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L ÂME IMMORTELLE

HALLO SONJA UND THOMAS. MEIN NAME IST CLAUDIA UND ICH SCHREIBE FÜR DAS WEBZINE TERRORVERLAG. WO SEID IHR GERADE UND WAS TREIBT IHR SO? Thomas: Wir sind bei NBC GIGA und haben unsere Aufnahmen vorgestellt, haben Videos geschaut und Playstation gegen die Moderatoren gezockt (T. & S. lachen). Wir sind momentan mitten in der Promophase. A PRO POS PROMOPHASE. IHR SEID SCHON LANGE IM GESCHÄFT. WIE SEHT IHR DIE ALLGEMEINE ENTWICKLUNG IM MUSIKMARKT? (STICHWORT FUSION SONY/ BMG) Thomas: Tja, all diese Entwicklungen sind eigentlich nur dramatisch und problematisch für, ich sage einmal, Künstler bei GUN z.B., die keinen langfristigen Erfolg vorweisen können, bzw. vor sich haben. Da wir aber genau das Gegenteil bewiesen haben und auf eine langfristige Karriere zurückschauen können und beweisen konnten, dass man mit uns gut zusammen arbeiten kann und wir langfristigen Erfolg versprechen und auch bereits im Voraus länger zusammen gearbeitet haben, wird es für uns eher unbeschadet weiter gehen. WAS HALTET IHR VON DER NEUEN BMG-PREISPOLITIK (STICHWORT: VÖ VON NEUEN ALBEN IN DREI-PREIS-KLASSEN) Thomas: Ich halte das Ganze eher für zweifelhaft. Alleine die Möglichkeit, eine CD ohne Artwork und für 9.99 Euro anzubieten, da läuft es mir eiskalt den Rücken runter, weil das Sachen sind, mit denen wir uns gar nicht anfreunden können. Eine CD ohne Artwork zum Verkauf angeboten zu bekommen, damit unterstützt man genau die leidige Entwicklung, dass das Artwork der Musik nicht wichtig ist. Das ganze ist für uns untrennbar mit der CD verbunden. Daher ist es für uns eher eine Entwicklung, die wir nicht besonders gut finden. ICH GEHE MAL ETWAS ZURÜCK IN EURER ZEIT. EUER BANDNAME L’ÂME IMMORTELLE BEDEUTET ÜBERSETZT „DIE UNSTERBLICHE SEELE“. WIE SEID IHR AUF DIESEN NAMEN GEKOMMEN? Thomas: Im Großen und Ganzen ist es erstmal die Sprache gewesen. Französisch deswegen, weil ich zu der Zeit sehr viel französische Lyrik gelesen habe und die Sprache eigentlich sehr gern mag. Und inhaltlich weil seit der Entstehung der Menschheit genau das Anstreben ist: Unsterblichkeit zu erlangen und etwas auf der Welt zu hinterlassen. Und genau das trifft auch den Sinn des Musikers: etwas zu hinterlassen… SONJA ERZÄHLTE MIR IN UNSEREM INTERVIEW, DASS IHR EUCH BEREITS SEID DER SCHULZEIT KENNT UND DARAUS JA AUCH NACH DEM WIEDERSEHEN DAS LIED „LIFE WILL NEVER BE THE SAME AGAIN“ ENTSTAND. SOMIT MÖCHTE ICH GERNE VON EUCH WISSEN, OB ES EIN EINSCHNEIDENDES ERLEBNIS WAR, DASS GERADE EIN LIED MIT SOLCH EINEM TITEL ENTSTAND, DAS IHR JA AUCH HEUTE NOCH GERNE SPIELT? Sonja: Es war kein Zufall, dass wir uns genau da wieder getroffen haben… Es ist ein Lied, das wir inhaltlich auch sehr gerne spielen. Es war seit dieser Zeit bei jedem Konzert dabei und wir haben es nie ausgelassen, aber ich denke, es liegt auch daran, dass es unser erster großer Hit war und somit nicht fehlen darf, genau wie „Bitterkeit“ natürlich. Mit dem Treffen war es so, das Hannes und Thomas ja bereits einige Zeit vorgelegt haben und bereits einige Lieder gemacht haben und „Life will never be the same again“ deshalb sehr einschneidend war, so das sie festgestellt haben, dass eine weibliche Stimme doch ganz gut wäre für dieses Lied und wir uns genau zu dieser Zeit wieder getroffen haben. Tja und so haben wir es einfach ausprobiert. IHR SEID BEREITS SEIT 8 JAHREN AUF DEM MARKT UND EUER BEKANNTHEITSGRAD WUCHS STETIG. WENN IHR ZURÜCK SCHAUT: WAS SIND EURE SCHÖNSTEN ERLEBNISSE UND WAS IST EUCH BESONDERS AUS DIESER ZEIT IN ERINNERUNG GEBLIEBEN? Thomas und Sonja: Sehr vieles! Thomas: Mir fällt da das Konzert in Moskau ein. Letztes Jahr! Ich glaube ich habe noch nie soviel Gelegenheit gehabt, Menschen kennen zu lernen und auch die Stimmung auf diesem Konzert war phantastisch. Und Moskau selber ist auch außergewöhnlich. Sonja: Eigentlich ist jedes Konzert ein Erlebnis. Jedes Publikum macht es zu einem Erlebnis der besonderen Art. Z.B. unsere erste Tour mit Christian Death, das war spektakulär mit vielen Anekdoten, die hier jedoch das Interview sprengen würden (lacht). IHR HABT VOR KURZEM DIE SINGLE „BRENNENDE LIEBE“ MIT OOMPH! VERÖFFENTLICHT. WIE KAM ES ZUR ZUSAMMENARBEIT UND WELCHE ERFAHRUNG SCHÖPFT IHR DARAUS? Sonja: Es war so, dass mich die Band gefragt hat, ob ich bei ihnen Gastsängerin machen möchte. Da hab ich natürlich dann nicht nein gesagt. Wir waren beim Video und bei der Produktion nicht wirklich beteiligt, sondern ich lediglich Gastsängerin. Mit dem Songwriting u.ä. hatten wir in diesem Falle nichts zu tun. Bei jedem Studioaufenthalt gewinnt man wieder Erfahrungen, so dass wir hier auch eine Menge mitnehmen konnten. Wir sind im Video kurz zu sehen und kannten den Ablauf für so einen Videodreh vorher auch nicht im Detail, so dass wir daraus schon lernen konnten. Wenn man mit anderen Bands zusammen arbeitet, kann man ihnen auf die Finger gucken und sehen, wie sie z. B. arbeiten und das finde ich sehr interessant. Was für uns eine sehr gute Erfahrung war ist, dass wir schon mal in das Video reinschnuppern konnten. Wir kannten uns bisher nicht damit aus und haben einige Erfahrungen für unseren ersten L’Âme Immortelle Videodreh daraus mitnehmen können. U.A. SEID IHR MIT OOMPH! AUCH BEI DER SENDUNG „TOP OF THE POPS“ AUFGETRETEN, WAS SICHERLICH EINE GANZ NEUE ERFAHRUNG FÜR EUCH WAR. WELCHEN EINDRUCK HABT IHR VON DORT MITGENOMMEN? Sonja: Es war für mich schon recht schockierend. Es war eine Erfahrung wert, denn privat schaue ich solche Sendungen nie. Die Erfahrung ist gut sie gemacht zu haben, aber das alles ist nicht meine Welt. Es war schön, mal da gewesen zu sein, aber… NACH 7 JAHREN GOTHIC-SZENE TAUCHT IHR JETZT PLÖTZLICH EIN IN DIE „NORMALE“ WELT. STREBT IHR NACH WEITEREN ZUSAMMENARBEITEN MIT ANDEREN BANDS? Thomas: Ich sehe da überhaupt keine Problematik, da L’Âme Immortelle eigentlich für Musik im generellen steht. Wir selber fühlen uns nicht nur einer gewissen Szene exklusiv zugehörig. Unser Publikum ist so breit gefächert, dass wir auch in den Autogrammstunden feststellen konnten, dass die „normalen“ Menschen unsere Musik mögen. Es bestehen keinerlei Berührungsängste von uns und ihnen und das ist gut so. Wir machen ja in erster Linie die Musik für Menschen und nicht für eine exklusive pseudoelitäre Klasse, die meint, diese gepachtet zu haben, denn jeder der unsere Musik klasse findet, soll sie auch hören. WAS DENKT IHR ÜBER DIE GOTHIC SZENE IM ALLGEMEINEN? Thomas: Ich für meinen Teil bin in der Gothic Szene groß geworden und fühle mich dort weiterhin zu Hause… obwohl ich mich nicht dementsprechend kleide und auch nicht so denke, werde ich diese gewissen Einflüsse nie verleugnen. Diese Szene entwickelt sich momentan in eine Richtung, die ich etwas schade finde, denn die Grundwerte und die Geschichte dieser Szene sind vielen Leuten nicht bekannt und interessiert sie auch nicht. Diese Entwicklung finde ich sehr schade, aber nichts desto trotz wird diese Szene immer die Heimat für die Musik von L’Âme Immortelle darstellen. GERADE EBEN NOCH DIE GEMEINSCHAFTLICHE SINGLE MIT OOMPH! IN DIE CHARTS GEBRACHT, KOMMT EURE SINGLE-AUSKOPPLUNG „5 JAHRE“ AUF DEN MARKT, ALS VORGESCHMACK AUF DAS KOMMENDE ALBUM „GEZEITEN“. WAS BEWOG EUCH DAZU, GERADE DIESEN SONG VORAB AUSZUKOPPELN? Sonja: Unser Vorgänger war „Als die Liebe starb“ und „5 Jahre“ ist jetzt der eigentliche Abschluss dieser „Als die Liebe starb“-Thematik und gleichzeitig ein schöner Übergang zum neuen Album „Gezeiten“. Es war so, dass wir letztes Jahr im Oktober auf Tour waren und dieses Lied „5 Jahre“ für diese Tour gemacht haben, um eine kleine Überraschung darin zu haben und den Konzertbesuchern etwas Spezielles liefern zu können. Wir waren zweimal auf Tour, im Februar und im Oktober und wollten uns mal was Besonderes ausdenken und haben dieses Lied produziert. Die Leute waren so begeistert…, wir haben selten soviel positive Resonanz für ein Lied bekommen. Sie haben sofort alle gefragt, wie es heißt und wann es heraus kommt und so. Am Anfang haben wir uns gar nicht soviel dabei gedacht und es war ja auch eigentlich gar nicht wirklich für das Album gedacht, aber wir haben uns überzeugen lassen und jetzt ist es sogar eine Single. BEI „5 JAHRE“ HABT IHR MIT DEN PRODUZENTEN RHYS FULBER (FEAR FACTORY UND PARADISE LOST PRODUZENT) UND JOHN A. RIVERS (DEAD CAN DANCE PRODUZENT) ZUSAMMEN GEARBEITET. WIE KAM ES ZU DIESER ZUSAMMENARBEIT? KANNTET IHR SIE SCHON LÄNGER? Sonja: Wir haben schon das „Als die Liebe starb“ Album bei John aufgenommen, daher kannten wir ihn schon. Und so haben wir uns gedacht, dass wir das nächste Album auch bei ihm aufnehmen, da er sicherlich noch einiges rausholen könnte, so dass wir noch lange nicht alle Qualitäten von John und dem Studio ausgeschöpft hatten. Für das „Gezeiten“ Album waren wir schon vor einem Jahr im Studio und haben die Lieder mit John schon mal aufgenommen. Das Problem war, dass sich die Lieder noch nicht wirklich richtig zusammengefügt haben. Dazu kam, dass Thomas in der Zwischenzeit noch ein neues Lied geschrieben hat, dass wir unbedingt mit auf dem Album haben wollten und da haben wir gedacht, „5 Jahre“ – vielleicht sollten wir das auch gleich mit aufnehmen. Es ist bereits so gut bei unseren Fans angekommen, stand bisher aber immer einfach nur so im Raum und alles andere war schon abgeschlossen. Deshalb sind wir noch mal ins Studio gegangen und haben die verlorenen Lieder, die noch mit aufs Album wollten, aufgenommen. Da haben wir dann auch Rhys dazu geholt, was auf jeden Fall eine sehr gute Entscheidung war. RHYS IST JA BEI DER KULT FORMATION FRONT LINE ASSEMBLY AKTIV, MAGST DU DEREN MUSIK? WELCHEN EINFLUSS HAT ER GENOMMEN, WIRD DADURCH AUCH EURE MUSIK ELEKTRONISCHER? Sonja: Ich denke, dass kann man so nicht sagen. Der Rhys hat eigentlich sehr wenig an den Liedern verändert. Er hat gewisse Stellen, bzw. gewisse Richtungen noch mehr hervorgehoben und noch verstärkt. Z. B. wenn wir kleine Streicher-Einlagen hatten, haben wir jetzt viele große. Er hat die Lieder somit in eine Richtung gebracht, in die wir eigentlich so und so wollten. Aber so stark, dass man sagt oh Gott, man erkennt das Lied jetzt gar nicht mehr, ist es nicht. Er hat ein paar Progammings gemacht, ein Bekannter von ihm hat Streichensembles gemacht und das Klavier echt eingespielt. Dies alles stellt eine Bereicherung dar für die Lieder, aber er hat die Lieder dadurch lediglich noch mehr in die Richtung gebracht, in die sie eigentlich sowieso gingen. UM NOCH EINMAL AUF „5 JAHRE“ ZURÜCKZUKOMMEN. ES IST DIE 1. SINGLE, DIE IHR BEI EUREM LABEL GUN RECORDS VERÖFFENTLICHT. WIE SEID IHR DORT BISLANG ZUFRIEDEN? Thomas: Wir haben ja nicht das erstbeste Label genommen (lacht). Wir haben ein Jahr lang gesucht und waren auf der Pirsch. Und wir haben sehr lange vorher darüber nachgedacht, mit wem wir in unserer Zukunft zusammen arbeiten möchten. Unsere Erwartungen sind bis jetzt zur vollsten Zufriedenheit erfüllt worden und das obwohl wir selber sehr hohe Erwartungen hatten. Es ist ein überschaubares Team bei GUN Records und du hast direkte Ansprechpartner. Es war keine allzu große Veränderung zu unserer Arbeit vorher. WAS GIBT EUCH DIE INSPIRATION FÜR EURE TEXTE UND MELODIEN? Thomas: Das Leben selbst – mehr kann dazu eigentlich gar nicht sagen. Das ganz normale tägliche Leben beinhaltet so reichhaltige Inspirationen, dass wir glaube ich unser ganzes Leben lang nicht nach gewissen Themen o. ä. suchen müssen. „5 JAHRE“ BESCHREIBT GROSSE GEFÜHLE. WENN ICH ZURÜCK DENKE, GEHT ES IN EUREN TEXTEN SEHR VIEL UM GEFÜHLE UND EMOTIONEN. VERARBEITET IHR DABEI PERSÖNLICHE ERFAHRUNGEN? Thomas: Ja, auf jeden Fall. Ich glaube, dass das auch die einzige wirklich reelle Umsetzung ist um Musik zu machen. Wenn man irgendwelche Erfahrungen, Gefühle oder Emotionen aus dem persönlichen Umfeld verarbeitet, ist es glaube ich das einzige, dass man authentisch rüber bringen kann als Künstler. Wenn man als Künstler Sachen transportieren muss, die einem ganz ganz fremd sind, wird es schwierig. DER MELANCHOLISCHE TEXT MIT DEN ELEKTRONISCHEN KLÄNGEN KOMMT WIEDER SEHR EINDRUCKSVOLL HERÜBER. JETZT HABT IHR MIR EBEN ERZÄHLT, DASS IHR DEN SONG „5 JAHRE“ JA AUCH SCHON AUF EURER LETZTEN TOUR GESPIELT HABT. WELCHE REAKTIONEN HABT IHR BEI DIESEM SONG VOM PUBLIKUM ERFAHREN? Sonja: Es kam überraschend gut an. Wir wollten für die Oktober-Tour noch etwas Spezielles bringen und haben mit dem Lied „Disharmony“ begonnen, mit den ersten Takten vom Klavier. Alle dachten wie bei der Oktober-Tour „ha, jetzt kommt wieder das „Disharmony“, aber es ging dann in „5 Jahre“ über. Der Thomas hat dabei sogar Bass gespielt, was natürlich auch wieder eine große Überraschung für das Publikum war. Es kam alles in allem wie gesagt sehr gut an. HABT IHR DEN SONG ODER AUCH ANDERE VOM NEUEN ALBUM AUF DEM M’ERA LUNA AM SAMSTAG GESPIELT? Sonja: Ja haben wir. Und zusätzlich „Fear“ und „Stumme Schreie“. 2 Lieder, die wir auch gerne mögen. WIE KAMT IHR MIT DER HITZE ZURECHT? Sonja: Es war schon recht heiß…. (lacht). Thomas: Erst recht weil wir unseren neuen Bühnenkostüme anhatten, die sehr hoch geschlossen und lang waren. Und die Bewegungen auf der Bühne somit nicht sehr zum Vergnügen wurden. WARD IHR MIT AUFTRITT UND FANS ZUFRIEDEN UND HABT IHR EUCH AUCH ANDERE KONZERTE DORT ANGESCHAUT? Sonja: Doch auf jeden Fall. Wir waren grundsätzlich sehr mit unserem Auftritt zufrieden. Wir hatten auf der Bühne einen nicht ganz so tollen Sound, so dass wir damit relativ stark zu kämpfen hatten… Thomas: Typische Festival-Krankheit! Sonja: … aber wir sind das erste Mal mit der neuen Besetzung aufgetreten. Also auch mit Schlagzeug und Bass und es hat alles super gut funktioniert und waren somit alles in allem sehr zufrieden mit dem Auftritt und hatten dann ja noch eine Autogrammstunde. Sie war sehr gut besucht und wir hatten auch dabei ein gutes Feedback von den Leuten. Sie waren wirklich begeistert! Wir hatten am Anfang zwar etwas Skepsis wegen Schlagzeug und Bass, wie die Leute das aufnehmen werden, weil wir mit der Gitarre nicht wirklich wussten, was wir damit anfangen sollten, wie wir sie das erste Mal eingesetzt haben, aber es funktionierte alles ohne Probleme und das Feedback zeigte uns anschließend, dass die Leute es richtig gut fanden. Sie haben dann auch gemeint, dass sie das eh schon erwartet haben und waren sehr zufrieden. Ansonsten haben wir noch Chamber gesehen – auch sehr gut und Samsas Traum. Die haben wir mehr oder weniger ganz angeschaut. Thomas: Wenn du mich fragst, hat mich der Live-Auftritt von Chamber am meisten beeindruckt. DAS WIRD DIE ZWEI BANDS SICHERLICH FREUEN, FALLS SIE ES JE LESEN WERDEN… Thomas: Wir haben es den zwei Bands auch direkt nach ihrem Auftritt persönlich gesagt. Wir machen es da genauso, wie unsere Kollegen auch. Es ist immer am schönsten, wenn man direkt nach seinem Auftritt direkt Lobe oder auch Kritiken bekommt – das ist am aufrichtigsten. Ich denke auch, dass das sehr sehr wichtig ist, weil mir selber auch das Feedback von bekannten und befreundeten Künstlern usw. sehr wichtig ist. WENN MAN SICH DAS COVER EURER SINGLE-AUSKOPPLUNG ANSCHAUT, SIEHT MAN WIEDER EIN ARTWORK, DAS SEINES GLEICHEN SUCHT. WIE VIEL WERT LEGT IHR IM ALLGEMEINEN AUF DIE OPTISCHE UMSETZUNG EINES ALBUMS? Thomas: Genauso viel wie auf das musikalische Artwork. Es steht ihm nicht nach. Es funktioniert nur beides in einer harmonischen Einheit. Erst der optische Eindruck vereint die Botschaft von L’Âme Immortelle zur gedanklichen Erfahrung, die es sein soll. IHR SEID BEIDE GEBÜRTIGE WIENER. WAS MACHT DEN FLAIR DER STADT EURER MEINUNG NACH AUS? Thomas: Wir sind beide Österreicher und beide gebürtig aus Wien. Ganz viel gibt es dazu nicht zu sagen. Es ist einfach eine faszinierende Stadt… IHR BEIDE BEKOMMT WEITERHIN UNTERSTÜTZUNG VON LIVE-MUSIKERN BEI EUREN AUFTRITTEN. NACH WELCHEN KRITERIEN SUCHT IHR DIESE AUS ODER HABT IHR EINEN FESTEN MITARBEITERSTAMM? Thomas: Wir haben einen gewissen Mitarbeiterstamm aufgebaut. Als erstes kam Ashley Dayour zu uns als Gitarrist, der auch am Songwriting beteiligt ist und der mit mir gemeinsam z.B. diese wichtige Aufgabe in der Band übernimmt. Dann an den Keyboards Martin Parzer, der wenig später dazu kam als „Sklave“ von Hannes und das Keyboard dann ausreizte. Und jetzt haben wir noch zwei weitere Musiker dazu genommen, um die Formation noch zu erweitern. Der Francis ist der zweite Gitarrist bei Ashleys anderer Band „Whispers in the Shadow“ und somit waren wir schon bekannt. Es ist genau sein Stil und deshalb haben wir genau hingeschaut und ihn gefragt, ob er auch Lust hat, bei uns zu spielen. Und dann noch unser Schlagzeuger Markus, den wir durch eine einfache Anzeige kennen gelernt haben, auf die er sich eben gemeldet hat. Es war im Internetportal und er hat sich ganz einfach gegen andere Bewerber durchgesetzt. Das sind die Leute mit denen wir auf jeden Fall eng zusammen arbeiten, auch langfristig. Ich sage zwar nicht, dass das jetzt für alle Ewigkeit so bleiben muss oder soll, denn es ist alles möglich, aber wenn uns mal größere Geldsummen zur Verfügung stehen, werden wir diese Formation selbstverständlich noch erweitern. Sonja: Wir reizen das aber nicht wirklich bis zum letzten aus. Es ist uns lediglich wichtig, gerade live immer mit den gleichen Leuten zu arbeiten, weil man ja auch dort aufbaut und es dann auf jeden Fall schneller und schöner voran geht. SONJA ERZÄHLTE MIR IM ERSTEN INTERVIEW, DASS IHR MIT UNHEILIG UND ASP AUF TOUR WART UND WITZIGE ERLEBNISSE MIT DEM GRAF HATTET. KÖNNT IHR UNSEREN LESERN VERRATEN, WIE DER GRAF MIT VORNAMEN HEISST? Thomas und Sonja: Boah, keine Ahnung! Thomas: Ich weiß nur, dass er mit Nachnamen Graf heißt. Alle sprechen ihn nur mit „Graf“ an, keiner mit dem Vornamen. KANN ICH JA BEINAHE NICHT GLAUBEN. WIRKLICH KEINE AHNUNG? Thomas: Nein, wirklich nicht! Aber er heißt Graf, weil er mit dem Nachnahmen Graf heißt. Sonja: Er hört ständig die ganzen Scherze wie Photograf, Paragraph… ist glaub ich schon ziemlich genervt… (lacht) Thomas: Er wird auch mit Graf angesprochen. Nicht anders, wie normal mit Peter, Olli oder so. Einfach Graf. Sonja: Er war für uns auch einfach nur der Graf und haben gar nicht weiter danach gefragt. Aber selbst wenn wir es wüssten, würde ich es glaub ich nicht verraten….aber im Ernst: keine Ahnung! Thomas: Ich auch nicht, aber wir wissen es ehrlich nicht! EURE TOUR BZGL. DES NEUEN ALBUMS STARTET BALD. WAS WIRD DEN BESUCHER AUF EUREN KONZERTEN ERWARTEN? STEHT DER SUPPORT SCHON FEST? Thomas: Na ja, bald ist übertrieben (lacht). Am 8. Oktober startet sie, ist also noch ein bisschen Zeit bis dahin. Somit und hoffentlich noch genug Zeit um zu proben. Nö, der Support steht noch nicht fest. Auch hier gibt es eine mannigfaltige Liste von Wunschkandidaten. Und da ich in erster Linie immer Bands mitnehmen möchte, die auch unsere Wunschkandidaten sind und nicht unbedingt Bands, die sich selbst in die Supports einkaufen, macht es das ganze schwierig. Verspochen ist, dass es auf jeden Fall wieder ein rundes L’Âme Immortelle Package wird. Es wird mehr ein Event als ein reines Konzerterlebnis sein. HABT IHR DIE SETLIST SCHON AUSGEARBEITET? WIE VIELE NEUE STÜCKE WIRD ES ZU HÖREN GEBEN? Thomas: Die groben Züge stehen fest. Der Schwerpunkt wird auf dem neuen Album liegen, aber auch die alten Klassiker werden dabei nicht zu kurz kommen. WIRD AUCH EURER DAUERBRENNER „LIVE WILL NEVER BE THE SAME AGAIN“ ZU HÖREN SEIN? Thomas: Aber sicher, das gehört auf jeden Fall dazu. GEHT IHR IMMER NOCH MIT EINER GEWISSEN NERVOSITÄT AUF DIE BÜHNE ODER SEID IHR MITTLERWEILE ETWAS GELASSENER? Sonja: Das wird denke ich immer so bleiben…. Thomas: Wenn man die Nervosität verliert, sollte man aufhören denke ich. Dann spürt man nichts mehr. Die Gefühle auf der Bühne sind für mich enorm wichtig, da ich immer mit vollstem Körpereinsatz und Herz auf der Bühne bin. WELCHE ART VON KONZERTEN MÖGT IHR AM LIEBSTEN? KLEINE ODER EHER DIE GROSSEN FESTIVALS UND HEADLINER-TOUREN? Sonja: Wir gehen lieber auf Tour als Headliner, denn da können wir dann die ganze Bandbreite machen. Können die Bühnenshow selbst gestalten und haben auch genug Zeit um unsere Show so zu präsentieren, wie wir das möchten. Es ist auf Tour einfach viel mehr Zeit, um sich auf der Bühne in alle Richtungen auszutoben. Bei Festivals z.B. hat man einen festen Zeitplan und somit ist es schwierig, seine eigenen Ideen ausreichend mitzuteilen. Man kann gar nicht alle Sachen die man gerne machen würde, dort auffahren… und daher… AUF EUREN KONZERTEN GEHT IHR IMMER SEHR OFFEN MIT DEN FANS UM. WIE WEIT PFLEGT IHR AUSSERHALB EURER KONZERTE DEN KONTAKT ZU IHNEN? Thomas: Also hauptsächlich über unsere Fanpage unter www.voiceless.de Und zwar gibt es dort eine Community, wo wir eben auch für Fragen und Antworten im Chat-Room als auch im Forum zur Verfügung stehen. Unsere Philosophie ist eben so, auch mit den Fans zu sprechen. Natürlich gibt es dort auch die Möglichkeit, uns eine E-Mail zu schreiben, die wir auch versuchen möglichst schnell und gewissenhaft zu beantworten. Und es passiert auch immer wieder, dass wir Fans auf der Straße treffen, die uns kennen und wir versuchen auch dort natürlich Autogramm- und Fotowünsche zu erfüllen. GIBT ES ETWAS, DAS IHR AM LIEBSTEN UNGESCHEHEN MACHTEN WÜRDET, WENN IHR SO ZURÜCKDENKT? Sonja: keine Ahnung…Nein! Thomas: Nein. Wir sind zufrieden mit uns und unseren Fans. Ich denke, wenn wir unsere Vergangenheit ungeschehen machen würden, würde sich unsere jetzige Situation ja auch verändern. Und das wollen wir ja gar nicht. Wir sind sehr zufrieden mit dem, wie es momentan ist. EIN KURZER RÜCKBLICK AUF DIE JAHRE EURER BAND. WAS WAREN DIE SCHÖNSTEN AUGENBLICKE FÜR EUCH? Thomas: Selbstverständlich erst mal, als unser erstes Album auf den Markt kam und wir das erste Mal auf der Bühne standen. Ich muss wirklich sagen, dass das schönste bisher dieses Konzert in Moskau war, da man dort gesehen hat, wie sehr einen die Leute lieben und wie sehr wir den Leuten etwas geben mit der Musik. Faszinierend war, wie ausgehungert dort die Leute sind von vorsichtig ausgedrückt „westlicher“ Musik. Und wenn man bedenkt, dass wir eine österreichische Band sind, hätten wir es nie für möglich gehalten, in Moskau diesen Erfolg zu haben. Das war phantastisch! Die Fans haben uns dort einfach alles doppelt und dreifach zurückgezahlt. Von den Emotionen, die von den Fans auf die Bühne rüber kamen, war es einfach grandios! Sonja: Es ist natürlich jedes Mal schön, wenn man an einer CD arbeitet, das Original und die Verpackung das erste Mal in der Hand zu halten….das ist auch jedes Mal wieder ein Erlebnis! WAS MEINT IHR: WELCHE AUSRICHTUNG WIRD DAS ALBUM „GEZEITEN“ HABEN, WIR KENNEN JA BISHER NUR EINEN SONG? Thomas: Wir kennen die Wirkung natürlich noch nicht. Es wird natürlich wie immer ein typisches L’Âme Immortelle Album sein, denn wir haben beim Schreiben einfach genau auf das geachtet, was L’Âme Immortelle ausmacht. Es wird einfach noch mehr in diese Richtung gehen… es wird noch elektronischere und poppigere Songs und auf der anderen Seite noch dunklere und düstere Nummern geben. Die Tracklist polarisiert noch viel mehr als beim letzten L’Âme Immortelle Album und das ist auch so von uns gewollt. DANN EINE LETZTE FRAGE AN THOMAS: WAS GIBT ES NEUES AN DER SIECHTUM FRONT (ELEKTRONISCHES NEBENPROJEKT VON THOMAS)? Thomas: Eigentlich gar nichts, weil ich bei L’Âme Immortelle so eingespannt bin und das einfach einen so großen Teil in meinem Leben einnimmt, so dass ich momentan gar keine Zeit habe, mich um ein weiteres Projekt zu kümmern. Das wird wohl auch ein Weilchen so bleiben… KÄME SIECHTUM IN ZUKUNFT MAL ALS OPENER FÜR L’ÂME IMMORTELLE IN BETRACHT? Thomas: Nein, tut es nicht, weil ich niemals ein oder zwei Projekte komprimieren würde. Wenn ich mit Siechtum auf der Bühne stände, könnte ich mir nie vorstellen, anschließend mit L’Âme Immortelle mein Ding zu machen. Das käme nie für mich in Frage. OK, GIBT ES NOCH ETWAS, DAS IHR UNS NOCH ERZÄHLEN KÖNNT IN BEZUG AUF EURE KOMMENDE TOUR? Thomas: Diese Tour wird uns hauptsächlich durch Deutschland führen, durch größere Clubs, mit einer wahnsinnigen, noch aufwendigeren Bühnenshow. Ich denke, es wird einfach DAS Konzertereignis des Herbstes werden, weil sich nach meiner Meinung nach keine andere Band so viele Gedanken um ihre Live-Performance macht wie wir. Ich denke, man kann jedem, der auf gut gemachte Musik steht nur raten hinzugehen, ob er nun mit L’Âme Immortelles Texten und Musik vertraut ist oder nicht. ICH DANKE EUCH FÜR DAS INTERVIEW UND FREU MICH DARAUF, MICH IN BIELEFELD IM RINGLOKSCHUPPEN PERSÖNLICH VOM ERFOLG DES ALBUMS ÜBERZEUGEN ZU KÖNNEN! Thomas und Sonja: Wir danken auch. Bis am 13.10. in Bielefeld. Bye…

WEITERFÜHRENDE INFOS AUF DEN SEITEN www.lai-music.com und www.voiceless.de(ERSTER OFFIZIELLER FANCLUB)

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