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AMPHI FESTIVAL 2017

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Ort: Köln - Tanzbrunnen

Datum: 22.07.2017 - 23.07.2017

Jeder kennt „Stadt – Land – Fluss“. Beim Amphi Festival heißt es „Stadt – Sand – Fluss und Schiff“. Das innerstädtische Festival lädt mit seinen 42 Bands nicht nur zum Musikhören ein, sondern auch zum Entspannen und Freunde treffen. Aftershowparties, die Kooperation mit einigen Kölner Museen und Autogrammstunden runden das Programm ab. Bereits am Freitag konnte man sich beim „Call The Ship To Port“ mit FRONT 242, NEUROTICFISH und SCHEUBER auf die folgenden Festivaltage einstimmen. Aufgrund des Niedrigwassers musste die Anlegestelle der MS Rheinenergie, die die Orbit Stage beherbergte, kurzfristig auf die andere Seite des Rheins verlegt werden. Die Veranstalter reagierten schnell und hatten einen Shuttle zwischen Tanzbrunnen und Orbit Stage organisiert, obwohl die hochsommerlichen Temperaturen durchaus zu einem Spaziergang am Rhein einluden. Das Line-up auf der Orbit Stage war mit AEON SABLE, ESBEN AND THE WITCH, DIORAMA und CLAN OF XYMOX am ersten Tag bereits sehens- und hörenswert. Am zweiten Tag traten dort unter anderem WE ARE TEMPORARY, WINTERKÄLTE, LEGEND und KIRLIAN CAMERA auf.

Auch sonst gab es einige Veränderungen zum Vorjahr – so wurde unter anderem eine Luggage Lane mit Tickettausch eingeführt, für all jene, die mehr als eine DIN A4 große Tasche auf das Gelände mitnehmen wollten. Für diejenigen, die am Vortag ihr Ticket bereits in ein Bändchen eingetauscht hatten, gab es dieses Jahr eine eigene Einlass-Schlange. Somit verteilten sich die Besucher am Eingang und der Einlass ging zügig voran. Auch der Weg zum Theater war nun so angelegt, dass man ihn ohne Extrakontrolle passieren konnte. Die Anzahl der Schließfächer war aufgestockt wordem und einige Stände auf dem Gelände anders angeordnet. Der Infostand des Amphi half nicht nur bei allen Festivalfragen, sondern gab kostenlose Becher für das Trinkwasser aus, welches besonders am ersten Tag stark frequentiert wurde, denn die Temperaturen kratzten an der 30 Gradgrenze. Beim Beach Club herrschte eine leichte Brise und mit seinem einmaligen Blick auf Köln erfreute er sich regen Zuspruchs. Was für ein Kontrast: der schneeweiße Sand und die überwiegend schwarz gekleideten Besucher!

Kontrastreich war das Publikum dennoch, so blitzte aus dem Schwarz Cybergoth in Neon hervor, und gehörnte Nachtgestalten in Lack trafen auf Steampunk und Visuel Kei. Man präsentiert sich gerne – jeder so, wie er es mag. Schattenplätze, Schutz vor Regen und Sitzplätze fand man fast immer und wenn nicht, dann traf man auf Bekannte, ging shoppen, essen oder… was am nächsten lag: sah sich ein Konzert an.

Wer viel tanzt, der muss essen und trinken. So gab es, dem Standort geschuldet, Kölsch und Reibekuchen, aber auch Flammlachs, diverse Burger mit und ohne Fleisch, Bier, Met und Cidre. Der Freistaat Bayern wurde nicht nur durch EISBRECHER vertreten, sondern ein bayerischer Stand bot Leberkäse und Krustenbraten an. Eis, Obst, Kaffee und Kuchen gab es zum Nachtisch oder doch lieber bei Pizza, Pulled Pork bleiben, denn man brauchte eine Grundlage, zumindest, wenn man sich ein Fass Kölsch bestellte. Hatte man ein Accessoire vergessen, so wurde man in den unzähligen Shops fündig und konnte dort auch gleich seinen Kleiderschrank aufstocken. Sogar Kinder konnten sich von Kopf bis Fuß als Goth verkleiden. Das diesjährige Amphi-T-Shirt gab es in verschiedensten Ausführungen und so war für jeden Geschmack etwas dabei, und man hatte die Qual der Wahl, denn die Designs waren sehr gelungen. Musikalisch war auf jeden Fall auch für jeden etwas dabei…

Samstag

Am Samstag wurde die Main Stage von EMPATHY TEST eröffnet und viele Besucher hatten sich bereits eingefunden. Im Anschluss holten EISFABRIK nicht nur einen Bonbon werfenden Yeti auf die Bühne, sondern ließen es auch schneien. Nebelfront und Schwermut machten sich zu dem Eröffnungsauftritt der Band HOLYGRAM auf der Theater Stage breit. Leider dominierten Nebel und Stroboskoplicht etliche Auftritte im Theater, so dass man teilweise die Anzahl der Musiker nur erahnen konnte. FABRIK C heizten mit hämmerndem Sound ein und vertrieben die Schwermut. Zu dem Synthypop der slowenischen Formation TORUL konnten die Besucher wieder etwas Luft holen, um im Anschluss u.a. zu „Earthling“ und „Age After Age“ von FROZEN PLASMA zu feiern. Zwischenzeitlich kam es bei selbigen zum ersten Einlassstopp im Theater.

Weiter ging es in der dunkel gehaltenen Theater Stage im Anschluss mit KITE. Eine lange Schlange um das Theater herum bildete sich kurz vor dem Auftritt von NACHTMAHR, denn viele wollten das 10 jährige Bandbestehen zu Songs wie „Weil ich’s kann“ und „Mädchen in Uniform“ feiern.
Den Abend im Theater beendeten DIE KRUPPS mit viel Power und feuerten u.a. „Kaltes Herz“, „Schmutzfabrik“, „Der Amboss“, „Metal Machine Music“, „Robo Sapien“, „Nazis Auf Speed“ und „Machineries Of Joy“ raus. Jürgen Engler sah man auf Eisenstangen hämmernd, die Menge tanzen!
Was für ein gelungenes Ende und gelungenes Line Up im Theater!

Natürlich konnte die Main Stage mit dem Programm mithalten! Nach CHROME, die mittlerweile zum dritten Mal beim Amphi auftraten, ging es mit den Spielmännern von TANZWUT nach dem Intro „Götterfunken“ mit „Schreib es mit Blut“ munter weiter. Der Teufel hatte neben den Songs „Auferstehung“ auch einen Zauberspruch für die Frauen parat. LORD OF THE LOST zauberten dann noch mehr Menschen weiblicher Gattung vor die Bühne und auf selbiger gab es angeklebte Wimpern bei Chris Harms zu sehen. Das farbenfrohe Outfit von Gared Dirge zog alle Blicke auf sich. Showtime mit „Miss Machine“ oder „Six feet underground“, da kann Chris Harms auch mal seinen Gitarreneinsatz zu „Prison“ fast vergessen.

Ohne Make-up, dafür mit einer Setlist, die keine Wünsche offen ließ, ging es mit DIARY OF DREAMS und dem Song „Malum“ weiter. Einen der schönsten Momente für Adrian Hates selbst und auch für das Publikum, war der gemeinsame Auftritt mit Torben Wendt (DIORAMA) zu „Butterfly:Dance!“ und „The Curse“. Den Abschluss bildete „Traumtänzer“, ein Song, der noch einmal zum gemeinsamen Singen einlud. Die Publikumsdichte nahm noch mehr zu, denn nun stand der Auftritt von FIELDS OF THE NEPHILIM an. Die Urgesteine des Gothic Rock begeisterten wie eh und je mit „Last Exit For The Lost“ und „Moonchild“. Zur Freude der Fans gab es noch „At The Gates Of Silent Memory“, „Prophecy“ und „Mourning Sun“. Mit VNV NATION quoll nun das Amphi über und brachte sogar Einhörner zum Tanzen. Ansonsten wurde fleißig mitgesungen und Arme geschwenkt, wie zum Beispiel zu „Illusion“. Musikalisch zeigte sich VNV NATION bei Titeln „Nemesis“ oder „Control“ auch von der härteren Seite. Humorvoll und sympathisch führte Ronan durch den Abend, zu „Off Screen“ vergaß er seine Lyrics und der Song wurde vom Klatschrhythmus der Fans begleitet. Zu „Nova“ gab es passenderweise ein Handylichtermeer vor der Bühne. Um 22 Uhr klang der erste Tag aus und wer noch nicht den Rückweg durch die laue Sommernacht antreten wollte, der konnte die Nacht bei der Aftershowparty zum Tage werden lasen.

Sonntag

Der zweite Tag war etwas kühler und Wolken dominierten den Himmel. Sorgenvolle Blicke dorthin waren aber nicht nötig, denn es gab nur zwei kurze Regenschauer, ansonsten zeigte sich das Wetter dem Amphi Festival freundlich gesinnt. Los ging der zweite Tag mit MASSIVE EGO und es folgte M.I.N.E mit Sänger Marcus Meyn (CAMOUFLAGE). Langsam kamen mehr und mehr Zuschauer, so dass STAHLMANN auf der Main Stage vor gut besuchtem Hause performten und die Stimmung wurde gut von der Göttinger Band angeheizt. Vom Publikum gab es ein Geburtstagsständchen für Frank. Ohne Setlist, dafür mit einer beweglichen Mega-Metallkonstruktion für die Keyboards und unbeschreiblicher Mimik von Stefan, suchten DAS ICH die Besucher mit „Gott ist tot“ und „Destillat“ heim.

Auf der Theater Stage wurde die Bühne mal wieder vom Nebel heimgesucht. LUCIFER’S AID schaffte es, dank seiner Bühnenaction, aus dem Nebel herauszustanzen. Durch den „Schleier“ kamen dagegen kam das Make up und die Kostümierung von THE OTHER nicht zu Geltung. Musikalisch war der Horropunk allerdings eine Abwechslung. NEAR EARTH ORBIT und die Überflieger MERCIFUL NUNS (entstanden aus GARDEN OF DELIGHT) schwelgten dagegen förmlich im Nebel. Sollte keiner mitbekommen, dass der Sänger Artaud Seth mit zwei Bands am Start war? Zum Glück schränkte der Nebel nur die Sichtweite ein, musikalisch schwelgten die Fans in den Klängen. Leben, gute Laune und Klatschanleitung brachte der Auftritt von LETZTE INSTANZ auf die Theater Stage. Spannendes Highlight war im Indoorbereich am Sonntag THE DANIEL MYER PROJECT, zu dem Mastermind Daniel Myer die folgenden Kollegen/ Freunde auf die Bühne holte: Jean-Luc De Meyer, Eskil Simonsson, Andy La Plegua, Sven Friedrich, Boris May und Tomas Tulpe. Begeisterung machte sich breit über die musikalische Kooperation und so gab es in der randvollen Theater Stage kein Halten mehr. Zum druckvollen „Math and Emotion“ performte Boris May und bei dem düster daher kommenden „God Under Repair“ stand Jean-Luc de Meyer am Mikro.

Die Main Stage wurde nicht nur von einem kräftigen Regenschauer heimgesucht, sondern auch von der mexikanischen Formation HOCICO. Die Abrissparty folgte direkt im Anschluss dank COMBICHRIST, die gleich mit „ What The Fuck Is Wrong With You?“ loslegten und mit „Blut Royale“, „Get Your Body Beat“ und „Shut Up And Swallow“ eine Breitseite nach der anderen raushauten. Musikalisch ruhiger wurde es auf der Bühne zu APOPTYGMA BERZERK, aber keinesfalls davor! Hier wurde zu „Non Stop Violence“ und „Until The End of The World“ mitgesungenm bis der Auftritt mit „Major Tom“ endete. EISBRECHER hielten im Anschluss das Niveau und legten mit „Verrückt“ los. Bevor Alex ein Handyverbot aussprach, wurde sich noch für die Fans in drei Posen geworfen und weiter ging es mit „Augen unter Null“. Bescheiden wie eh und je hatten EISBRECHER den neuen Hit „Was ist hier los“ dabei und der geht… ab! Besonders gut lässt es sich gemeinsam mit den Eisbrechern zu „Himmel Arsch und Zwirn“ fluchen. Als Alex gut eingepackt und mit Eispickel versehen die Bühne betrat,war klar: jetzt ist die Zeit für „ Eiszeit“ gekommen, dessen Refrain extremes Mitsingpotential hat. Ungeschlagen in Sachen mitsingen ist jedoch immer wieder der Song „Miststück“. Natürlich hatten die Bajuwaren neben dem letzten Song „Ohne Dich“ auch Eisbären dabei, die in Richtung Publikum flogen. Am Ende war auch auf der Main Stage um 22 Uhr Schicht im Schacht und mit dem ein oder anderen Ohrwurm ging es nach Hause. Das Amphi hat mal wieder mit all seinen Facetten überzeugt…

Copyright Fotos: Sandra Dürkop

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