Terrorverlag > Blog > REGICIDE > REGICIDE

Interview Filter

REGICIDE

IHR KOMMT AUS DEM NIEDERSÄCHSISCHEN OLDENBURG, UND SEIT 2001 BESTEHT DIE BAND, IST DAS RICHTIG SO? Ja, eigentlich war es nur ein Studioprojekt von fünf Leuten, die teilweise gewechselt haben und seit November 2001 sind wir in der Konstellation, wie wir auch jetzt noch zusammen spielen. Aus fünf wurden dann auch sieben. WENN MAN EUCH AUF CD HÖRT, HAT MAN DIREKT EINEN VERGLEICH ZU THE GATHERING UND WITHIN TEMPTATION IM HINTERKOPF. Das kann man so sagen. Die Musik ist zwar mittlerweile en vogue, aber wir spielen sie nicht deshalb. Also wir sind nicht hingegangen und spielen diese Musik, weil wir große The Gathering oder Within Temptation Freaks sind, sondern weil sich in ihr unsere persönlichen Stile am besten Treffen, wie z.B. Klassik und Metal. Was natürlich auch ein entscheidendes Kriterium ist, ist unsere Sängerin. Es gibt halt nicht viele Rockbands mit einer Sängerin, und die es gibt, werden dann halt schnell in einen Topf geworfen. Wir haben aber nicht Regicide ins Leben gerufen, um irgendwelche stilistischen Klischees zu bedienen. ABER MITTLERWEILE WIRD MAN JA AN ALLEN ECKEN UND KANTEN IN IRGENDWELCHE SCHUBLADEN GESTECKT, GERADE AUCH BEI DEN GROSSEN MUSIKMAGAZINEN. Ja, ist mittlerweile leider so, aber je mehr Stilrichtungen du mit einfließen lässt, desto schwerer wird es, dich in eine Schublade zu stecken. WIE ENTSTEHEN BEI EUCH SONGS? Die Songs entstehen aus uns selber. Jeder in der Band hat das gleiche Mitspracherecht, und dann wird solange an einem Song gebastelt, bis er wirklich jedem gefällt. Manchmal kommt jemand mit einer Idee, alle stecken die Köpfe zusammen und arbeiten damit. Manchmal kommt es dann auch vor, dass von der Idee gar nichts oder vielleicht nur ein wenig übrig bleibt. Aus diesen Soundstrukturen entstehen dann auch die Texte… WIE KANN ICH MIR DAS GENAU VORSTELLEN? Wir haben bei den Sounds dann ein Bild vor Augen und schreiben den Text zu diesem Bild. Es sind dann immer die persönlichen Gefühle über das Lied. Wir haben da zwar auch Ideen, die von Anfang an im Kopf stecken, aber meistens kommen die Texte erst nachdem die Musik komplett ist. WOHER NEHMT IHR DIE IDEEN FÜR DIE TEXTE? Na ja, manchmal gefällt uns die Grundidee eines anderen Songs, einer anderen Band, deren Idee wir dann aufgreifen und weiterverarbeiten. Aber die meisten Ideen für Texte findet man im täglichen Leben ja schon fast auf der Straße liegend. Texte entstehen bei uns allerdings auch wie die Songs, einer hat eine Idee und alle anderen haben Mitspracherecht. IHR HATTET BIS JETZT TOUREN MIT IN EXTREMO, SCHANDMAUL UND HAGGARD,… Ja aber auch mit anderen Bands wie Uriah Heep, Saga und Manfred Mann. HAB IHR NICHT MANCHMAL DAS GEFÜHL, DASS MAN ALS VORBAND EXTREM SCHLECHT BEHANDELT WIRD? Nicht wirklich, gerade bei Bands wie In Extremo haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht. Wir kamen an, konnten unseren Soundcheck machen, uns wurde nicht hineingeredet, wir hatten einfach unsere Freiheit und konnten unser Konzept so umsetzen, wie wir wollten. Und ich denke mal, dadurch konnten wir einfach zeigen, was wir können, und wenn ich bedenke, dass uns Schandmaul jetzt zum dritten Mal als Support eingeladen haben, können wir gar nicht so schlecht gewesen sein. Klar gibt es immer mal wieder Veranstalter, die vergessen, dem Hauptact zu sagen, dass es dort noch eine Vorband gibt, aber wir haben immer irgendwie unseren Soundcheck bekommen, auch wenn es super knapp wurde. GUT, ABER WIRD NICHT AUCH HÄUFIG VOM HAUPTACT ABWERTEND AUF DEN SUPPORT HERUNTERGESCHAUT, GERADE, WENN ES LOKALE VORBANDS SIND? Klar, gibt es auch, aber da muss man auch sagen, dass die Bands dann wahrscheinlich schon schlechte Erfahrungen mit Vorbands gemacht haben. Wir geben immer unser bestes und werden dadurch immer respektiert. Am Anfang ist die Atmosphäre etwas kühler, aber spätestens nach einem gelungenen Act, wird man dann auch freundlich angenommen. Man muss natürlich als Vorband auch beachten, dass man sich selbst für nicht so wichtig hält. ABER IST ES NICHT GERADE FÜR LOKALE BANDS WICHTIG, MAL EINEN GROSSEN ACT ZU SUPPORTEN? MITTLERWEILE MUSS MAN JA TEILWEISE DAFÜR BEZAHLEN, JEMANDEN SUPPORTEN ZU DÜRFEN. Ja dass ist schon ziemlich derbe, aber man muss gerade bei Touren bedenken, was für eine Werbung das für eine kleine unbedeutende Band ist. WIEVIEL DENKT IHR KOSTEST SO EIN SUPPORT? Na ja, im Durchschnitt wird gesagt, dass die Vorband 50 Cent pro zahlendem Besucher zahlt. Wobei ich sagen muss, dass wir als Band bis auf eine Ausnahme, die ich hier nicht nennen will, nie etwas dafür zahlen mussten, im Vorprogramm zu spielen. Es ist einfach schade, dass es mittlerweile so gehandhabt wird, weil dadurch einfach vielen guten Nachwuchsbands gleich am Anfang das Wasser abgegraben wird, weil die finanziellen Mittel einfach nicht da sind, eine große Band zu supporten. Aber bei gerade ganz großen Bands im Vorprogramm zu spielen, ist die beste Werbung überhaupt. Und für Werbung zahlt man ja auch so eine Menge Geld. Es bleibt aber auch nicht dabei, du hast halt Kosten, wenn du die Bands begleitest, sei es der Nightliner, das Hotel, etc. Das geht ganz schön ins Geld. Du musst halt immer irgendwie Leute finden, die in dich als Band investieren. Sowohl Zeit als auch Geld. FAZIT: EINE WIRKLICH NETTE UND INTELLIGENTE BAND, DIE ICH DORT 1 STUNDE VOR IHREM AUFTRITT BEIM KRACH AM BACH 2004 IN BEELEN GETROFFEN UND INTERVIEWT HABE.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Alle markierten Felder (*) müssen ausgefüllt werden.

Mehr zu REGICIDE auf terrorverlag.com