mir egal. Wir machen die Musik, die wir (!) machen wollen. Aber es ist natürlich trotzdem cool, dass sie so gut ankommt. Andererseits würde es mich auch wundern, wenn z.B. deine Oma unsere Musik hören würde. ALEX: ALSO ICH DENKE, ICH MÜSSTE ES IHR EINFACH MAL VORSPIELEN. WER WEISS? (IVAN MUSS LACHEN) ALEX: AUF EUREM, NUN AUCH IN EUROPA ERSCHIENENEM ALBUM „THE WAY OF THE FIST“ SIND SEHR PERSÖNLICHE TEXTE VON DIR ZU FINDEN. IST ES NICHT HEFTIG, SO PRIVATE UND INTIME DINGE VON SICH PREISZUGEBEN, WENN MAN WEISS, DASS SIE VON MILLIONEN VON MENSCHEN GEHÖRT WERDEN? Ivan (nachdenklich): Oh ja Mann, du sagst es. Ich behandle wirklich sehr viele Dinge aus meinem Leben in meinen Lyrics. In „Ashes“ oder „The devil’s own“ z.B. über meinen Vater, den ich niemals kennen lernte. Aber am heftigsten für mich ist sicherlich „The Bleeding“. Es handelt von meiner Ex-Frau, keine gute Zeit. Sie war eine Stripperin, daher auch die Zeile „your so unclean“. Das ist schon alles nicht so einfach. ALEX: ABER ICH DENKE, DARÜBER ZU TEXTEN UND DANN AUCH ZU SINGEN IST SICHER EIN TEIL DES VERARBEITENS, ODER? Definitiv. Man kehrt sein Innerstes nach außen und lernt so heftiger, aber auch schneller, damit zu leben. ALEX: DAS VON DIR ANGESPROCHENE „THE BLEEDING“ WURDE DANN JA AUCH ALS ERSTE SINGLE VERÖFFENTLICHT, EIN WIE DU JA AUCH SAGST SEHR PERSÖNLICHER SONG. WAR DAS EURE WAHL ODER HAT DAS LABEL GESAGT: WIR WOLLEN DEN SONG? Also das war schon unsere Entscheidung. Das Label hat sich sowieso, was so etwas angeht, größtenteils rausgehalten, vor allem aber was Kohle angeht. Also haben wir unser Geld zusammen gekratzt und das Video gedreht. Das Haus was ihr in dem Video seht, ist ja das Haus von unserem ehemaligen Gitarristen Darell. Die Autos die im Video dort stehen, stehen da in echt auch. Das sind halt seine (lacht). Das Girl, das in dem Video mitspielt, kennt man aus ROB ZOMBIEs „Halloween“-Remake, sie hat das als Gefallen getan, ein echter Glücksfall – vor allem da ich ja mit ihr ein wenig rummachen durfte (lacht). ALEX: JA, DIE SCHÖNEN SEITEN DES BERUFS (lacht) Ja, neben Pornostar ist das echt der beste Job der Welt (lacht). PHILIPP: DAZU GEHÖRT JA AUCH SICHER, MIT GRÖSSEN WIE KORN, DISTURBED UND VIELEN ANDEREN AUF DER BÜHNE STEHEN ZU DÜRFEN. WIE IST DAS SO FÜR DICH? Es ist eine Ehre! Es sind so großartige Musiker, gerade auch die von dir angesprochenen. DISTURBED sind eine großartige Liveband, eine der besten wie ich finde. Ich liebe es mit ihnen unterwegs zu sein. Und KORN sind für mich sowieso eine der allergrößten für mich! ALEX: BEI DEN UK-TERMINEN EURER EUROPA TOUR WARD IHR JA MIT SCHWERGEWICHTEN WIE UNEARTH, LAMB OF GOD UND DIMMU BORGIR UNTERWEGS, ALLES ZIEMLICH EXTREME BANDS. WAS MICH JETZT INTERESSIEREN WÜRDE, WIE HABEN DIE FANS REAGIERT, ALS DU DANN AUF DER BÜHNE GESUNGEN HAST? DAS IST JA ETWAS, WAS SIE BEI DEN ANDEREN BANDS NICHT GEBOTEN BEKOMMEN. Da stellst du eine echt gute Frage! Ich habe mir da im Vorfeld echt viele Gedanken drum gemacht, wie die Leute darauf reagieren würden. Gerade wenn Randy (Blythe/ LAMB OF GOD) alles in Grund und Boden schreit, und ich dann da komme mit (verstellt seine Stimme und trällert übertrieben hoch) „The bleediihing“ – ich war mir da schon etwas unsicher. Aber die Reaktionen fielen erstaunlich positiv aus. Seitdem mache ich mir da absolut keine Sorgen mehr. Das war schon ein kleines Schlüsselerlebnis. PHILIPP: NUN SEID IHR JA ALS HEADLINER AM START, IST DAS EINE GROSSE UMSTELLUNG FÜR EUCH? Also es ist schon eine Umstellung von einem 45 Minuten Set zu einem 75-minütigen. In England hatten wir ja ein paar Kumpels dabei, vor allem LAMB OF GOD, die uns ja auch gefragt haben, ob wir mit dabei sein wollen. Da werden wir natürlich den Teufel tun und da nein sagen. Aber als Headliner wie heute hier fühlen wir uns auch sehr wohl, wir wollen uns langsam aber sicher etablieren. PHILIPP: NUN IST DAS HEUTE HIER JA EINE EHER KLEINE LOCATION. WAS MAGST DU DENN LIEBER: DIE GROSSEN FESTIVALS ODER DIE KLEINEN CLUBS? Natürlich ist es schon einfach beeindruckend, wenn du auf die Bühne von so einem Festival gehst und dir gegenüber stehen 15.000, 20.000 Leute, die deinen Namen rufen. Aber ganz ehrlich: Ich liebe die kleinen Clubs, solche wie den hier. In denen hat alles angefangen, in so einem sah ich PANTERA und viele andere. Da liegen die Wurzeln. PHILIPP: WERDET IHR DENN IM SOMMER AUCH HIER SEIN, UM EIN PAAR DER GROSSEN FESTIVALS ZU SPIELEN? Ja, wir werden für ein paar Festivals hier sein, das „Download Festival“ ist zum Beispiel eins davon. Aber dann werden wir auch endlich mit den Aufnahmen für das neue Album beginnen. Ich hab es langsam echt satt, zum was weiß ich wievielten Mal „The Bleeding“ zu singen (lacht). ALEX: DAS WIRD DANN ABER DOCH IM GEGENSATZ ZU EUREM „THE WAY OF THE FIST“, WAS JA NUN ERST FAST ZWEI JAHRE NACH DEM US-TERMIN HIER ERSCHIENEN IST, EINEN WELTWEITEN RELEASE-TERMIN GEBEN, ODER? Richtig, das auf jeden Fall. Es wird auch nicht mehr all zu lange dauern, genug neues Zeug ist schon da (lacht). Und auf der dann folgenden Tour wird es auch eine größere Bühnenshow geben. Ich bin z.B. ein großer Freund von Pyro-Technik (lacht). Wir planen momentan schon, was das dann angeht. ALEX: SEHR GUT, UND DANN MÜSSEN WIR UNS AUCH NICHT MEHR SO DIE MÜHE MACHEN, EUER WERK ZU IMPORTIEREN (lacht). Ja, ihr habt es ja leider etwas schwerer hier. Überhaupt sind eure Möglichkeiten hier auf so Zeug wie das von uns zu stoßen ja doch recht eingeschränkt, so radio- und auch fernsehtechnisch, oder? ALEX: JA, ABSOLUT. ALSO ES GIBT KAUM EINEN VERNÜNFTIGEN REINEN ROCK- UND METAL-RADIOSENDER, ODER? PHILIPP: NEIN, NICHT WIRKLICH. DA BLEIBT ECHT NUR DAS INTERNET, UM DRAN ZU BLEIBEN. IHR WURDET Z.B. JA AUCH ANFANGS EHER ALS GEHEIMTIPP GEHANDELT. ALEX HATTE MIR VON EUCH ERZÄHLT UND GEMEINT, HIER DAS MUSST DU DIR ANHÖREN. Ja, coole Aktion! Leute wie ihr machen es die ganze Sache ja überhaupt wert! ALEX & PHILIPP: DANKE, VIELEN DANK! DAS EHRT UNS. Ja, das ist schon so! Und ich danke Gott auch für das Internet, ohne das ginge das alles in dem Rahmen überhaupt nicht. PHILIPP: GENAU, OHNE DAS INTERNET UND SACHEN WIE MYSPACE WÄREN VIELE DER GANZ GROSSEN NICHT DIE GANZ GROSSEN! ALEX: IST ABER AUCH GERADE INTERESSANT, DASS DU ALS KÜNSTLER AUCH MAL POSITIVE WORTE ÜBER DAS INTERNET VERLIERST. Es wird immer so viel darüber geredet, wie schlecht alles ist, dadurch das die illegalen Kopien über das Internet verbreitet werden. Natürlich ist das scheiße, aber man muss auch bedenken, dass man von einem Großteil der ganzen Bands nie etwas hören würde, gäbe es das Internet nicht. ALEX: SO IST ES! DORT HABE ICH AUCH GESEHEN, DASS IHR EINE COVERVERSION DES SONGS „BAD COMPANY“ DER GLEICHNAMIGEN BAND BEI MEHEREREN GELEGENHEITEN GESPIELT HABT. GIBT ES WEITERE TITEL, DIE IHR GERNE AUF EURE WEISE INTERPRETIEREN WÜRDET? Oh, da gibt es viele interessante Sachen und ich denke, da wird es in Zukunft auch noch einiges geben, aber das wird nicht verraten. Die angesprochene Version von „Bad Company“ wird es dafür aber auf jeden Fall auf das neue Album schaffen! PHILIPP: WAS MICH NOCH INTERESSIERT IST: HABT IHR EIGENTLICH VOR EUREN AUFTRITTEN EIN BESTIMMTEST RITUAL ODER SO ETWAS IN DER ART? Ja, in der Tat. Wir haben etwas, das wir „the hour system“ nennen. In der ersten halben Stunde ist jeder für sich alleine. Man muss den Kopf frei kriegen, alles was einen bewegt und ablenken könnte muss verschwinden. In der zweiten halben Stunde setzen wir uns dann zusammen, trinken ein paar Bierchen und stecken die Fäuste zusammen: „We are a unity, we are a family“! PHILIPP: WIE IST ES EIGENTLICH, MIT DEN LEUTEN DEINER BAND SO AUF TOUR ZU SEIN, MEHR ODER WENIGER AUF ENGSTEM RAUM UND FAST 24 STUNDEN AM TAG? SIEHST DU SIE EHER WIE EINE ART „GESCHÄFTSPARTNER“ ODER DOCH SCHON WIE EINE ART ZWEITE FAMILIE? Das trifft es schon wirklich ganz gut, was du sagst. Am Anfang sah ich die Jungs wirklich eher als „Geschäftspartner“. Doch mittlerweile sind sie mir so wichtig geworden, nach allem was so passiert ist und das ganze Touren, dass es wirklich schon so wie eine Familie ist, eigentlich sogar die einzige richtige, die ich habe! 5 FINGER DEATH PUNCH: eine Hand besteht aus fünf Fingern, nur wenn sie geschlossen fest zusammen hält ist sie stark! NACH DIESEM SCHÖNEN SCHLUSSSATZ BEDANKEN WIR UNS BEI IVAN FÜR DAS INTERVIEW UND DIE WIRKICH SEHR INTERESSANTE ZEIT, DIE ER SICH FÜR UNS NAHM. EIN SEHR OFFENER, RUHIGER ABER AUCH LOCKERER, HUMORVOLLER UND DURCH UND DURCH SYMPATHISCHER FRONTMANN, DEN WIR SPÄTER DANN WIEDER GANZ ANDERS ERLEBEN SOLLTEN, GANZ IN SEINEM ELEMENT. DENN SOBALD ER DIE BÜHNE BETRITT IST ES WIEDER „TIME TO MEET THE MONSTER“.

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