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AMON AMARTH – CARCASS

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Ort: Oberhausen - Turbinenhalle

Datum: 07.11.2013

Angekündigt wurde die etwas gewöhnungsbedürftig zusammen gestellte Tour zum neuen AMON AMARTH-Album „Deceiver of the Gods“ Mitte des Jahres und bereits vor Beginn waren schon etliche Konzerte ausverkauft. Für den Tour Auftakt in Oberhausen gab allerdings es noch einige Karten an der Abendkasse. Mit dabei CARCASS und HELL aus England. Für CARCASS ist es die erste Clubtour in Deutschland seit 20 Jahren und natürlich mit im Gepäck das neue Album „Surgical Steel“. Und auch HELL sind mit Ihrer neuen Scheibe „Curse and Chapter“ unterwegs, um diese zu promoten.

Der Einlass war auf Karte und Homepage der Turbinenhalle mit 18:30 Uhr vermerkt, Beginn sollte um 20:00 Uhr sein. Als ich die Halle um etwa 19:40 Uhr betrat, war bereits das CARCASS-Backdrop zu sehen und ich fragte einen netten Herrn etwas verwundert, was denn mit HELL geschehen sei. Er antwortet ziemlich genervt, dass diese bereits um kurz vor 19 Uhr angefangen hätten mit Ihrem Set. Wenige Sekunden später fingen die „Jungs“ von CARCASS dann ihrerseits an. Mit meiner Verärgerung darüber, den Opener verpasst zu haben, war ich offensichtlich nicht alleine, noch verärgerter dürften allerdings die Besucher gewesen sein, die nur noch die letzten Töne von CARCASS erleben durften. Lieber Veranstalter – so was geht leider gar nicht! Zum Einen sind alle drei Bands keine Garagen-Combos mehr, zum Anderen kosteten die Tickets im VVK fast 35€. Dafür will der geneigte Besucher auch was geboten bekommen.

Leider gibt es daher keinen Konzertbericht zu HELL, aber wenigstens zu CARCASS und AMON AMARTH. Die Halle war bereits extrem gut gefüllt, als die „Chirurgen“ um 19:50 Uhr die Bühne betraten. Im Hintergrund das riesige Backdrop mit dem „Surgical Steel“-Cover, links und rechts des Drumsets zwei Videoinstallationen, auf denen während der Show Bilder oder Clips abliefen. Wie nicht anders zu erwarten stammten die ersten Songs von der aktuellen Scheibe und die Insulaner zeigten auch gleich von Beginn an, dass sie heiß auf die Show waren. Leider wurde das Ganze nur von den ersten paar Reihen wirklich abgefeiert, der überwiegende Teil der Besucher beobachtete eher zurückhaltend die Show. Nichts desto trotz wurden CARCASS mit anständigem Applaus belohnt und feuerten im Gegenzug Song um Song ins Publikum. Sogar einen Track vom Debüt hatten die Jungs im Gepäck. Passend dazu gab es auf den Videoleinwänden dann Geschlechtsteile und Mitschnitte einer Organsektion zu sehen. Mahlzeit! Nach kraftvollen 40 Minuten Death Metal war es dann allerdings auch schon vorbei mit CARCASS. Jeff Walker verabschiedete sich mit einem kurzen „That’s it for tonight! Goodbye!“ und während die Zuschauer noch rätselten, ob es denn eine Zugabe geben würde, ging auch schon das Licht an und die Bühne wurde geräumt. Keine Zugabe also – ich weiß nicht, was da los war, aber meiner Meinung nach waren die Jungs genauso erstaunt wie die Zuschauer, dass sie ihren Arbeitsplatz verlassen mussten.

Danach wurde die Bühne einmal komplett umgebaut, man konnte meinen, kein Stein bliebe auf dem anderen. Das CARCASS Drumset sowie die Video Installationen mussten – logischerweise – Bannern von AMON AMARTH weichen, deren Schlagzeug stand, von Treppen und Strahlern eingefasst, erhöht. Den Hintergrund schmückte das Cover der aktuellen Scheibe. 30 Minuten Stress für die Crew, dann war es geschafft und pünktlich um 21 Uhr ging es los mit dem Hauptact. Die Schweden geben eigentlich immer Vollgas und glänzen durch Spielfreude. Sie eröffneten nach einem epischen Intro mit „Father of the Wolf“ von ihrem aktuellen Studio Werk „Deceiver of the Gods“. Den gleichnamigen Titeltrack schmetterten Sse den Zuschauern direkt danach um die Ohren. Ein sichtlich gut gelaunter Johann Hegg begrüßte anschließend die Anwesenden mit einem Mix aus Deutsch und Englisch, und man konnte ahnen, dass er und seine Mannen alles geben würden, um die Halle zum Beben zu bringen. Um die Stimmung weiter anzuheizen gab es „Death in Fire“ direkt und unverblümt auf die Fresse. Der Sound war, wie auch zuvor schon bei CARCASS sehr gut, ergo die Show ein echter Genuss. Neue Stücke dominierten die erste Hälfte der Show, durchsetzt von einigen Klassikern. Die Wikinger ehrten CARCASS und HELL mit „Guardians of Asgaard“, und spätestens da war es um die meisten der Besucher geschehen. Die Stimmung war sehr gut und in der vorderen Hälfte ging es ordentlich zur Sache. Für „Runes to My Memory“ gab es leuchtende Runenbanner an den Seiten der Bühne und passend zu „Destroyer of the Universe“ wurde das Banner im Hintergrund gegen das der „Sutur Rising“-Tour getauscht. Nach „War of the Gods“ waren gute 80 Minuten vergangen und die Herren verabschiedeten sich vorläufig in den Feierabend.

Nach einer kurzen Pause mit extrem lauten und fordernden Fans gaben sie sich dann natürlich noch einmal die Ehre. Neues Banner, alte Klassiker – Die Zugabe bestand zunächst aus „Twilight of the Thunder God“. Herr Hegg bedankte sich vor dem letzten Titel artig bei den Zuschauern, versicherte ihnen, dass sie die besten in ganz Deutschland seien, bevor es dann natürlich mit „The Pursuit of the Vikings“ nochmal ordentlich einen auf die Mütze gab.

Alles in allem muss ich feststellen: CARCASS und AMON AMARTH konnten vollends überzeugen, die Location ist klasse und auch der Sound ließ nichts zu wünschen übrig. Leider wurde meine Stimmung etwas durch die „Fehl“-Organisation des Veranstalters hinsichtlich der Spielzeiten getrübt. Nichts desto trotz ein guter Abend, mit „Amon Amarth in Concert“ kann man halt nie etwas falsch machen.

Setlist AMON AMARTH
Father of the Wolf
Deceiver of the Gods
Death in Fire
Free Will Sacrifice
As Loke Falls
Under siege
Guardians of Asgaard (dedicated to Carcass and Hell)
Warriors of the North
Runes to My Memory
Tattered Banners and Bloody Flags
The Last Stand of Frej
Destroyer of the Universe
Cry of the Black Birds
War of the Gods

Twilight of the Thunder God
The Pursuit of the Vikings

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