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10 YEARS SYMPHONIES OF SICKNESS

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Ort: Hannover - Labor

Datum: 03.09.2005

Ja, was soll man nach einem solch monumentalen Triumphabend dazu noch schreiben? Dieses ganz spezielle Event und die daraus noch Wochen später folgenden Eruptionen kann man jemandem, der DAS nicht hautnah miterlebt hat (selber Schuld!), nur schwer beschreiben. Mit über 500 Leuten platzte das Labor incl. des Biergartens aus allen Nähten, aber der von einigen Anwohnern heraufbeschworene Grünkittelalarm lief genauso cool ab, wie der gesamte Abend. Doch von Beginn an: Als ich um 20:00 als erster am Labor auftauchte, liefen schon die ersten Gestalten auf dem Bürgersteig vor dem Laden rum. Was Erinnerungen an kultige Bielefelder Metal Mayhem-Zeiten im PC69 (RIP!) hervorrief, dort wurde ja auch immer schon lange vor Toresöffnung draußen abgefeiert. Da der Herr Trümper noch am Verlosungs-Pakete schnüren war zu dem Zeitpunkt (es gab immerhin über 1000! CDs abzugreifen, sowie DVDs + Shirts + jede Menge Gimmicks!), holte ich den erstmal noch ab. Tatsächlich schaffte man es bis 22:00 die Anlage voll am Start zu haben (5 vor 10 lief glaub ich alles…) und die Verlosungssachen zu sortieren. Volle Hektik, aber die sofort einströmenden Massen entschädigten dafür. Bis 23:00 war die Bude schon so voll, wie sonst an einem ganzen Symphony-Abend insgesamt! Da mit Burkhard von HATE SQUAD und Gerre schon zwei der Gast-DJs am Start waren, konnte dem Riesen-Partystart nichts mehr im Wege stehn.

Nachdem Gerre auch erstmal mit Kaffee und Obst (!) wieder aufgepäppelt war, gab er in altbekannter und unnachahmlicher Entertainer-Manier Vollgas an Pult und Mikro. „Seit Ihr gut drauf Hannover?“… „Ich hör Euch nich“… „Seit…“! Immer wieder eine Augen- und Ohrenweide der Mann und nebenbei auch jederzeit ein interessanter Gesprächspartner. Da konnte sich Mr. Schmitt natürlich auch nicht lumpen lassen und grölte einige frühe Schweden Death Metal-Klassiker mal gleich parallel zum Track durchs Mikro mit! So gegen 00:00 wurden die Macher dann aber doch mal etwas unruhig, trotz des schon immensen Erfolges. Denn die Hauptattraktion des Abends in Form von Schwedens Superstar und Szene-Ikone Peter Tägtgren (HYPOCRISY/ PAIN) und der CELTIC FROST-Mannschaft war noch nicht aufgerockt. Tags zuvor war mir zwar vom zuständigen Nuclear Blast-Promoter deren Erscheinen zugesichert worden, aber weder wann, noch wie lange, noch sonst irgendwas. Kurz danach war es aber soweit, und irgendwer brüllte mir am Pult ins Ohr „Tägt is da“… und schon stürzte alles Backstage! Echt unglaublich, wie dieser eigentlich ganz normale Typ die Massen in seinen Bann zieht. Aber er blieb trotz des permanenten Ansturms den ganzen Abend cool und ruhig, und erfüllte sämtliche Foto- und Autogrammwünsche. CELTIC FROST waren leider ohne Oberfrosti Tom angereist, da der tags zuvor schon zurück in die Schweiz geflogen war. Dass wird er von seinen Kollegen lang und breit aufs Brot geschmiert bekommen haben, was er da verpasst hat (wie mir Schlagzeuger Cäsar etliche Male breit grinsend versicherte).

Jetzt steppte der Bär natürlich erst richtig ab, denn wann hat man schon mal die Möglichkeit, einen ganzen Abend lang an diese Herren heranzukommen. Wir waren ja schon glückselig, dass die Jungs überhaupt da waren und fragten Peter dann auch mal ganz vorsichtig, ob er denn Bock hätte, auch mal ein paar Scheiben reinzuschmeißen. Schließlich waren sie gerade 2 Stunden zuvor erst im Studio mit dem Mischen der neuen CELTIC FROST-Scheibe fertig geworden! Aber von Müdigkeit keine Spur, es wurde Backstage gleich Vollgas gegeben. Gut, dass wir soviel Jim Beam organisiert hatten… Irgendwie hatte der gute Gerre dann aber immer mein Glas in der Hand, bevor ein gewisser Herr Tägtgren der Meinung war, immer meine Mische aussüppeln zu müssen… bis ich den Spieß dann auch mal umdrehte, hehe. Aber, guter Gastgeber der man ist, habe ich den guten Mann auch nie auf dem Trockenen sitzen lassen… Da wurde also dann irgendwas von, ja, mal 15 Minuten auflegen und so gefaselt. Hat er dann auch gemacht, und der Laden blickte natürlich komplett Richtung Pult und drehte durch danach! An die aufgelegten Songs kann sich irgendwie keiner mehr so ganz erinnern, weis nich mal mehr, was ich selber aufgelegt hab. Peter trollte sich dann nach ein paar Songs erstmal wieder Backstage, weil Glas leer. Ich hatte dann gerade ein paar Tracks rein geschmissen, als ich von der Seite angeprostet und zugetextet wurde von dem alten Schweden “Hey cool Song, „but what about fuckin“ Chemical Invasion from TANKARD? Have it here?“! Ja logen hab ich, ihm inne Hand gedrückt und schon stand er wieder am Pult und war von dort nicht wegzubewegen… was aber auch niemand wollte! Der Mann war schwer in Partylaune, wie alle Anwesenden, und nicht zu bremsen. Auch die Frost-Junx waren schwer angesteckt und legten einen Klassiker nach dem nächsten ein incl. passender Ansagen! Bei TWISTED SISTER verzog Tägt dann aber nur mal wieder ganz schwer das Gesicht und meinte zu mir “Oh no, don´t do this. I fuckin´ hate TWISTED SISTER“! HAHA. Zu dem Zeitpunkt war ein gewisser TANKARD-Fronter im Backstage-Bereich schon voll ausgefallen und nicht wach zu kriegen!

Die Party nahm weiter ihren Lauf und ich glaube so um nach 3 meinte Kollege Olaf, dass es jetzt doch Zeit wäre für den Überhit von HYPOCRISY „Fractured Millennium“. Dazu musste natürlich der Verfasser des Ganzen auf die Bühne, den ich dann Backstage rauslotste: „Hey, jetzt kommt Euer größter Hit, und die Leute da draußen wollen Dich sehen, geht das OK für Dich? „Es ging OK, ich schob ihn (oder wir uns…) während des laufenden Intros Richtung Pult, Olaf drückte ihm das Mikro in die Hand und eine geilere und kultigere Ansage eines Hypo-tracks wird man in einer Disco wohl nur schwerlich erleben. Der ganze Saal starrte gebannt auf die Bühne und Peter faselte was von „great Party“ und „next Song is Fractured Millennium“ und den lang gezogenen Eingangsschrei brachte er dann gleich mal Live durchs Mikro! Wir ham uns auf der Bühne gar nich mehr eingekricht und zum 98.Mal was von „wie geil is das denn“ gefaselt und kaputtgelacht. Wie jede Party neigt sich auch die geilste einmal dem Ende zu, aber es sollten noch einige amtliche Brüller folgen. So gegen 4 oder so fingen die Frostis an, sich zu verabschieden und meinten Peter wäre schon draußen, der wäre am Ende. Wie draußen, ohne Abschiedspics? Gibt’s nich! Ich also raus mit den Junx, TT (Thomas Tabledancer seit diesem Abend…) hinterher gestolpert, Olaf ebenso, Burkhard war schon draußen und Gerre voll weggetreten… somit befanden sich alle amtlichen DJs außerhalb des Ladens! Woraufhin TTs Frau Nic nur süßlich meinte: Ey Jungs, wer macht eigentlich Mucke unten? Schulterzucken und Fragezeichen bei allen…“Mucke läuft doch“… Na ja, gut dass Kollege Fafnir noch im Hause war und das Ganze im Griff behalten hat (Danke noch mal Mann!). Ein gewisser Herr Tägtgren saß nur noch voll wie Eimer auf dem Bürgersteig, umrahmt von etlichen Leuten und stierte danach im Taxi wohl nur noch gen Valhalla. Fafnir trollte sich dann kurz danach aber auch und verpasste somit noch ein paar kongeniale Totalausfälle seitens der Veranstalter. Dass Gerre bei der anberaumten Abfahrt erstmal noch mit schwerer Schlagseite aufs Klo musste und nach einigen Minuten böse derangiert wieder auftauchte, sorgte für etliche grinsende Gesichter. Aber ausgerechnet, als er mich abknutscht, hat mal keiner seine Kamera am Start, ts. Dafür dann bei meinem Biss in Sandras Rosenstrauß, Danke!

Da war der Herr Goldlöckchen Sasch zusammen mit Tabledance-Trümper schon längst in unergründlichsten Sphären unterwegs… wie etliche „lustige“ Backstage-Pics belegen. Wie kann man nur in nem ollen Waschbecken bei laufendem Wasser einpennen??? Und dann in der Dusche zu Hause noch mal? Na ja, um 8 morgens warn dann alle irgendwie doch im Bette und um 18:00 ging auch das Sonntags-Frühstück in Form fester Nahrung schon wieder gut rein. Bisher haben wir schon über 400 Pics zusammengetragen, darunter schon dutzende Schnappschüsse für die Ewigkeit! Und es werden noch eine Menge dazukommen. Etliche zu sehen unter www.symphonies.de, wer mehr will, sollte TT oder mich anfunken! Diese einmalige Konstellation incl. der Party hat wohl schwer Eindruck hinterlassen bei einigen Herren, denn CELTIC FROST wollen auf ihrer Tour zur neuen Platte unbedingt im Labor spielen! Und Herr Tägtgren hat sich sowohl bei Burkhard, als auch bei seinem Nuclear Blast-Promoter noch mal ausdrücklich für diesen geilen Abend bedankt! Ja mehr geht nicht. Ein unvergesslicher Abend für alle, die dabei waren und die 3 Herren von der CD-Säule werden wohl auch im Rentenalter noch mit einem breiten Grinsen an diesen Tag zurückdenken.

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