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PARANOIZE

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HALLO ZUSAMMEN, WIE GEHT ES EUCH UND WO SEID IHR GERADE? Hendrik: Wir sitzen gerade zu hause vorm heimischen PC und begutäugen die Fragen, die auf uns zukommen. Dabei geht’s uns natürlich blendend. BITTE STELLT EUCH DOCH MAL KURZ UNSEREN LESERN VOR. Oliver: Wir fünf sind zwischen 24 und 28 Jahre alt und trotzdem alle alte Rock n’ Roller… EUREN BANDNAMEN PARANOIZE KÖNNTE MAN JA FREI ALS „NEBEN DEM LÄRM“ ÜBERSETZEN, ALLZU ENTFERNT VON „PARANOIA“ IST ER ABER AUCH NICHT, ODER GEHT MEINE ASSOZIATION DA ZU WEIT? Oliver: Ich weiß nicht, ob sich Leute durch unseren Lärm in eine Paranoia treiben lassen. Jedenfalls war die Namensfindung damals gar nicht so einfach. Wir haben uns auf PARANOIZE geeinigt und sind konsequent dabei geblieben. IHR HABT GERADE EURE ERSTE FULL-LENGTH „BABY’S PLAYIN’ TRICKS“ AUF DEN MARKT GEWORFEN. SEID IHR ZUFRIEDEN MIT DEN BISHERIGEN REAKTIONEN? Joffrey: Bis jetzt auf jeden Fall. Überwiegend positive Bewertungen –vor allem auch in den großen Magazinen, und sogar eine Platzierung in den MRC-Charts zwischen lauter Bands mit Majordeal sind sicherlich ein respektables Ergebnis für ein Debutalbum. Selbstverständlich gab es aber auch einige Punkte, die manche Rezensenten an unserem Erstlingswerk zu bemängeln hatten. Ist ja immer so. Das war auf jeden Fall abzusehen, wird von uns letztlich aber konstruktiv aufgefasst und belegt, dass wir unser spielerisches und vor allem aber auch kompositorisches Potential als Band bei weitem noch nicht ausgeschöpft haben. Unterm Strich können wir also sehr zufrieden sein. DAS WAREN JA NICHT EURE ERSTEN AUFNAHMEN IM STUDIO. WAS WAR DIESMAL ANDERS ODER BESSER? Enno: Der Produzent war auf jeden Fall besser und das Equipment, mit dem er arbeitet, auch. Das hört man auch genau am Qualitätsunterschied des Sounds der neuen Stücke und dem der alten Aufnahmen (z.B. „Bathroom wall Philosophy“). Herman Frank hatte im Vergleich zu unseren bisherigen Produzenten eine ziemlich genaue Vorstellung welche Möglichkeiten wir soundtechnisch und spielerisch haben. Und er wusste das auch effektiv umzusetzen. Außerdem hat er uns immer wieder durch konstruktive Kritik motiviert und uns Hausaufgaben machen lassen wenn wir Teile der Stücke noch nicht perfekt drauf hatten. Unsere Vorbereitungen auf den Termin waren auch viel intensiver als bei den bisherigen Aufnahmen, da Herman vorher schon Vorproduktionen hören wollte. Die wurden dann kritisch analysiert und immer wieder verbessert. WARUM HABT IHR ANGEBOTE VON PLATTENFIRMEN IN DER VERGANGENHEIT ABGELEHNT? Hendrik: Das waren Angebote, die uns nicht so weitergebracht hätten, wie wir uns das gewünscht haben. Ein Angebot war sogar ein richtig korruptes Abzockerangebot. Nee, da war halt nix gutes für uns dabei gewesen. DIE 3 STÜCKE VON EUER DEMO „HIGH HUMITIDY“ AUS DEM FRÜHJAHR 2005 HABT IHR MIT AUFS ALBUM GEPACKT – DIE NEUEN, RESTLICHEN TITEL FINDE ICH ALLE EINE GUTE SPUR HÄRTER – WAS HAT IN DEN LETZTEN 1 ½ JAHREN ZU DIESER ENTWICKLUNG GEFÜHRT? Torsten: Zum einen haben wir für die Demo-CD damals die Lieder rausgepickt, die möglichst viele Leute ansprechen. Auf dem Album konnten wir dann einmal unsere ganze Bandbreite präsentieren. Härtere Nummern haben wir auch schon früher im Programm gehabt. Allerdings haben wir im Moment den größten Spaß an geraden, kurzen und knackigen Nummern, weil so was vor allem Live tierisch Laune macht. Es muss halt rappeln im Karton. WER HAT ZU EURER MUSIKALISCHEN SOZIALISATION BEIGETRAGEN? UND WAS LÄUFT BEI EUCH AKTUELL SO IM PLAYER? Torsten: Angefangen bei Rock und Grunge über Thrash, Punk und Hardcore bin ich mittlerweile beim härteren Metal und Core angekommen. Aktuell höre ich ABORTED, NAPALM DEATH, HATEBREED und HEAVEN SHALL BURN. Enno: Ich höre unterschiedliche Sachen, gerne aber schön rockig, aber melodisch und der Gesang muss noch zu verstehen sein. Das ist wichtig, weil man die Trink- und Stimmungshits ja auch mitsingen können muss. Repräsentative Interpreten: MOTÖRHEAD (der Klassiker), THE POGUES, IRON MAIDEN, AC/DC, JUDAS PRIEST, MIGHTY MIGHTY BOSSTONES, MADNESS, CREDENCE CLEARWATER REVIVAL, THE BONES, KASSIERER, FROGBOG DOSENBAND, MICHEL UND DER BERGEDORFER, NOFX, JONNY CASH… Außerdem habe ich ein großes Faible für Seemannslieder und Heimatweisen: das Niedersachsenlied ist genauso gern gehört wie der Hamburger Veermaster o.ä.. Joffrey: Meine Wurzeln liegen im Bereich Rock/ Metal, ich bin schon in sehr jungen Jahren mit Bands wie IRON MAIDEN oder BLACK SABBATH in Berührung gekommen. Dies hat mich dann bewogen eine Gitarre und später auch den Bass in die Hand zu nehmen und dementsprechend meinen Musikalischen Horizont zu erweitern. JIMI HENDRIX, PAT METHENEY, AL DIMEOLA, KING CRIMSON, YES, aber auch die alten Metallica-Scheiben und später CYNIC und DEATH haben sind einige von vielen, die zu meiner musikalischen Sozialisation beigetragen haben. Folglich habe ich einen sehr breit gefächerten Musikgeschmack und bin eigentlich immer offen für jede Art von für alles, sei es nun Klassik, Jazz oder Deathmetal vorausgesetzt es fordert mich in irgendeiner Weise oder überzeugt zumindest durch technische Finesse oder gutes Songwriting. Nicht zuletzt auch deswegen habe ich wohl einen Hang zu vielen Arten von „extremer“ Musik. In der Heavy-Rotation sind gerade: CRYPTOPSY „And then you’ll beg“, NAPALM DEATH “Smear Campaign”, die neue SUFFOCATION, MYRKSKOG “Deathmachine”, THOM YORKE “The Eraser”, XAVER FISCHER TRIO, YUSUF ISLAM “Another Cup”, THE ALBUM LEAF “Into the blue again” WIE WICHTIG IST DAS INTERNET, UM SICH UND SEINE MUSIK BEKANNTER ZU MACHEN? Oliver: Es ist leicht, sich im Internet zu präsentieren. Daher ist es schon wichtig eine aktuelle und informative Seite zu haben. Besucher können sich ein Bild der Band machen, ohne dass diese jetzt unheimlich bekannt ist. Wichtig ist auch die Möglichkeit, seine Stücke online präsentieren zu können. Man muss sich ja nur mal myspace anschauen. WIE SIEHT DIE AUFGABENVERTEILUNG INNERHALB DER BAND AUS? WER SCHREIBT DIE TEXTE, WIE ENTSTEHT DIE MUSIK? WAS IST DAVON ZUERST DA? SIND IM SONGWRITING-PROZESS ALLE GLEICHBERECHTIGT? Enno: Der Arbeitsprozess sieht oft so aus: Die Musikidee entsteht zuerst (Torsten/ Oli), dann kommt der Text (meist Hendrik sonst alle), dann wird der Song kritisch beäugt und verbessert (alle). KÖNNTET IHR EUCH EURE MUSIK AUCH MIT DEUTSCHEN TEXTEN VORSTELLEN? Enno: Ein verkaufträchtiger Trend ist im Moment sicher vor allem der Deutschrock wie z.B. JULI, SILBERMOND, etc. Wir haben schon vor diesem Hype englische Texte produziert und wollen eigentlich auch dabei bleiben. Aber vielleicht, wenn jemand von uns eine gute Textidee hat, könnte man auch evtl. über so etwas nachdenken. Warum nicht. Gute deutsche Texte zu schreiben, die von einem deutschsprachigen Publikum gehört und beurteilt werden, ist sicher eine Herausforderung. IHR SPIELT JETZT 6 JAHRE ZUSAMMEN. DAMALS WARD IHR JA IN EINEM ALTER, WO ELTERN EHER EIN GESCHEITES STUDIUM BZW. EINEN GUTEN START INS BERUFSLEBEN IM AUGE HABEN. TRAFEN DA EURE MUSIKALISCHEN AMBITIONEN SCHON MAL AUF WIDERSTAND ODER ABLEHNUNG? Torsten: Natürlich gab und gibt es immer wieder Probleme, vor allem wegen des Zeitaufwands. Wenn man wie wir mittlerweile über fünf Städte verteilt wohnt und nur an den Wochenenden richtig spielen kann, kommt es zwangsläufig zu kleineren Konflikten mit Freundin, Kumpels etc. Ich denke aber, dass wir damit ganz gut klarkommen. Mit unseren Eltern gab es damals eigentlich keine Schwierigkeiten, höchstens, wenn wir mal wieder ein Auto für nen Gig brauchten. IN EUREM PROMOMATERIAL FINDET SICH DER SATZ: „IHR FANKREIS WÄCHST STETIG – ZUR NOT MIT UNTERSTÜTZUNG VON KOKS UND NUTTEN, IN ALTER ROCKER MANIER!“ SIND LIVE-AUFTRITTE NICHT DIE BESSERE DROGE? VIELE MUSIKER BEHAUPTEN, SICH WÄHREND LÄNGERER BÜHNENABSTINENZ AUF ENTZUG ZU FÜHLEN… GEHT ES EUCH AUCH SO? Hendrik: Definitiv ist das so. Ich glaube, wenn man einmal Blut geleckt hat, was die Bühne angeht, kommt man da nicht wieder von weg. Live Auftritte sind die beste Droge… Koks und Nutten sind aber auch nicht zu verachten :-) SEID IHR NACH EINEM LIVE-GIG EHER AUFGEKRATZT ODER AUSGEPOWERT? Joffrey: Das kommt immer auf drauf an. Es gibt Gigs, da will man nicht aufhören zu spielen und steht trotz oder gerade wegen der intensiven Liveshow noch sehr unter Strom. Oftmals ist man aber auch ewig im Auto unterwegs um zu den Venues zu gelangen, dann noch das Geschleppe des Equipments plus eine gute Liveshow, da kann mann – je nach Tagesform – auch schon mal ziemlich schlapp nach einen Auftritt sein. HABT IHR SEIT IHR ALS PARANOIZE UNTERWEGS SEID EINEN BESSEREN SCHLAG BEI DEN MÄDELS? Enno: Ja klar! Scharfe Interviewerinnen stehen z.B. in letzter Zeit Schlange um unser Gesabbel abtippen zu dürfen ;-) . Wenn das nichts ist! Wir haben auch vermehrten Schriftverkehr mit verschiedenen Damen durch die Clubbewerbungen und Promosachen, da geht schon einiges. ;-) Oliver: Sie stehen Schlange…und zwar nicht nur die Frauen…. :-) IN DIESEM ZUSAMMENHANG DÜRFT IHR DANN AUCH GERNE EURE INTERPRETATION DES ALBUMTITELS „BABY’S PLAYIN’ TRICKS“ LOSWERDEN… ;-) Hendrik: Oh. Da nen Zusammenhang zu finden wird schwer. Das Album heißt eigentlich „Baby’s playin‘ tricks“ nach dem gleichnamigen Song auf der Platte. Da geht es um Frauen, die einem das Leben nicht immer so einfach machen. Trotzdem lieben wir sie alle natürlich abgöttisch!!! WOZU IST ES TROTZDEM GUT, EINE FRAU IM HAUS ZU HABEN? Oliver: Eine Fangfrage! Ich will nicht in Platitüden verfallen. WAS HABT IHR SO DIE NÄCHSTEN WOCHEN AUF DEM PROGRAMM? Hendrik: Es stehen einige Interviews an für Presse und Radio und wir werden ein paar Konzerte spielen. WANN HÄTTET IHR DAS GEFÜHL „JETZT HABEN WIR ES GESCHAFFT“? WENN IHR BEI EINEM DER RIESIGEN FESTIVALS (Z.B. ROCK AM RING) AUFTRETEN DÜRFTET? WENN IHR EUCH WÜNSCHE FINANZIELLER NATUR ERFÜLLEN KÖNNTET? Torsten: Wir haben es geschafft, gemeinsam ein cooles Album zu produzieren. Das war für uns nach der vielen Energie und der investierten Zeit schon eine echt große Sache. Wir machen uns keine Illusionen. Was natürlich geil wäre, wenn wir von dem ganzen Musik machen irgendwann leben könnten, also nur noch Konzerte spielen und Lieder schreiben. Wobei ein Auftritt als Headliner beim Rock am Ring ist auch nicht zu verachten… WAS SOLL DENN DER WEIHNACHTSMANN AM BESTEN DIESES JAHR BRINGEN? TORSTEN: KOKS UND NUTTEN DIE LETZTEN WORTE GEHÖREN EUCH!: Torsten: Liebe Leute, wer auf eine gute Mischung aus Rock & Roll und Punk steht, für den habe ich einen Tipp: PARANOIZE. Mit PARANOIZE kommt euer Leben in Schwung, ja, PARANOIZE machen Laune, animieren zur Bewegung und PARANOIZE erzeugen Durst auf lecker Bier. Darum empfehle ich jedem ein PARANOIZE Konzert zu besuchen und ein PARANOIZE CD zu erwerben. Das freut den PARANOIZE Fan und natürlich PARANOIZE. Wir freuen uns, möglichst viele von euch auf unseren nächsten Konzerten begrüßen zu können! Haut rein. HERZLICHEN DANK FÜR DIE BEANTWORTUNG DER FRAGEN UND ALLES GUTE FÜR EURE ZUKUNFT!

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