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BURGFOLK 2014 – TAG 1

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Ort: Mülheim – Schloss Broich

Datum: 15.08.2014

Mülheim rockt

Am dritten Wochenende im August ist alljährlich Burgfolk-Zeit in Mülheim an der Ruhr auf Schloss Broich. Das Burgfolk ist ein zweitägiges Musikfestival für Mittelalter- und Folkbands in all ihren Schattierungen, angefangen von Irish Folk bis hin zu Gothic Metal. Der Freitagabend markiert immer den Beginn. Da es sich hierbei (für die meisten) noch um einen Arbeitstag handelt, beginnt die Veranstaltung am späten Nachmittag mit dem Einlass um 17 Uhr. Eine halbe Stunde später steht dann die erste Band auf der Bühne. Das Wetter ist wechselhaft und macht das diesjährige Festival wieder mal besonders „spannend“. Gästen und Musikern kann man nur die Daumen drücken, dass kein Konzert verregnet. (Den Reportern natürlich genauso) Der Cheforganisator Michael Bohnes aber ist felsenfest davon überzeugt, dass es nicht regnen wird. Als Vertreter des Kulturbetriebs Mülheim steht ihm das auch zu.

Eröffnet wurde der erste Tag und somit das diesjährige Festival mit MR. HURLEY UND DIE PULVERAFFEN. Das sind drei Freibeuter und eine Piratenbraut. Sie sind keine Unbekannten in der Szene, traten auch schon auf diversen MPS-Wochenenden auf. Ihre folkigen Sauf- und Rauflieder sind ganz auf ihre martialischen Gewänder und ihr Aussehen abgestimmt und entsprechend maritim angehaucht. Sie bringen lautstark und bestimmt die Gäste auf dem Burghof in Stimmung. Derer sind gar nicht so wenig. Den Weg zwischen den Reihen musste man sich bereits mühsam bahnen. Auch an den Getränkeständen waren die Plätze dicht besetzt. Die Stimmung wurde von den Musikern ordentlich aufgeheizt und nach deren Auftritt gab es am Merch-Stand zunächst ein gehöriges Fotoshooting. Mit diesen Piraten möchten sich viele Fans ablichten lassen.

Als zweite Band rockten IN SEARCH OF A ROSE die Bühne. Eine Frau und fünf Männer, deren außergewöhnlichstes Attribut für eine Band dieser Art vielleicht ist, dass sie nicht in einer speziellen Garderobe auftreten. Mittelalterbands tragen ja häufig Gewandung, Folkbands tragen einheitliche Bandkleidung, die an Irland oder England erinnert etc. Die Kleidung spielt bei der Musik dieser Band aber letztlich keine Rolle. Immerhin beherrschen sie alle Instrumente, die zum Folkrock gehören, als da sin: Gitarren, Mandolinen, Schlagzeug, Violine und Akkordeon. Ihre Songs sind tanzbar und rufen beim Publikum ungebrochen gute Laune hervor.

Die darauffolgende Gruppe VERSENGOLD konnte natürlich nahtlos die gute Laune des Burgvolks aufgreifen. Wobei diese fünf Musiker, die ebenfalls maritime Sauf- und Rauflieder zum Besten geben, von Hause aus wenig Probleme haben, ihre Gäste in Stimmung zu bringen. Waren sie vor zwei Jahren noch Opener, so spielten sie dieses Mal bereits fast im Dunkeln, wie Lasterbalg von SALTATIO MORTIS anerkannte. Ein Zeichen, dass sie in der Lage sind, gehörige Musik zu machen, die von den Fans gemocht wird. Ihr Auftritt begann mit den Kommandos eines Kapitäns an seine Mannschaft, die aus dem Off eingespielt wurden. Ab da reichten ihnen dann zwei Geigen, Flöte, Trommel und Akkustikgitarre sowie ihre Stimmen, um humorvoll von den Nöten der Seemänner zu singen. Der Kasten Bier auf der Bühne wird benötigt, um die Stimmen für den Gesang zu schmieren.

Mit einer halben Stunde Verspätung kam die Band auf die Bühne, die an diesem Tag den Höhepunkt bildete: SALTATIO MORTIS. Sie sind seit vielen Jahren immer wieder auf dieser Bühne zu treffen. Noch bevor es das BURGFOLK gab, haben sie beim Parallelfestival CASTLE ROCK auf Schloss Broich als Opener begonnen. Heute waren sie mit ihrem doppelstöckigen Tourbus angereist. Voller Power stürmten die acht Musiker die Bühne. Nach den ersten drei Songs war Frontmann Alea warm geworden und begann seine Spiele mit den Fans, die seinen Kommandos willfährig und mit Freude folgten. Wenn sie mal zu zaghaft reagierten, wusste Alea die richtigen Worte einzusetzen. Besonders rockig war die eigenwillige Adaption der deutschen Nationalhymne mit einem etwas anderen Text. Härter als sonst schienen mir auch die Interpretationen ihrer altbekannten Lieder zu sein. Die Lichtshow auf der Bühne wurde großenteils mit einem Zerhacker geschmückt, der die Lichter nach dem Schlagzeug zu blitzen schien. Das Lied vom gefallenen Engel wurde einer Ballade gleich eingeführt. Drummer Lasterbalg erzählte vom Klavier begleitet den Hintergrund dieses Liedes, bevor dann die knallenden Instrumente und Aleas Gesang die Regie übernahmen. Zu guter Letzt schlug der verspätete Start des Auftritts zurück: Es begann zu regnen. Der Wolkenbruch vertrieb viele Gäste unter die Überdachungen der Stände und in das Haupthaus hinein. Doch Alea ließ sich über die Köpfe der verbliebenen Fans hinwegtragen. Den auf dem Hof verbliebenen Fans fiel es schwer, sich jetzt zu verdrücken. Das würde Alea und seinem Showact nicht gut bekommen. Doch so schnell der Regen begonnen hatte, so schnell hörte er auch wieder auf. Das Konzert wurde schnell beendet, bevor es einen weiteren Schauer gab. Das Sicherheitspersonal, die Rettungsdienstleute und die Organisatoren, allen voran Michael Bohnes, wurden auf die Bühne geholt und sie erhielten jeweils einen Extra-Applaus von den Gästen und der Band.

Wie der zweite Tag verlaufen würde, war an diesem Abend noch nicht abzusehen. Doch das ist in einem weiteren Bericht nachzulesen.

Copyright Fotos: Detlef Knut

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