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…AND YOU WILL KNOW US BY THE TRAIL OF DEAD – RIBOZYME – THE COATHANGERS

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Ort: Hamburg - Uebel & Gefährlich

Datum: 25.03.2013

Der heutige Abend begann rotzig frech mit der Punkband THE COATHANGERS. Sie boten verspielten Punk, der im Wechsel von den mädchenhaften Piepstimmen Crook Kid und Minnie dominiert wurde oder von der rauen rotzigen Stimme der Drumerin Rusty. Die Band bot knackige Songs ohne große Ansagen, so dass sie trotz kurzen Auftritts auf eine beachtliche Menge an Tracks kamen. Der laufende Meter Minnie drehte dem Publikum während des gesamten Gigs konsequent den Rücken zu. Selbst als die Bandmitglieder die Instrumente tauschten und sie ans Mikro musste, begab sie sich in die Menge und sang in Richtung Bühne und somit mit dem Rücken zur Crowd. Von Seiten des Publikums gab es für die Frauendreiercombo „Sehr-Geil-Rufe“ und Applaus.

Mit RIBOZYME betrat nun eine Männerdreiercombo aus Norwegen die Bühne. Gegründet wurde die Band bereits 1998 und musikalisch werden sie u.a. mit TOOL verglichen. Gesanglich und musikalisch bereitete die Band auf …TRAIL OF DEAD vor, so gaben sie auch Instrumentalpassagen genügend Raum, sich zu entfalten. Die rotzige Verspieltheit des Mädeltrios war weg, dafür schwelgten die Norweger in ihrer Musik und überzeugten, wobei besonders die Stimme von Kjartan Ericson beeindruckte. Das obligatorische “Are your ready for TRAIL OF DEAD” durfte auch nicht fehlen. Nach dem Auftritt blieb die Frage, welcher Band die Glitzerdrums gehörten: RIBOZYME oder THE COATHANGERS? Ich hoffe doch für Cato Olaisen, das es sich um eine Leihgabe von Rusty handelte.

Mit Abbau des Mädchenschlagzeuges und der Befestigung der Setlist von …AND YOU WILL KNOW US BY THE TRAIL OF DEAD trieb die Neugier nun endlich die Fans nach vorne, direkt zur Bühne. Freude kam in der vordersten Reihe über die ersten beiden Songs auf, die aus der Anfangszeit der Band stammen. Dennoch waren an diesem Abend andere Stücke wie „Will You Smile Again For Me“ ein definitives Highlight. Obwohl das Uebel & Gefährlich sehr gut besucht war, sprang der Funke allerdings nicht weiter als bis in die ersten Reihen. Dort wurde aber zu fast allen Songs gepogt und gehüpft, besonders jedoch zu „ A Perfect Teenhood“. Die Mehrheit im Publikum beschränkte sich eher auf das Zuhören als eine körperliche Regung zu zeigen. Hoffen wir, dass es daran lag, dass TRAIL OF DEAD in Hamburg erst ihre dritte Show der neuen Tour gaben. Ich vermute aber, dass es an den Hamburgern lag, denn die Band hat an diesem Abend alles vereint: lautes Gitarreninferno wechselte mit ruhigen Parts ab. Angereichert wurde das Ganze neben dem musikalischen Können auch durch die sympathischen Ansagen. So machte die Band zu „Catatonic“ eine Liebeserklärung an Hannover, da dort nicht nur dieser Track, sondern das neue Album aufgenommen wurde. Den Song „ Claire de Lune“ widmeten sie dem heutigen schönen Tag. Sympathisch auch das Eingeständnis, dass sie nicht wirklich gute DJs seien. Im Anschluss hatten die Besucher noch bei der Aftershowparty die Möglichkeit, die DJ Qualitäten von TRAIL OF DEAD zu bewerten.

Obwohl das Gitarrengewitter und die Drums die Halle erschütterten, war der Gesang von Conrad Keely gut verständlich, wie auch die Vocal Parts von Jason Reece. Leider gingen die Songs teilweise nahtlos ineinander über, so dass es für Außenstehende schwer war herauszuhören, welcher Song gerade gespielt wurde. Einziger Hinweis war der Instrumentenwechsel zwischen Jason und Jamie Miller, die mal am Schlagzeug oder der Gitarre agierten. Keely dagegen beließ es beim Wechsel des Gitarrenmodells. An diesem Abend waren mit 11 Saiteninstrumenten und zwei Drums mehr Instrumente als Musiker auf der Bühne, die kamen insgesamt nur auf 10. Mit den beiden Zugaben „Caterwaul“ und „Totally Natural“ endete schlussendlich der gelungene Gig von TRAIL OF DEAD und die Aftershowparty konnte starten.

Setlist TRAIL OF DEAD
It Was There That I Saw You
Worlds Apart
Catatonic
Up To Infinity
Flower Card Games
Claire De Lune
Another Morning Stoner
Will You Smile Again For Me
Spiral Jetty/Weight of The Sun
Aged Dolls
A Perfect Teenhood
Homage
Caterwaul
Totally Natural

Copyright Fotos: Sandra Dürkop

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