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ALESANA – WE CAME AS ROMANS – IWRESTLEDABEARONCE – GLAMOUR OF THE KILL

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Ort: Münster - Sputnikhalle

Datum: 24.01.2012

Es ist immer etwas ärgerlich, wenn ein Konzert für 20 Uhr angekündigt, man pünktlich vor Ort ist und dann feststellen muss, dass die erste Band des Abends soeben im Begriff ist, ihren letzten Song zu spielen. So geschehen am letzten Dienstag, als wir gegen 19.45 Uhr die Sputnikhalle in Münster betraten und die Briten von GLAMOUR OF THE KILL gerade ihren letzten Song ansagten und zum Circle Pit baten. Dem Aufruf kamen immerhin fast ein gutes Dutzend der überwiegend jungen Fans in der gerade einmal zu ca. einem Drittel gefüllten Location nach. Trotz des nasskalten Wetters hatten sich einige Jungs und Mädels schließlich extra sportlich in Shirt und kurzer Hose zum Konzert gewagt. Zumindest dieser eine Song von GLAMOUR OF THE KILL machte Spaß und wir hätten gern auch noch den Rest der Show gesehen, die leider dann um 19.50 Uhr, also 10 Minuten vor angekündigtem Beginn zu Ende war. Schade!

Bereits bevor die nun folgenden IWRESTLEDABEARONCE auf die Bühne traten, drängte sich ein Haufen Mädels neben selbige, um Fotos mit der Sängerin Krysta zu machen. Auf der Bühne war die Band dann versucht, energiegeladen zu wirken. Die ganze Show wirkte dann aber leider doch sehr unauthentisch, zwar durchaus bemüht, aber man nahm der Band die ganze Performance irgendwie nicht ab. Musikalisch ging es zwar ordentlich zur Sache und es wurde ziemlich gefrickelt und geknüppelt, aber das gab es alles schon mal in besser, man denke nur an Bands wie THE DILLINGER ESCAPE Band oder die frühen MESHUGGAH. Wer diese Bands je live gesehen hat, weiß was IWRESTLEDABEARONCE an diesem Abend fehlte. Auch das Gekreische von Sängerin Krysta wurde auf Dauer doch sehr anstrengend und so waren die 30 Minuten Spielzeit, eingerahmt durch das Intro „Jump“ von VAN HALEN und „Kiss from a rose“ von WEMAUCHIMMER, mehr als ausreichend.

Kurz vor 21 Uhr wurde dann auch bereits der erste Headliner des Abends auf die Bühne gejagt, und die US-Amerikaner WE CAME AS ROMANS begannen ihr Set. Man konnte sofort den Vorsprung an Bühnenerfahrung bemerken und WE CAME AS ROMANS, die eigentlich optisch recht unscheinbar daherkamen, legten ordentlich los und brachten von Anfang an mehr Energie auf die Bühne als ihre Vorgänger während der ganzen Show. Die Fans hatten sich alle vor der Stage versammelt, gaben von Beginn an Gas und schrien die Songs textsicher mit. Kleine Schwachstellen gab’s vielleicht mal beim Wechsel vom cleanen Gesang zum Geschrei und warum WE CAME AS ROMANS dann synchron performen mussten, blieb uns auch ein Rätsel, aber alles in allem lieferten sie einen richtig guten Gig ab und konnten beim abschließenden „To plant as seed“ nochmal alle Kräfte im Saal motivieren, bevor auch für sie nach 45 Minuten und 10 Songs Schluss war.

Setlist WE CAME AS ROMANS
What I wished I never had
Move on
Broken statues
Roads that don´t end and views that never cease
Intentions
Mis/Understanding
Dreams
Just keep breathing
Understanding what we´ve grown to be
To plant a seed

Danach verließen bereits einige Besucher die Halle und kehrten auch zum Headliner Nr. 2 namens ALESANA nicht zurück. Selbst Schuld, denn die sympathischen Jungs aus North Carolina gaben an diesem Abend die beste Figur ab. Das durfte man allerdings nicht zu wörtlich nehmen, denn gerade Sänger Dennis Lee hat mittlerweile eine ordentliche Wampe bekommen, die er aber stolz mit nacktem Oberkörper aus der Jeansweste strahlen ließ. Ein bisschen wahnsinnig wirkte er zudem, als er sich des öfteren ins bzw. ans Publikum fallen ließ, um im Liegen weiter zu schreien, kreischen und grunzen. Das alles machte einfach Spaß anzuschauen und ganz nebenbei zockten sie ihre Songs auch noch perfekt runter, der Sound passte und lediglich an den 50 Minuten Spielzeit könnte man vielleicht noch rumkritisieren. Aber kritisiert worden ist ja bei anderen Bands schon genug und dann doch lieber 50 so mitreißende Minuten ohne Füller und unnötige Pause. Um 23 Uhr war damit pünktlich Schluss an diesem alles in allem zufriedenstellenden Abend.

Copyright Fotos: Karsten Rzehak

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