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DEINE LAKAIEN – CLAN OF XYMOX – GARDEN OF DELIGHT FEAT. LUTHERION – NOSFERATU

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Ort: WGT Leipzig agra-Halle

Datum: 04.06.2006

Nachdem ich es leider nicht mehr rechtzeitig zu CHANTS OF MALDOROR in die agra-Halle geschafft hatte, war ich zu NOSFERATU pünktlich vor Ort. Die englische Band, die kurz vor dem WGT ihr neues Album auf den Markt geworfen hatte, lockte zahlreiche Zuschauer an – vielleicht waren es auch einige GARDEN OF DELIGHT-Anhänger, die sich einen guten Platz sichern wollten. Voll war es auf jeden Fall. Die optisch sehr durchmischte Gruppe – zum Beispiel stach die hübsche blonde Keyboarderin deutlich hervor, aber auch der Gitarrist mit Hut und Sonnenbrille, der eher an Udo Lindenberg erinnerte, fiel auf – legte eine rockige Show auf die Bühne, die es in sich hatte. Bei „Return of the wicker man“ konnte man letzteren bei etwas unrhythmisch und seltsam anmutenden Bewegungen beobachten – da nahm man letztendlich doch eher die Dame an den Tasten ins Blickfeld. Insgesamt bekam man 40 Minuten bodenständige Gothrock-Party geboten, für die es am Ende reichlich Beifall gab.

GARDEN OF DELIGHT feat. LUTHERION konnten nach einem flotten Umbau beginnen – und ließen die Fans bei ihrem etwa dreiminütigem Intro etwas zappeln, bevor sie gleich mit einem Song vom neuen Album begannen („Play dead“). Die ganze Erscheinung von GARDEN OF DELIGHT – sowohl das Bühnenbild als auch die Kleidung und die Atmosphäre – erinnerte mich stark an das frühere Auftreten des Undertaker. Nicht, weil der Sänger wrestlermäßig auftrat, sondern da zusätzlich die Lichtshow hauptsächlich aus weißem Licht bestand und es viel, viel Nebel gab (was wiederum an die SISTERS OF MERCY erinnerte…). Zurück zu GARDEN OF DELIGHT: In dieser düsteren Stimmung schaffte die Formation es, mit einer Vielzahl von Songs eine noch bösere Show abzuliefern, die streckenweise Gänsehaut bei der Hörerschaft verursachte.

Auch CLAN OF XYMOX begannen pünktlich um 21:30. Ähnlich wie bei GARDEN OF DELIGHT wurde auch hier die Bühne erstmal mit ordentlich Nebel geflutet. Nur sorgten hier wesentlich mehr farbige Scheinwerfer für eine deutlich mystischere Stimmung. Am Anfang sah man nur den Umriss einer Gitarre durch den dichten Nebel schimmern, doch als schon die ersten Synthie Klänge die Halle beschallten, betraten die Niederländer die Stage. Es folgte eine energiegeladene Bühnenshow, und die vielen Fans fingen auch sofort an, ekstatisch zu tanzen. Aber auch Nicht-Fans oder besser gesagt Leute, die mit CLAN OF XYMOX bisher noch nicht soviel zu tun hatten (wie ich auch), wurden spätestens ab dem 3 Stück zum Mittanzen oder zumindest zum Mitwippen gezwungen. Mit Songs aus dem erst im April erschienenen Album „Breaking Point“ und älteren Stücken wie z.B. „There’s no tomorrow“, wurde das Publikum so richtig verwöhnt. Ich denke, COX haben zu ihren jetzigen Fans noch eine ganze Menge mehr dazu bekommen. Mich eingeschlossen!

Nachdem die Stimmung in der agra-Halle nun schon mehr als Ordentlich angeheizt war, konnte mit den LAKAIEN der eigentliche Headliner des Abends auch schon beginnen. Mit ca. 10 Minuten Verspätung ging es dann los. Anders als bei den Formationen vorher bestimmte bei DEINE LAKAIEN eher eine dunkle und düster wirkende Bühnenatmosphäre das Geschehen. Auf Nebel wurde fast gänzlich verzichtet. Die Musik erklang, und Veljanov machte es mal wieder spannend. Ganze 4 Minuten sang er den ersten Song hinter der Bühne, bevor er sich den brav wartenden Zuschauern zeigte. Doch schon mit dem zweiten Stück „Over an done“ vom letztjährigen Album „April Skies“, ließ er das Publikum feiern. Die Show war mir zwar schon vom M’era Luna 2005 bekannt, doch Songs wie „Secret Hideway“ oder der selten gespielte Titel „Forest“ vom 1993er Album „Forest enter exit“ hören sich live einfach viel mitreißender an. Für Freunde der wenigen Bewegungen gab es dann auch noch was zum Träumen und Mitweinen. Denn Songs wie „Wunderbar“ oder der Klassiker „Love me to the end“ ließen auch bei mir wieder eine Gänsehaut aufkommen. Im Großen und Ganzen nichts neues, aber dafür immer und immer wieder schön anzusehen. Bei DEINE LAKAIEN steht halt mehr die Musik im Vordergrund, und nicht wie bei anderen die Show! Nach einer Zugabe haben auch DEINE LAKAIEN die Bühne leider schon verlassen müssen, es wartete mit MOI DIX MOIS ja noch ein letzter Act für heute. Viele Leute haben aber nach den exzentrischen Deutschen bereits die agra-Halle verlassen. Ich war nach diesem Konzertmarathon ebenfalls erstmal sehr hungrig und musste meinem Magen zuliebe auf die letzte Band verzichten.

Zum Schluss kann ich nur sagen: Ein mehr als gelungener Abend, der den Titel „Musikgenuss“ wirklich verdient hat.

Copyright Fotos: Steve Urbanczyk

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