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DARK DECEMBER 2 (SUIDAKRA – BURDEN OF GRIEF – MOURNING CARESS – ABROGATION – LINDISFARNE)

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Ort: Paderborn - Kulturwerkstatt

Datum: 27.12.2005

An diesem kalten Dienstagabend sollten sich doch tatsächlich etwa 200 Metaller einfinden, um sich mit diesem feinen Undergroundpackage den Jahresausklang zu geben. Schon erstaunlich, dass der hintere Saal der Kulte dann doch prächtig gefüllt aussah. Aber auch erfreulich, zeigt sich doch, dass man mit Eigeninitiative noch was reißen kann heutzutage. Wo doch etliche größere Tourneen im abgelaufenen Jahr vor wesentlich spärlicherer Kulisse zocken durften.

Sei’s drum. Los ging’s mit LINDISFARNE vor noch relativ wenig Leuten, die erst nach und nach eintrudelten. Mehr als Höflichkeitsapplaus konnten die Jungs mit ihrem schwedischen Death Metal-Gebräu allerdings nicht ergattern heute. Cool ist allerdings, dass man mit zwei permanenten Sängern agiert. Allerdings animierte das schlaffe Stageacting die Leute vor der Bühne nicht gerade zum mitmachen.

Das sah bei ABROGATION dann schon ganz anders aus. Der Saal füllte sich beträchtlich, und die Herren gaben mächtig Gas auf der Bühne. Somit wurde auch vor der Bühne Gas gegeben, wozu natürlich der feine Death Metal der bisher 3 erschienenen Alben förmlich einlädt. Nach wie vor werden die Texte komplett in Deutsch vorgetragen, was die Band ziemlich einzigartig werden lässt im Death Metal-Bereich. Die langjährige Bühnenerfahrung merkte man der Band natürlich an, der Sound knallte herrlich, und der Mob tobte. Das Hauptaugenmerk lag auf dem Material des aktuellen Albums ´1487´. Verpasst ABROGATION nicht, wenn sie mal in Eurer Nähe spielen!

Danach waren die Münsteraner MOURNING CARESS an der Reihe. Die haben natürlich immer von vornherein gewonnen, da mit Century Media-Fiffi Gerrit ein absoluter Frontmann mit Entertainer-Qualitäten am Mikro steht. Der macht wahrscheinlich aus jedem Kuhstall einen Hexenkessel! Anfänglich verhaltenere Reaktionen seitens des Publikums wurden nur mit einem lautstarken PADERBOOOORN quittiert, was sich im Laufe des Gigs zum Running Gag entwickeln sollte und die schon Bierseelige Gesellschaft aus der Reserve lockte. Hilfreich war dabei sicherlich auch der mittlerweile eher rockig-groovige Sound der Herren, der nur noch ansatzweise an den IN FLAMES-Sound der tollen Mini-CD „Imbalance“ erinnert. Aber die ist ja auch schon etwas betagter, so dass es Zeit wird für eine neue Scheibe! Geiler Gig.

Bei BURDEN OF GRIEF aus Kassel wurd’s dann richtig voll in der Hütte. Kein Wunder, dass deren Following mittlerweile solche Maßstäbe angenommen hat, veröffentlicht man doch seit etlichen Jahren eine Album-Perle nach der Nächsten. Auch heute räumte man wieder vollends ab mit einem feinen Querschnitt durch die bisherigen drei Full-Length Alben, hauptsächlich natürlich Zeugs von der noch aktuellen Platte „Fields of Disbelief“. Das rasante „Desaster and Decay“ sei hier nur als Beispiel genannt. Aber auch die „alten Hits“, wie „Smashed to Pieces“ oder „Cold Fire“ schraubten der Meute ordentlich die Rübe ab! Granatengig einer irre sympathischen Combo, die man jederzeit blind buchen kann als Veranstalter. Leider war das für die nächste Zeit erst mal der letzte Gig, da man nun gedenkt eine neue Scheibe aufzunehmen. Watch out!

Zu etwas vorgerückter Stunde musste sich das Kölner Schlachtschiff SUIDAKRA leider mit etwas weniger Publikum begnügen, was die Band um Sänger Arkadius allerdings nicht davon abhielt, ihren folkischen Death Metal mit voller Inbrunst ins Auditorium zu blasen. Wer vorher abgehauen war, ist selber schuld und hat definitiv etwas verpasst! Irgendwie haben sich SUIDAKRA im Laufe der Jahre eine eigene Nische geschaffen. Auf mittlerweile 6 Alben kann man zurückblicken, Numero 7 („Caledonia“) kommt bald. Gute 60 Minuten währte die Reise durch das vielfältige Material der Herren. Dabei kamen sogar uralte Kamellen aus der Frühzeit der Combo zum Zuge, was natürlich lautstark quittiert wurde vom ausrastenden Publikum. Der meiste Stoff kam natürlich auch hier vom aktuellen Album „Signs for the Fallen“.

Insgesamt also wieder mal ein absolut gelungener Metalabend in Paderborn. Ich kann nur jedem Hartwurstfanatiker empfehlen, sich die für dieses Jahr schon bestätigten Events (die wir vom Terrorverlag zum Teil auch mitpräsentieren) nicht entgehen zu lassen! Zumal die Preise absolut korrekt gehalten sind. SUPPORT THE UNDERGROUND!

Copyright Fotos: www.metalinferno.de
www.metalinferno.de

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