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AMON AMARTH

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Ort: Hamburg – Markthalle

Datum: 17.08.2012

AN EVENING WITH AMON AMARTH – THE 20TH ANNIVERSARY SHOWS

Zwanzig Jahre AMON AMARTH – das will gefeiert werden. Die Schweden tun dies in Form von fünf speziellen „AN EVENING WITH AMON AMARTH – THE 20TH ANNIVERSARY SHOWS“-Gigs, bei denen die Viking-Death Metaller auf eine Vorgruppe verzichten und ihren Fans stattdessen gleich zwei Sets bieten. Aber das ist noch lange nicht alles, denn zuerst steht noch ein „Meet & Greet“ auf dem Programm, bei dem sich die Anhänger alles möglich signieren lassen, ein paar Worte mit der Band wechseln, oder einen Schnappschuss machen können. Wer keine Lust hat, sich in die Schlange einzureihen, kann am Merchandisestand ein spezielles Jubiläums-Shirt für 20.-€ erstehen, oder sich in der seit Monaten ausverkauften Markthalle schon mal einen guten Standplatz sichern, bevor es gegen 21:30 h endlich losgeht. Das erste Set des Abends besteht aus elf Songs, nämlich

War of the Gods
Masters of War
Destroyer of the Universe
Friends of the Suncross
Hermod’s Ride to Hel – Lokes Treachery, Part 1
Sorrow Throughout the Nine Worlds
The Fate of Norns
Thor Arise
Where Silent Gods Stand Guard
For Victory or Death
Victorious March

Betrachtet man die Setlist näher, so zeigt sich deutlich, dass die Mannen um Sänger Johan Hegg nicht nur ihre großen Hits rausgekramt haben, sondern auch Nummern präsentieren, die länger nicht Bestandteil des Programms der Band waren, bzw. selten oder auch noch nie gespielt wurden. Somit wird auch die musikalische Entwicklung der Truppe aufgezeigt, denn eine Nummer wie „Thor Arise“ war noch purer Death Metal, wohingegen Hymnen wie das berühmte „Victorious March“ den Schweden die Aufmerksamkeit einer weitaus größeren Schicht von Metal-Fans brachten und so zu dem Sound führten, den man heute mit AMON AMARTH in Verbindung bringt. Den Fans ist es egal, denn jeder Song wird fanatisch abgefeiert, wenngleich die Hamburger aufgrund der unmenschlichen Hitze, die in der Halle herrscht, etwas bewegungsärmer als sonst üblich erscheinen. Der guten Stimmung tut dies aber keinen Abbruch und Fronter Johan tut sein Übriges, um die Meute zu motivieren. Kein Wunder, dass der sympathische Hüne, der ein wenig mit einer Erkältung zu kämpfen hat (was seine Gesangsleistung beindruckenderweise aber nicht in Mitleidenschaft zieht), als einer DER Frontmänner der Metal-Szene gilt. Er weiß, wie man mit der Meute umgehen muss, verfügt über ein unglaubliches Charisma und macht einfach alles richtig. Mit seiner unglaublichen Bühnenpräsenz drängt er zwar die anderen Bandmitglieder unfreiwillig etwas in den Hintergrund, da sich alle nur auf ihn konzentrieren, aber das scheint seine Kollegen wenig zu stören, die unterdessen einen musikalisch makellosen Background für seine Show bieten. Apropos Show – auf großartige Showelemente wird heute verzichtet. Heute gibt es AMON AMARTH pur. Viel cooles Licht, einen guten Sound und hochmotivierte Musiker garantieren puren Rock´n´Roll! Das zweite Set beginnt nach einer zu kurzen Pause überraschend früh und ruft die Meute in die Halle zurück. Gespielt werden:

Twilight of the Thunder God
The Last With Pagan Blood
Varyags of Miklagaard
The Arrival of the Fimbul Winter
The Hero
Live for the Kill
Prediction of Warfare
The Pursuit of Vikings
Runes to My Memory
Cry of the Black Birds
Death in Fire

Guardians of Asgaard

Die Hitdichte ist hier noch dichter als im ersten Teil des Abends und dass bei Überhits wie “The Pursuit…”, welches zuerst nur mehrfach angespielt wird, um die Leute so richtig heiß zu machen, bevor alle komplett durchdrehen, und „Death In Fire“ nichts mehr schief gehen kann, ist wohl klar. Trotz der Hitze bildet sich vor der Bühne ein kleiner Pit und alle singen und feiern, immer wieder von Johan Hegg zu Höchstleistungen angestachelt, der selber wie ein Honigkuchenpferd grinst und sich immer wieder für den geilen Abend und die Treue der Fans bedankt, bevor er vor der leider einzigen Zugabe „Guardians of Asgaard“ den Fans mitteilt, dass die Band nun eine längere Auszeit nehmen wird. Nach dem Verklingen der letzten Töne werden die Skandinavier noch minutenlang frenetisch gefeiert und irgendwie weiß jeder, dass er gerade Zeuge eines der absoluten Konzert-Highlight des Jahres 2012 geworden ist. Nach fast 2,5 Stunden AMON AMARTH taumelt man durchgeschwitzt, kaputt, aber glücklich hinaus in die Hamburger Nacht. Ein wahrlich perfekter Abend!

Copyright Fotos: Mareen Brinkmann

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