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ROADRUNNER UNITED (MONTE CONNER)

Das Roadrunner Label wird 25! Und das wird natürlich ordentlich gefeiert. Wo andere Plattenfirmen einfach „nur“ Special-Edt. ihrer Klassiker herausbringen, hat das Label von Bands wie HATEBREED, MACHINE HEAD, SLIPKNOT, SOULFLY etc. ein besonderes Projekt an den Start gebracht. So hat man über 50 Musiker aus mehr als 40 Bands in verschiedenen Konstellationen zusammen eine Platte einzocken lassen. Näheres dazu konnte mir Roadrunner-A&R und Projekt-Koordinator Monte Conner erzählen: HI, WIE LÄUFT’S? GESTRESST? Oh ja, wir sind gerade voll im Stress, um unsere Deadlines für die Oktober-VÖs einzuhalten. Das ist immer die stressigste Zeit im Jahre, so September und Oktober. Ab November wird es dann meist um einiges ruhiger. ROADRUNNER WIRD 25 UND IHR HABT EIN FETTES PROJEKT AN DEN START GEBRACHT. WAS GENAU SIND DEINE AUFGABEN GEWESEN? Ich bin so was, wie der Executive Producer des ganzen. Ich habe alles organisiert, koordiniert und vor allem versucht den Überblick über das ganze zu behalten. Ich habe die Team-Captains bestimmt und auch dafür gesorgt, dass alle Musiker zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren. WIE KONNTEST DU DAS ALLES MIT DEINEN SONSTIGEN AUFGABEN UNTER EINEN HUT BRINGEN? Das hätte ich alleine gar nicht geschafft. Aber Laura Richardson, übrigens die Ex-Frau von Colin Richardson (Produzent von u.a. CARCASS, MACHINE HEAD, FEAR FACTORY, C.O.F., NAPALM DEATH u.v.a.) hat mir sehr geholfen. Sie hat früher schon als A&R bei Music For Nations und als Managerin von FEAR FACTORY gearbeitet. Ich brauchte einfach jemanden, der Erfahrung in diesem Job hat, und so haben wir sie engagiert. Sie hat viel von dem Papierkram erledigt, sowie sich um die Flüge und die Studiotermine gekümmert. Sie hat mind. genauso viel Arbeit in das ganze investiert und ist damit genauso verantwortlich für das ganze wie ich. Ohne sie hätte ich das nicht hinbekommen. WIE KAMT IHR ÜBERHAUPT AUF DIE SO EIN PROJEKT ZU STARTEN? ANDERE LABELS WÜRDEN DA EINFACH NUR DIE OBLIGATORISCHEN BOX-SETS VERÖFFENTLICHEN. Wir haben einfach keinen Bock, das gleiche wie alle anderen zu machen. Das wäre nicht unser Stil. Mitte des letzten Jahres kam unser Chef, der Besitzer des Labels, zu mir und meinte „Hey, wir werden 25, lass und was cooles machen“. Klar, es wäre einfach gewesen eine Special-7CD-Box zu machen mit Klassikern auf der 1. CD, unreleased Songs auf der 2. CD, Live-Tracks auf der 3. CD, Coverversionen auf der 4. CD, ein fettes Booklet dazu u.s.w.. Dann das ganze für $100 in die Läden stellen und fertig. Aber warum sollten die Fans $100 ausgeben für Sachen, die man zum Teil eh schon hat? Vor allem, wer hat heute schon mal eben soviel Geld zur Verfügung? Und jedes Label bringt solches Zeug raus, also dachten wir uns etwas besonderes aus. Etwas, was sonst noch nie jemand versucht hat. Ein wirklich würdiges Unterfangen für so ein Jubiläum. Roadrunner United! UND WIE LIEF DIE ZUSAMMENSTELLUNG DER TEAMS AB? Ich habe mir überlegt, wie man das ganze am besten umsetzen könnte. Man kann einfach nicht über 50 Musiker zusammen in einen Raum sperren und sagen „Nun schreibt mal Songs“. Durch meine College-Zeit bin ich sehr gut in Sachen Mathe. So kann ich Aufgaben sehr gut analysieren, arrangieren und organisieren. So habe ich mein Gehirn angestrengt und mir überlegt, wie man das ganze hinbekommen könnte. Also, dachte ich mir, dass man am besten 4 Team-Captains auswählt. Diese sollten sowohl erfahrene Musiker, Producer und Songwriter sein und vor allem Credibility bei den Metal-Heads besitzen. Z.B. Joey Jordison von SLIPKNOT. Er ist Songwriter, hat Producer-Erfahrung und die Metaller respektieren ihn. Genauso mit Rob Flynn von MACHINE HEAD und DINO CAZARES (Ex-FEAR FACTORY). Ich habe mit Leute ausgesucht, bei denen ich mir sicher sein konnte, dass sie den Job optimal durchziehen würden. Wir haben dazu noch Matt Heafy von TRIVIUM geholt, worauf ich aber später noch eingehe. So, jeder der vier sollte nun vier Songs schreiben und sich dann die passenden Musiker für die Songs zusammen holen. Meine Aufgabe dabei war es dann, eine Liste der verfügbaren Musiker zu erstellen. Das waren dann so 70 bis 80! Dabei waren die Jungs nicht auf diese Liste beschränkt. Sie hätten holen können, wen sie für richtig halten. Aber ich wollte ihnen so einen Denkanstoß bzw. eine kleine Hilfestellung geben. Aber im Grunde wäre jeder Musiker, der bei Roadrunner unter Vertrag ist oder war ein möglicher Kandidat für dieses Projekt. So habe ich dann mit den Team-Captains zusammen die einzelnen Kombinationen für die Songs ausgearbeitet, und dann ging es ins Studio. Dabei wurden alle Songs im Studio live eingespielt und nicht nach und nach von jedem einzeln. Nur die Vocals wurden nachträglich hinzugefügt. So lief es dann. Dino hatte so ca. 10 Kollegen, mit denen er seine vier Songs eingespielt hat, Rob hatte die wenigsten, nur 5, oder so. Joey hatte 14 Mucker dabei und Matt auch so 10. So waren es dann am Ende rund 55 Musiker aus gut 42 Bands, 4 Teams und insgesamt 18 Songs, weil Joey dann fünf geschrieben hat. Was ein fettes Ding! Eigentlich dachten wir so an 12 Tracks und es sind 18 geworden, haha! DU HAST SICHERLICH MEHR ALS WÜRDIGE TEAM-CHEFS AUSGESUCHT, DOCH WÄREN SICHERLICH NOCH EINIGE ANDERE DAFÜR IN FRAGE GEKOMMEN. Z.B. MAX CAVALERA, UM NUR EINEN ZU NENNEN… Glaubs oder nicht, aber das war gar nicht so kompliziert, wie man denken könnte. Ich habe hier nicht über 10 Leute nachgegrübelt, die dafür in Frage kommen könnten. Ich habe einfach überlegt, wer den Job machen könnte. Wir wollten Leute, die einerseits Erfahrung im Songwriting und Producing hatten und auch Metal-Stars sind. Da war eigentlich klar, dass Rob, der mit MACHINE HEAD eines der Aushängeschilder von Roadrunner ist, Joey, der seit dem Start von SLIPKNOT bei uns ist und Dino, der mit FEAR FACTORY Meilensteine des Metal geschrieben hat, die richtigen sein würden. Dazu wollten wir noch einen jungen, richtig hungrigen und vor allem talentierten Metaller dabei haben, der sozusagen die junge Garde von Roadrunner repräsentiert und noch ganz frisch in der Szene ist. Da kam dann Matt von TRIVIUM ins Spiel. Das waren eigentlich gleich die naheliegendsten für mich. Klar, Max wäre auch ideal für den Job gewesen, aber steckte zu der Zeit mitten in der Arbeit zu „Dark Ages“. Hätte er nun da mitgemacht, wäre das Album nicht vor 2006 erschienen, was wir vermeiden wollten. Und für die „junge Garde“ hatten wir auch an Adam D. von KILLSWITCH ENGAGE gedacht. Er wäre ideal für den Job gewesen. Aber er hatte keine Zeit, weil er dauernd mit seiner Band auf Tour ist. Gut, KING DIAMOND wäre auch noch interessant gewesen, aber er hat auch genug mit seinem Projekt und MERCYFUL FATE am Hut und hat daher nur einen Song eingesungen. So blieben nur die vier, da Max, Adam und KING DIAMOND nicht konnten. Und diese sieben Metal-Heroes waren die einzigen, die uns gleich in Sinn kamen. Und die vier Captains haben dann in Rücksprache mit mir ihre Musiker ausgesucht. Ich kenne ja jeden der Beteiligten persönlich und konnte schon abschätzen, wer mit wem gut können würde. WAS SICHER NICHT SO EINFACH WAR, DA JA NICHT IMMER JEDER MIT JEDEM HARMONIERT. Das klappte alles von Beginn an ungewöhnlich gut. Klar, wir haben schon drauf geachtet, dass z.b. Max nicht mit den Jungs von SEPULTURA in einem Team landet. Die haben ihre Unstimmigkeiten seit 10 Jahren nicht bereinigen können, und das hätte sicher nicht funktioniert. Genauso wollten wir vermeiden, dass Dino und FEAR FACTORY zusammentreffen. Aber davon abgesehen, lief alles wirklich gut, trotz der verschiedenen Individuen aus den verschiedensten Bands. Wir sind halt doch alle eine große Roadrunner-Family. IN WELCHEM ZEITRAUM LIEF DAS GANZE AB? EIN GROSSTEIL DER MUSIKER HAT MEIST EINEN VOLLEN TERMINKALENDER. Also, eine Platte an der 55 Musiker beteiligt sind, würde normalerweise locker 3 Jahre zur Fertigstellung benötigen. Wir haben das alles von Januar bis jetzt September 2005 durchgezogen! Und noch mal, das wäre ohne Laura nicht machbar gewesen. So ist Dino dann, wenn ich mich recht entsinne, im Januar im Studio gewesen, Rob im März, Joey im Juni und Matt im Juli. Und dazwischen halt den ganzen Kleinkram. WAR DIE ZEIT DA NICHT ETWAS KNAPP, UM DIE SCHEIBE NOCH 2005 FERTIG ZU BEKOMMEN? Eigentlich hätte man das ganze frühzeitig 2004 beginnen müssen. Aber ist ja typisch die menschliche Natur, dass man alles vor sich herschiebt, bis es wirklich ernst wird. Wir sahen das ganze in 2004 noch nicht so dringend. Keiner dachte „Oh, wir müssen uns ranhalten“. Vor allem haben wir ja mit unseren Bands reichlich Arbeit zu erledigen. Und so haben wir das etwas herausgezögert, bis es wirklich Zeit war loszulegen, um die Platte auch wirklich noch 2005 fertig zu bekommen. Und die ganze Vorarbeit vor den Studioterminen hat natürlich auch Zeit gekostet. Im Grunde gingen die Planungen im September 2004 los. HATTEN DIE VIER TOTAL FREIE HAND ODER GAB ES SCHON VORGABEN WIEVIELE DEATH METAL SONGS, WIEVIELE THRASH SONGS ETC. ENTHALTEN SEIN SOLLTEN? Nein, das lag ganz bei den Captains. Joey wollte z.B. einen etwas poppigeren Song machen, aber auch einen Black Metal Song. Joey hat sich wirklich Mühe gegeben Songs zu schreiben, die sich von SLIPKNOT unterscheiden. Er wollte diese Möglichkeit nutzen, der Welt zu zeigen, was er drauf hat. Gut, wir hier wussten das sicher, aber vielleicht nicht alle da draußen. Jeder hatte die Freiheit Songs zu schreiben, die er für richtig hielt. Naja, aber wie doch nicht anders zu erwarten, wurden es doch zum Großteil richtige Metal-Kracher, haha. EIN SONG WURDE DABEI NICHT VON DEN VIEREN, SONDERN VON JOSH SILVER (TYPE O’NEGATIVE) VERFASST UND NUR MIT SYNTHS UND MICKAEL AKERFELDT (OPETH) AM MIKRO AUFGENOMMEN… Das ist wirklich ein außergewöhnlicher Track, vor allem da Josh ja kein Captain ist. Wir waren fast durch mit der Platte und dann fiel uns auf, dass keiner Josh gefragt hatte, ob er mitmacht. Und Josh ist nicht nur ein guter Freund von mir, sondern eine der Schlüsselfiguren in der Geschichte von Roadrunner Records in seiner wichtigen Funktion bei TYPE O. Ich habe mit telefoniert und gesagt, dass es echt dumm gelaufen ist, dass er nicht auf der Platte sein würde, vor allem da keiner der anderen Songs irgendwie mit Keyboards zu tun hatte. Josh meinte, dass er eine ganze Reihe an Songs in der Hinterhand hätte. Bei TYPE O ist er nämlich nicht der Songwriter, wie viele denken. Pete Steel schreibt 99% der Songs für die Band und Josh ist eigentlich „nur“ Keyboarder und Produzent. Er hat ein Home-Studio, in dem er an seinen eigenen Songs arbeitet, und er meinte, dass er einen passenden für die Platte hätte. Zuerst hat er sogar für die Demos selbst die Vocals übernommen. Ich fand den Song sehr cool und habe ihm gesagt, dass ich einen guten Roadrunner-Sänger für den Track finden würde. Wenn das klappen würde, könnten wir das nämlich auch als Zusammenarbeit machen und damit den Song auf die Allstars-Platte packen. Josh stimmte zu und so habe ich überlegt, wer da singen könnte. Und passenderweise hatten Mickael Akerfeldt und OPETH drei Tage zuvor bei uns unterschrieben, und Josh ist eh ein großer Fan der Band. Also rief ich bei Mickael an sagte „Los, lass uns den Song machen“. Er hörte sich den Track an, fand ihn cool und los ging’s. Es ist sozusagen eine Art Bonus-Track. Der Song ist ruhig und getragen und auch die Drums wurden programmiert. Also hebt der sich schon sehr ab. NEBEN VIELEN GROSSEN METAL-BANDS HABT IHR JA U.A. MIT NICKELBACK EINE ALTERNATIVE-BAND UNTER VERTRAG. WÄRE SICHER INTERESSANT GEWESEN… CHAD ZUSAMMEN MIT DEN METALLERN… Wir wollten die NICKELBACK-Jungs eigentlich unbedingt dabei haben, da die ja sehr wichtig für Roadrunner sind und damit normalerweise mit auf die Platte mussten. Aber die Band war grad schwer bei der neuen Platte zugange, die ja auch Anfang Oktober herauskommt. So war es für sie nicht möglich Vancouver zu verlassen. Wir haben alles versucht, um Chad und Mike dabei zu haben, da die beiden auch große Metal-Fans sind. Rob hätte die beiden gerne dabei gehabt. WAS KÖNNEN WIR NEBEN DEM ALBUM NOCH ERWARTEN? VIDEOS, SINGLES, DVDS? Ja, das ganze wird wie ein normales Album laufen. Als erste Single wird „The End“ rauskommen. Ein Song von Dino mit Matt Heafy an den Vocals. Der Song ist schon bei den Radio-Stationen, und wir haben auch ein Video gedreht. Da wird es sicherlich noch mehr geben, wenn wir das zeitlich hinbekommen. Bei „the End“ haben alle Beteiligten ihre Termine extra so arrangiert, dass alle beim Video dabei sein konnten. Ja, und zum Album wird’s noch eine Bonus-DVD mit einer 60Min.-Doku über das Entstehen und das Making of der Platte. WIE SIEHT ES MIT EINER SHOW AUS? Wir werden am 15. Dezember eine Art Allstar-Show in New York machen. Aber das wird nicht so sein, dass die Songs vom Album gespielt werden. Da kommen einige der Roadrunner-Stars zusammen, um ein paar der Klassiker zu spielen… „Territory“, „Abigail“, „Loco“ u.s.w.. Halt Coversongs. Wir hätten für die Show einfach nicht alle 55 Musiker zusammen bekommen. Also werden es so um die 20 sein, auch welche die halt nicht bei dem Projekt dabei waren. Und wahrscheinlich werden wir das für eine Live-Platte und eine DVD mitschneiden. WÄRE NATÜRLICH DIE IDEAL CHANCE FÜR BANDS WIE COAL CHAMBER, SEPULTURA ODER FEAR FACTORY SICH WIEDERZUTREFFEN… DIE FANS WÜRDEN SICH FREUEN… Das wäre sicher eine gute Möglichkeit. Aber ich glaube nicht, dass das passieren wird, haha! Nein, z.B. bei SEPULTURA hat sich in den letzten 10 Jahren rein gar nichts getan, was sicherlich sehr schade ist, aber nicht zu ändern. Wirklich schade, da Max doch mit „Dark Ages“ wieder zurück zum alten Sound geht. WAS WIRD DIR IM RÜCKBLICK AUF DIESES PROJEKT AM EHESTEN IN ERINNERUNG BLEIBEN? Vor allem habe ich so viele Freunde, die ich in den ganzen Jahren gewonnen habe, wiedergetroffen. So konnten einige Kontakte endlich mal wieder aufgefrischt werden. Vor allem war da die tolle Zusammenarbeit mit den vier Captains, die uns alle näher zusammen gebrach hat. Gerade für mich in der Funktion als A&R ist es wichtig eine gute Beziehung zu den Musikern zu haben. Und dieses Projekt war die ideale Plattform wieder enger mit den vieren und allen anderen Beteiligten zusammen zu arbeiten und auch auf persönlicher Ebene Kontakte zu verbessern. Und vor allem hat es sehr viel Spaß gemacht, mit diesen tollen Musikern zu arbeiten. Und sonst… naja, die Platte ist erst seit wenigen Tagen komplett, so dass ich noch nicht genug Abstand habe, das ganze nüchtern zu betrachten. Ich stehe sozusagen noch unter „Schock“, haha! Bei mir ist das immer so, dass wenn eine Platte fertig ist, ich diese erstmal nicht mehr hören will, weil’s mir einfach über ist, haha! In einigen Wochen werde ich mir das in Ruhe reinziehen, die Fan-Reaktionen bekommen, die Reviews der Presse lesen… – auch Deine will ich sehen, haha – und dann realisieren, was wir da geschafft haben. Auf jeden Fall ist es eine einzigartige Erfahrung! Selbst mit Glen Benton und DEICIDE war es kein Problem. Auch wenn sich Bands und Labels nicht immer gütlich trennen, versuche ich immer ein gutes persönliches Verhältnis zu den Musikern zu behalten. Also rief ich Glen und sagte ihm „Hey, Joey will dich für einen Song für Allstar-Platte. Machst Du mit?“ Und trotz aller Streitigkeiten der Vergangenheit hat er gleich zugesagt. 1. Bin ich mit eigentlich allen Musikern noch befreundet und daher würden die meisten mitmachen alleine, um mir einen Gefallen zu tun 2. ist es einfach ein cooles Projekt, wo jeder gerne dabei sein möchte. Und im Falle von Glen, war es auch eine willkommene Möglichkeit für ihn, wieder nach oben zu kommen. So hat er nicht nur uns geholfen, sondern auch was für seine eigene Karriere mit DEICIDE getan. Und jeder den ich gefragt habe, auch von den Ex-Roadrunner-Jungs, hat sofort zugesagt, ohne auch nur eine Sekunde zu zögern. Eigentlich unglaublich, haha! Da gibt es ja doch ein paar, die zuletzt nicht gerade positiv über uns gesprochen haben, hehe. Aber so ist das halt mit Bands und Labels. Und selbst Bands, die nicht mehr mit Roadrunner klar kamen, wollten mitmachen, weil wir persönlich befreundet sind. Eine durch und durch coole Sache. GAB ES DIE ÜBERLEGUNG SPECIAL-GUESTS EINZULADEN? Klar, wir haben das überlegt. Das Konzept war ja Roadrunner-Musiker einzubeziehen. Sicherlich wäre es cool, wenn Kerry King oder Kirk Hammett mit dabei gewesen wären. Vor vielen Jahren haben wir ja die Platten von SLAYER, METALLICA, ANTHRAX und MEGADETH für Europa lizenziert. Die kamen da also über uns raus, aber halt nur als Lizenz-Deals. Also, waren METALLICA und Kirk nie wirklich direkt bei uns unter Vertrag. So haben wir schon überlegt, ob wir die fragen sollten. Wir haben unsere Fühler zwar ausgestreckt, aber es wäre ein Ding der Unmöglichkeit gewesen, nicht nur zeitlich, sondern auch durch die Labels und Managements, dass man das hinbekommt. Das hätte viel zu viel Kopfzerbrechen bereitet und das musste nicht unbedingt sein. Und wir haben und hatten eigentlich alle großen Namen bei uns und damit mehr als genug Potenzial. Als einziger der großen Metal-Sänger fehlt Burton C. Bell von FEAR FACTORY, da der schwer mit deren neuen Platte zu tun hatte. Das ist wirklich das einzige, was wir wirklich bedauern. WO DIESES FETTE PROJEKT NUN BEWÄLTIGT IST… WAS LIEGT ALS NÄCHSTES BEI EUCH AN? Derzeit arbeiten wir an der Doppel-Live-Platte von SLIPKNOT. Und sonst bringen wir – wie eben auch die anderen Labels, haha – noch einige der Roadrunner-Klassiker, wie „Roots“, „Soulfly“, „Abigail“ etc. nochmals als Deluxe-Edts. heraus, damit das 25. Jubiläum auch gebührend zu feiern!

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