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BETH HART – GARY HOEY

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Ort: Hannover – Theater am Aegi

Datum: 18.05.2017

Fire On The Floor-Tour 2017

Von BETH HART hörte ich das erste Mal nach einem Konzert mit Joe Bonamassa in der AWD-Hall. Schwer beeindruckt saugte ich alles auf, was der Edelblueser auf Tonträger brachte. Dazu zählte ein Gastauftritt von Beth auf seiner „Live from New York“ Blu-ray. Joes göttlich-anspruchsvolle Gitarrenarbeit und Beths kraftvolle Stimme überzeugten die Fans, dass sie absolut gleichwertige Partner sind. So war ich beim Lesen der Tourdaten mehr als erfreut, dass Beth in Hannover im Theater am Aegi Station machen würde. Seit ihrem letzten, im Oktober 2016 erschienenen Studioalbum „Fire on The Floor“ ist sie auf der gleichnamigen Tour.

Bevor sie die Bühne für sich einnehmen konnte, sorgte der aus Boston stammende GARY HOEY im fast ausverkauften Theater vor gut 1100 Zuschauer für die passende Einstimmung. Ebenfalls im Bluesrock zu Hause, präsentierte der Gitarrenvirtuose gekonnt einige Brettnummern, für die er, sein Bassist und sein Schlagzeuger vom gut eingestimmten Publikum mit kräftigem Beifall belohnt wurde.

Nach kurzem Intro ihrer Begleitband trat Beth dann im „Kleinen Schwarzen“, Netzstrümpfen und scheinbar endlosen Heels vor ihr Publikum. Wie in allen anderen deutschen Städten ihrer Gastspielreise war auch das Aegi komplett bestuhlt. Aber lange hielt es die Fans nicht in den Sitzen, denn schnell wurde allen klar, dass hier eine ganz Große den Ton angibt und zwar Blues Rock-Töne vom Feinsten. Beths Lieder sind gehaltvoll aus ihrem Leben gegriffen. Schmerzliche Kindheit, Trennung der Eltern, ihre Drogen“karriere“. Sie selbst sagt, dass das Tourneeleben für sie einen heilenden Charakter hat, weil sie ihre Emotionen mit dem Publikum teilen kann. Das wird dem Publikum deutlich, als sie sich ans Piano setzt und den gefühlvollen Song „Sister Heroin“ vorträgt. Darin geht es um Trauer, um den Tod ihrer Schwester, die an den Folgen ihrer Drogensucht gestorben ist. Musikalisch dominierten Beths intensiver Gesang und ihr Spiel mit dem Piano. Unterstützt wurde sie von Bob Marinelli am Bass, Bill Ranson am Schlagzeug und Jon Nichols an der Gitarre.

Überzeugend fand ich auch das Bühnenlicht. Lichtdesigner und Pultoperator verstanden ihr Handwerk und tauchten jedes der Stücke in eine besondere Atmosphäre, die zusätzlich Emotionen erzeugte. Zum Ende ihrer Show lag sie vor ihrem Publikum, mal auf dem Rücken, mal bäuchlings und strapazierte ihre Stimmbänder, dass es einem mit einer gewaltigen Gänsehaut an Janis Joplin erinnerte. Nun hielt es keinen der Besucher mehr in den Sitzen und es gab frenetischen Applaus. Ich bekam Schauer von ihrer gewaltigen Stimme und der Leidenschaft, die sie von der Bühne ausstrahlte. Mit größter Spielfreude bedankte sich Beth mit 3 Zugaben, zu denen auch GARY HOEY noch einmal sein Bestes gab, und setzte damit den krönenden Abschluss eines hervorragenden Konzertabends. Dem Himmel sei Dank.

Copyright Fotos: Detlef-René Spanka

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