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BLUTENGEL – MEINHARD

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Ort: Hamburg – Docks

Datum: 11.04.2015

Strategisch haben BLUTENGEL einen Freitag den 13. als Veröffentlichungstermin ihres neuen Albums „Omen“ gewählt. War Hamburg als Tourauftakt auch ein strategischer Schachzug? Das große Tourfinale planen BLUTENGEL auf jeden Fall in ihrer Heimatstadt Berlin. Doch nun zurück zu Hamburg und ab in den Regen, denn das Wetter sparte nicht damit, die Wartenden mit reichlich Regen zu beschenken, so dass ein triefend nasses Publikum auf den Beginn der Show wartete.

Eröffnet wurde der Abend durch den Sänger MEINHARD, dem es dank eines Crowdfunding- Projektes möglich war, die Berliner auf Tour zu begleiten. Begleitet wurden BLUTENGEL an diesem Tag auch von Fans, die mit ihren VIP-Reisebus-Tickets den Bus von Berlin nach Hamburg mit BLUTENGEL teilen durften. Sehr früh bzw. viel zu früh für BLUTENGEL ging die Fahrt von Berlin nach Hamburg los. Auch der Einlass war zeitig um 18 Uhr angesetzt und bereits um 19 Uhr begann MEINHARD vor vollem Hause mit seiner Show-Melange aus Rocky Horror Picture Show, Swing und Cabaret, die sich allesamt in Alices Wunderland tummeln. In Anlehnung an Alice durfte natürlich „Mad as a hatter“ nicht fehlen und passenderweise trug nicht nur MEINHARD einen Zylinder, sondern warf auch Miniversionen davon ins Publikum. Zu „Pig & Pepper“ flog dann noch ein Plüschschwein in Richtung der Besucher. Besonders die schnellen Stücke wie „Caucus Race“ gingen in die Beine und ließen nicht nur MEINHARD auf der Bühne staksig mittanzen, sondern auch die Hamburger setzten sich langsam in Bewegung. Der Münchener Meinhard von Falkenberg mit Federkragen, Make-up und ausladenden Gesten war eine gute Wahl als Opener, der unterhaltsam die Fans auf den Abend einstimmte.

Setlist MEINHARD
?
Falling!
Nimmerwo
Mad as a hatter
Knight of gold (?)
At the rite site
Caucus Race
Pig & Pepper
Blood + Love
You Save And You Kill The World (YSAYKTW)

Während die Anwesenden auf den Beginn der „Omen“ Show warteten, starrten Augenprojektionen auf die Wartenden und dann endlich erklang „Prolog: Omen“. Mit Schlagzeug und trommelnder Unterstützung von Conrad (Keys) und Tom (Gitarre) ging das Intro in den Song „Sing“ über. Ein lauter Knall mit Rauchbegleitung… Chris Pohl und Ulrike Goldmann enterten die Bühne. Währenddessen versuchte die Security das Feuer des Pyroeffektes zu löschen, bis endlich eine Löschdecke die Flammen erstickte. Der heutige Abend war die Generalprobe der Berliner, wie Chris es des häufigeren gerne betonte. Haben BLUTENGEL ihre Altarkerzen für die Notenständer etwa in Berlin vergessen? Chris selbst machte keinen Hehl daraus, dass er verdammt nervös an diesem Abend sei. Mit erstaunlich sympathischer Berliner Schnauze, die immer wieder durchkam, führte er durch den Abend und lobte auch sich selbst. Dank der Feuershow der beiden Tänzerinnen Nadine und Nicky wurde es auf der Bühne mächtig heiß, so dass Chris der Schweiß auf der Stirn stand und er dazu verdammt war, Unmengen an Wasser zu trinken. Nach dem erneuten Einsatz der Feuershow zu „Ich Bin Das Feuer“ stellte Herr Pohl nur noch trocken fest: Super, noch wärmer hier. Dennoch entledigte er sich nicht seines Jacketts. Uli dagegen ließ sich die Wärme nicht anmerken.

BLUTENGEL glänzten nicht nur durch den Schweiß, sondern besonders durch einen abwechslungsreichen musikalischen Abend, der durch die drei Performance-Künstlerinnen abgerundet wurde. So gab es neben neuen Songs auch den Klassiker „Vampire Romance“, der mit ein paar Jubelpfiffen begrüßt wurde. Ansonsten hielt sich das Publikum jedoch sehr zurück, so sah man die Fans leise mitsingen, etwas Schunkeln und lieber spät als nie gab es auch mal ein richtig fettes Klatschinferno zu „Reich Mir Die Hand“. Hamburger, so einen Einsatz hättet ihr auch schon mal früher zeigen können und nicht nur noch zu „You Walk Away“! Auch benötigte das Publikum drei Anläufe, um sein Bedauern zu äußeren, als BLUTENGEL ankündigten, dass sie mit „Save us“ nun ihren letzten Song spielen würden. Was das Auditorium dann doch noch richtig gut hinbekam, war das Mitsingen der Refrains von „Engelsblut“ und „Asche zu Asche“. Ansonsten genossen sie die aufwendige Bühnenshow der drei Tänzerinnen nebst Feuer, heißen lesbischen Spielchen und Blutduschen. Selbst die Security versuchte einen Blick auf die Damen zu erhaschen. Unterstützt wurde die Show durch passende Projektionen rechts und links der Bühne. Strategisch gut platziert waren die aufeinander folgenden Akustikversionen. Chris begann vor blaugetauchter Bühne mit dem Stück „ Der Regen Fällt, zog die Anwesenden in seinen Bann und überzeugte gesanglich/ emotional dabei. Im Kontrast dazu gab es im Anschluss dieses Mal vor roter Bühne von Uli „ Give me“. Nach einem kurzen Umbauwirrwarr und Positionssuche ging es mit „Bloody Pleasures“ weiter und mit „Save us“ und Silberregen verließ die Band die Bühne.

Bei der ersten Zugabe begrüßte Uli die Hanseaten mit den Worten Hamburg meine Perle und sang „Black Roses“. Nun starteten BLUTENGEL ihr umfangreiches Zugabenset gefolgt von „Asche zu Asche“. Zu „ Krieger“ gab sie die Band kämpferisch mit Flaggen und Fäusten. Ganz so kämpferisch waren die Hamburger dann doch nicht. BLUTENGEL legten dann noch mit „Monument“ eine weitere Zugabe nach und mit Konfettiregen, Silberfontänen und einer Dankesrede endete die Show. Zufriedene und mittlerweile getrocknete Konzertbesucher strömten aus den Docks und wie man der Facebookseite der Band entnehmen kann, waren auch BLUTENGEL mit ihrer Strategie, Hamburg als Tourauftakt zu wählen, zufrieden.

Setlist BLUTENGEL
Prolog: Omen
Sing
The war between us
Lucifer
Kinder der Stadt
Soul of ice
Dein Gott
Das andere Ich
Vampire Romance
Ich bin das Feuer
Wir sind was wir sind
You walk away
The siren
Engelsblut
Holy blood
Der Regen fällt
Give me
Bloody Pleasures
Save us

Black Roses
Asche zu Asche
Krieger
Reich mir die Hand

Monument

Copyright Fotos: Sandra Dürkop

1 Kommentar

  1. Am 23.04.2015 spielen BLUTENGEL außerdem in Pratteln (CH) im Z7. :)

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