Terrorverlag > Blog > DEATHSTARS, STONEMAN > DEATHSTARS – STONEMAN

Konzert Filter

DEATHSTARS – STONEMAN

061031-Deathstars-0.jpg

Ort: Berlin - K17

Datum: 31.10.2006

Halloween – der perfekte Tag für ein Konzert der Schweizer STONEMAN und der schwedischen DEATHSTARS. Eigentlich ist für mich ja jeden Tag Halloween…aber das ist eine andere Geschichte.

Konzertbeginn sollte 21 Uhr sein. Und das wurde auch eingehalten. Pünktlich wie ein Schweizer Uhrwerk betraten die 4 Akteure von STONEMAN die Bühne und rockten diese alsbald. Sie zogen das Publikum mit ihrem Mix aus satten Gothic/ Industrial/ Metal-Klängen sofort in ihren Bann und lieferten eine sehr kraftvolle und mitreißende Show. Die Bühne war diesmal sehr klein gehalten, da schon das Drumset des Headliners aufgebaut war. Zudem befand sich noch ein STONEMAN-Schild auf jener. Das Keyboard von Dave Snow (wenn ich den Jungs glauben schenken darf, dann war der Nachname an dem Abend Programm…) war mit einem schwarzen Tuch verdeckt, was auch gleichzeitig den Sinn erfüllte, das Powerbook zu verdecken, von welchem der Basssound kam – denn einen Basser gab es leider nicht. Er würde aber sehr viel Sinn machen, denn dann würde die Band noch druckvoller und gewaltiger rüberkommen, aber so war es auch in Ordnung. Sänger Mikki Chixx hatte das Publikum sehr gut im Griff und einige rockten und bangten, was das Zeug hielt. Keyboarder Dave „lebte“ die Songs förmlich und so war es meinem Mitstreiter nicht möglich, ihn auf Digital-Bild zu bannen. Sehr schade, wie ich finde. Fronter Mikki spielte ab und an mal Luftgitarre, was mutmaßen lässt, dass er gern Gitarrist geworden wäre. Oder sollte es den fehlenden Bass darstellen? Egal. Er sollte vielleicht lieber beim Gesang bleiben, denn den beherrscht er wirklich ausnahmslos. Neben dem Opener „Goodbye and Fuck you“, präsentierte die Band noch „Devil in a Gucci Dress“, „Protect me“, „Cocaine“ (dazu habe ich ja schon was gesagt…) und „Schlaf mein Kind“. Letzterer war sehr lustig, da der Song harmlos mit den Klängen einer Spieluhr begann, solange bis Mikki „Welcome to reality“ ins Mikro schrie, der Rest war dann nur noch purer Gothmetal. Sehr schön. Mit „Atomic Holocaust“ beendeten STONE(D)MAN gegen 21.45 Uhr ihre Show und hinterließen eine wahrlich vorgekochte Menge glücklicher Menschen.

Und jene sollten noch glücklicher werden. Denn nach einer halbstündigen Umbaupause betraten gegen 22.15 Uhr die lang ersehnten DEATHSTARS die Bühne. Sie wurden begeistert von der Masse (mittlerweile ungefähr 500 Gäste) empfangen und gebührend gefeiert. Direkt beim ersten Song ging erstmal das Mikro von Sänger Whiplasher kaputt, jenes wurde aber schnell ausgetauscht. Der Sound der Band war einfach nur bombastisch, die perfekte Mischung aus Death-Rock, Gothic, Metal und Industrial. Die Band hatte das Publikum voll im Griff und das nutzten sie auch immer wieder aus. Fronter Whiplasher ließ sich immer mal wieder am Bühnenrand nieder und flirtete mit den Mädels in der ersten Reihe. Als er sich einmal auf einem der Monitore niederließ führte das fast dazu, dass dieser beinahe in die Zuschauermenge fiel (Anm. Schreiberin: Der Monitor, nicht Whiplasher). Die Show war sehr professionell, das merkte man unter anderem daran, das alle 3 Bassisten beziehungsweise Gitarristen wie auf Kommando zurückgingen, um Platz für den Sänger zu schaffen und wie eingefroren stehen blieben, um ihn als einzige bewegliche Persönlichkeit zu präsentieren. Zwischendurch wurden immer mal wieder die Monitore gesichert, da sich Whiplasher immer mal wieder darauf ausruhte. Zu Beginn von „Blitzkrieg Boom“ legte er sich auf den Bühnenboden und räkelte sich herum. Neben dem gerade genannten Titel präsentierten sie auch noch „New Dead Nation“, „Motherzone“, „Tongues“, „Little Angel“ und den Hit „Cyanide“. Bei der Zugabe „Damn me“ kehrten ein Gitarrist und der Fronter mit freiem Oberkörper zurück, was natürlich die anwesenden Ladies dazu bewegte, ordentlich zu kreischen. Die Sache mit der Nackigkeit hatte natürlich auch einen Sinn (neben der Überzeugungsarbeit bei den Damen): Whiplasher ließ sich vor dem Gitarristen nieder und jener leckte ihm dann showmäßig über den Oberkörper und die Hals“kuhle“ – sie hatten sich halt einfach lieb. Mit „Damn me“ beendeten die DEATHSTARS die wilde Party gegen 23.15 Uhr und entließen uns in die kalte Halloween-Nacht.

Setlist STONEMAN
Goodbye and Fuck you
Evil Fly
Stoneman
I’m taking your life and you are taking mine
Protect me
Devil in a Gucci dress
The madman song
In my arms
Cocaine
Schlaf mein Kind
Atomic Holocaust

Setlist DEATHSTARS
Last Ammunition
New Dead Nation
Trinity Fields
Motherzone
Synthetic Generation
Tongues
Blitzkrieg Boom
Greatest Fight on Earth
Virtue to Vice
Little Angel
Play God
Semi-Automatic
Cyanide

Damn me

Copyright Fotos: Scarab

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Alle markierten Felder (*) müssen ausgefüllt werden.

Mehr zu DEATHSTARS auf terrorverlag.com

Mehr zu STONEMAN auf terrorverlag.com