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A PALE HORSE NAMED DEATH – MIR ZUR FEIER

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Ort: Bielefeld - Forum

Datum: 04.02.2012

Da uns größeres Schneechaos gottseidank erspart blieb, ging es am 4. Februar Richtung Bielefeld ins Forum. An diesem Abend gaben dort A PALE HORSE NAMED DEATH eines ihrer wohlfeilen Konzerte. Als Anheizer durften die Lokalmatadoren MIR ZUR FEIER ran. Diese beschreiben sich selbst so: „Bei der Bielefelder Band MIR ZUR FEIER gibt es “auf die Fresse”. Und zwar mit intellektuellem Anspruch. Die Mischung aus Gedichten von Rainer Maria Rilke und fetten Hardcore-Riffs macht den besonderen Reiz ihrer Musik aus. Also: Nackenmuskeln aufwärmen und ab in den Moshpit!“ Nun, ich persönlich habe erst beim 5. Song bemerkt, dass sie deutsche Texte haben. Dass es sich dabei gar um Stücke von Herrn Rilke handelt, war für mich jedoch nicht zu erkennen. Für mich klang das Ganze auch mehr nach einem ambitionierten Projekt für den Deutschunterricht – dieser Auftritt kam für die Band wohl etwas zu früh. Und ihre Hardcore-Musik passte auch stilistisch nicht gerade zum Hauptact… Hatte denn keine andere Band Zeit und Lust, vor den Jungs aus Brooklyn aufzutreten?

Egal! Gegen 22.20 Uhr kamen die Kollegen um Sal Abruscato endlich auf die Bühne. Sal, ehemaliger Drummer bei TYPE O NEGATIVE und LIFE OF AGONY, ist der Kopf der Band und steht sowohl am Mikro als auch an der Gitarre. Um sich herum versammelte er Matt Brown (Gitarre, Backing Vocals), Johnny Kelly (Drums), Eric Morgan (Bass) und Eddie Heedles (Gitarre). Matt und Johnny sind zudem auch noch bei SEVENTH VOID aktiv – Letzterer beerbte Sal seinerzeit sogar an den Fellen bei TYPE O. Da schließt sich dann auch der Kreis… Musikalisch klingen A PALE HORSE wie eine Mischung aus ALICE IN CHAINS und eben TYPE O NEGATIVE. Zu den Aufnahmen konnte man seinerzeit noch Keith Mina Caputo von LIFE OF AGONY, Ulrich Krieger, der Saxophon für Lou Reed spielte, und Bobby Hambel von BIOHAZARD zur Unterstützung ins Studio holen. Aufgrund von Terminproblemen musste man Bobby für die Tour allerdings durch Eddie ersetzen. Einem aktuellen Trend folgend spielten A PALE HORSE dann auch ihr komplettes Album – wie zuletzt schon THERAPY? mit „Troublegum“, MONSTER MAGNET auf ihrer „Dopes To Infinity“-Tour oder diesen Sommer SLAYER mit „Reign In Blood“ und METALLICA mit dem „Schwarzen Album“. Kritiker könnten jetzt natürlich anführen, dass A PALE HORSE bisher eben nur diesen einen Langspieler zu bieten haben, aber das lass ich jetzt einfach mal so stehen. Songs für ein zweites Album stehen zwar angeblich schon zur Aufnahme bereit, aber daran wollten die Herren uns noch nicht teilhaben lassen.

Der Auftritt an sich war großartig! Es stand ja auch genug Erfahrung auf den Brettern. Satter Sound und Sal macht als Frontmann eine sehr gute Figur – auch wenn er sich vorab für seine mitgenommene Stimme aufgrund der schon recht fortgeschrittenen Tour entschuldigte. Seinen schwarzen Humor hat er übrigens auch nicht verloren: So gab er ein nicht ganz ernst gemeintes „Keep on drinkin‘ – and be sure to drive“ zum Besten. Und diverse Zwischenrufe aus dem Publikum ließ er auch nicht unkommentiert (da fielen u.a. die Worte „suck“ und „Fastfi**“, was ich hier nicht weiter ausführen möchte). Desweiteren ließ er es sich auch nicht nehmen, einem anwesenden Geburtstagskind zum Älterwerden zu gratulieren. Die darauf folgenden Albernheiten der Band kommentierte er mit einem simplen „Don’t do drugs.“. Insgesamt schien er recht angetan vom Publikum. Er wäre zwar zuvor schon mal in Bielefeld gewesen, aber müsse wohl vergessen haben, wie cool das damals gewesen sei. Auch hätte er nicht mit so vielen Leuten gerechnet. Was das betrifft, hat er mit seiner Combo diesbezüglich entweder eine sehr bescheidene Erwartungshaltung oder es handelte sich um das übliche Bühnen-Blabla. Der Laden war jedenfalls alles andere als überfüllt. Man kann zwar auch nicht behaupten, dass nichts los war, aber es hätten schon noch deutlich mehr Leute Platz gefunden. Ich jedenfalls bin schon sehr gespannt auf neues Material und wäre, wenn sie dann wie versprochen wieder nach Bielefeld kommen, auch live wieder mit am Start!

Setlist A PALE HORSE NAMED DEATH
GZ Intro
To Die In Your Arms
Devil In The Closet
When Crows Descend Upon You
Heroin Train
Meet The Wolf
As Black As My Heart
Pill Head
Cracks In The Walls
Serial Killer
Die Alone
Bath In My Blood (Schizophrenia In Me)

Copyright Fotos: Karsten Rzehak

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