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POETS OF THE FALL (MARKO SAARESTO)

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UNSER INTERVIEW IST ZU EINER ZEIT ANGESETZT, ZU DER SICH EIN ROCKSTAR, DER ETWAS AUF SICH HÄLT, EIGENTLICH NOCH GAR NICHT AUS DEM BETT GEQUÄLT HABEN SOLLTE: ZWÖLF UHR MITTAGS. UND TROTZDEM WIRKT MARKO SAARESTO, SÄNGER VON POETS OF THE FALL, KEIN BISSCHEN ZERKNITTERT, ALS WIR IN DER LOBBY DES HAMBURGER HOTELS ZUSAMMENSETZEN, IN DEM DIE SECHS FINNEN ABGESTIEGEN SIND. SIE SIND SCHON EINE GUTE WOCHE IN DEUTSCHLAND UNTERWEGS, AUF DER ERSTEN TOUR, DIE SIE IN EIGENEM NAMEN HIERZULANDE ABSOLVIEREN, UND OFFENBAR IST ES BISHER FÜR DIE MELODIEVERLIEBTEN MELANCHOLIE-ROCKER GUT GELAUFEN – TEILS AUSVERKAUFTE HÄUSER, WIE HEUTE ABEND IN HAMBURG, UND BEGEISTERTE FANS. GESTERN WAR ABER ERFREULICHERWEISE RUHETAG. WAS MACHT MAN AN EINEM DAY OFF IN HAMBURG? Oh, wir sind mal in die Innenstadt gefahren, dort waren wir bisher noch nie, und haben einfach nur ein bisschen gebummelt, eingekauft und so. Weil ich in der Nacht vorher nur vier Stunden Schlaf hatte, bin ich ziemlich früh zurück ins Hotel und habe gelesen. WAS DENN? Den vierten Band von Game Of Thrones, „Storm Of Swords“ [dt. Das Lied von Eis und Feuer, „Sturm der Schwerter“]. Ich wünschte, ich hätte mir Band fünf auch schon mitgenommen, ich bin jetzt so kurz vorm Ende, und es ist so spannend. Die Fernsehserie habe ich auch geguckt – die ist ja ein bisschen anders, weil es in den Büchern so viele Figuren gibt, dass die gar nicht alle ausführlich geschildert werden können. Aber das ist toller Lesestoff, und ich bin froh, dass es so viele Bände davon gibt und der Autor immer noch weiter schreibt. HATTET IHR VIEL SPASS BEI DEN KONZERTEN BISHER? DIE TOUR IST JA JETZT FAST SCHON WIEDER VORBEI … Ja, wir spielen heute Abend noch hier in Hamburg und morgen in Mannheim. Es war bisher absolut großartig. Wir waren vorher schon verschiedene Male in Deutschland, unter anderem mit Sunrise Avenue, aber letztes Jahr haben wir auch einige Akustik-Gigs gegeben. Jetzt fahren wir die Ernte ein. WELCHE MUSIKALISCHEN EINFLÜSSE HABT IHR HEUTZUTAGE? Ich weiß nicht … wir sind in unserer Musik inzwischen nicht mehr oft von anderen Bands beeinflusst. Früher haben wir sehr jede Menge andere Künstler gehört, aber inzwischen höre ich nur noch ganz wenig Musik. Unsere Einflüsse stammen viel mehr von Reisen, vom Treffen mit anderen Menschen, aus dem Alltag, aus Bildern, Orten, den Nachrichten … Dinge, die bewegen, die etwas in mir wecken. Eine interessante Geschichte, ein schönes Bild können etwas hervorrufen, das ich dann als Musik hören kann. Andere Songs spielen da keine Rolle. BEIM AKTUELLEN ALBUM HATTE ICH DEN EINDRUCK, IHR HABT INZWISCHEN EINE ART POETS-OF-THE-FALL-SOUND DESTILLIERT, INDEM IHR IMMER MEHR ELEMENTE WEGGELASSEN HABT. „REVOLUTION ROULETTE“ ZUM BEISPIEL, EUER ALBUM VON 2008, HAT NOCH VIEL MEHR METAL-EINFLÜSSE. DABEI SIND DIE GRUNDZÜGE EURES SOUNDS SCHON AUF „CARNIVAL OF RUST“ VON 2006 SCHON DEUTLICH. GESCHIEHT DAS BEWUSST, ODER WAR DAS EINE ALLMÄHLICHE ENTWICKLUNG? Ich glaube, beides. Die ersten drei Alben, „Signs Of Life“, „Carnival Of Rust“ und „Temple Of Thought“ sollten eine Trilogie bilden und waren auch entsprechend angelegt; bei den ersten beiden wussten wir, dass noch eine Platte fehlte, die das Ganze komplettieren würde. Aber sie ergab sich nicht – bis jetzt. „Revolution Roulette“ und „Twilight Theater“ unterscheiden sich etwas von den anderen, gehen etwas andere Wege, aber es wird noch ein weiteres Album geben, das dann wieder diese Trilogie vervollständigt. Ich bin mal gespannt, wie sich das ergeben wird, denn [lacht] ich arbeite ständig an dem Konzept, worum es gehen, wie es heißen und aussehen soll. Dann muss die Band sehen, wie das musikalisch ausgestaltet werden kann. Teilweise steuern wir diesen Prozess, manchmal kommt aber auch jemand mit einer bestimmten Idee für eine Richtung, und alles entwickelt sich anders. Im Nachhinein kann man natürlich immer sagen, hey, das war alles so geplant. WIE WÜRDEST DU DIE CHEMIE INNERHALB DER BAND BESCHREIBEN? IST ES NOCH IMMER SO, DASS DU MIT DEN ANDEREN BEIDEN BANDGRÜNDERN CAPTAIN UND OLLI DEN KERN DER BAND BILDEST? Das war am Anfang vielleicht so, aber inzwischen begreifen wir uns längst als sechsköpfige Band. Allerdings, wenn es ums Songschreiben, die Promotion und die Arbeit in der Plattenfirma geht, dann übernehmen Captain, Olli und ich immer noch das meiste, zusammen mit den Leuten, die uns geschäftlich unterstützen. Wenn wir neue Leute für verschiedene Aufgaben suchen, dann achten wir aber auch immer darauf, dass wir jemanden finden, mit dem man gut zurechtkommt, und so entsteht gewissermaßen eine große Familie. Wir drei bilden vielleicht die Mitte, aber das ist wie mit dieser Blume hier [deutet auf die Tischdeko]: Wir sind das Innere, aber ohne die hübschen Blütenblätter ringsum wäre das Innere nicht das, was es ist. WIE FUNKTIONIERT DAS IM STUDIO? IHR ARBEITET JA NICHT MIT EXTERNEN PRODUZENTEN ZUSAMMEN, SONDERN PRODUZIERT EURE PLATTEN SELBST. IST ES DA NICHT SCHWIERIG, SECHS MEINUNGEN UNTER EINEN HUT ZU BEKOMMEN? WER FÄLLT DANN DIE ENTSCHEIDUNGEN? Kommt darauf an, wessen Vision wir folgen. Aber wenn es dann doch mal einen Konflikt gibt, der sich nicht ohne weiteres beilegen lässt, dann habe ich das letzte Wort. Dann übernehme ich die Rolle des Diktators und sage, was gemacht wird. Aber das kommt selten vor – bisher vielleicht ein- oder zweimal in den ganzen Jahren. Aber das ist auch der Grund, weshalb wir drei viele geschäftliche Dinge allein übernehmen – wir haben bei früheren Bands die Erfahrung gemacht, wenn mehr als drei Leute am Drücker sind, dann werden gar keine Entscheidungen mehr gefällt. Oder es entstehen dabei unausgesprochene Konflikte, die später aufbrechen. SCHREIBST DU DIE TEXTE ALLEIN? Ja. Ich frage die anderen manchmal nach ihrer Meinung, wenn ich mit verschiedenen Ideen spiele. Aber das bildet eine Einheit mit dem Albumkonzept und der Musik und der Karriereplanung, weil ich nicht nur an die aktuelle Platte denke, sondern auch an alle die, die wir noch nicht geschrieben haben. Ich behalte im Auge, wohin unser Weg führt. DER TEXT VON „MORNING TIDE“ IST ZUM BEISPIEL VON METAPHERN RUND UM DIE SEE GEPRÄGT. BIST DU EIN ROMANTIKER? Ja. Das muss man sein, wenn man in diesem Geschäft sein will. Ich dachte früher immer, dass jeder Mensch eine romantische Seite hat, aber inzwischen habe ich auch echte Hardcore-Realisten getroffen. Selbst bin ich wahrscheinlich ein romantischer Realist. Ich stehe mit den Füßen fest auf der Erde, auch wenn ich den Kopf in den Wolken habe. Ich will trotzdem noch den Überblick behalten. Es ist wichtig zu verstehen, dass man natürlich träumen kann, dass man aber allein mit Träumen nirgendwo hinkommt, sondern dass man auch hart arbeiten muss. Im Gegensatz zu den ganzen Reality-Shows, wo es immer nur um Träume geht und man vermittelt bekommt, dass alles gut wird, sobald man sich seinen einen, großen Traum erfüllt hat. ANDERERSEITS WIRD IN DEN GANZEN CASTING SHOWS AUCH SEHR VIEL WERT AUF ANPASSUNG GELEGT – UM EIN STAR ZU WERDEN, MUSS MAN KOMPROMISSE EINGEHEN UND SICH NÖTIGENFALLS AUCH SEHR VERBIEGEN. WIE STEHT IHR ZU KOMPROMISSEN? Ich denke, es gibt Kompromisse, die durchaus vernünftig sind. Aber auch wieder andere Dinge, bei denen kein Spielraum besteht, über die wir nicht verhandeln, weil da die eigene Integrität auf dem Spiel steht. Es gibt eben Momente im Leben, in denen man sich keine Kompromisse vorstellen kann. Obwohl das ganze Leben aus Kompromissen besteht: Sobald eine neue Person ins berufliche Umfeld kommt, muss man etwas tun, um mit diesem Menschen zusammenzuarbeiten. Kompromiss, das ist das große böse Wort in unserem Geschäft. Man geht keine Kompromisse ein! [beugt sich zum Mikrofon:] Aber das stimmt nicht! Im wahren Leben macht man das sehr wohl! IN EUREN SONGS ERZÄHLT IHR AUCH GESCHICHTEN. ZUM BEISPIEL DIE VON EINEM HERRN NAMENS JEREMIAH PEACEKEEPER, DIE IHR MIT EINEM HAUCH WILDWEST-FLAIR UMGESETZT HABT. KANNST DU ZU DIESER FIGUR EIN BISSCHEN WAS ERZÄHLEN? Könnte ich das? – Sicher, könnte ich … aber will ich das auch? Das ist eine andere Frage. Jeremiah Peacekeeper ist jemand, der von Anfang an, seit der Song entstand, die Leute irgendwie fasziniert hat, und es gibt sehr, sehr viele Interpretationen dazu, wovon der Text eigentlich handelt. Ein paar waren ziemlich nahe an der Wahrheit, aber ich möchte die Geschichte eigentlich nicht wirklich auflösen, ich finde diese Spekulationen viel spannender. AUCH MUSIKALISCH ZÄHLT „THE BALLAD OF JEREMIAH PEACEKEEPER“ ZU DEN KOMPLEXEREN TITELN DES ALBUMS – DIE ZWEITE HÄLFTE DER PLATTE IST JA DIESES MAL SEHR AUFWÄNDIG ARRANGIERT. WER STECKT BEI EUCH HINTER DIESEN MÄCHTIGEN SOUNDS? In erster Linie Captain. Er hat meiner Meinung nach perfekt umgesetzt, was ich mit dem Text sagen wollte. Als ich die Lyrics schrieb, spätnachts, allein zuhause im Wohnzimmer auf dem Sofa, liefen kleine Filmsequenzen vor meinen Augen ab. Die brachte ich dann Captain mit, der gleich sagte, oh, dazu fällt mir das und das ein … Aber wir arbeiten alle zusammen, tragen alle etwas zu den Songs bei, diskutieren darüber, was uns an Ideen gefällt und was nicht, oder was wir besser machen könnten. IST DAS EURE ÜBLICHE VORGEHENSWEISE? WENN JEMAND EINE IDEE HAT, ZEIGT ER SIE DIR, UND DU SCHREIBST ALS NÄCHSTES EINEN TEXT DAZU? Manchmal kommt Olli mit ein paar tollen Gitarrenelementen und arbeitet sie schon fast bis zu einem richtigen Song aus, bevor ich mich an die Arbeit mache. Er spielt mir dann im Studio einzelne Parts vor, und wenn mich dann etwas davon richtig kickt, steige ich ein und fange an zu singen. Das sind dann oft nur irgendwelche Unsinnsworte, die ich dann aufnehme. Wenn ich mir das später anhöre, dann finden sich in diesem Unsinn hin und wieder erste Hinweise darauf, welche Richtung der Titel nehmen könnte. Wenn der Song dann schließlich seine Struktur hat, mit Strophen und Refrain und so weiter, dann geben wir ihn Captain, der dann seine ganzen Zaubertricks anwendet. Aber meistens gehen die Songs viele Male zwischen uns hin und her. Bei „Jeremiah“ hatte ich den Text und die Gitarrenparts schon fertig, als ich sie ins Studio mitbrachte, und dann haben die Jungs weiter daran gearbeitet, und jeder hat mal hier ein bisschen und da ein bisschen hinzugefügt. Bei anderen Titeln, wie „The Happy Song“, lief das anders – da hatte ich zuerst den verrückten Text, und Captain fiel sofort dieser treibende Rhythmus ein. Ich bin dann ans Mikrofon und habe dazu improvisiert. Ich erfand dann acht verschiedene Figuren, die alle denselben Text singen. Captain nahm diese ganzen Sachen und fügte sie wie ein Puzzle zusammen. „THE HAPPY SONG“ IST EIN UNGEWÖHNLICHER SCHLUSS FÜR DAS ALBUM – ER IST VON DER STIMMUNG HER VÖLLIG ANDERS ALS DIE ÜBRIGEN SONGS. Die Idee dahinter folgt einem Muster, das ich bei vielen Songtexten benutze. Ich baue sozusagen erst etwas auf, und am Schluss ziehe ich den Teppich darunter weg. Oh, ihr habt euch eine Meinung über das Stück gebildet? Ist aber alles gar nicht so, wie ihr denkt! Wamm! Und der „Happy Song“ macht das mit dem ganzen Album. EIN HINWEIS DARAUF, DAS MAN NICHT ALLES SO FURCHTBAR ERNST NEHMEN SOLLTE? Ja, auch, aber auch darauf, dass alles so ist, wie man es sich zurechtspinnt. Dass jeder seine eigene Realität hat. BIST DU EIN VISUELLER MENSCH? Zumindest sagt man das von mir. Ich bin ein ziemlich kinetischer Mensch. Wenn ich Musik schreibe, dann entstehen als erstes Bilder dazu. Bei vielen anderen kommt als erstes Musik. STEHT DESWEGEN AUF EURER WEBSEITE ÜBER DEN TEXTEN DER HINWEIS: „WORDS ARE SUCH FICKLE VISIONS … SO PAY ATTENTION TO BODY LANGUAGE?“ Worte machen tatsächlich nur acht Prozent in unserer Kommunikation aus. Der Ton, in dem sie ausgesprochen werden, sind dann noch mal 20 Prozent, und die Körpersprache ist der Rest. Ich liebe Worte, Vokabeln, das Spiel mit den Ideen dahinter. Aber das ist nicht alles. Deswegen hat man ja bei E-Mails zum Beispiel die Emoticons. Sonst würde vielleicht jemand einen Satz als Angriff verstehen, ein anderer glauben, dass es dem Schreiber nicht gut geht, und noch jemand anders würde vielleicht denken, das ist aber lustig, haha. Das zeigt, wie viel Information tatsächlich fehlt, wenn man nur die Worte hat. Deswegen gibt es eine Million verschiedene Interpretation für unsere Songs. Vor allem, wenn sie Metaphern enthalten. Aber deswegen machen wir das ja auch, sie lassen Bilder entstehen, und dann sieht man die Dinge aus seiner ganz persönlichen Sicht und sie passen zum eigenen Leben, zu einer ganz privaten Situation und speziellen Gedanken. Das führt natürlich auch dazu, dass viele Leute fest der Überzeugung sind, sie wüssten, was in meinem Kopf vorging, als ich den Text geschrieben habe. Und oft habe ich von den Dingen, die sie dann erwähnen, noch nie etwas gehört. DAS IST ABER DOCH AUCH EINE GANZ ENTSCHEIDENDE SACHE, DASS DIESE TEXTE GENUG PLATZ FÜR EIGENE INTERPRETATIONEN LASSEN UND SICH JEDER SELBST IN DEM SONG WIEDERFINDEN KANN. Ja. Meine Texte haben aber auch verschiedene Ebenen. Da ist ganz oben die eigentliche Geschichte, dann darunter die Dinge, die man zwischen den Zeilen herauslesen kann, irgendwo darunter das, was ich eigentlich gemeint habe, und dann gibt es noch die verschiedenen Interpretationen. DENKST DU AUF UNTERSCHIEDLICHE WEISE, WENN DU IN ENGLISCH ODER IN FINNISCH SCHREIBST? FALLEN DIR DA UNTERSCHIEDLICHE BILDER EIN? Gute Frage, sehr gute Frage … Ich denke, in Finnisch kann man zwar über dieselben Dinge schreiben, aber die Sprache ist auf eine spezielle Art aufgebaut, die dann wiederum bestimmt, wie ein Text funktioniert. Die Betrachtungsweise ist anders. Und die Intonation und der Rhythmus natürlich auch. Das ist mit allen Sprachen so. Im Englischen würde man vielleicht sagen, Liebe ist Liebe, etwas Schönes, Romantisches , aber im Chinesischen heißt es, Liebe bedeutet, dein eigenes Herz zu essen. Das ist auch die eigentliche Bedeutung des dazugehörigen Schriftzeichens. SCHREIBST DU GELEGENTLICH AUCH FINNISCHE TEXTE? Ja. ABER DIE POETS HABEN BISHER NOCH KEINE SONGS IN FINNISCH AUFGENOMMEN? [grinst] Noch nicht. Aber wir haben Musik für andere finnische Künstler geschrieben. IHR HABT INZWISCHEN IN VIELEN VERSCHIEDENEN LÄNDERN GESPIELT, UNTER ANDEREM AUCH IN INDIEN, UND NÄCHSTES JAHR GEHT ES WIEDER FÜR EIN PAAR GIGS NACH RUSSLAND UND IN DIE UKRAINE. GIBT ES GROSSE REGIONALE UNTERSCHIEDE BEI DER REAKTION DES PUBLIKUMS? Oh ja, unbedingt. In manchen Nationen sind die Leute sehr extrovertiert, und andere nehmen alles eher still in sich auf, genießen es aber trotzdem, zeigen es nur nicht so. Das liest man dann später in ihren Kommentaren bei Facebook und Twitter. JA, ICH KANN MIR VORSTELLEN, DASS ES SCHWIERIG IST, AUF DER BÜHNE ZU STEHEN, WENN SICH IM ZUSCHAUERRAUM SO GAR NICHTS BEWEGT… Ja, ich habe da allerdings so eine Art mentale Peitsche, die ich dann raushole, wenn ich auf der Bühne bin. Eine ganz lange Peitsche, die bis nach ganz hinten in die letzten Reihen reicht. Meist kriege ich irgendwann die Reaktion, die ich mir erhoffe. Das klappt eigentlich fast jedes Mal. SO AUCH AN DIESEM ABEND IN HAMBURG, ALS POETS OF THE FALL DAS AUSVERKAUFTE UEBEL & GEFÄHRLICH ZUM BEBEN BRINGEN. DIE „BALLAD OF JEREMIAH PEACEKEEPER“ SAGT MARKO ÜBRIGENS MIT DEN WORTEN AN: „HEUTE HAT MICH JEMAND GEFRAGT, WAS DER TEXT ZU DIESEM SONG BEDEUTET. UND ICH HABE IHR GESAGT, ER HANDELT VON JEREMIAH PEACEKEEPER.“ SCHON VERSTANDEN, MARKO.

Copyright Foto: Tiia Öhman – www.tiiaohman.com

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