Terrorverlag > Blog > AMORPHIS, LEPROUS, THE MAN-EATING TREE > AMORPHIS – LEPROUS – THE MAN-EATING TREE

Konzert Filter

AMORPHIS – LEPROUS – THE MAN-EATING TREE

111227-Amorphis-0.jpg

Ort: Bochum - Zeche

Datum: 27.12.2011

Amorphis 27.12.2011 in Bochum, Zeche
Konzert zum Jahresausklang: AMORPHIS machten an diesem Dienstag im Rahmen ihrer „The Beginning of Times”-Tour in der Zeche zu Bochum Halt. Um den skandinavischen Abend perfekt werden zu lassen, hatten sie zusätzlich die finnischen Progmetaller THE MAN-EATING TREE und die „wilden“ Norweger LEPROUS im Gepäck.

Den Anfang machten besagte THE MAN-EATING TREE, die außerhalb Finnlands bisher vermutlich nur SENTENCED-Fans ein Begriff waren. Genauer gesagt als Band des vormaligen SENTENCED-Drummers Vesa Ranta, der allerdings in Bochum überraschenderweise durch Abwesenheit glänzte. Als Grund hierfür stellte sich Vaterschaftsurlaub – herzlichen Glückwunsch! – heraus, und die Vertretung wurde von Aksu Hanttu geleistet, der normalerweise bei ENTWINE die Felle bearbeitet. Musikalisch passte das nordfinnische Sextett ganz gut in den Kontext, wenn auch diese als Anheizer vielleicht eine Spur zu ruhig und melancholisch erschienen. Leider war vom Gesang außerdem nicht allzu viel zu hören. Schöne Gitarren- und Keyboardmelodien hatten sie dafür umso reichlicher im Gepäck, womit sie eine gute Einstimmung für den Rest des Abends lieferten.

LEPROUS, als zweiter Support-Act des Abends stürmten die Bühne und gaben der hungrigen Meute wie Berserker ordentlich was auf die Ohren! Die fünf Jungs aus Notodden mochten mit ihrer gewaltigen Death vs. Prog Metal Rhythmusbombe zwar nicht die Räumlichkeiten gesprengt haben, aber vielleicht den Geschmack des einen oder anderen Zuschauers. Denn aufgrund der brachialen Drums und derben Riffings in unterschiedlichen Tempo-Ligen war es nicht grad leicht, der Live-Performance zu folgen. Leider schien der Sänger nicht so ganz gut bei Stimme zu sein – einige Passagen hörten sich mehr nach „nett gemeint aber dennoch nicht gekonnt“ an. Dennoch zeigten die sympathischen Rocker aus Norwegen ihr reichhaltiges Repertoire und machten deutlich, dass sie es an ihren Instrumenten gepaart mit den gut im Gedächtnis bleibenden Vocals verstehen, wie man der Meute einen unvergesslichen Abend bereitet. Durch diese spielfreudige Show wird man sicher neue Fans gewonnen haben, und man darf gespannt sein, was die Jungs in den kommenden Jahren noch so von sich hören lassen.

Kommen wir nun aber zum eigentlichen Hauptact des Abends, die Jungs von AMORPHIS, die ihre Tour in die Zeche Bochum in ein Haus voller Metallsüchtiger führte und die Räumlichkeiten wiedermal mit feinstem nordländischen Dark Metal zu beschallen wussten. Ihre imposanten Bühnen Shows und Tomi Joutsens beeindruckende Stimme tragen zu diesem Eindruck ganz sicher das Wesentliche bei! Der heutige Abend war demnach ein „Must-have“ auf dem Terminkalender und die zahlreichen Besucher der Zeche wurden nicht enttäuscht. So starteten AMORPHIS mit „Song of the Sage” und animierten die Meute sogleich zum wilden Grooven und ausgelassener Feierei . Absolut überzeugend ging es dann mit Songs wie „Mermaid“ oder “The Smoke“ weiter, auch die Hits ihrer Anfangszeit, wie etwa „Alone“, kamen nicht zu knapp. Mit einer kleinen Pause zum Ölen der Kehlen und Durchatmen verabschiedeten sich die Finnen für einen Moment von der Bühne, um wenige Momente später „Against Widows“ und „Towards and Against“ in die Menge zu hauen. Neben den klaren, eingängigen Vocals konnte man neben der beeindruckenden Gesangsperformance auch Tomis Unikat-Mikrofon, mittlerweile getragen von einem sehr eigenen Ständer, bewundern. Alte wie sicher auch einige neue Fans kamen an diesem Abend voll auf ihre Kosten und wurden mit weiteren Hits wie „Sky Is Mine“ oder „Sampo“ bespaßt und die Lust der „Skandis“, das Haus zu rocken, war fast greifbar. Auffällig war diesmal, dass der sonst eher schweigsame Tomi mit dem Publikum und auch seinen Bandkollegen scherzte und unter anderem auch kurz „Pussy“ von RAMMSTEIN anspielte, bevor es dann mit „Vulgar Necrolatry“ im Programm weiterging. Am Ende blieb dann nur noch offen, mit welchem Stück die Meute in die Nacht geschickt werden würde und nach dem wohl verdienten Applaus erklang dann „House Of Sleep“ und heizte der Menge noch einmal ordentlich ein.

So wurden die Zechen-Besucher ganz sicher nicht enttäuscht und es bleiben tolle Bilder in Erinnerung, mit denen man ein gelungenes Konzertjahr 2011 beendete. Man kann gespannt darauf sein, was im Jahr 2012 von Amorphis zu hören und sehen sein wird – wir werden auf jeden Fall am Ball bleiben!

Setlist AMORPHIS
Song of the Sage
Mermaid
The Smoke
Against Widows
Towards and Against
You I Need
Sky Is Mine
Karelia
Vulgar Necrolatry (Intro Pussy von RAMMSTEIN)
Into Hiding
Crack in a Stone
Alone
Sampo

Silver Bride
My Kantele
House Of Sleep

Copyright Fotos: Cynthia Theisinger

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Alle markierten Felder (*) müssen ausgefüllt werden.

Mehr zu AMORPHIS auf terrorverlag.com

Mehr zu LEPROUS auf terrorverlag.com

Mehr zu THE MAN-EATING TREE auf terrorverlag.com