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CHILDREN OF BODOM – INSOMNIUM – MEDEIA

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Ort: Osnabrück - Rosenhof

Datum: 03.10.2013

Als Einstimmung auf einen ereignisreichen Konzert-Herbst 2013 steigen am Tag der deutschen Einheit die Melo-Deather CHILDREN OF BODOM auf die Bühne des Osnabrücker Rosenhofs. Die Finnen haben mit “Halo of Blood” endlich wieder zu alter Stärke zurückgefunden (siehe Review), und live sind die Herren um Frontsau Alexi “Wild Child” Laiho immer eine Reise wert!

Zum Warmwerden legten aber erstmal die finnischen Landsleute MEDEIA los, die den Terrorverlegern zuvor von einer Kollegin wärmstens empfohlen wurden. Und diesen Vorschusslorbeeren wurden die fünf Herren plus Dame durchaus gerecht. Pumpende Riffings, treibende Drums, harshe Shouts und nicht übertriebene Elektro-Sounds/ Samples präsentierte die hoch motivierte Combo. Deutlich am Deathcore orientiert, aber mit viel nordischem Groove versehen, rotierten MEDEIA von Beginn an kraftvoll nach vorne und brachten sofort erste Bewegung in die sich erst noch füllenden Reihen. Während Shouter Keijo mit seinen aggressiven Vocals die langsam immer aktiver werdenden Zuschauer nach vorn peitschte, wuselte besonders das Gitarren-Duo Samuli und Pekko über die Bühne. Da es dort wegen der Aufbauten etwas eng war, wurde da auch gleich mal die Nähe der Fans gesucht und im Fotograben weitergerockt. Eine sehr engagierte Performance, die zu Recht gefeiert wurde!

Als zweites in diesem finnischen Metal-Trio enterten INSOMNIUM die Bühne. Eigentlich ist es ein Unding, dass diese Jungs nach all den Jahren und 5 starken Alben noch als Support her halten müssen. Und warum dies so ein Unding ist, zeigten die Deather an diesem Abend. Mit einem unübersehbaren, aber nie überheblich wirkenden Selbstbewusstsein lassen die vier Nordmänner ihre schwer walzenden Riffs rotieren, überzeugen durch packende Melodien und mitreißende Vocals. Mit herausragenden Songs wie “Down with the Sun”, “One for Sorrow” oder dem umjubelten “Unsung” im Set kann man auch nur gewinnen, und so hatte man die Menge ab Beginn auf seiner Seite. Die treibenden Grooves ließen sofort die Matten im Pit kreisen und auch die sympathischen Jungs auf der Bühne hatten sichtlich Freude an der Show und natürlich den positiven Reaktionen. So war es auch kein Wunder, dass INSOMNIUM nach der Show schnell zum Merch-Stand kamen und bereitwillig mit ihren alten und bestimmt auch neuen Fans plauderten.

Nach dieser Vorlage dürfte es selbst für eine klasse Live Band wie CHILDREN OF BODOM schwer werden, dies noch zu toppen. Doch nach dem Umbau, der das große Drumkit, sowie die Leinwände inkl. Lightshow offenbarte, legten die Bodom-Kinder gleich satt mit der Single “Transference” des neuen Albums “Halo of Blood” los, um danach mit “Silent Night, Bodom Night” und “Sixpounder” sofort zwei Klassiker nachzulegen. Und eines wurde sofort und wieder mal deutlich: Diese Jungs können zocken, und wie! Doch bei allem Druck, den die Band mit ihrem Sound aufbaute, durfte man sich doch wundern, dass das Wild Child recht zurückhaltend agierte. Dies erklärte Laiho selbst dann aber bald mit einer leichten Erkrankung, von der er sich aber nicht abhalten wollte, für seine Fans zu spielen. Und so konzentrierte der Fronter sich vor allem auf seine Gitarre und die Vocals und wanderte nur ab und an zu Tastenmann Janne “Warman” Wirman, um sich die legendären Solo-Duelle zu liefern. Der Keyboarder hatte im Vergleich zu seinem Chef deutlich bessere Laune, zirkelte nicht nur seine bekannt-imposanten Tasten-Melodien, sondern zischte während der Songs einige Bierchen und wuselte über die Bühne, um Drummer Jaski Raatikainen die Drumsticks zu klauen und sie den gut abgehenden Fans zu schenken. Letztere rockten zu Krachern wie dem knallharten “Halo of Blood”, dem nicht weniger packenden “Shovel Knockout” und dem mitreißenden Highlight “Hate me!” ordentlich mit und bejubelten natürlich besonders die Hyme “Everytime I die”, die natürlich in keinem COB-Set fehlen darf! Auch die Lightshow, die pornöse COB-Leuchtreklame im Background und der druckvolle, differenzierte Sound taten ihr Übriges für eine satte Rock N’Roll-Show, die bewies, dass die Band auch mit einem leicht kränkelnden Fronter live weiterhin eine Macht sind! Und keine Erkältung hält das Wild Child von seinem Markenzeichen, den sehr “Fuck”-lastigen Ansagen ab, wobei die heute etwas kürzer ausfielen. Wie auch das Set, denn leider kürzte man dieses, wohl aufgrund eben der Gesundheit Laihos, um zwei Songs (“Scream for Silence” und “Blooddrunk” im Vergleich zu Berlin), womit nach dem atmosphärischen Groover “Downfall” und der wuchtigen Zugabe “In your Face” Schluss war! Dennoch hatten Fans und auch Band sichtlich Spass und so dürfen CHILDREN OF BODOM dann auch gerne bald, und dann mit Laiho in Top Form, wieder in die Region kommen!

Copyright Fotos: Karsten Rzehak

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