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CITY AND COLOUR – TWIN FORKS

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Ort: Essen - Lichtburg

Datum: 16.06.2013

Zugegeben, ich war sehr gespannt, was mich an diesem Abend erwartete: Ein Konzert von Dallas Green, dem Gitarristen und Sänger der 2011aufgelösten Post-Hardcore-Kapelle ALEXISONFIRE, der sich seit 2005 seinem Akustik-Solo-Projekt CITY AND COLOUR widmet, in einem ausverkauften Kinosaal, der Lichtburg in Essen, Deutschlands größtem Filmpalast. Um es vorweg zu nehmen: Ich wurde nicht enttäuscht.

Den Anfang machten TWIN FORKS, eine Folkband aus Boca Raton, Florida, die nach eigenen Angaben zum ersten Mal in Deutschland tourten. Die vier Musiker machten ihre Sache gut, kamen sympathisch rüber und beim Publikum gut an. Neben eigenen Songs performten sie Klassiker von den TALKING HEADS („And She Was“) und HANK WILLIAMS („I Saw The Light“). Und ein verbraucherfreundliches Marketing haben die TWIN FORKS auch: Wer eine E-mail an twinforksmusic@gmail.com schickt, bekommt vier Songs gratis. Die Langrille kommt dann im Sommer.

Nach einer kurzen Pause ging es nun los. Dallas Green und seine vier Mitstreiter betraten die Bühne und es wurde schnell klar, was die Herrschaften für diesen Sonntagabend auf dem Zettel hatten: emotionsgeladene Musik voller Melancholie und Gefühl. Unaufgeregt und dezent, aber nie langweilig. Das ästhetische Bühnenarrangement dazu passend: Ein roter Samtvorhand im Hintergrund, wenige aber dazu stimmige Lichteffekte in warmen Farben. Die Musik stand hier im Vordergrund, jede Ablenkung davon wäre zu viel gewesen. Dazu passte auch die Aussage von Dallas, der es offensichtlich hasst, während Konzerten gefilmt und fotografiert zu werden, weil es den Augenblick zerstört und das Gefühl in der Musik ohnehin nicht transportiert werden kann.

Das Set an diesem Abend war dreigeteilt: Den Anfang machte Green mit seiner Band, den Mittelteil alleine, um anschließend wieder seine Begleitung auf die Bühne zu bitten. Der Sound in der Lichtburg war fantastisch und glasklar. Hier kam seine hohe Stimme, insbesondere im Soloteil, unfassbar rüber und zog die Zuhörer in seinen Bann. Und zwar so sehr, dass sie „vergaßen“, den wenigen Animationen des Sängers Folge zu leisten und mitzusingen. Dies entlud sich dann vor und während der beiden Zugaben, zu denen der Sänger unmissverständlich „stand the fuck up“ forderte. Schöne Geschichte am Rande: Den spitzen Zwischenruf „We love you!“ einer Zuhörerin konterte Dallas Green spontan mit dem Hinweis, dass man sich erst kennen lernen sollte, bevor man so was zu jemandem sagt. Was wäre, wenn du aufwachst und der andere ist eine „terrible morning person“.

Alles in allem tiefgründige Musik ohne jedes Pathos und eine gelungene Zeitreise durch alle vier CITY-AND-COLOUR-Alben des Kanadiers. Dallas Green ist ohne Zweifel ein guter Musiker, der zu sich gefunden hat.

Setlist CITY AND COLOUR (ohne Gewähr)
(Full Band)
Forgive Me
Of Space And Time
The Lonely Life
The Grand Optimist
As Much As I Ever Could
Weightless

(Dallas shreds/ Solo)
Sensible Heart (?)
The Golden State (?)
Casey´s Song

(Full Band)
We Found Each Other In The Dark
Sleeping Sickness
Harder Than Stone
Waiting…
Thirst
Fragile Bird
Sorrowing Man

Body In A Box
The Girl (?)

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