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XANDRIA (LISA SCHAPHAUS)

DIE ÜBERRASCHUNG WAR GELUNGEN, DENN XANDRIA WUSSTEN NICHT, DASS ICH (EIN LANGJÄHRIGER BEKANNTER DER BAND) DIESES INTERVIEW DIREKT VOR IHREM ERSTEN GIG DER HEADLINER-TOUR FÜHREN WÜRDE. ABER INTERESSANTE THEMEN GAB’S GENUG…

HEUTE STARTET EURE ERSTE HEADLINER TOUR. HABT IHR EUCH ANDERS VORBEREITET ALS SONST? Nein, eigentlich bereitet man sich nicht wirklich anders vor. Wir haben extrem viel geprobt und auch organisatorisch sind da einige Dinge anders. Aber sonst… Klar, das ganze ist um einiges spannender und es kribbelt mehr vom Bauchgefühl her. Aber als Band selbst ist die Vorbereitung nicht anders als für eine andere Tour. Ich hoffe nur, dass alles gut läuft. Wir sind schon etwas ängstlicher und nervöser. Und wir hoffen natürlich, dass es für die anderen Bands auch gut läuft, dann geht alles viel lockerer. HERRSCHT GROßE NERVOSITÄT? Nein, komischerweise kaum. Es gibt eigentlich nur zwei von uns, die zugeben etwas nervös zu sein. Das sind Philipp und ich. Gestern z.B. konnte ich überhaupt nicht einschlafen. Aber wenn man erstmal unterwegs ist und man merkt, dass man die Zahnbürste vergessen hat, dann ist es eh egal. Bühnen-Outfit wäre tragischer. Aber wenn man dann auf der Straße ist, dann ist alles in Ordnung. Nun hoffe ich einfach, dass es heute Abend und auch die restlichen Tage gut wird. Aber diese Aufgeregtheit habe ich vor jedem Konzert, egal wann und wo. HABT IHR ÜBERHAUPT SCHON REALISIEREN KÖNNEN, WAS IN DEN LETZTEN GUT DREI JAHREN PASSIERT IST? PLATTENDEAL, ZWEI ERFOLGREICHE ALBEN, VIDEOS UND NUN DIE ERSTE HEADLINER-TOUR… Ich habe das neue Video übrigens noch nie selbst im TV gesehen. Habe mir zwar öfters die Sendungen angeschaut, in denen das laufen soll, habe es aber immer verpasst. Aber bei „Ravenheart“ dachte ich nur „Shit, wie viele Leute das nun wohl sehen?“ In einer Band zu sein ist eine Sache, aber wenn dann Dein Video auf VIVA läuft, dann merkt man es schon bei den Reaktionen der Freunde, Verwandten, Bekannten und auch Feinden. Gerade meine Family, die das alles bislang nicht so ganz ernst genommen hat… von wegen “Ha ha, klar… Sängerin“ sagt nun plötzlich „Hey, das ist meine Tochter da im Fernsehen“. Früher hat man von so was nur geträumt. Klar, man hat es nie ausgeschlossen, weil man ja sonst nie mit der Band hätte starten brauchen. Man will ja an die Öffentlichkeit. Ein Teil von mir nimmt es hin und sagt „Hey, wir haben uns das verdient, denn wir haben hart gearbeitet“, aber ein anderer Teil denkt wieder „Hey, es gibt so viele hunderte und tausende Bands, die mindestens so gut sind wie wir und wie viele Sänger/innen gibt es, die besser im Gesang sind, vor allem technisch, dann besser aussehen, einen besseren Ausdruck haben und halt einfach besser sind als ich. Warum habe ich dieses Glück??“ Da wird man manchmal irgendwie fast spirituell. Also, man weiß es dann schon sehr zu schätzen. VOR ALLEM BEI MARCO MERKT MAN, DASS, WENN ER VON ANDEREN BANDS SPRICHT, NOCH WIRKLICH WIE EIN FAN KLINGT. NUN HABT IHR SELBST SOLCHE FANS, DIE EUCH SOGAR ZU ALLES DATES NACHREISEN. MUSS DOCH ECHT STRANGE SEIN. Ich bin tatsächlich vorhin von unserem Visagisten gefragt worden bzw. er hat mir gesagt, dass er uns im TV gesehen hat und er sich freut, mich mal kennen lernen zu dürfen. Da dachte ich nur, und das ist kein Understatement, „Hey, ich bin Lisa Schaphaus aus Bielefeld, Ostwestfalen. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass Menschen mich kennen lernen wollen…“ O.k., wenn man sich in einer Kneipe trifft, ist das eine Sache. Klar, ich lerne auch gerne neue Leute kennen. Aber z.B. unsere Vorbands… ENTWINE und LAB. Das sind zwei wirklich gute Bands und die spielen vor uns! Ich glaube es ist gut, wenn man selbst immer noch Fan bleibt und man es nicht als selbstverständlich nimmt, dass man selbst Fans hat. Vor allem auf der Bühne zu stehen und zu sehen, wie einige Leute die Texte mitsingen, ist oft sehr unwirklich. Vor allem kennen die die Texte und Songs so gut, dass die sofort merken, wenn Du mal etwas daneben liegst. Klar, einerseits ist das scheiße, wenn man dann mal was falsch spielt, aber andererseits sieht man so, wie sehr den Leuten Deine Musik am Herzen liegt und dass die Respekt vor Deiner Arbeit haben. Also, ich habe lange nicht alle Drogen ausprobiert, aber ich denke es gibt nichts, was an das Gefühl heran reicht Fans zu haben. ICH KENNE EUCH NUN SCHON LANGE UND WEISS, DASS IHR IMMER NATÜRLICH UND IHR SELBST GEBLIEBEN SEID. GIBT ES PUNKTE, IN DENEN IHR DOCH MAL ABHEBT UND EUCH DANN SELBST BREMSEN MÜSST? Ja, solche Situationen gibt es. Vor allem bei Kritik merke ich das. Gerade wenn es persönlich wird, also wenn jemand meint ich wäre arrogant oder so. Das wundert mich eh, weil es dann von Menschen kommt, die mich persönlich überhaupt nie getroffen haben. Klar, es kommt auf drauf an, wie man wirkt. Aber trotzdem sind das einfach Vorurteile. Dann nehme ich, vielleicht aus Schutz, manchmal die Haltung ein „Das geht mir am Arsch vorbei, denn ich habe Erfolg. Die können mir nichts“. Doch im Endeffekt ist jeder einzelne, der uns nicht gut findet einer, für den wir etwas nicht richtig gemacht haben. Und da ist jeder einzelne ein Verlust, genauso wie jeder einzelne neue Fan ein Gewinn für uns ist. Für jeden einzelnen lohnt es sich. Aber um auf dem Boden zu bleiben, ist es schon gut Leute in der Band zu haben, die das besser können als ich. Vor allem unser neuer Bassist Nils und auch Gerit… da kannste nicht ankommen und einen auf „Hey, jetzt sind wir Headliner, whoa und die sind nur Support“ machen. Da sagen die schon „Komm mal runter“! Wir waren gerade noch selbst Support und könnten das schneller wieder sein als uns lieb ist, wenn wir nicht aufpassen!“ Man trifft halt jeden 2mal. Einmal auf dem Weg nach oben und dann wieder auf dem Weg nach unten. Also zählt das Motto „Immer schön locker bleiben“. EURE LIVE-WEGE HABEN EUCH ZULETZT SCHON BIS NACH KOREA GEFÜHRT. WAS GING DA AB? ES SOLL DORT JA TOTAL ANDERS SEIN ALS BEI UNS. Ich denke die Koreaner haben eine ganze andere Art, Musik wahrzunehmen. In Deutschland haben wir eine sehr ausgeprägte Metal-Polizei. Die stehen dann dort mit verschränkten Armen und ernsten Gesichtern den Missklängen lauschend, um anschließend über die Fehler zu diskutieren. Klar, das hat ja auch seine Berechtigung ist aber als Band von der Bühne aus nicht sehr ansehnlich. Es lebt ja immer von der Gegenseitigkeit. Die Band freut sich, wenn die Leute abgehen und andersrum doch auch. So steigert sich ja erst die Stimmung. Also so eine Art Verhalten gibt es in Korea überhaupt nicht. Die Menschen dort sind jeder Musik sehr aufgeschlossen. Wir haben auf dem BIROF (Busan International Rock Festival) gespielt und da waren dort sicher nicht nur Metaller oder allgemein Rocker. Klar auch, aber das waren einfach Menschen, die dort zum Strand kamen, um ein Konzert zu sehen. Die haben sich das angeschaut und sind auch mitgegangen, wenn es ihnen gefiel. In Deutschland ist alles sehr separiert. Da hat man eine Gothic-Szene, eine Metal-Szene, die Popper, Hip-Hopper, was auch immer. In Korea ist das alle komplett durch gemischt und da denken die Leute nicht in Schubladen. Entweder es gefällt, oder nicht. WART IHR DORT SCHON BEKANNT? Komischerweise ist unser Video zu „Ravenheart“ dort wohl sehr bekannt. Im Hotelzimmer habe ich mal durch die Kanäle gezappt und dort lief nur koreanische Musik. Aber vielleicht hatte ich ja den falschen Sender eingeschaltet. Die sind dort musikalisch doch sehr heimat-verbunden und haben wirklich gute Pop-Musik, was ich nicht gedacht hätte. Besser als deutscher Pop. Aber gut moshen können die schon dort. Man kennt Asiaten ja eigentlich als höflich und zurückhaltend. Da bekommt man schon einen kleinen Schock, wenn die dann plötzlich abdrehen und halb über der Absperrung hängen. Übrigens sehen blondierte Koreanerinnen sehr abgefahren aus. Und Tattoos sind in Korea überhaupt nicht beliebt. Tätowierte Frauen gelten dort als Abschaum. Da war ich froh, dass ich lange Haare habe und man meins im Nacken nicht sehen konnte. Bei den Männern ist es nicht ganz so schlimm, doch auch da bist du dann ein „böser Bube“ und wirst behandelt, wie der letzte Pirat. Und das, wo Nils doch den ganzen Arm voll hat… Dennoch ist es ein wunderbares Land und ich würde einige geben, wenn wir noch mal da spielen könnten. Aber in Deutschland bin ich natürlich auch sehr gerne. Es ist halt etwas völlig anderes. Da kann man nicht sagen, was nun besser ist. DIE ALBEN KAMEN JA RELATIV SCHNELL HINTEREINANDER UND IHR WART SEHR OFT AUF TOUR. HABT IHR NACH DER TOUR DIE GELEGENHEIT DIE EINDRÜCKE ENDLICH MAL SACKEN ZU LASSEN UND DANN IN RUHE AN NEUEN SONGS ZU ARBEITEN? Ich bin mal gefragt worden, ob man in dem ganzen Tourstress überhaupt dazu kommt neue Songs zu schreiben. Ich fand meine Antwort darauf eigentlich ganz passend: Stress ist Input und solange Du Input bekommst, wirst Du auch Kreativität haben. Also, solange etwas um Dich herum passiert, kannst Du auch darüber schreiben. Klar, wir haben auch ruhige Momente, wo wir dann tiefgründige, meditative Songs schreiben. Aber da wir doch alle mehr aus dem Rock und Metal kommen, wollen wir mit der Zeit vielleicht doch mal etwas lauter und etwas härter werden. Aber das wird immer ein ziemlicher Spagat, da wir die Melodien natürlich nie aus den Augen verlieren wollen. Im Moment passiert sehr viel, aber ich kann jetzt schon mal verraten, dass das neue Album schon in Arbeit ist. Aber wir werden uns schon um einiges mehr Zeit lassen und es wird nicht schon wieder gleich im Mai kommen. Das wird schon Spätsommer/ Herbst 2005 werden. Was ja auch schon sehr schnell ist. Aber wir haben da genug Pausen und es ist ja auch viel Material vorhanden. Da müssen wir nicht zwei Jahre Ideen sammeln, um dann etwas aufnehmen zu können. Da muss man die Eier haben und sagen „So, das sind die Songs, die wir gerade gemacht haben und die nehmen wir jetzt auch auf!“ EUER DRUMMER GERIT HAT VORHIN SCHON ANGEDEUTET, DASS ER SCHON IM STUDIO WAR. Genau, das war schon für das dritte Album. Wir waren letztens schon im Studio und haben ein paar Sachen aufgenommen. Und ich habe auch etwas für das neue Album von CHAMBER eingesungen. Das müsste ja nun auch raus sein, das Album. GIBT ES VORGABEN DER PLATTENFIRMA, WAS Z.B. DEN HÄRTEGRAD DER NEUEN SONGS BETRIFFT? Unser Label gibt uns schon viele Freiheiten. Im Rahmen, in dem es denen möglich ist. Klar, bei den Kosten muss man halt Einschränkungen vornehmen. Drakkar ist ja nicht Universal und das ist auch gut so. Wir sind sehr glücklich bei Drakkar. Wir können soweit alles machen, solange wir uns selbst nicht untreu werden. Wir dürften z.B. auch Death Metal-Elemente mit einbringen. Aber Punk-Sachen sollten es nicht sein, da es halt einfach nicht XANDRIA wäre. ALSO DÜRFTE GERIT Z.B. AUF CD AUCH MAL DOUBLE-BASS SPIELEN? (lacht) ja, wie gesagt, waren wir schon für zwei Songs im Studio und ich kann soviel sagen, dass wir etwas… mhmm… „fuchsiger“ werden, hehe. LIVE KLINGT IHR JA EH SCHON EINE GANZE ECKE HÄRTER Erstaunlicherweise sagen uns das echt viele Leute. Da überlege ich schon, woran das liegt. Es liegt wahrscheinlich auch… (da ertönt plötzlich ein ohrenbetäubenes Signal, als wenn am Bahnhof Zug einfahren würde) Oh, Fafnir zu Information bitte…. ha ha… O.k., noch mal… also die Härte. GENAU, DIE GITARREN SIND JA Z.B. AUF CD UM EINIGES SEICHTER ALS LIVE. Ja, da muss ich die Schuld etwas auf mich nehmen. Ich bin zwar keine Produzentin, aber ich habe mich etwas im Studio damit auseinander gesetzt. Sollte man auch schon als Musiker und Songwriter. Ich muss auch meine Finger überall mit drin haben… Dabei habe ich doch festgestellt, dass es keine billige Ausrede ist, wenn unser Produzent immer stöhnt, wie er denn diese Hauchstimme mit den bratenden Gitarren zusammen bringen soll. Entweder ich singe stärker und kräftiger oder wir machen die Gitarren leiser. Auf „Ravenheart“ haben halt die Gitarren etwas gelitten. Dafür werden die dann vielleicht auf dem neuen Werk etwas lauter und ich singe dafür kräftiger. Man muss sich halt entscheiden. Klar, man ist mit seinen Entscheidungen vielleicht nicht ewig zufrieden, aber für das letzte Jahr bin ich damit schon sehr glücklich. ALSO GIBT ES AUCH KEINE ANSAGEN, DASS ES SINGLE-TAUGLICHE SONGS GEBEN MUSS? Wir sind selbst schon darauf bedacht nicht unbedingt Songs zu schreiben, die alle 10 Minuten gehen. Weil, wenn man dann mal ein Video machen will, wird es schwierig. Wir sind schließlich nicht METALLICA oder DREAM THEATER. Es wird schon darauf geachtet, dass ein oder zwei Songs dabei sind, die man durch die Länge und den Härtgrad als Single auskoppeln könnte. Aber kürzlich haben ja z.B. NIGHTWISH erst deutlich gezeigt, dass man nicht zu feige sein braucht, was den Härtegrad angeht. NERVT ES EUCH, WENN IHR AUF DIESE BAND IMMER ANGESPROCHEN WERDET. Kommt darauf an. Also generell sind wir alle Fans von NIGHTWISH. Der andauernde Vergleich nervt natürlich schon. Aber sonst haben die Leute ja recht, wenn sie sagen, dass wir ohne diese Band sicherlicht nicht so bekannt wären. Evtl. würde unser Video auch so auf VIVA laufen, aber diese anderen Bands gibt es nun mal und wir haben ihnen sicherlich viel zu verdanken. Und wir freuen uns über jede Gothic und Metal Band, die Erfolg hat. Das ist endlich eine schöne Abwechslung zu der Scheiße, die sonst auf diesen Kanälen so läuft. Und man freut sich natürlich noch mehr, wenn es auch noch der eigene Song ist. Es nervt, wenn man vorgeworfen bekommt, dass man bei den anderen Bands klaut. Das ist sehr unangenehm. Es gibt da doch schon viele Unterschiede. Aber klar, die Leute suchen halt Punkte. an denen die sich festhalten können. Da kann ich das schon etwas verstehen und bin denen nicht richtig böse. Es gibt ja Gründe, warum wir verglichen werden. Aber wenn dann gefragt wird, ob wie uns an NIGHTWISH orientieren, ist es egal. wie man antwortet. Es wird einem eh nicht geglaubt. Wenn ich sage „Nein“, denken die, dass man es nicht zugeben will. Sagt man “Ja“, meinen die nur „Ha, siehste, habe ich doch gewusst“. Und so diplomatisch bin ich noch nicht, dass ich mich da einfach herauswinden kann. AUF EUREM DEBÜT WAREN JA DIE MEISTEN SONGS VON MARCO. AUF „RAVENHEART“ HAST DU VIEL GESCHRIEBEN. GIBT ES SCHON EINE TENDENZ, WIE ES BEI DEN NEUEN SONGS WIRD? Sagen wir mal ganz kitschig: Der bessere Song gewinnt. (lacht) Also, beim ersten Album hat Marco fast alles geschrieben. Zuletzt war es so eine 50:50 Aufteilung, wenn man die Lyrics mitzählt. Derzeit sieht es so aus, dass Marco wieder mehr Songs fürs neue Album schreiben wird. Auch deswegen, weil Marco diese Band einfach mehr geprägt hat, als ich es je schaffen werde und auch will. Klar, identifiziere ich mich völlig mit allem, aber ich will den Songs nicht zwingend meinen Stempel aufdrücken. Das ganze geschieht eh natürlich. Ich singe, er schreibt die meisten Songs. LÄSST MARCO MANCHMAL DEN CHEF RAUSHÄNGEN. WAS ABER JETZT NICHT SO NEGATIV KLINGEN SOLL. Ja, klar, doch schon. Er ist halt schon Chef. Aber wir gönnen es ihm alle. Und ich würde jetzt nicht so lachend darauf reagieren, wenn ich denken würde, dass er keine guten Songs schreibt. Marco ist mit der geilste Songwriter, den ich kenne. Deswegen freue ich mich über jeden Song, den er schreibt. Klar, Marco schreibt auch mal Scheiße, wie ich aber auch. Wir wählen die Songs halt danach aus, welche am besten live und auf dem Album klingen. Und da haben wir eine große Auswahl. O.k., ich kann’s nicht mit Sicherheit sagen, aber vielleicht landen ja auch mal Songs der anderen auf einem Album. Philipp war ja auch schon auf „Ravenheart“ vertreten. WIE SIEHT DAS MIT NEULING NILS AUS. SCHREIBT ER SONGS UND HAT ER SICH GENERELL GUT INTEGRIERT? Öhm… (grinst) KEINE EINZELHEITEN… IN DIE BAND MEINE ICH Nils schreibt auch viele Songs. Wie weit die nun zu XANDRIA passen, wird sich zeigen. Es muss halt passen. Und dann ist es egal, von wem der Song kommt. Aber Marco gibt da schon die Linie vor, in die es gehen soll. Das ist auch gut so. Bei Musikern mit unterschiedlichen Einflüssen würde es sonst sicher zu Streit kommen, weil jeder seine Songs drauf haben will. Es gibt zwar Punkte, wo man am Anfang nicht unbedingt erahnen kann, warum sich Marco nun so oder so entscheidet. Ich habe in den letzten 3 Jahren aber gerade da gelernt, großen Respekt vor seinen Entscheidungen zu haben. Er hat immer ein großes Ganzes im Blickfeld und das so was brauchen wir auch. Daher trifft Marco die meisten Entscheidungen. Aber er lässt sich auch mal überzeugen, wenn wir andere Meinung und dann nervig genug sind. MAL ZU DEN VORBANDS. HABT IHR DA MITSPRACHE-RECHT GEHABT? ODER WAREN ES VORGABEN? Alles ein bisschen. LAB sind ja auch auf dem gleichen Label. Ich kannte die Band nicht wirklich vorher. Ich habe mal ein Video von ihnen gesehen und als erstes ist mir die schöne blonde Sängerin im Gedächtnis geblieben. Die Frau ist einfach schön und ich habe vorhin auch festgestellt, dass sie zudem auch sehr nett ist. Wir mussten die jetzt nicht mitnehmen. Wir hatten da schon die Wahl. Aber ich finde es auch angenehm, dass noch eine Frau dabei ist, so blöd es auch ist. Und auch musikalisch sind wir ganz zufrieden damit. Bei ENTWINE muss ich sagen, dass wir mit Marco und Philipp sogar zwei Fans in der Band haben. Ich kannte nichts von ihnen vorher. Ich konnte vorhin beim Soundcheck einige Songs hören und muss ehrlich sagen, dass es musikalisch und auch menschlich die Top-Entscheidung des Jahres ist, diese Band mitzunehmen. Da wird die Zeit sicher nicht lang. Auf der Bühne und auch im Bus nicht. Finnen vertragen ja einiges und das haben ENTWINE heute schon bewiesen (lacht). Wir selbst trinken aber, wenn überhaupt, erst nach den Konzerten etwas. HABT IHR IRGENDWELCHE ERWARTUNGEN AN DIE TOUR? Natürlich soll’s gut laufen. Aber die Vorverkaufszahlen stimmen einen schon positiv, man muss auch die Marktlage sehen. Die Leute haben wenig Geld und wenn ich etwas Geld über hätte, würde ich es vielleicht auch eher für NIGHTWISH ausgeben (lacht). Und es sind ja auch schon einige gute Touren gewesen. Aber so sieht es ganz o.k. aus bis jetzt. Und XANDRIA haben ja noch nicht den Ruf der besten Live-Band, was wir aber nun endlich revidieren wollen. Wir haben hart gearbeitet und es wäre schön, wenn wir den ein oder anderen von uns überzeugen können. PASSENDES STICHWORT. ES GEHT AUCH GLEICH LOS. DANN WÜNSCHE ICH EUCH GUTE KONZERTE! Danke, das wünsche ich uns auch!

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