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ASSASSIN – FORCES@WORK

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Ort: Düsseldorf - Spektakulum

Datum: 27.08.2005

Na, da war ich ja mal schwer gespannt auf die Rückkehr der 80er-Thrasher ASSASSIN, deren vielumjubelten 2003er-Comebackgig ich leider damals verpasst hatte. Nach der zwar guten, aber doch eher modern ausgerichteten neuen Scheibe „The Club“, war es fraglich, ob das neue Material so richtig mit den alten Gassenhauern würde harmonieren können. Konnte es nur ansatzweise, soviel vornweg.

Bedingt durch besch… Arbeitszeiten, verpasste ich die 1. Band mal ganz und sah von Düssel-Kumpel Lohse und FORCES@WORK nur die letzten 10 Minuten. Die hatten es allerdings in sich! Wie die Band hinterher selber sagte, hat man noch keinen dermaßen soundmäßig harten Gig hingelegt und das ohne Bassist! Amtlich-fetter Sound, und Herr Lohse am Mikro hat wieder mehr gefallen am Brüllen/ Schreien/ Grunzen gefunden denn am Singen. Passt zwar besser zum derzeitigen Bandsound, ist aber insgesamt schade bei seiner klasse Stimme. So wurde sich wieder schwer durchs Material gewurbelt. Kann man kaum beschreiben den Sound der Herren, es gibt einfach keine vergleichbare Band! Eventuell SLIPKNOT/ MESHUGGAH/ DEATH/ CYNIC und Progmetal in einen Topf, umrühren, schütteln und dann das Ganze im Quadrat! Kann man echt nicht beschreiben, hört es euch einfach an und erblasst. Vor allem, was Schlagwerker Sabir da permanent fabriziert, ist nicht von diesem Planeten! Gitarrist Adrian ist unverständlicherweise immer noch nicht aus dem Underground herausgetreten. Vielleicht ändert sich das ja bald durch die gute Connection der Band zu Victor Smolski, welcher ja ebenfalls ein absoluter Virtuose an der Klampfe ist und schwer auf die Band kann. Die neue Scheibe kommt im Februar! Schade nur, dass erneut alle alten LOST CENTURY-Weggefährten von Andreas und Adrian in Form von Rudi, Jens, Jason und Martin anwesend waren, es aber wieder keine Reunion-Performance gab! HAHA!

Dann war es an der Zeit für ASSASSIN. Und die stiegen gleich mörderisch kultig mit „Assassin“ vom 86er-Debut ein. Das man Performance-technisch natürlich nicht mehr ganz so wüst agiert wie vor fast 20 Jahren, ist ja nachvollziehbar. Trotzdem wurde herrlich räudig losgebrettert, als wären 500 Leute anwesend, und die Band legte sich schwer ins Zeug. Der kleine Mob vor der Bühne tobte, und die älteren Herren um mich herum kamen aus dem Grinsen ob dieser Zeitreise nicht mehr heraus. Allen voran Herr Hahn und die anderen ex-DEATHROW-Jungs. Die neueren Stücke wie „The Club“ kamen Live um einiges näher an die alten Heldentaten ran als auf Konserve. Richtig ab ging’s natürlich nur bei den ollen Kloppern der 80er (wollen alle ja selbst bei METALLICA/ SLAYER/ MAIDEN etc. nur hören… früher war halt alles besser?!). Und da gab’s gleich eine ganze Reihe von: „AGD“, „Baka“, „Abstract War“, „Fight“, „Bullets“… kaum zu glauben, dass das schon fast 20 Jahre her ist! Fronter Robert hat zwar etwas an Stimme eingebüsst im Laufe der Zeit, aber die Performance der ganzen Band zeigt, dass man immer noch Spaß am Zocken hat. Schade nur, dass dem heute nicht mehr Leute huldigten. Bei dem 2003er-Comebackgig platzte eine andere Lokalität ja noch aus allen Nähten.

Nach dem Verklingen der letzten Takte, war es bei der aufgelaufenen Musikerpolizei natürlich logisch, dass noch schwer gesmalltalkt wurde. Geschichtsbewusste Thrasher sollten sich die Herren auf jeden Fall reinziehen, sollte sich eine der wenigen Live-Gelegenheiten ergeben!

Setlist ASSASSIN
Assassin
Real Friends
The Club
AGD
Psycho Terror
Junkfood
Bushwackers
Go Insane
Last Man
Not with Us
Aging Mob
Baka
No Fear
Price of Power
Abstract War
Intro Forbidden Reality
Fight
Religion
Bullets
Real Friends

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