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AMPHI FESTIVAL 2013 – TAG 2

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Ort: Köln - Tanzbrunnen

Datum: 21.07.2013

Nach einer erstaunlich erholsamen Nacht konnte der Sonntagmorgen kommen. Rechtzeitig aufgewacht und mit einer Dose „roten Buller“ gepimpt, ging es los in Richtung Festivalgelände.

CHROM

Das Staatenhaus war für den frühen Morgen schon bemerkenswert gefüllt. Nicht verwunderlich, denn mit CHROM eröffnete eine zu Recht stetig beliebter werdende Band den Tag. Bereits zum dritten Mal in diesem Jahr hatte ich Gelegenheit, das Duo live zu erleben. Treibender Elektro, mal härter, mal softer, immer melodisch und von Grund auf „ehrlich“. Dieser Sound kam spürbar beim Publikum an. Von Müdigkeit keine Spur – so feierten die Zuschauer von Anfang an. Von dem Opener „Morbid Mind“, über das traumhafte „We´ll be alone“ bis hin zum viel zu schnellen Ende „Memories“ konnte mich auch bei diesem Auftritt jedes Stück überzeugen. Genialer Auftakt. Wer sie nicht gesehen hat, verpasste definitiv ein frühes Highlight am Sonntag Morgen. Persönlich freue ich mich schon auf den 08.11.2013 – denn da kann ich die sympathische Band im Rahmen eines Benefiz-Festivals im Kulttempel Oberhausen bereits wieder live sehen.

Setlist CHROM
Morbid Mind
New Impression
In my World
Losing myself
We´ll be alone
Slave
Loneliness
Memories

[X]-RX

Auch die Hauptbühne stand nun unter dem Stern des Elektros. Allerdings wie bei X-[RX] üblich, deutlich aggressiver und tanzhöllen-orientierter als im Staatenhaus bei CHROM. Der Platz war ebenfalls bereits mit zahlreichen Tanzwütigen besetzt. So sorgten die Jungs mit Tracks wie „Hit the Drums“, „Virus Infect“ oder auch „Tanz Schlampe“ erfolgreich für die morgendliche Gymnastik. So wurde gegrölt und mitgeklatscht. Heiße Rhythmen für einen Tag, der noch genauso heiß werden sollte wie die Musik.

Setlist [X]-RX (ohne Gewähr)
The Update
Hit the Drums
Virus Infect
Kein Herz
Escalate
Hard Bass Hard Soundz
Tanz Schlampe
Stage 2

BEN IVORY

Mit BEN IVORY stand nun einer der wenigen Acts auf dem Programm, die ich bisher noch nicht live gesehen hatte. Im Gegensatz zu den ersten beiden Bands war der eher im Pop angesiedelte Sound natürlich erst einmal Kontrastprogramm pur, was ich als sehr abwechslungsreich empfunden habe. Hervorheben muss man auf jeden Fall die grandiose Stimme von Sänger Ben – aber auch musikalisch war das sehr anspruchsvoll, was einem da geboten wurde. Kein Wunder – stammt der Sänger doch aus einer Musikerfamilie. Fehlen durfte da auch nicht die geniale Singleauskopplung „The Righteous Ones“ vom neuen Album „Neon Cathedral“, die auch schon beim Vorentscheid für den ESC dabei war. Klasse – coole Mucke, die durch den gelungenen Auftritt sicherlich noch mehr Freunde gefunden haben dürfte – mich ganz sicher!

Setlist BEN IVORY
Neon Cathedral
Come Undone
YSGAHM
Remedy
Glow
Bright Lights
Sound Of The City
The Righteous Ones

TYSKE LUDDER

TYSKE LUDDER konnte ich bereits schon einmal auf einem Amphi Festival live erleben, daher freute ich mich auf diesen Auftritt besonders. Elektro der härteren Gangart, mit einem großen Anteil EBM. Irgendwie erinnern mich die Songs, zumindest vom Gesang her, auch minimal an CALVA Y NADA (die ich ebenfalls klasse finde). Das Staatenhaus war sehr gut gefüllt – evtl. auch, weil es dort noch etwas kühler als draußen war – denn dort wurde es immer wärmer. An dem frühen Morgen konnte ich die nun folgende Dosis Power Electro gut gebrauchen. Schön, dass bereits am Anfang des Sets mein Favorit „Eugenix“ gespielt wurde. Da konnten meine Beine nicht mehr ruhig bleiben und so zappelte ich zu der Aufforderung „Wacht auf“ munter umher… Mit Hits wie „Hexenjagd“ und der angekündigten Single „Bambule“ ging es kräftig weiter.

Setlist TYSKE LUDDER (ohne Gewähr)
Intro
Der androgyne Held
Eugenix
Hexenjagd
Shokkz
Bastard
Canossa
Bambule
Panzer

CLASSIC & DEPECHE

Das Theater steht in meinen Augen für besondere Acts, die eine ganz eigene Atmosphäre brauchen und auch erzeugen. Folgerichtig passte auch der nächste Act super ins Programm. Wer etwas chillen wollte, konnte sich auf einen Platz der bestuhlten Location setzen und den Songs von DEPECHE MODE, interpretiert auf einem Piano, lauschen. Darunter waren zahlreiche großartige Hits wie „Shake the Disease“, „Never let me down again“ oder der Evergreen „People are People“.

Setlist CLASSIC & DEPECHE
Pimpf
Shake the Disease
Everthing Counts
Home
Master & Servant
Goodnight Lover
Strangelove
Heaven
Policy of Truht
Never let me Down Again
Precious
Corrupt
Sibeling
People are People
Question of Lust
Somebody

THE BEAUTY OF GEMINA

Mit Ihrer Mischung aus Wave und Rock standen nun die Schweizer THE BEAUTY OF GEMINA auf der Bühne und wurden von den Fans gefeiert. Die Zahl der Zuschauer war um diese Uhrzeit äußerst beachtlich. Dabei brachte die Formation einige ihrer beliebtesten Songs wie „This Time“ oder den Hit „Suicide Landscape“. Klasse auch „The Lonesome Death of a Goth DJ“. Leider musste ich schon früher weiter, denn nun spielte eine meiner Lieblingsformationen auf dem Festival im Staatenhaus.

Setlist THE BEAUTY OF GEMINA
Victims of Love (Qui Tollis)
The Lonesome Death of a Goth DJ
This Time
Suicide Landscape
Dark Rain (Acoustic)
Dark Revolution
Rumours
Last Night Home

SANTA HATES YOU

Diese Jahr gab es auf dem Amphi endlich ein Konzert von SANTA HATES YOU, einem Projekt von PROJECT PITCHFORK-Peter Spilles und Jinxy. Das erste Mal konnte ich diese auf dem Blackfield-Festival 2009 sehen. Der damalige Auftritt hatte mir schon gefallen, aber was ich nun im Staatenhaus zu sehen und hören bekam, übertraf meine kühnsten Erwartungen. Das fing schon mit der Bühnendeko an, die mit Sofa und Bildern wie ein Wohnzimmer dekoriert war. Neben Peter und Jinxy betraten zwei Personen mit Tiermasken die Bühne. Im laufenden Konzert machten diese immer mal wieder seltsame Dinge – eben kloppen sie sich noch, dann stehen sie wieder wie Schaufensterpuppen dort, im nächsten Augenblick haben sie Gitarren umgehängt. Das ganze war so skurril, dass man es kaum beschrieben kann – nicht vergessen, die haben bei dem ganzen Zauber auch noch Tiermasken getragen… . Dazu gab es dann grandiose Songs von SANTA HATES YOU auf die Ohren, kräftiger Elektro, tanzbare Beats und tolle Refrains. Klasse, dass meine Highlights „Rocket Heart“ und „Scum“ auch dabei waren. Megageiles Konzert, dass beim Publikum und mir auch voll zündete.

Setlist SANTA HATES YOU
In The Laboratory
Independence
Raise The Devil
How To Create A Monster
Rocket Heart
Prepare To Be Boarded
Hexenpolizei
Fight Truth Decay
Z.O.M.B.I.E.
Scum
It’s Alive!

ICON OF COIL

Mit ICON OF COIL stand nun eine musikalische Legende auf der Bühne, von der viele bestimmt gedacht hatten, dass sie das nicht mehr erleben würden. Kein Wunder – ist der Frontmann Andy LaPlegua mit seinen vielen „Neben“projekten (u.a. COMBICHRIST) doch ein vielbeschäftigter Mann. Jetzt sollte es aber so weit sein. Richtig viele Zuschauer hatten sich auf dem ganzen Platz versammelt, um den wuchtigen Synthisounds zu lauschen und zu den Hits „Situations like this“ und natürlich „Floorkiller“ zu tanzen. Auch wenn die Formation personell nur als Duo angetreten war, so kam doch echte Power rüber. Andy LaPlegua versteht sein Handwerk und hatte die Menge von Anfang an im Griff. Erneut ein geniales Konzert an diesem Tag.

Setlist ICON OF COIL (ohne Gewähr)
Situations Like These
Regret
Thrillcapsule
Existence in Progress
Shallow Nation
Shelter
Dead Enough for Life
Floorkiller
Pursuit

FAUN

Im Staatenhaus wurde nun auch etwas für die Freunde von eher mittelalterlichen Klängen und Gesängen geboten. FAUN haben durch ihre zahlreichen Teilnahmen an den bekannten Mittelalterfesten bereits einen enormen Bekanntheitsgrad erreicht. Dadurch war es nicht verwunderlich, dass sich auch bei diesem Auftritt das Staatenhaus sehr gut mit Menschen gefüllt hatte. Musikalisch auf hohem Niveau und mit eingängigen Songs wurde das Publikum in den Bann gezogen, vielleicht sogar auf eine Phantasie-Reise entführt.

Setlist FAUN
Andro
Zeitgeist
Diese Kalte Nacht
Iyansa
Iduna
- TROMMEL INTRO -
Rhiannon
Tinta
Wind & Geige
Hymn to Pan

LETZTE INSTANZ

Bereits seit 1996 gibt es die Dresdener Formation LETZTE INSTANZ und sie braucht wohl niemandem mehr vorgestellt zu werden. Irgendwo zwischen Mittelalterrock und neuer deutscher Härte angesiedelt, konnte man sich eine sehr große Fanbase aufbauen. Die angereisten Fans sangen die Hits der Band ohne Probleme mit. Die Songs, darunter „Flucht ins Glück“, „Blind“, „Der Garten“ bis hin zu „Wir sind allein“ deckten eine große Bandbreite ab und wurden entsprechend gefeiert. Für mich eine absolute Festivalband, die eine großartige Atmosphäre an dem warmen Sonntag erzeugte.

Setlist LETZTE INSTANZ
Intro
Flucht ins Glück
Nur für uns
Blind
Komm!
Der Garten
Von Anfang an
Finsternis
Sing!
Wir sind allein

ALICE NEVE FOX

Mit einem ganz speziellen Akustik-Konzert stand nun die Sängerin von KIRLIAN CAMERA auf der Theater-Bühne. Ich kann nur immer wieder betonen, wie genial es von den Veranstaltern des Amphis ist, in dieser Location ganz besondere Acts auftreten zu lassen. So war auch dieses Konzert voll mit beeindruckenden Augenblicken und einer sehr intimen Atmosphäre. Elena Alice Fossi ist wirklich eine begnadete Sängerin, die mit ihren eigenen Songs, aber auch Coverversionen wie „Mad World“ von TEARS FOR FEARS oder „Nightglory“ von ihrer Hauptband voll überzeugen kann. Das Publikum war ebenso zahlreich wie auch begeistert. Jeder Song wurde mit tosendem Applaus belohnt. Auch die klassische Instrumentierung verdient besondere Beachtung. Traumhaft!

Setlist ALICE NEVE FOX
Declamato from “Suite for Cello solo no. 2” by B. Britten
Dead Zone In The Sky
Time Is Running Out
Falsos Suenos
No Sound But The Wind
Movie Ghouls
Mad World
Helden Platz
The Fountain Of Clouds
Nightglory
Odyssey Europa

UMBRA ET IMAGO

Alte Bekannte in der Szene sind auf jeden Fall UMBRA ET IMAGO – auch wenn ich sie auf Festivals bisher noch nicht erleben durfte. Umso gespannter war ich auf den nun folgenden Gig im Staatenhaus. Die Band ist bekannt für ihre ausgefeilten und für frühere Verhältnisse fast skandalösen Shows. Leider blieb die Show (zumindest die Parts, die ich mitbekommen habe) dann doch gut, aber nicht so spektakulär, wie ich das erwartet hatte. Wie ich später erfahren habe, konnten bzw. durften einige Showelemente leider nicht umgesetzt werden, obwohl sie eigentlich geplant waren (Brandschutz, Statik der Bühne etc.). Da kann man natürlich leider nichts machen – Sicherheit geht bekanntlich vor. Man denke nur an die Decke, die bei einem FEINDFLUG-Konzert im Staatenhaus (beim Amphi 2009) auf die Bühne gestürzt war. Aber egal – was zählt ist die Stimmung und auch die Musik und die waren bei UMBRA ET IMAGO beide auf 100 Prozent. So wurden natürlich auch zahlreiche Hits der Band gespielt. „Machina Mundi“, „Kleine Schwester“ und auch „Alles schwarz“, um nur einige zu nennen.

Setlist UMBRA ET IMAGO
Liebeslied
Perfect Baby
Gebet Nr. 1
Machina Mundi
Kleine Schwester
Alles Schwarz
Ohne Dich
The Final Last Dream
Amadeus

DIARY OF DREAMS

Draußen war es nicht nur extrem heiß, sondern auch extrem voll geworden. Unglaublich – wo kamen nur all die ganzen Leute her? Auf dem Programm stand die Dark Wave/ Elektro/ Rock-Formation DIARY OF DREAMS. Das konnte jeder von weitem sehen – so ein riesiges Logo auf der Bühne hatte ich wirklich schon lange nicht mehr gesehen. Glücklicherweise konnten wir einen Platz unter einem der zahlreichen Schirme vor der Bühne erhaschen und waren so vor allzu viel Sonne geschützt, um das Konzert zu genießen. Groß war die Freude, schon an zweiter Stelle meinen absoluten Lieblingssong der Band zu hören. „Chemicals“, ein etwas ruhigeres Stück, aber enorm intensiv und eingängig. Auch DOD kann man bescheinigen, dass sie eine perfekte Festivalband sind. Tolle Songs wie „Lebenslang“, „King of Nowhere“ oder „Traumtänzer“ ließen kaum Wünsche offen.

Setlist DIARY OF DREAMS
Intro
The Wedding
Chemicals
Butterfly:Dance!
Lebenslang
MeinEid
MenschFeind
King of Nowhere
Undividable
The Curse
Kindrom
Traumtänzer

ROSA CRVX

Auch keine Unbekannten auf dem Amphi waren ROSA CRVX. Passenderweise fand auch dieses Konzert wieder im Theater statt. Bis in die 80er reicht die Geschichte der Formation und Erfahrung und musikalische Klasse merkt man den Musikern deutlich an. Cool finde ich alleine schon die riesigen Glockenaufbauten auf der Bühne (die selbstverständlich auch bespielt werden). Das hat schon etwas einmaliges. Musikalisch leicht sakral und monumental, zwischen Gothic und Mittelalter, ist die Musik gar nicht so einfach zu beschreiben. Unbestritten ist, dass auch dieses Jahr durch die Musik im Zusammenspiel mit einer gelungenen Beamershow eine einzigartige Atmosphäre im Theater erzeugt wurde.

Setliste ROSA CRVX
Adorasti
Invocation
In Tenebris
Terribilis
Hel Hel
Tonitrvi
Aglon
Venite
Moritvri
Ante-A
Svrsvm Cor
Noctes Ins
Eli-Elo

DIE FORM

Neben UMBRA ET IMAGO gab es mit DIE FORM nun einen weiteren Act im Staatenhaus, der für seine Shows berüchtigt ist. Die Bühne war abgesperrt mit „Bauzäunen“ (!) und dahinter performten die Künstler den musikalischen Mix aus Elektrowave, EBM und Techno. Zentrale Bestandteile der Show waren dabei die Beamershow und ein Mädel mit Gasmaske, dass sich unentwegt auf der Bühne halbnackt räkelte. Showtechnisch leider nicht so spektakulär (wenn auch etwas skurril), wie ich es erwartet hätte, aber dafür war die Musik umso besser. Neben vielen überarbeiteten Versionen ihrer Stücke, fehlten auch nicht die Disco-Klassiker „Bite of God“ und „Silent Order“. Wirklich seit langen Jahren (bereits seit den 70ern) schon eine richtig coole Band, die man einfach mal live erlebt haben muss.

Setlist DIE FORM
Maldoror
Bite Of God RMX
Voltaic Control System
Chronovision RMX
Erotic Non Stop RMX
Silent Order RMX
Schaulust (Unreleased New Track)
InHuman
Doctor XY RMX
Psychic Colours
Her(t)z Frequenz
Savage Logic RMX
Masochist RMX
Tote Kinder

OOMPH!

War es ein Flugzeug? War es ein Komet? War es Superman? Nein, es war Dero von OOMPH!, der da im Superheldenkostüm (später auch im Transen-Outfit) zusammen mit seinen als Matrosen verkleideten Musiker-Kollegen die Bühne enterte und sogleich wild umherlief und die Menge anheizte. Unglaublich, wo nimmt der Mann seine Power her. Die Wolfsburger Formation feuerte einen Hit nach dem anderen ab. Richtig klasse war dabei, dass auch die Fans der frühen Stunde der Band nicht vergessen wurden. Neben den rockigeren Stücken wie „Labyrinth“ und „Augen auf!“ gab es so auch Songs aus der Zeit der Band, wo man sie noch eher in Richtung EBM einordnen konnte („Der neue Gott“). Auch die Klassiker „Das weisse Licht“ und „Gekreuzigt“ fehlten da nicht. Sehr lustig kurze Einlagen wie „We will rock you“ von QUEEN oder am Ende MONTY PYTHONs „Alway look on the bright side of life“. Insgesamt ein sehr dynamisches, kraftgeladenes Konzert, dass dem eines Headliners würdig war.

Setliste OOMPH! (ohne Gewähr)
Unzerstörbar
Labyrinth
Das weisse Licht
Träumst Du
Der neue Gott
Kleinstadtboy
Niemand
Gekreuzigt
Seemannsrose
Sandmann
Augen Auf!
Aus meiner Haut
Gott ist ein Popstar
Always Look on the Bright Side of Life

ANNE CLARK

Im Staatenhaus stand eine weitere Musik-Legende auf der Bühne. Die sympathische Engländerin ANNE CLARK, die man sich aus den vergangenen Musik-Jahrzehnten nicht wegdenken möchte. Die Halle war brechend voll, weil sich niemand dieses Ereignis entgehen lassen wollte. Dennoch war es im Gegensatz zu draußen deutlich kühler. Neben den Megahits „Sleeper in Metropolis“, „Our Darkness“ und „Killing Time“, die natürlich für Begeisterung sorgten, sind es aber auch die vielen anderen Stücke wie das grandiose „Full Moon“ oder „Elegy For A Lost Summer“, die ein ANNE CLARK Konzert zu etwas Besonderem werden lassen. Auch wenn man es in einer so großen Location wie dem Staatenhaus nicht vermuten mag, so kam doch auch hier (ähnlich wie öfters an dem Tag im Theater) eine doch fast intime Stimmung auf. Klasse auch, dass das Set nicht nur rein elektronisch war, sondern eben von einer richtigen Band präsentiert wurde. Ebenfalls ein sehr gelungenes Konzert am Sonntag Abend.

Setliste ANNECLARK
Full Moon
Alarm Call
Short Story
Leaving
Heaven
Killing Time
The Hardest Heart
Echoes Remain Forever
Shell Song
Seize The Vivid Sky
Ajde Jano
Elegy For A Lost Summer
The Haunted Road
Sleeper in Metropolis
Boy Racing
Our Darkness

FIELDS OF THE NEPHILIM

Ein letztes Mal sollte heute auf der Hauptbühne abgerockt werden. Die Englische Gothic-Rock Formation FIELDS OF THE NEPHILIM läutete langsam das Abschiednehmen vom diesjährigen Amphi ein, wobei natürlich im Staatenhaus noch ein Hauptact folgen sollte. Unterstützt von Nebel (glücklicherweise deutlich weniger als z.B. bei SISTERS OF MERCY üblich), passender Lichtshow und düster-rockigen Songs, konnte man ein sehr stimmiges Konzert erleben. Ob grooviges wie „Dawnrazor“, das treibende „Preacher Man“ oder das düstere „Love under Will“ – trotz fortgeschrittener Zeit wurde von den Besuchern jedes weitere Stück gefeiert. Da war es nicht verwunderlich, dass am Ende auch noch vehement eine Zugabe gefordert wurde, die dann mit „Mourning Sun“ auch geboten wurde. Insgesamt ein sehr würdiger Abschluss auf der Mainstage.

Setliste FIELDS OF THE NEPHILIM (ohne Gewähr)
Harmonica Man
Endemoniada
Moonchild
Love Under Will
New Gold Dawn
One More Nightmare
From the Fire
Preacher Man
Watchman
Dawnrazor
Psychonaut

Mourning Sun

PETER HEPPNER

Im Staatenhaus folgte nun noch ein letztes Highlight. Der über die Szene hinaus bekannte Peter Heppner startete ein Konzert, das kaum Wünsche offen ließ. Neben seinen Solostücken wurden glücklicherweise auch sehr viele WOLFSHEIM-Hits gespielt, die unbestritten für viele Besucher Erinnerungen an alte Zeiten wachgerufen haben dürften. So natürlich auch bei mir – wer erinnert sich nicht an „Once in a lifetime“, „Künstliche Welten“, „Kein Zurück“ oder die Dark-Einstiegsdroge „The Sparrows and the Nightingales“. Neben WOLFSHEIM gibt es natürlich auch das Solowerk von Peter Heppner und diese Stücke überzeugen insbesondere live. Da stört es auch nicht, dass er wie in alten Zeiten die Texte vom Notenständer abliest. Denn die Songs wirken schon so für sich – man könnte die Augen schließen und würde das Konzert wahrscheinlich noch intensiver erleben. Die wirklich angenehme Atmosphäre gipfelte schließlich in dem 90er Hit „Die Flut“. Eine tolle Überraschung wäre ja gewesen, wenn Joachim Witt noch dazugestoßen wäre, aber man kann nicht alles haben. In Summe ein sehr schönes Konzert mit einer Fülle an Hits und glücklichem Publikum.

Setliste PETER HEPPNER (ohne Gewähr)
Intro
I Won’t Give Up
Alleinesein
Meine Welt
Vielleicht
Being Me
Once in a lifetime (Wolfsheim song)
Künstliche Welten (Wolfsheim song)
Deserve to Be Alone
God Smoked
Cry Tonight (missing intro due to technical problems)
Dream Of You
Kein Zurück (Wolfsheim song)
Give Us What We Need (Truth Is Not the Key)
The Sparrows And The Nightingales (Wolfsheim song)
Das geht vorbei
Leben… I Feel You
Wir sind wir
Whenever I Miss You
Die Flut

Tja, so geht es im Leben. Erst freut man sich auf etwas – dann ist es so weit – geht viel zu schnell vorbei und reiht sich in die Liste der positiven Erinnerungen ein. Das Amphi-Festival 2013 ist Geschichte und hatte auch dieses Jahr wieder extrem viel zu bieten. So viel, dass man gar nicht alles sehen konnte, was einem geboten wurde. Neben den überwiegend ausgezeichneten Bands dürfen da natürlich auch die anderen Programmpunkte (die hauptsächlich im Theater stattfanden) nicht vergessen werden. Über Lesungen/ Vorträge von Dr. Mark Benecke und Christian von Aster, bis hin zu einem Video-Live-Special von WELLE: ERDBALL stimmte auch das Rahmenprogramm. Verkaufsstände mit Leckereien, CDs und Klamotten, die Strandbar am Rheinufer, saubere Toiletten, ein kompetentes Orga-Team, nette/ sehr fähige Security-Leute und größtenteils guter Sound. Einziger Kritikpunkt, und da sollte wirklich nachgebessert werden, sind die sehr hohen Getränkepreise (gerade wenn man bedenkt, wie viel Flüssigkeit man am Sonntag zu sich nehmen musste). Da sollten sich die Veranstalter etwas für die Zukunft überlegen.

Abschließend kann ich aber nur sagen, dass ich mich jetzt schon auf das nächste Amphi-Jahr freue. Klasse Festival, dass für mich die erholende Wirkung von Urlaub hat.

Copyright Fotos: Julian Huchtmann

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