Terrorverlag > Blog > PERFIDIOUS WORDS > PERFIDIOUS WORDS (LARS/ DRAZEN)

Interview Filter

PERFIDIOUS WORDS (LARS/ DRAZEN)

Perfidious-Words-1.jpg

ANGEFANGEN HABT IHR ALS COVERBAND. WAS HABT IHR DENN SO GECOVERT? L: Naja, wir waren eigentlich keine richtige Coverband. Wir hatten auch lediglich einen Auftritt, auf dem wir Cover gespielt haben. Allerdings war das noch, bevor es Perfidious Words offiziell gab. Eigentlich gibt es Perfidious Words erst seit etwa 1996! Ich habe 1993 angefangen, mit Joe (unserem heutigen Hausfotografen und Artwork Director), Oasis-, Cranberries- und Depeche Mode Songs zu covern. Das Ganze aber nur mit Akustikgitarre begleitet. Wir waren irgendwann so weit, dass wir 2-3 Songs auf die Bühne bringen wollten (zu unserer Schulabschlussfeier). Da wir aber kein Equipment hatten, wurde ich Drazens Kumpel vorgestellt, der bis dahin mit Drazen auf seinen Keyboards und Synthies erste Erfahrungen gesammelt hatte. So habe ich Drazen kennengelernt. Die beiden hatten bis dahin ihre Abende damit verbracht, Songs von den Pet Shop Boys und Erasure zu covern und überhaupt mal mit Synthesizern klar zu kommen. D: Es war eine sehr spannende und aufregende Zeit, weil wir von Sequenzern, Synthesizern, Midi & Co. gar keine Ahnung hatten und uns alles selbst beibringen mussten. Irgendwann kam Lars dazu und der Punkt war erreicht, um den nächsten Schritt zu machen, d.h. weg von Cover-Versionen, hin zu eigenen Songs. Lars und ich hatten da schnell einen guten Draht zueinander, während sich mein Kumpel in eine etwas andere musikalische Richtung bewegte. Daher war es für alle das Beste, getrennt weiter zu machen. L: Es hat sich dann relativ schnell herausgestellt, dass Drazen und ich uns musikalisch ideal ergänzten, so dass wir beide uns unser eigenes Studio einrichteten. Zu der Zeit haben wir uns dann auch für den Bandnamen ‚Perfidious Words’ entschieden. Etwa ein Jahr später erschien unsere erste EP („Ruined“ – 1997). In unserer kompletten Bandgeschichte als Perfidious Words wurden alle unsere CDs als Duo veröffentlicht. An dieser Originalbesetzung hat sich bis heute nichts geändert. Joe hat sich lieber auf die visuellen Aspekte PW betreffend spezialisiert. WIE KAM ES LETZTENDLICH DAZU, EIGENES MATERIAL AUFZUNEHMEN? L: Wir wollten einfach die Musik machen, die wir uns selber auch gerne anhören würden… D: Ich sehe darin eine vollkommen normale Entwicklung. Die Cover-Versionen haben damals eine Menge Spaß gemacht, weil man seine favourite Tracks nicht nur anhören, sondern direkt ein Teil davon werden konnte. Um ehrlich zu sein, wenn ich Zeit habe – was leider nicht mehr so oft vorkommt – nehme ich aus Spaß Songs, die mir gerade gefallen, neu auf. Man erhält dadurch einen Blick hinter die Komposition und ein ganz anderes Verständnis für den Song. Sobald es dann das erste zu der Situation kommt, dass man sich denkt „Das hätte ich aber anders gemacht“, ist man soweit, dass man einfach auch mal seiner eigenen Kreativität freien Lauf lassen sollte. HÄTTET IHR DAMALS GEDACHT, DASS ES EUCH HEUTE NOCH GIBT ODER WAR ES DAMALS EHER NOCH AUS „SPASS AN DER FREUDE“? D: Es war damals wie heute einfach nur der Spaß daran, sich selbst zu verwirklichen. Damals war noch gar nicht daran zu denken, eine eigene CD in den Händen halten zu können. Das ist heute natürlich etwas anders, allerdings wissen wir das ganz genau zu schätzen. Die Motivation dahinter ist trotz der ganz anderen Möglichkeiten absolut dieselbe. WELCHE ZIELE VERFOLGT IHR MIT PERFIDIOUS WORDS? D: Wie schon zum Thema Motivation gesagt, sind es weniger konkrete Ziele, die wir verfolgen. Wir haben Spaß daran, unsere Vorstellungen musikalisch umzusetzen und zusammen mit allen anderen, die am Endprodukt beteiligt sind, die finale CD zu entwerfen. Wir leben nicht von der Musik, mit unserer Plattenfirma Trisol haben wir einen für uns exzellenten Deal, insofern hält sich auch der Druck in Grenzen. Solange wir Spass haben, uns nicht auf die Nerven gehen und die Zeit finden, wird es Perfidious Words auch weiterhin geben. WIE FUNZT DAS ZWISCHEN EUCH BEIDEN. SEID IHR BEIDE FÜR DAS SCHREIBEN DER TEXTE VERANTWORTLICH? DRAZEN, WAS MACHST DU INNERHALB DER BAND? UND DU LARS? D: Es gibt da keine strikte Trennung der Aufgaben. Aufgrund des technischen Know-Hows sitze ich eher am Rechner und mache die Programmierung. Neben Piano spielen wir beide Gitarre, wodurch jeder auf seine Art Demo-Tracks einspielen kann, die wir dann gemeinsam im Studio ausarbeiten. Bei den Texten ist es auch sehr unterschiedlich. Oftmals hat einer von uns bereits Ideen bzw. einzelne Verse notiert, die wir dann in die Lieder integrieren. Ganz selten entsteht ein Text direkt mit dem Lied zusammen. L: Stimmt, wir haben da nie großartig drüber reden müssen. Im Studio sitzt meistens Drazen am Rechner und zaubert einen Beat oder programmiert unsere Ideen. Er ist sehr schnell darin und hat die Gabe, Harmonien, Sounds und Rhythmen so glatt zu ziehen, dass es auf einmal passt. Es hat sich über die Jahre so ergeben, dass ich mich mehr um die Vocals und die Texte kümmere und Drazen eher programmiert. Was natürlich nicht heißt, dass das streng aufgeteilt ist. Es gibt durchaus Songs, die auf Drazens Textideen basieren. Das Komponieren der Songs (also Melodien und erste Textideen) übernehmen wir beide entweder jeder allein für sich oder aber auch beide gemeinsam im Studio. „Stay“ zum Beispiel haben wir gemeinsam geschrieben. Es kam praktisch „von allein“. Wir waren im Studio und wollten für unser neues Album noch einen Piano-Song aufnehmen. Also spielte Drazen ein paar Akkorde am Piano, ich war im Gesangsraum und lies meinen Gefühlen freien Lauf. Auf diese Art und Weise haben wir innerhalb von etwa 10 Minuten das Grundgerüst für „Stay“ beisammen gehabt. Erste Lyrics Ideen dazu konnten wir auch schon festhalten. Zwei Wochenenden später war „Stay“ komplett ausproduziert. UND WORAUS BESTEHT DER STOFF, AUS DEM SICH DIE TEXTE ZUSAMMEN SETZEN? L: In unseren Songs geht es oftmals um Situationen, in denen die Protagonisten an einen kritischen, vielleicht sogar Wendepunkt in ihrem Leben kommen. Z.B. thematisieren wir den Verlust einer geliebten Person, Betrug, Sünden und Laster, oder die zeitliche Vergänglichkeit, aber auch Glaube, Liebe und Vertrauen oder Träume spielen eine große Rolle in unseren Texten. Ich habe in meinem Leben gelernt, dass die Dinge oftmals anders sind, als sie im ersten Moment scheinen. Die manchmal doch recht großen Unterschiede zwischen „Sein“ und „Schein“ faszinieren mich immer wieder. „Perfidious Words“ gibt uns die Möglichkeit, all die Dinge zu beleuchten, die uns bewegen. Ich denke zu einem Großteil sind unsere Texte autobiographisch und dienen wahrscheinlich ein Stück weit zur Vergangenheitsaufarbeitung. Wir würden lügen, wenn wir sagen würden: „Ha…alles frei erfunden“ und persönliche Erfahrungen die man nun mal macht, wie beispielsweise der Tod einer geliebten Person, Selbstzweifel oder Veränderungen jeglicher Art auf der zwischenmenschlichen Ebene, hätten keinen Einfluss auf unsere Texte. PROBT IHR GEMEINSAM ODER LÄUFT DAS BEI EUCH ÜBERS INTERNET? D: Zu Studienzeiten hat es sich schon meistens aufs gemeinsame Sessions im Studio beschränkt, obwohl auch einige Telefonsessions dabei waren, in denen wir uns die neuen Ideen gegenseitig am Telefon vorgespielt haben. Mittlerweile ist das Internet natürlich sehr hilfreich, zumal wir beide ein paar km bis zum Studio haben. Daher arbeiten wir mittlerweile auch viel individuell und tauschen dann mp3 der Demos übers Netz aus. L: Nun, wir proben nicht im klassischen Sinne. Wenn wir an Songs für ein Album arbeiten, sind wir beide gemeinsam im Studio und komponieren, programmieren, texten, probieren usw. Wenn wir uns für einen Auftritt vorbereiten, treffen wir uns ebenfalls im Studio, um die Songs alle durchzuspielen, die Einsätze abzustimmen und um Gitarren- und Gesangsparts zu üben. Wenn einer von uns daheim eine Idee hat, die es Wert ist, mal genau anzuschauen, dann senden wir uns diese schon mal schnell übers Netz zu. MAN HÖRT SCHON EINE ORDENTLICHE STEIGERUNG ÜBER DIE JAHRE, ALSO VON „HYDROGEN SKIES“ ZUM AKTUELLEN „FEEL LIKE ME“. HABT IHR AUCH DAS EQUIPMENT GEWECHSELT? D: „Hydrogen Skies“ haben wir damals am für uns absoluten technischen Limit aufgenommen. Damals noch mit dem Atari ST und externen Samplern und 4-Spur HD-Rekordern. Dann kam der Sprung auf den PC, an dem man dann unendlich viel mehr Möglichkeiten hatte. Das hört man auch auf ‚Spreading Silence’. Für „Feel Like Me“ war natürlich noch mehr Rechnerpower vorhanden, aber technisch war der Unterschied nicht so gravierend. Was man mMn eher hört, ist die Zeit, die wir uns gelassen haben, bis die Songs vollkommen unseren Vorstellungen entsprochen haben. L: Als wir ‚Hydrogen Skies’ aufgenommen haben, waren Sampler und externe, eigenständige Synthesizer noch hoch im Kurs. Seitdem hat sich sehr viel auf der technischen Seite weiterentwickelt und wir haben kräftig aufgerüstet. Ein Großteil der Synthies kommt heute in Form von VST Instrumenten aus dem Rechner, was das Produzieren ungemein erleichtert. Trotzdem benutzen wir auch heute noch ein paar hochwertige externe Effekte, Synthies und Filter, die unseren Klang prägen. ICH ERINNERE MICH NOCH AN „WELT“ ZURÜCK, DIE BLAUE SINGLE-SCHALLPLATTE. AUF WIE VIELE WAR DAS GUTE STÜCK DENN LIMITIERT? UND GIBT ES DA NOCH WELCHE? L: Ich meine, die Welt Vinylsingle war auf 300 Stück limitiert, also eine echte Rarität :-) Wir haben aber noch einige, wenige Restexemplare davon. D: Ja, das war wirklich ein schönes Ding. Ich hoffe, dass wir so was auch in Zukunft wieder machen werden. ALS GROSSER ENDRAUM-FAN MUSS ICH EUCH DIE FRAGE EINFACH STELLEN. ER HAT AUCH MAL HAND UND OHR AN EURE MUSIK GELEGT. WIE KAM ES DAZU? L: Der Kontakt kam über unser Label Trisol. Endraum war 1999 wie wir (es übrigens immer noch sind) bei Trisol unter Vertrag. Von der ersten Endraumveröffentlichung war ich sehr angetan, daher haben wir uns sehr über den Endraum Remix gefreut. UND WISST IHR ZUFÄLLIG, OB ES MAL WIEDER ETWAS VON IHM ZU HÖREN GEBEN WIRD? L: Nein, leider nicht. Es ist recht still um Endraum geworden… HABT IHR NEBEN PERFIDIOUS WORDS AUCH NOCH ANDERE PROJEKTE AM LAUFEN? L: Nein, unser Hauptaugenmerk gilt Perfidious Words! Wir stecken einen enormen Teil unseres Lebens in diese Band. D: Daher haben wir neben unseren Alben bisher lediglich einige wenige Remixe für Bands wie L’Âme Immortelle, Clan of Xymox und für Emilie Autumn und Infekktion aufgenommen. Daneben gab es auch noch diverse kleinere Projekte, an denen allerdings Lars alleine beteiligt war. Da wir, wie schon gesagt, beide nicht von der Musik leben, stecken wir seit Jahren sehr viel unserer Freizeit in die Arbeit von Perfidious Words. Daher ist es schon sehr schwierig, Kooperationen zu verwirklichen. Dennoch versuchen wir das, so gut es geht, zu machen. L: Für den Emilie Autumn Remix und für den L’ Âme Immortelle Remix haben wir noch zusätzliche Vocals aufgenommen. Generell halten wir uns aber mit Remixen für andere Künstler eher zurück und investieren unsere Zeit lieber in unsere eigenen Songs. Zu den kleineren Projekten gehört u. a. eine Kollaboration mit dem russischen DJ RAM für sein Projekt „virtual server“. Für einen Song („it’s in all of us“) seines Albums „setup“ habe ich Text, Gesangsmelodie und Gesang beigesteuert. UND WER SIND EURE MUSIKALISCHEN IDOLE? D: Bezüglich des Gesamtwerks sind es für mich ganz klar die Pet Shop Boys. Es ist in der heutigen schnelllebigen Zeit geradezu Wahnsinn, wie lange sie sich schon auf höchstem Niveau bewegen und ohne sich selbst fremd zu werden trotzdem immer wieder neu erfinden. Soundtechnisch bin ich momentan sehr von den Guy Sigsworth Produktionen begeistert, d.h. Imogen Heap oder Kate Havnevik. L: Was für Drazen die Pet Shop Boys sind, sind für mich Depeche Mode. DM genießen (auch genreübergreifend) einen Status, vor dem man nur den Hut ziehen kann. Es ist heutzutage wahrscheinlich unmöglich, im Synthie- Bereich ähnliches noch mal zu erreichen. Selbstverständlich habe ich mir stundenlang vor allem die früheren Alben und die Alben der 90er angehört und jeden einzelnen Sound versucht zu analysieren. Also DM sind für mich schon ein Vorbild, was die Qualität der Songs und ihre Erfolge betrifft. Was die Kreativität und Unverwechselbarkeit der Klänge betrifft, überzeugen mich innerhalb der letzten 10 Jahre aber eher andere Bands wie z.B. IAMX, Silence oder auch Melotron. Als zwei Meilensteine der elektronischen Musik, die unseren Sound stark geprägt haben wären Garbages ‚version 2.0’ und Björks ‚homogenic’ zu nennen. Persönlich höre ich zurzeit gern Yann Tiersen, Madrugada, Calexico, Midnight Choir und immer noch Chris Isaak. AUF „FEEL LIKE ME“ IST ES SEHR GUT HERAUSZUHÖREN: IHR MACHT EINDEUTIG WOHLKLINGENDE POP-MUSIK MIT EINEM HAUCH VON SCHWERMUT. WAS ZEICHNET DEN TYPISCHEN PERFIDIOUS WORDS-FAN AUS? D: Ich denke, DEN typischen PW-Fan gibt es nicht, da wir aus meiner Sicht keine Szene-Musik machen, sondern tatsächlich Musik für jeden, Musik, die ohne Weiteres im Radio laufen könnte. DEM AKTUELLEN ALBUM „FEEL LIKE ME“ LIEGT AUCH EINE SEHR FEINE DVD BEI, MIT VIELEN LIVE-MITSCHNITTEN UND EINEM VIDEO. WIESO RELEASED IHR DIE BEIDEN SACHEN GEMEINSAM UND NICHT SEPARAT? D: Auf unserer letzten CD „Spreading Silence“ hatten wir nur 9 Tracks. Damals wollten wir unbedingt die CD fertig bekommen und haben uns dann dazu entschieden. Im Nachhinein finde ich, war das ein Fehler. Die Leute geben eine Menge Geld aus und verdienen dann auch mehr für ihr Geld. OK, „Violator“ hatte auch nur 9 Tracks, aber DM konnten sich so was leisten, v.a. weil sie damals noch die entsprechende Qualität hatten. Wir haben uns im Nachhinein wirklich geärgert und wollten es auf „Feel Like Me“ besser machen. Daher wollten wir neben 11 Tracks auch noch als kleines Dankeschön die DVD mit Livemitschnitten, dem Video und den Studiosessions dabei haben. LARS, DEINE STIMME ERINNERT MICH SCHWERST AN DIE VON DAVE GAHAN. IST DAS FÜR DICH EIN KOMPLIMENT ODER EHER NICHT? L: Mit einem Sänger verglichen zu werden, der mit seiner Band alles erreicht hat, was es zu erreichen gibt, ist doch nicht das Schlechteste, oder? Der größte Teil der DM- Fans würde Dir da sicherlich dennoch widersprechen. Aber unsere Stimmlage ist in der Tat die gleiche… UND EINES MUSS ICH NOCH LOSWERDEN: DEINE STIMME KLINGT LIVE WESENTLICH BESSER ALS DIE VON DAVE :) L: Nun muss ich Dir doch noch für das Kompliment danken :-) Ich mag Daves Stimme besonders live sehr, wenn er etwas kratzt und roher/ dreckiger klingt als im Studio. Und nun soll ich live noch besser klingen als er!? Mein Tag ist gerettet ;-) SONG NUMMER 1 AUF DER AKTUELLEN SCHEIBE STICHT MIT SEINEM TEMPO UND IN SEINER ART DEUTLICH VOM REST DES ALBUMS AB. WAS KÖNNT IHR UNS ZU „MY BODY NEEDS“ VERRATEN? L: Mit ‚My Body’s Needs’ wollten wir einen schönen, eingängigen up-Tempo Song aufnehmen, der auch in den Clubs erfolgreich läuft. Ich denke, das ist uns auch ganz gut gelungen. Wie so oft wollten wir mal ganz mutig sein und für uns neue Wege gehen. Der Song sollte etwas härter klingen und wir wollten ihn in eine Richtung bringen, wie ihn vielleicht IAMX gemacht hätte. Naja, rausgekommen ist dabei einfach mal wieder der typische PW Sound. So soll es ja aber eigentlich auch sein. Wir haben auf „Feel like me“ noch mehr als auf den Vorgängern versucht, unser Klangspektrum zu erweitern. Beispielsweise haben wir bei dem Song „Mirror“ erstmalig eine Mandoline als Live-Instrument benutzt. Außerdem konnten wir für das eher Bluesige „Feel like me“ einen Drummer als Gastmusiker gewinnen, was den Song noch lebendiger und auch etwas dreckiger wirken lässt. D: Das Ergebnis ist schon erstaunlich, wenn man bedenkt, dass die erste Idee zu „My Body’s Needs“ ursprünglich auf einem Loop von den Cardigans basierte. Davon ist natürlich final nichts mehr übrig geblieben, aber dass daraus dann eine clubtaugliche up-tempo Nummer werden würde, war anfangs nicht wirklich absehbar. UND GIBT ES NOCH IRGENDWELCHE GESCHEHNISSE, GAGS ODER SONSTIGES ZU BERICHTEN, WAS EUCH WÄHREND DER AUFNAHMEN PASSIERT IST? L: Insgesamt müssen es 5 Jahre gewesen sein, in denen wir an dieser Veröffentlichung gearbeitet haben. Gerade die Sache mit der DVD hat unheimlich viel Zeit in Anspruch genommen. Während den Aufnahmen zur CD hatten wir mehrmals mit Hindernissen zu kämpfen. Unser Studio befindet sich im Keller eines Hauses. Beim Bau dieses Hauses ist leider nicht so ganz auf eine korrekte Isolierung geachtet worden. Daher hatten wir nach heftigen Regenfällen zwei Mal knöcheltief Wasser im Studio. Glücklicherweise ist den Geräten und Instrumenten nichts passiert. Aber natürlich mussten wir das Studio renovieren. Nach dem ersten Mal hatten wir gerade neuen Laminatboden ausgelegt, als die zweite „Welle“ kam. Das war echt frustrierend. D: Ja, das war echt hart. Mittlerweile haben wir die Probleme zwar im Griff, trotzdem ist da bei jedem heftigen Regenfall wieder ein mulmiges Gefühl…erwähnenswert ist aus meiner Sicht noch die Tatsache, dass wir uns für die letzten Aufnahmemonate eine Dartscheibe fürs Studio geholt haben. Während anfangs Lars da durchweg das bessere Händchen hatte, scheint sich nun doch Talent gegen Erfahrung durchzusetzen…;-) WIRD MAN EUCH IN NÄCHSTER ZEIT AUCH MAL WIEDER AUF DER BÜHNE SEHEN? L: Wir werden am 25. September 2009 im Zuge der Veröffentlichung von „Feel like me“ unser allererstes Konzert in Moskau geben. Und zwar zusammen mit T.O.Y. und De/Vision im Tochka (Leninsky prospect 6). Aber auch in Deutschland sollen einige Termine folgen. Um konkrete Termine zu nennen, ist es zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch zu früh.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Alle markierten Felder (*) müssen ausgefüllt werden.

Mehr zu PERFIDIOUS WORDS auf terrorverlag.com