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SAMAEL (VORPH)

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SATTE FÜNF JAHRE SIND SEIT DEM LETZTEN ALBUM „ETERNAL“ VERGANGEN. MIT „THE REIGN OF LIGHT“ HABEN DIE SCHWEIZER NUN EIN WIRKLICH AMTLICHES COMEBACK AM START UND BALD GEHT’S AUF TOUR. DA HATTE FRONTER VORPHALACK NATÜRLICH EINIGES ZU ERZÄHLEN.

HI, WIE GEHT’S, WIE STEHT’S? Mir geht’s wunderbar, danke. Ich bin hier in der Schweiz und die Promo-Maschinerie läuft auf vollen Touren… WIE FÜHLT ES SICH AN, WENN MAN NACH ALL DEN JAHREN ENDLICH WIEDER EIN NEUES ALBUM AM START HAT? Einfach super, man! Es ist ein tolles Gefühl endlich wieder ein Album raus zu bringen. Wir sind richtig stolz darauf. Es ist echt genial geworden. Und vor allem freuen wir uns darauf, das neue Material endlich auch live zu spielen! DAS THEMA „PLATTENFIRMA“ DÜRFTE DIR WOHL ÜBER SEIN, DAHER HAKE ICH DA NICHT EXTRA NACH UND HOFFE EINFACH MAL, DASS DA NUN ALLES GEREGELT IST. Nein nein, kein Problem. Nun ist alles geregelt. Wir haben unseren Vertrag bei Century Media erfüllt. Wir haben ihnen das gegeben, was sie verlangten und damit ist das nun durch. Wir haben mittlerweile unser eigenes Label „Galactical Rec.“ gegründet. In Europa und Süd-Amerika wird die Platte nun über Regain vertrieben. Für die USA werden wir demnächst noch einen Deal unterschreiben und die Scheibe wird dort dann Anfang nächsten Jahres rauskommen. So ist nun alles endlich in trockenen Tüchern. WAS HABT IHR IN DEN LETZTEN FÜNF JAHREN SO GETRIEBEN? EUERN BASSISTEN MASMISEIM HABE ICH BEI EINIGEN LIVE-GIGS ANDERER BANDS AM LICHT-PULT GESEHEN. Genau, Mas macht oft Licht bei Konzerten. Xy und ich haben an einigen elektronischen Projekten gearbeitet. Wir haben diese dann auch an Century Media übergeben, aber die haben das ja bislang noch nicht veröffentlicht. Das ganze nannte sich „Era One“. Xy hat dann noch alleine an einem instrumentalen Projekt gearbeitet. Das alles liegt nun bei Century Media und wie ich zuletzt gehört habe, wollen die das nun doch wohl im nächsten Jahr auf den Markt bringen, aber ich weiß es nicht. Das liegt nicht in unserer Hand. WÄRE ES EUCH EIN DORN IM AUGE, WENN DAS MATERIAL NUN RAUS KOMMT? Nein, überhaupt nicht. Wir haben diese Platten ja gemacht, um damit den Vertrag mit ihnen endlich zu erfüllen. Das war 2002. Wenn sie das nun doch veröffentlichen wollen, dann sollen sie das tun. Ich habe mir die Songs erst letztens wieder angehört und mir gedacht, dass wir das nun noch um einiges besser machen könnten. Aber gut, so ist es nun mal. Dann kommen halt Songs heraus, die über zwei Jahre alt sind… Ich meine, das war schon eine sehr interessante Sache damals. Wir haben ja sozusagen bei Null angefangen und das ganze abseits von dem gemacht, was SAMAEL eigentlich ist. So konnten wir mit sehr vielen Dingen experimentieren, vor allem mit den Vocals. Und alle Erfahrungen und alles, was wir mit diesem Projekt gelernt haben, konnten wir auch gut mit in unser neues Album mit einbringen. Daher war das schon eine wichtige und interessante Sache für uns. DU BIST JA BEKANNT DAFÜR, DASS DU GERNE AUF REISEN GEHST, UM INSPIRATIONEN FÜR DEINE TEXTE ZU SAMMELN. Z.B. NACH INDIEN. WAR DAS DIESMAL AUCH DER FALL? Mhm, eigentlich bestehen unsere meisten Reisen ja aus unseren Tourneen. Aber klar, wenn ich mal die Möglichkeit habe, aus der Schweiz heraus zu kommen, nutze ich das natürlich. Aber komischerweise bekomme ich dann gar nicht so viele Inspirationen. Man kann ja auch nicht dauernd unterwegs sein. Und den Großteil meiner Inspirationen bekomme ich, wenn ich meinen Geist auf Reisen schicke und meine Gedanken einfach fließen lassen. AUF „THE REIGN OF LIGHT“ SIND JA VERMEHRT EINFLÜSSE AUS DEM ORIENT ZU HÖREN. Z.B. EIN SITAR. DA KÖNNTE MAN MEINEN, DIES KOMMT VON EUREN REISEN. Ja, das stimmt. Wir hatten das auch schon vorher, aber jetzt wirklich verstärkt. Es gibt schon einen stärkeren orientalischen Touch. Aber so etwas erweitert halt auch einfach unseren eigenen musikalischen Horizont. Ich meine, wenn Du auf Reisen gehst, dann machst Du das für dich selbst. Aber der Wunsch auf Reisen zu gehen und den Gedanken und der Fantasy zu überlassen, was alles möglich wäre und man dort erleben könnte, beeinflusst Deine Musik mehr, als das Reisen an sich. „THE REIGN OF LIGHT“ IST UNVERKENNBAR SAMAEL. EINE NEUERUNG U.A. SIND DIE WIEDER AGGRESSIVEREN VOCALS. Auf dem „Era One“-Projekt hatten wir schon mit den Vocals experimentiert. Aber mehr in eine andere, softere und entspannte Richtung. Daher dachten wir uns, dass wir nun in die andere, also aggressivere, Richtung gehen sollten. Sie passen auch sehr gut zu den Songs. Mit diesen Erfahrungen können wir nun in Zukunft noch mehr variieren und sind sehr flexibel. MAN HÖRT ZUM TEIL AUCH EINEN LAIBACH-EINFLUSS HERAUS. WELCHE BANDS HINTERLASSEN IHRE WIRKUNG BEI EUCH? Laibach ist absolut eine Band, die wir für viele ihrer Werke sehr schätzen. Ich kann gar nicht sagen, ob und wie weit sie uns direkt beeinflussen. Ich würde eher sagen, dass wir vielleicht einfach die gleichen Grund-Einflüsse haben. Ich selbst höre so viele verschiedene Arten von Musik und da hat dann natürlich alles seinen Einfluss auf Dich. Wir hatten ja zu Beginn einen richtigen Metal-Sound. Das hat sich ja in den Jahren verringert und andere Sachen kamen hinzu. Wir versuchen halt die Musik aus vielen verschiedenen „Universen“ mit einzubringen. Das kann Klassik, Industrial oder auch Jazz sein. Je nach dem, was uns zu der Zeit interessiert. DIE REFRAINS IN EINIGEN SONGS HABEN SCHON FAST OHRWURM-CHARAKTER. DAS WAR JA FRÜHER EHER NICHT DER FALL. Ja, die Songs sind um einiges besser und einfacher strukturiert. Das war auch schon auf „Eternal“ zu merken. Aber auf „The Reign of Light“ kommt das noch deutlicher hervor. Wir haben versucht die Songs zugänglicher zu machen und trotzdem noch etwas experimentieren zu können. Aber auf jeden Fall sollte es dem Hörer nun leichter fallen, in die Songs einzutauchen und sie zu verstehen. AUF JEDEN FALL SIND DA EINIGE SEHR LIVE-KOMPATIBLE KRACHER BEI. Ja, das will ich doch hoffen. Wir gehen ja bald auch auf Tour und wollen natürlich unser Album auch ordentlich live präsentieren! ICH HABE LEIDER DIE LYRICS NICHT VORLIEGEN, ABER DEN TITELN NACH ZU URTEILEN, GEHT ES WIEDER UMS UNIVERSUM, DEN KOSMOS ETC.? Z.B. BEI „MOONGATE“ Bei diesem Song lässt der Titel nicht wirklich auf den Inhalt schließen. Die eigentlichen Lyrics sind ein Cocktail aus verschiedenen Ideen. Ich habe alle möglichen Sachen zusammen getragen und das kam dabei raus. Der Titel hat also keine direkte Verbindung zu den Songs, sondern soll nur eine Inspiration sein. Mit meinen Texten versuche ich einfach da zu sagen, was mir wichtig erscheint. Ich hoffe, dass die Leute sich darin wieder finden und für sich etwas mitnehmen können. Das ist mir schon wichtig. Eigentlich lege ich mir kein bestimmtes Thema zurecht. Wenn ich meine, etwas Wichtiges sagen zu müssen, dann sage ich es einfach mit meinen Texten. DIE TEXTE KLINGEN ZUDEM SEHR POSITIV. .Z.B. „FREE YOUR SOUL, CATCH YOUR DREAM” AUS DEM TITELSTÜCK. DAS IST JA UNGEWÖHNLICH FÜR EURE DOCH DÜSTERE MUSIK. Ja, das ist absolut richtig. Ich wollte diesmal schon positive Texte schreiben. „The Reign of Light“ ist wohl der positivste Song, den wir je geschrieben haben. Deswegen haben wir das auch als Album-Titel genommen. Der lag zuerst noch gar nicht fest. Als wir dann den Song fertig hatten und spürten, dass dies der Wegweiser für das Album sein würde, haben wir das auch als Titel übernommen. Textlich haben wir in all den Jahren ja schon vieles gesagt und ausgedrückt. Halt das, was uns zu der Zeit beschäftigte. Das was zu sagen war, haben wir auch gesagt! Wir alle entwickeln uns ja ständig weiter und vor allem ich kann und will daher ja nicht immer wieder das gleiche sagen. Das wäre doch uninteressant auf die Dauer. Ich wollte schon auf „Eternal“ positiver klingen, aber das ist mir da bei weitem noch nicht so gut gelungen, wie auf „The Reign of Light“! Genauso wie die Musik sollten sich auch die Texte weiter entwickeln. MEIN PERSÖNLICHER FAVORIT IST „ON EARTH“, WO DU JA SO ZIEMLICH ALLE GROSSEN STÄDTE DER WELT ERWÄHNST… (lacht) ja, beinahe. Mit diesem Song wollte ich das Gefühl des Reisens widerspiegeln. Mit diesen Städten verbinde ich viele Eindrücke und Erinnerungen. Ich war zwar nicht in allen Städten, aber fast. Und immer wenn ich die Namen der Städte aussprach, kam mir wieder eine Fülle von diesen Erinnerungen in meine Gedanken geflossen. Ich stelle mir vor, dass es evtl. auch den anderen Menschen so geht. Wenn sie den Namen einer Stadt hören, die sie schon mal besucht haben, sollten die Erinnerungen hoch kommen. Was hat man alles gesehen, erlebt und gespürt. Mit diesem Song versuche ich einfach durch die Welt und durch die Gedanken der Menschen zu reisen. ALS ERSTE SINGLE HABT IHR „TELEPATH“ GEWÄHLT, WELCHER EINER DER KANTIGEREN SONGS AUF DEM ALBUM IST. EINFACHER WÄRE ES DOCH GEWESEN, DEN TITELSONG ZU WÄHLEN. Ja, das ist richtig. Das wäre sehr nahe liegend gewesen. Aber um das Album anzukündigen, wollten wir einen richtig starken Kracher haben, der wirklich einschlägt. Wir werden den Titelsong evtl. als zweite Single auskoppeln, mal sehen. Wir haben ja noch nie selbst eine Single veröffentlicht, daher fehlt uns so ein bisschen die Erfahrung bei so was. Wir haben da mehr nach unserem Instinkt gewählt, als zu schauen, was da vielleicht kommerziell am Besten ankäme. WIRD ES DAZU EIN VIDEO GEBEN? WIE WIRD ES AUSSEHEN? Ja, wir werden das in den kommenden Wochen mal angehen. Details kann ich jetzt noch nicht verraten. O.K., es wird wahrscheinlich eine Mischung aus einem richtigen Dreh und Animationen. Aber mehr kann ich noch nicht sagen. SONST BENUTZT IHR JA EINEN DRUM-COMPUTER. LIVE UND IM STUDIO. AUF „THE REIGN OF LIGHT“ KLINGEN DIE DRUMS ABER SCHON WIEDER SEHR NACH RICHTIGEN DRUMS. Xy nutzt den Drum-Computer ja schon seit den Aufnahmen zu „Passage“. Diesmal hat er aber verstärkt versucht, die Drums grooviger und nicht so plastisch klingen zu lassen. Zudem spielt er im Studio noch die Cymbals, Overheads und einige Percussions live ein. So versuchen wir die Kälte des Drum-Computers mit einigen echten Drum-Parts zu vermischen. So klingt es organischer und flexibler. Zudem versucht Xy seine Programmierungen seinem eigenen Drum-Stil anzupassen. Er ist ja eigentlich ein Schlagzeuger und spielt nebenbei immer noch viel. Er liebt das halt und bekommt so noch Ideen, wie er die Programmings noch verbessern kann. Und live spielt er ja auch noch bei einigen Songs Percussions. WIE NEU SIND DIE SONGS? SIND DAS AUCH WELCHE AUS DEN LETZTEN FÜNF JAHREN ODER ÜBERWIEGEND NEUE? Also, wir haben erst mit dem Songwriting angefangen, als klar war, dass wir das Material auch heraus bringen können. Das war so vor gut einem Jahr. Die anderen Sachen waren ja für das „Era One“-Projekt und hätten auch nicht so wirklich zu dem gepasst, was wir nun machen wollten. So sind die Songs einerseits neu, anderseits konnten sie bis zum Studio-Termin im Frühjahr noch gut reifen. Wie ein guter Wein. HABT IHR DAS ALBUM DIESMAL WIEDER SELBST PRODUZIERT? Das war diesmal eine Kooperation. Als wir alles aufgenommen hatten, wollte Xy Waldemar Sorychta anrufen. Der hat ja schon fast alle unsere vorigen Alben, außer „Worship Him“ und „Eternal“, produziert. Wir sind dann mit ihm noch mal alle Songs durchgegangen und er hat uns hier und da noch Tipps und Anregungen gegeben. Und es war wirklich ganz gut jemanden dabei zu haben, der die Songs noch nicht kannte und sich daher ganz ohne Vorurteile eine Meinung bilden konnte. Wir fanden zwar alle Songs auch wirklich gut. Aber Xy wollte die Songs lieber noch jemandem vorspielen, dem wir vertrauen, der uns kennt und der wirklich richtig Ahnung davon hat. Und es war auch ganz gut so. Er ist ja auch ein langjähriger Freund von uns und abends sind wir dann noch ausgegangen. War eine coole Woche, in der er da war. Gemixt wurde das ganze dann in Stockholm von Stefan Glaumann. WALDEMAR SAGTE NACH DOCH NOCH VOR „ETERNAL“, DASS ER MIT DER RICHTUNG, DIE IHR EINSCHLAGEN WOLLTET, NICHT MEHR VIEL ANFANGEN KANN. Waldemar ist ja ein Metal-Produzent und vor allem ist er Gitarrist. Bei den Aufnahmen zu „Eternal“ wollten wir aber mehr die elektronischen Parts in den Vordergrund bringen und weniger die Gitarren. Bei der Tour anschließend sagten uns viele Fans, dass wir aber live sehr viel besser klingen als auf Platte, vor allem bei den Songs von „Eternal“. Nun wollten wir bei dem neuen Album die Gitarren wieder mehr hervor holen. Wir wollen halt auch auf Platte so gut klingen, wie wir das live tun. Und für Gitarren ist Waldemar einfach der beste. IHR GEHT JA SCHON BALD AUF TOUR. WIE KOMMT ES, DASS FLOWING TEARS MIT DABEI SIND. DIE PASSEN JA NICHT ANNÄHERND ZU EUCH. Also, los geht’s in Deutschland am 22.10. Wir versuchen nicht unbedingt immer Bands dabei zu haben, die gut zu uns passen. Auf der letzten Tour hatten wir ja CATHEDRAL dabei, die ja auch was völlig anderes machen. FLOWING TEARS werden auch von Waldemar produziert und ich habe mir einige Songs angehört und fand die gar nicht mal schlecht. Zudem haben wir die gleiche Agentur in Deutschland. Daher passte das alles ganz gut. WAS KÖNNEN WIR LIVE ERWARTEN? SICHERLICH AUCH WIEDER DIE PROJEKTIONEN… Ja klar, die werden auch wieder mit dabei sein. Das unterstreicht unsere Musik sehr gut. Wie vorhin schon erwähnt, arbeitet Mas ja als Licht-Mann bei Konzerten. Er hat auch einige Ideen für unsere Shows und versucht die gerade auszuarbeiten. Bin selbst gespannt, was das wird. Also, abwarten… DAS LINE-UP IST WEITERHIN STABIL? Kaos hat uns ja 2002 verlassen und seit dem ist Makro dabei. Wir verstehen uns musikalisch und auch menschlich sehr gut und ich hoffe, dass nun alles so bleibt. So, wie es derzeit ist, gefällt es mir sehr gut. VIELE FANS FORDERN JA LIVE IMMER WIEDER ALTE SONGS AUS EURER BLACK METAL-ZEIT. WIEVIELE WERDET IHR DIESMAL SPIELEN, WENN ÜBERHAUPT. Grundsätzlich werden wir live so viel es geht vom neuen Album spielen. Das ist ja das, was wir derzeit lieben und daher auch live spielen wollen. Aber die Tour ist ja kurz nach dem Release und daher werden viele wohl das neue Material noch nicht kennen. Da werden wir natürlich auch ältere Songs spielen und versuchen das gut einzubauen. WIE STEHST DU ZU EUREN ALTEN SONGS? LANGWEILT ES EUCH DIE IMMER NOCH LIVE ZU SPIELEN? Also, es gibt sicher einige Songs, die mich mittlerweile schon irgendwie langweilen und ich mir zuhause nicht mehr anhöre. Aber live spielen wir ja für die Fans und nicht für uns. Und die wollen auch alte Sachen hören. Und wenn die Atmosphäre zwischen den Fans und uns passt, kann es auch immer noch Spaß machen, die alten Sachen zu spielen. Aber grundsätzlich legen wir uns vor der Tour schon eine Setlist zurecht und versuchen die auch einzuhalten. WIE LANGE WIRD EUER SET SEIN? RELEVANTE SONGS HABT IHR JA GENUG Aus jeden Fall wird es etwas über eine Stunde gehen. Wir wissen noch nicht genau, wie viele und welche Songs wir spielen. Denn nach einer Weile verlieren die Fans ja auch die Aufmerksamkeit. So wollen wir halt ein starkes Set spielen, das nicht langweilig ist. Wir wollen auch mal versuchen einige Titel einzubauen, die wir sonst nicht immer live gespielt haben. Ich denke das wird für alle ganz interessant. NEBENBEI MAL EINE WITZIGE SACHE: HAST DU SCHON DEN FILM „HELLBOY“ GESEHEN? Nein… (lacht) aber mir haben schon einige Leute erzählt, dass dort ein Charakter namens SAMAEL mitspielt. Aber ich hatte in den letzten Wochen kaum Zeit für mich selbst, da wir ja voll mit der Promo beschäftigt sind. Ich werde mir das dann später mal auf DVD ansehen. DAS BÖSE VIECH DORT HEISST SAMAEL. IST JA SCHON WERBUNG FÜR EUCH. VOR ALLEM DA DIE BEDEUTUNG EURES BANDNAMENS JA WIRKLICH EINEN DUNKLEN HINTERGRUND HAT. Ja, den habe ich damals ausgesucht, als ich mich noch verstärkt mit Okkultismus beschäftigt habe. Das ist aber schon viele Jahre her. Der Name hat viele verschiedene Bedeutungen, je nachdem in welcher Kultur man forscht. Aber mittlerweile steht der Name mehr für uns, unsere Band und was für einen Spirit wir damit erschaffen, als für das, was es eigentlich bedeutet. OK, NACH ALL DEN JAHREN HAST DU VIELLEICHT EINIGE WORTE FÜR EURE TREUEN DEUTSCHEN FANS? Na ja, wo wir gerade kurz vor der Tour sind, hoffe ich natürlich, dass alle zu unseren Shows kommen. Wir spielen diesmal gut 15 Shows alleine in Deutschland. Ich kann einfach nur hoffen, dass Ihr uns immer noch mögt und vor allem auch unser neues Album. ZUM SCHLUSS EINE KLEINE PERSÖNLICHE FRAGE. DU BIST JA BEKANNT DAFÜR, DASS DU SEHR BELESEN BIST. WELCHES BUCH WÜRDEST DU EMPFEHLEN? Puh, das ist schwer. Jeder Mensch hat ja sehr unterschiedliche Interessen. Aber im Moment lese ich „Moon Palace“ von PAUL AUSTER. Ich mag die Werke von PAUL AUSTER eigentlich generell sehr gerne. Aber dieses Buch finde ich wirklich gut. Es geht um die Suche seiner eigenen Identität und auch um den Verlust derselben. Es vermittelt eine sehr spezielle und schon fast verwirrende Atmosphäre. Ja, das finde ich zurzeit sehr interessant. Aber wie gesagt, ist das halt einfach mein derzeitiger persönlicher Geschmack. VIELEN DANK FÜR DEINE ZEIT UND WIR SEHEN UNS AUF TOUR. ICH WERDE AUF JEDEN FALL BEI ZWEI GIGS DABEI SEIN. O.K., wir sehen uns dann und vielen Dank für Euer Interesse!

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