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IHSAHN

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HALLO IHSHAN, NACH DEM RELEASE DEINES ERSTEN ALBUMS WARST DU GLEICH WIEDER MIT DEN EMPEROR-SHOWS BESCHÄFTIGT. WANN HATTEST DU ENDLICH DIE RUHE, DAS GANZE SACKEN ZU LASSEN? Irgendwie habe ich das gar nicht so richtig. Normalerweise arbeitet man an einem Album, veröffentlicht es, macht die Promotion dafür und danach vergisst man es schon fast, weil es (da ich selbst damit ja nicht live aufgetreten bin) als Thema dann quasi erledigt ist. Erst als ich mit den Arbeiten an der neuen Platte begann, habe ich mir „The Adversary“ wieder in den Player gelegt und genauer hingehört. Und das eigentlich auch mehr, um mir wieder präsent zu machen, wo ich damals war und wo genau ich ansetzen möchte. Das ist eigentlich generell so meine Art. Ich beschäftige mich eher weniger mit dem Vergangenen, sondern schaue gleich nach vorne auf die nächsten Aufgaben! GAB ES VIELE DINGE, DIE DU AUF DER NEUEN SCHEIBE VERÄNDERN, VERBESSERN ODER AUCH EINFACH WEITERFÜHREN WOLLTEST? Ich hatte schon eine deutliche Vorstellung, wie „The Adversary“ ausfallen sollte, nämlich mit allem im Metal, was ich sonst nie so umsetzen konnte. Auf der neuen Platte wollte ich mich dann auf die Dinge konzentrieren, welche sich bei „The Adversary“ zu meinem Stil entwickelt haben. Mein Ziel war es natürlich auch wieder, eine vielseitige Scheibe zu machen, welche meine Persönlichkeit gut wiedergibt. Und am Ende von „The Adversary“ habe ich mir dann einige Dinge, z.b. beim Gitarrensound, erhalten, welche sich einfach gut anfühlen. Und zum Beginn der Arbeiten an den neuen Songs habe ich mir dann einen Plan zurecht gelegt, wie „angL“ klingen soll. Ich habe mir regelrecht das komplette Album vorgestellt und versucht, das zu erreichen. Auch bei den Texten hatte ich schon recht klare Vorstellungen. FÜR DIE VERMARKTUNG DEINES SOLO-ALBUMS WAR DER AUFHÄNGER „IHSAHN FROM EMPERROR“ SICHERLICH NUR GUT. ANDERSHERUM KÖNNTEN DIE EMPEROR-SHOWS AUCH ETWAS DIE AUFMERKSAMKEIT, BEI PRESSE UND FANS, GESTOHLEN HABEN. WIE SIEHST DU DAS? Ich habe mit der Arbeit an „The Adversary“ angefangen, da waren die Shows von EMPEROR gerade mal anfänglich im Gespräch. Klar, die EMPEROR-Shows haben viel Aufmerksamkeit auf sich gelenkt, aber andersherum haben diese Auftritte auch mich selbst, als einzelnen Künstler, auch wieder ins Interesse gerückt. So hat sich das sicherlich negativ wie auch positiv für mich ausgewirkt. Jetzt, wo EMPEROR recht weit entfernt für mich ist und eher ein Eigenleben führt, habe ich das ganz gut getrennt von dem, was ich als Solo-Künstler mache. Und das muss ich auch, denn alle anderen bringen diese beiden Sachen immer wieder zusammen. Gut, wenn man das jetzt auf Verkäufe und auch den Status an sich bezieht, werde ich solo sicher nie mehr als der kleine Bruder sein. Aber wenigstens einer, der seinen eigenen Weg geht. Nach all den Jahren in EMPEROR musste ich mich einfach auch persönlich in Gedanken von der Band trennen, um mich wirklich auf eigene Sachen konzentrieren zu können. Bei EMPEROR haben am Ende alle möglichen Einflüsse gewirkt, besonders eben von aussen. Jeder auf der Welt schien eine Vorstellung zu haben, wie EMPEROR sein müssen. Und das ist gerade in diesem Musik-Genre alles andere als hilfreich! Und so habe ich mich persönlich wie auch künstlerisch von EMPEROR distanziert. Und gerade deswegen findet man sowohl auf „The Adversary“ als auch bei „angL“ sicherlich den einen oder anderen Einfluss bei mir, der sich auch in so einigen EMPEROR-Stücken wiederfindet. Ich denke nicht bewusst darüber nach, solche Parts einzubauen oder sie wegzulassen. Ich meine, ich habe sehr sehr viel Musik für EMPEROR geschrieben und diese Musik gehört natürlich zu mir. Ich habe mich halt weiterentwickelt und lasse nun ganz einfach viele andere Einflüsse aus meiner Musiker-Laufbahn zu. Ich füge quasi alles zusammen! IN UNSEREM LETZTEN INTERVIEW HAST DU ERZÄHLT, DASS EINIGE SONGIDEEN FÜR „THE ADVERSARY“ SCHON EINE LÄNGERE ZEIT IN DIR STECKTEN. WIE SIEHT DAS BEI „ANGL“ AUS? Das sind alles neue Songs. „The Adversary“ war quasi eine Erleichterung für mich. Ich konnte mir viele Songs von der Brust und aus dem Kopf schreiben, welche schon seit Ewigkeiten in mir brodelten. Und das ist auch der Grund, warum ich mich mit der neuen Scheibe mehr auf meinen entwickelten Stil konzentrieren will. Erst sind alle meine Ideen raus und nun arbeite ich die weiter aus, die am besten zu mir passen. Beim ersten Album war ich total darauf aus, ein klassisches Metal-Album zu machen, auch vom Sound her. Ich war versessen auf die gute alte analoge Aufnahme-Technik. Dieses Mal habe ich mich moderneren Möglichkeiten gewidmet. Die Soundentwicklung ist auch ein weiteres Ziel gewesen. Beim Songwriting habe ich einfach mit einem Metal-Riff begonnen, dann einen Drum-Rhythmus programmiert und mir mit einer Piano-Melodie ausgemalt, wie die Songs so klingen könnten. Daraus haben sich dann die Passagen für jedes Instrument entwickelt. Ich habe mir so eine gewisse Technik mit diversen Parametern zurecht gelegt, mit denen ich arbeiten wollte. Nicht, um mich einzugrenzen, sondern mehr als kreativen Kompressor, damit ich dich ganze kreative Energie auch kanalisiert bekomme. Sonst würde das evtl. ausarten und ich würde gar kein Ende mehr finden, haha. DU MEINTEST JA, DASS DU AUF DIESER PLATTE IN ETWA DEINEN GESAMTEN MUSIKALISCHEN BACKGROUND MIT EINBEZIEHST. WIE WICHTIG WAREN DA DANN DIE EMPEROR-SHOWS UND DIE ARBEITEN Z.B. AM HARDINGROCK-ALBUM, DAMIT DU DICH BESSER AUF „ANGL“ KONZENTRIEREN KONNTEST? Die EMPEROR-Shows haben sehr viel Spaß gemacht, weil man endlich mal wieder live loslegen konnte. Die ganze Atmosphäre, besonders im Proberaum, war toll. Daran erinnert man sich hinterher. Im Studio, wenn da eine Band aufnimmt, kommt das nicht so durch. Aber im Proberaum, da krachen die Gitarren richtig und die Drums drücken. Ich war zuvor schon lange Monate nicht mehr dort, um mit einer Band zu spielen, die Drums zu hören und den physischen Druck zu spüren, wenn die Riffs direkt aus der Box kommen. Die Arbeit am HARDINGROCK-Album war dagegen wieder etwas völlig anderes. Vor allem war das fast kein eigenes Songmaterial, sondern eigentlich nur ein Wiederaufbau alter Melodien einer Harding-Fidel. Das ganze war für mich wie auch für meine Frau eine komplett neue Art des Arbeitens. Alte Musik zu adaptieren… auch für Knut Buen (norwegischer Folk-Musiker) war es sehr schwer mit einem durchgehenden, metrischen Rhythmus zu arbeiten. Die Rhythmen in der klassischen Folk-Musik sind da viel freier gefasst. So war es für uns alle drei Beteiligten etwas völlig neues, was wir nie zuvor gemacht hatten. Aber es war eine sehr angenehme Abwechslung! Und die Zusammenarbeit mit Knut war musikalisch wie auch persönlich, eine sehr bereichernde Erfahrung. Tatsächlich konnte ich danach befreiter an die Songs zu meinem neuen Album gehen. Denn HARDINGROCK war schon etwas sehr spezielles und experimentelles und so konnte ich mir nun besser auf ein richtiges Metal-Album konzentrieren. Genauso konnte sich meine Frau sich gut auf ein neues STAROFASH-Album einstellen. MEINER MEINUNG NACH KLINGEN DIE NEUEN SONGS VIEL SELBSTBEWUSSTER UND SCHLÜSSIGER… Ich hoffe natürlich immer, dass ich eine positive Entwicklung vollziehe und von Album zu Album besser werde. Wenn mein neues Album in Deinen Augen besser ist als das vorige, dann hatte ich wohl Erfolg, haha. Mit „The Adversary“ war das ja mein erstes Metal-Album seit „Prometheus“ (EMPEROR). Das sind einige Jahre, in denen ich vielleicht etwas unsicher wurde. Ich wollte ja soviel in „The Adversary“ verwirklichen. Bei „angL“ wusste ich nun mehr, was ich wirklich will und was sich wirklich gut anhört. Dazu denke ich, dass sich auf der Erfolg von „The Adversary“ auch positiv auf mich ausgewirkt hat. Klar, sollte man sich nicht zu sehr darauf einlassen, denn sonst ist man wieder schnell an der Stelle, wie ich vorhin schon meinte. Aber wenn die Leute deine Platte mögen und sie auch kaufen, dann bekommst du das Gefühl, dass du es richtig gemacht hast. Man fühlt sich wie ein Rückkehrer. Ich war halt wieder da im Metal! Das im Zusammenhang mit der Konzentration auf die Dinge, die mir wirklich liegen, macht natürlich einiges aus. Dazu noch die sattere Produktion und man bekommt ein Album, das direkter und heavier klingt als der Vorgänger! Desweiteren habe ich mich durch die Auswahl der für mich guten Bestandteile noch besser auf das Schreiben wirklich guter Songs konzentriert. Ein gutes Riff, ein gutes Soli, eine gute Melodie. Dafür war nun einfach mehr Raum. Da sind nicht mehr Hunderte von Ideen, Ansätzen und Riffs, damit ich alles von A – Z meines musikalischen Ichs unterbringen kann. Ich habe versucht, einfach ein guter Songwriter zu sein, der weiß, was er will. Und das macht auch aus meiner Sicht einen guten Musiker aus. Nicht nur so vielseitig und versiert wie möglich zu spielen. Das alleine ist es nicht. Auch wenn das natürlich dazu gehört und ich mein Können in der Hinsicht hoffentlich ebenso mit einbringen konnte, aber es dies steht halt nicht mehr im Mittelpunkt. Denn am Ende geht es nunmal einfach um einen wirklich guten Song, der auf den Hörer Eindruck macht und hoffentlich auch hängen bleibt! GIBT ES EIN INHALTLICHES KONZEPT? Z.B. BESTEHEN ALLE SONGTITEL NUR AUS EINEM WORT UND IN DER INFO STEHT, DASS DIE LYRICS EINEN STARKEN NIETZSCHE-EINFLUSS HABEN. Grundsätzlich gibt es kein richtiges Konzept. Dass nun alle Songs mit nur einem Wort betitelt sind, ist mehr ein Zufall. Nachdem dieersten drei Songs komplett waren, merkte ich, dass alle nur ein Wort als Titel hatten. Da ich nun mal an kreative Energie glaube, habe ich mir das als Regel vorgenommen und so weiter geführt. Es ist zudem schon eine Herausforderung, einen guten Songtitel zu finden, der nur aus einem Wort besteht. Wenn man dann also seinen Songtitel auf ein Wort statt auf 5 oder 10 begrenzt, ist das sehr schwer, den passenden zu finden. Ein Wort, welches den Inhalt des Songs am besten wiedergibt, dass ist eine interessante Aufgabe. Ich musste genau DAS Wort finden. Andersherum ist es auch nicht einfacher, wenn man einen Songtitel frei wählen und damit zeilenlang entwerfen darf. Ähnlich war es halt auch beim Songwriting. Ich habe mir halt vorgenommen, mich dabei nur auf zwei Gitarren-Spuren, eine Piano-Melodie und den Drum-Rhythmus zu beschränken. Ich hätte auch unzählige Effekte usw. reinhauen, mächtige Synthies drüberlegen und komplizierte Drums programmieren können. Das wäre sicherlich auch interessante Dinge, die besondere Songs erschaffen würden. Aber es wäre sicherlich kein Metal-Album. Und das war ja mein Ziel. So musste ich meine Kreativität durch Regeln in die richtige Richtung lenken. Was Nietzsche betrifft, so war schon „The Adversary“ recht viel von seinen Arbeiten beeinflusst. Und genauso ist es bei „angL“ auch der Fall, ganz einfach, haha. Aber dazu bin ich auch von Werken wie Goethes „Faust“ oder von William Blake inspiriert. Aber ich versuche nicht, eine bestimmte philosophische Richtung in die Songs einzufügen. Ich finde Nietzsches Stil einfach generell sehr inspirierend. Ich finde so manche Ähnlichkeiten zu mir selbst und das ein oder andere Mal hat er schon die perfekten Worte für das gefunden, was ich ausdrücken möchte. Alleine „und so sprach Zarathustra“ besitzt eine wunderbare, fast biblische, Sprache. Alleine diese Wortfindungen und das epische Gefühl dabei sind sehr inspirierend. Ich fühle mich da sehr verbunden, mit dem was in mir vorgeht und was mir wichtig ist. WAS BEDEUTET DER ALBUMTITEL? !“ANGL“ IN FORM VON „ENGEL“ ODER „(BLICK)WINKEL“? Es soll schon „Angel“ also „Engel“ bedeuten und nicht sowas mordernes, wie „Kamera-Einstellung“ oder sowas, haha. Es ist eigentlich nur eine Spielerei in der Schreibweise. Ich habe da verschiedene Versionen einfach aufgeschrieben. Die Schreibweise mit dem großen „L“ am Ende hat mir am besten gefallen. Zudem schaut dieser Titel auch zurück auf diese düstere Figur auf dem Cover von „The Adversary“. Dazu ist auf dem neuen Cover ein Abbild einer realen Statue des gefallenen Engels Luzifer zu sehen. Diese Figur in Kombination mit dem Titel stellt am ehesten noch meine Ideals, Gedanken und Ansichten dar. Diese habe ich ja oft schon in Form von, sagen wir, „Helden“ dargestellt. Halt eben Luzifer, Prometheus oder auch Faust. In allen kann ich mich wiederfinden, was ihr Schicksal, aber auch ihre Einstellung und Motivation betrifft. MEINE PERSÖNLICHEN FAVES AUF DEM ALBUM SIND „MALEDICTION“, „ELEVATOR“ UND „ALCHEMIST“. ALLERDINGS DÜRFTE „UNHEALER“ NOCH DIE MEISTE AUFMERKSAMKEIT ERHASCHEN, DA BEI DIESEM GENIALEN SONG MIKAEL AKERFELDT VON OPETH ALS GAST AKTIV IST… DIE PERFORMANCE EURER BEIDEN VOCALS KOMMT RICHTIG EINDRUCKSVOLL RÜBER! Meine persönlichen Favoriten wechselten ständig, als ich das Album nach der Fertigstellung gehört habe. Das ist allerdings schon ne Weile her, da man nach den Aufnahmen und dem Abmischen erstmal die Schnauze davon voll hat, hahaha. Aber ich freue mich schon die Platte in naher Zukunft und ganz in Ruhe zu hören. Ein großer Favorit ist ohne Frage „Unhealer“, weil ich auch besonders zufrieden damit bin, wie das Resultat ausgefallen ist. Und Mikael mit dabei zu haben, war natürlich großartig. Wir hatten schon vor „The Adversary“ vor, mal was zusammen zu machen, aber wie das so ist, hat jeder genug mit seinen Sachen zu tun und so zerläuft sich das immer wieder. Wir kennen uns schon seit Mitte der 90er, hatten zwar nie den wirklich intensiven Kontakt, aber in losen Abständen haben wir voneinander gehört. Ich würde ihn schon als Freund bezeichnen und ich habe großen Respekt vor ihm, sowohl vor seiner musikalischen Arbeit als auch aus menschlicher Sicht. Wir trafen uns beim Wacken 2006 und wir hatten eine coole Zeit dort, auch mit Per (Keyboards, OPETH). Wir haben uns zusammen CELTIC FROST und MORBID ANGEL angeschaut und eine Menge Spaß gehabt. Da kamen wir wieder auf das Thema Zusammenarbeit und er war immernoch sehr interessiert, allerdings weiterhin natürlich sehr mit OPETH beschäftigt. Als ich das neue Album schrieb, meinte er kurzfristig, dass wir es nun angehen sollten und ich befand „Unhealer“ als den besten Song für diese Zusammenarbeit. Ich denke, dass sowohl seine Death Metal-Growls, wie auch seine cleanen Vocals ideal in den Song passen! Dazu habe ich dann im Refrain als eine Art „Guide-Vocals“ noch eigenen Gesang zugefügt. Zu Beginn, als ich die Lyrics schrieb, hatte ich natürlich bestimmte Vorstellungen, wie meine Vocals dazu klingen sollten. Ich habe dann überlegt, ob das auch zu umsetzen und Mikael quasi als Richtlinie vorlegen sollte. Ich habe mich dagegen entschieden und ihm freie Hand gelassen. Mikael hat dann besonders mit seinen cleanen Vocals einen komplett anderen Ansatz gewähltm als ich mir vorgestellt hatte. Das war aber dann eine so positive Überraschung und bringt dazu noch frischen Wind in den Song an sich. Er hat die Atmosphäre und die Energie des Songs toll aufgenommen und in seinem eigenen Stil umgesetzt! Es ist ein toller Song geworden. GARM (ULVER, EX-ARCTURUS) HAT JA IM GEGENZUG ZU DEINER BETEILIGUNG AM ARCTURUS-SONG „RADICAL CUT“ AUF „THE ADVERSARY“ VOCALS BEIGESTEUERT. WIRD DAS JETZT MIT MIKAEL AUCH SO SEIN UND MAN WIRD DICH EVTL. AUF EINEM ZUKÜNFTIGEN OPETH-ALBUM HÖREN? Sollten sie fragen, wäre ich ohne Frage sofort dabei! BEIM LETZTEN ALBUM KONNTEST DU DIR NOCH NICHT SO WIRKLICH VORSTELLEN KANNST, U.A. AUFGRUND FEHLENDER ZEIT, UM EINE BAND ANZULERNEN. WIE SIEHT ES JETZT AUS, WO DIE EMPEROR-SHOWS DURCH SIND UND DU AUCH GENUG SONGS HÄTTEST? Auch jetzt habe ich natürlich die Songs wieder so geschrieben, dass man sie auch live gut umsetzen könnte. Mit einem Solo-Album wäre eine Live-Show natürlich etwas mager ausgefallen und man hätte das Set mit EMPEROR-Songs auffüllen müssen. Sowas mache dann vielleicht mit 70, hahaha. Aber nicht jetzt, haha. Die EMPEROR-Shows haben dann meinen Drang, live zu spielen, auch erst mal gut befriedigt. Eine coole Zeit und tolle Shows. Dieses Mal hängt es eigentlich nur am Fakt, dass ich als Solo-Künstler aktiv bin. Klar, Asgeir (Studio-Drums) und Lars (Studio-Bass) könnten die Songs wieder schnell einüben und beide wären auch die erste Wahl, wenn es darum geht, ein Line-Up aufzustellen. Dennoch müsste man als komplette Band proben, die Arrangements anpassen und sich ausführlich auf die Shows vorbereiten. Da wir aber eben eine Band sind und wir uns zeitlich dann arrangieren müssten, wäre das eine sehr aufwendige Sache, da die beiden zudem nicht gerade in der gleichen Stadt leben. Dieser Aufwand im Vergleich zur Arbeit an einem neuen Album… da widme ich mich doch lieber neuen Tracks. Klar, die Angebote werden in Zukunft nicht weniger werden und ich halte es an sich schon für wahrscheinlich, dass ich meine Songs auch irgendwann live darbieten werde. Wenn dies der Fall sein sollte, dann aber auch angemessen und nach meinen Vorstellungen. Etwas halbgares wäre mit mir nicht drin! ZUM ENDE MEINE KLASSISCHE FRAGE, AUF DEREN ANTWORT ICH BESONDERS BEI EINEM KÜNSTLER, WIE DIR, SEHR GESPANNT BIN! MIT WELCHEM KÜNSTLER, EGAL OB TOT ODER LEBENDIG, WÜRDEST DU GERNE ARBEITEN/SPIELEN/AUFTRETEN, HÄTTEST DU DIE FREIE WAHL? Mhm, eine schwere Wahl, denn es gibt soviel großartige Künstler. Ich würde aber wohl gerne mal mit RADIOHEAD und Nigel Godrich (RADIOHEAD-Produzent) arbeiten. Das wäre sicherlich eine tolle Erfahrung! ZUM SCHLUSS NOCH SCHNELL EIN DANKE SCHÖN FÜR DEINEN TIPP BZGL. HEAD CONTROL SYSTEM! EINE WIRKLICH GROSSARTIGE BAND! HAST DU ETWAS NEUES FÜR MICH? Allerdings. Du solltest mal THE SEASON STANDARD antesten! Eine starke deutsche Prog-Band! Und nicht zu vergessen das neue STAROFASH-Album bei dem meiner Frau mit dem Produzenten von THE SEASON STANDARD zusammen gearbeitet hat. Markus Reuter, ein wirklich großartiger Musiker! Das wären meine Empfehlungen für Dich und natürlich alle Leser!

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