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AMORPHIS – STARKILL

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Ort: Osnabrück - Hyde Park

Datum: 28.11.2013

Die Finnen sind zurück – AMORPHIS, auf Europa-Tour mit ihrem aktuellen Album „Circle“ und dabei als Support die „Nachwuchs“-Metaller von STARKILL aus den USA. Am 28.11.2013 machte die Tour auch im Hyde Park zu Osnabrück halt, also naheliegend sich die Nordländer mal wieder live zu gönnen. Doch zunächst zum Opener.

Pünktlich um 20 Uhr starteten die Jungs aus Chicago, IL mit ihrem Intro. Der Hyde Park war zu diesem Zeitpunkt überschaubar gefüllt, die meisten Besucher betrachteten die Bühne aus sicherer Entfernung vom Bierstand aus. Ein möglicher Grund – STARKILL haben sich einfach noch keinen Namen gemacht. Das Quartett um Sänger Parker Jameson hat sich schließlich auch erst 2012 unter dem aktuellen Namen gegründet. Dieses Jahr veröffentlichten die Jungs ihre erste Scheibe „Fires of Life“ (gleich über Century Media) und sind gerade das erste Mal in Europa unterwegs, um fleißig Promoarbeit zu leisten. Ich sollte vielleicht auch noch erwähnen, dass die Bandmitglieder allesamt noch extrem jung sind. Frontmann Parker ist Anfang 20, seine Mitstreiter dürften sogar eher noch jünger sein. Ein paar Fans hatten sich jedoch schon in der ersten Reihe eingefunden und empfingen die Formation mit lauten Rufen. Diese starteten mit „New Infernal Rebirth“ in den Abend und ich muss sagen, ich war von den ersten Tönen an schwer beeindruckt! STARKILL feuerten symphonischen Melodic Death Metal auf die Zuschauer ab, der es in sich hatte. Verspielte Melodien zauberte Sänger und Gitarrist Parker da auf seinem Instrument daher, unterstützt von Charlie Federici an der walzenden Rhythmusgitarre. Extrem beeindruckend war die Gitarrenarbeit des Frontmanns. In bester Alexi Laiho-Manier flogen da die Finger übers Griffbrett und auch optisch erinnerte er mich an den Vorzeige-Finnen von aus BODOM. Die Jungs gaben richtig Gas und wurden auch entsprechend vom Publikum abgefeiert, was sicherlich auch am astreinen Sound und ihrer Bühnenperformance lag. Nach 45 druckvollen Minuten verabschiedeten sich STARKILL mit „Whispers of Heresy“ und einem wirklich exzellenten Set vom Publikum, um den Weg für AMORPHIS frei zu machen.

Setlist STARKILL
New Infernal Rebirth
Immortal Hunt
Fires of Life
Below the Darkest Depths
Strength in the Shadow
Sword, Spear, Blood, Fire
This is Our Battle, This is Our Day
Whispers of Heresy

Nach einer guten halben Stunde Pause war die Bühne dann auch bereit für die Finnen, die sich mit dem Intro des aktuellen Albums „Circle“ auf die Bühne begaben und auch direkt mit „Shades of Grey’“ dem Opener besagter Scheibe durchstarteten. Die Herren sind einfach ein Phänomen – sie betreten ihren Arbeitsplatz und das Publikum geht mit – und wie! Direkt vom ersten Song an waren die Besucher voll dabei, sangen, was das Zeug hält und ließen sich von der sichtlich hervorragenden Laune der Musiker mitreißen. Direkt hinterher gab es dann „Narrow Path“ gefolgt von „Sampo“ und „Silver Bridge“. Spätestens hier war die Stimmung auf dem Höhepunkt und sollte sich auch bis zum Konzertende nicht mehr merklich verschlechtern, der Hyde Park war zu diesem Zeitpunkt auch gut gefüllt. Natürlich waren AMORPHIS gekommen, um ihre neue Scheibe zu promoten und Sänger Tomi stimmte das Publikum auf „The Wanderer“ ein. Gefühlt konnte jeder den Text singen und entsprechend wurde auch dieser Song zu einem grandiosen Erlebnis. So spielten sich AMORPHIS mit einem beeindruckenden Set durch den Abend und ließen zu keinem Zeitpunkt Müdigkeit aufkommen. Sogar vom Debüt „The Karelian Isthmus“ feuerten sie einen Titel für die „old school guys and girls“ ins Publikum und auch die kurzfristigen Schlagzeug-Probleme versetzten die Routiniers nicht in Panik. Nach guten 75 Minuten hieß es dann „Gute Nacht die Erste“. Das ließen die Fans natürlich nicht zu und holten die Nordlichter lautstark zur Zugabe zurück auf die Bühne. Mit „Sky is Mine“ vom „Skyforger“ Album, „Black Winter Day“ („Tales from a Thousand Lakes“) und schließlich „House of Sleep“ („Eclipse“) gaben die Herrschaften noch einmal Vollgas. Das Publikum war sehr angetan ob der fulminanten Songauswahl und ließ AMORPHIS nach gut 90 Minuten dann auch nur unter Protest gehen.

Mein persönliches Fazit – grandioses Konzert! AMORPHIS gehört zu den Bands, die ich mit am häufigsten gesehen habe und die Herrschaften sind einfach immer wieder umwerfend. Tomi Joutsen ist einfach eine Rampensau und man kann sagen was man will, er ist definitiv ein würdiger Ersatz Pasi Koskinen!

Setlist AMORPHIS
Shades of Grey
Narrow Path
Sampo
Silver Bridge
The Wanderer
Against Widows
My Kantele
Into Hiding
Nightbird’s Song
Vulgar Necrolatry
Smoke Crack
You I Need
Hopeless Days

Sky is Mine
Black Winter Day
House of Sleep

Copyright Fotos: Karsten Rzehak

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