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AULETTA – SUNDAY CHOCOLATE CLUB

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Ort: Bielefeld - Kamp

Datum: 21.03.2012

Auf ihrer “Make love work”-Tour machten AULETTA, fünf sympathische Jungs aus Mainz, ein zweites Mal Halt im Bielefelder Jugendzentrum Kamp, im Gepäck ihre im letzten Jahr herausgebrachte gleichnamige CD.

Als lokaler Opener dienten heute SUNDAY CHOCOLATE CLUB, eine Indie-Popband aus Bielefeld und Münster, vom heimischen Publikum nett aufgenommen. Etwas Sorgen machte ich mir wegen der noch recht überschaubaren Anzahl Anwesender – nicht unbegründet, wie sich noch herausstellen sollte. SUNDAY CHOLCOLATE CLUB bestehen aus Kai (Gesang + Gitarre), Hannes (Bass) und Jan am Schlagzeug. Unüberhörbar ihre Einflüsse von FRANZ FERDINAND und MAXIMO PARK. Insgesamt sehr gut zu AULETTA passend und ein netter Einstieg in den Abend.

Bis zum Auftritt der Hauptband hatten doch noch ein paar mehr Leute den Weg in Bielefelds Mitte gefunden, tatsächlich waren es aber wohl knapp hundert Nasen. Wenn diese Hundert denn auch mal richtig Stimmung gemacht hätten, hätte es ein schöner Abend für AULETTA werden können. So taten mir die Jungs um Sänger Alex etwas leid, denn knapp zwei Drittel der Zuhörer waren Damen, die man wohl in die Kategorie “verklemmte Erstsemester” einstufen konnte. Vielleicht kamen die Mädels auch nicht damit klar, den Mitgliedern der Band so nahe zu sein und kamen deshalb erst fast gegen Ende des Konzerts aus sich heraus. Bis auf eine anwesende junge Frau, die ihre ganz eigene Show fuhr und damit Sänger Alex zeitweise völlig aus dem Konzept brachte. Erst gab es nur laute Zwischenkommentare von ihr aus dem hinteren Bereich des Kamps: “Martin, du geile Sau”, bis Alex sie mit den Worten “Trau dich mal nach vorne, feiges Huhn” auf die Bühne bat, wo das “feige Huhn” dann gleich mal ungeniert den Gitarristen Martin anbaggerte und Alex von ihrem gemeinsamen Kuss der beiden ein Foto schoss – mit der Knippse, die ihm besagte Dame vorher in die Hand gedrückt hatte. Ja, sowas hatten wohl auch AULETTA noch nicht erlebt.

Offensichtlich hatten sie aber auch noch nie ein so stoisches Publikum erlebt. Zumindest gab das den Anschein. In einer Songpause, in der man wirklich eine Stecknadel hätte fallen hören können, meinte der Fronter dann auch “Pssst, wird sind auf einem Konzert”. Dabei starteten die Mainzer den Abend mit dem absoluten Ohrwurm “Sommerdiebe” und die Setlist ließ insgesamt keine Wünsche offen. Von den beiden bisher veröffentlichen Alben “Pöbelei und Poesie” sowie “Make love Work” wurden u.a. “Meine Stadt”, Schrei und Tanz”, “Wochenendendlosigekeit”, “Gold”, “Lass die guten Zeiten rollen”, “Make love Work” und als eine der Zugaben, akustisch nur mit Gitarrenbegleitung, die aktuelle Single “Du bist alles” gespielt. Und Alex bemühte sich auch redlich den ganzen Abend, die Leute zu motivieren. leider nur mit mäßigem Erfolg. Unverständlich, wenn man bedenkt, dass viele Konzerte der Tour ausverkauft waren und man überall den Tenor hörte “Hammer-Stimmung”. Aber an den Eingeborenen in Ostwestfalen-Lippe ist ja schon so mancher gescheitert und AULETTA haben wirklich ihr Bestes gegeben.

Copyright Fotos: Jörg Rambow

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