Terrorverlag > Blog > BEGINNER, MEGALOH > BEGINNER – MEGALOH

Konzert Filter

BEGINNER – MEGALOH

161111-beginner-0

Ort: Bielefeld - Seidenstickerhalle

Datum: 11.11.2016

„Ihr wart Zeuge, wie ein kleiner Haufen cooler Hosenscheißer loszog von der Küste, in Turnschuh’n an die Spitze, denn die Füchse von der Elbe wollten raus aus der Kälte, hatten kein Ziel, aber fuhren los (…)“. Ja, so war das damals. Besser hätten sich die BEGINNER nicht selbst beschreiben können. Und diese Erinnerungen teilen neben den Bandmitgliedern auch unzählige Fans. Und so war es nicht verwunderlich, dass der BEGINNER-Hype mit der Ankündigung des neuen Albums „Advanced Chemistry“ schnell riesengroß wurde. Die großen Radiosender sprangen auf den Zug auf und so wurde das Konzert noch vor dem Erscheinungstag des neuen Albums vom Bielefelder Ringlokschuppen in die drei Mal so große Seidenstickerhalle verlegt. Das kam nicht bei allen gut an, da diese Sporthalle doch eine völlig andere Atmosphäre als der schmucke Ringlokschuppen bietet. Der großen Nachfrage aber war diese Entscheidung zu verdanken. Um es vorweg zu nehmen: Die Verlegung hat der Stimmung nicht geschadet! Ich habe in beiden Locations schon einige Konzerte gesehen und kann daher behaupten, dass es nicht viele Bands gibt, die es schaffen, die große Seidenstickerhalle mit Atmosphäre zu füllen. Für die BEGINNER war dieses an diesem kalten Novembertag aber überhaupt kein Problem! Die 7.250 Zuschauer in der restlos ausverkauften Halle waren ein Querschnitt aus vielen alten aber auch einigen neuen (jungen) Fans die diesen Abend zu einer riesengroßen Party machten.

Los ging es pünktlich um 20 Uhr mit dem Auftritt von MEGALOH, der eine halbe Stunde lang zusammen mit einem DJ den Fans einheizte, welche seinen aus dem Radio bekannten Song „Regenmacher“ im Besonderen abfeierten.

Um kurz vor neun ging das Licht aus, die BEGINNER betraten mit dröhnendem Bass die riesige Bühne und fragten „was ist los Digga, Ahnma!?“. Der Hit, der in den vergangenen Monaten kaum an einem vorbeigegangen sein dürfte, brachte die Fans direkt in Ekstase – auch wenn GZUZ fehlte, der im Original für den Refrain zuständig ist und aufgrund seinen Vocals einen interessanten Gegenpart zu den beiden BEGINNER-Stimmen bildet. Was Hits anging, ging es Schlag auf Schlag. Direkt im Anschluss folgte mit „Hammerhart“ ein Allzeit-Klassiker vom legendären Album „Bambule“. Nach dem dritten Song mussten wir Fotografen leider unsere Kameras abgeben und mit einem Mitglied des wirklich sehr freundlichen und top organisierten Security-Teams die Halle umrunden. Ich bin zwar nach wie vor kein Freund von diesem Vorgehen, aber wenn es immer so läuft wie an diesem Abend, ist das zu verschmerzen. Leider verpasste ich durch den kleinen Ausflug meinen persönlichen Lieblingssong („Gustav Gans“) der BEGINNER. Aber auch das restliche Programm hatte es in sich und so war es ein Leichtes, sich dem fröhlich tanzenden Publikum anzuschließen und alte wie neue Hits von „Füchse“ bis „Es war einmal“ tanzenderweise zu begleiten und entsprechend abzufeiern. Die Lichtshow auf der Bühne war zudem ziemlich beeindruckend. Und das obwohl sie im Grunde relativ puristisch daherkam. Keine großen Leinwände, keine Videos etc., sondern einfach nur Licht in verschiedenen Formen, Farben und Formationen gekonnt inszeniert. Mir persönlich gefällt es immer gut, wenn nicht zu viele Nebenschauplätze vom eigentlichen Geschehen ablenken.

Zu kritisieren wäre die (leider in der Seidenstickerhalle oft übliche) schleppende Getränkeversorgung und die nach wie vor sehr bescheidene Toilettensituation. In diesen Punkten ist dringender Nachholbedarf nötig. Was bei den Toiletten, die schlichtweg in nicht ausreichendem Ausmaß vorhanden sind, nicht so einfach möglich ist, wäre beim Thema Getränke aber recht simpel umzusetzen. So sind die riesigen und zahlreich vorhandenen Verzehrstände nur sehr wenig gefragt, während sich bei den Getränken teilweise riesige Schlangen bilden, die Wartezeiten von bis zu 20 Minuten nach sich ziehen. Das musste ich leider an diesem Abend selbst erleben. Die großen Verzehrstände könnte man daher ohne großen Aufwand mit Getränken und weiterem Personal auffüllen, um der Nachfrage gerecht zu werden. Bei Preisen von 5,50 für ein Wasser (inkl. Pfand) dürfte das aus finanzieller Sicht keine Hürde darstellen.

Zurück zum Geschehen auf der Bühne: Absolute Highlights sollten vor allem die Klassiker „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“ (welches die BEGINNER 1999 von Nena gecovert hatten), das „Liebeslied“ sowie der Auftritt von TORCH sein, welcher zu „Wir waren mal Stars“ und „Thomas Anders“ die BEGINNER auf der Bühne begleitete. Beim Song „Thomas Anders“ durfte zudem noch MEGALOH mit auf die Bühne.

Nach 24 Songs und ca. einer Stunde und 45 Minuten bleibt an diesem Abend nur das Fazit:
„Alle sind happy, denn der Testsieger rappt wieder!“

Setlist BEGINNER (ohne Gewähr):
Ahnma
Hammerhart
Geht Was
Rap & fette Bässe
Gustav Gans
Macha Macha
Schelle
Irgendwie, Irgendwo, Irgendwann (NENA Cover)
City Blues
Geh bitte
Wir waren mal Stars (TORCH Cover) (mit TORCH)
Thomas Anders (mit MEGALOH und TORCH)
Meine Posse
Fäule
Wer bistn Du?
Kater
Füchse
Rock On

Es war einmal
Foxy Music Medley
Rambo No. 5

Liebes Lied
Meine Posse
Nach Hause

Copyright Fotos: Sascha Uding

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Alle markierten Felder (*) müssen ausgefüllt werden.

Mehr zu BEGINNER auf terrorverlag.com

Mehr zu MEGALOH auf terrorverlag.com