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DEMENTED ARE GO – PHENOMENAUTS – THE HEARTBREAK ENGINES

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Ort: Bielefeld - Elfenbein

Datum: 15.11.2003

Das Motto für diesen Abend: “Psychobilly in Bielefeld” und das gleich in dreifacher Ausfertigung! Mein Interesse galt natürlich vor allem den Urgesteinen DEMENTED ARE GO, die ich in der Vergangenheit schon mehr als einmal begutachten durfte. Als ich gegen 20 Uhr den Laden betrat, war ich der aller erste Besucher und wurde von daher noch mit Handschlag begrüßt. Schon kurze Zeit später lernte ich Choppy, den Bassisten der CARAVANS kennen, der bei DEMENTED aushilfsweise tätig ist. Der eigentliche Bassist hatte sich nämlich während der Tour ein Bein gebrochen, kein Grund für die Engländer auch nur einen Gig zu canceln!

Er gesellte sich zu mir und plauderte ein wenig, während sich der Laden allmählich füllte. Brechend voll wurde es allerdings nicht, es dürften so um die 150 Zuschauer gewesen sein, der Enthusiasmus der frühen Tage scheint momentan ein wenig verflogen zu sein. Aber egal, Hauptsache die Anwesenden rocken! Choppy erzählte mir auch, dass DEMENTED-Sänger Mark heute Geburtstag habe, 39 Jahre wurde der Gute, ich habe ihn immer deutlich jünger geschätzt.

Gegen 21 30 Uhr betrat die erste Vorband die Bühne, Deutsche namens THE HEARTBREAK ENGINES um den ehemaligen THE SPOOK Vorturner Lou Gosi (nettes Pseudonym aber auch). Vor kurzem veröffentlichte man die CD „Good Drinks, Good Butts, Good Fellows“ beim People like you-Label. Nur wenige interessierten sich für den Auftritt, die meisten verblieben eher an der Bar. Der Sound war schnell, aber auch ein wenig uninspiriert und Lou nicht der beste Live-Shouter.

Danach kamen die Amerikaner PHENOMENAUTS (aus der Bay Area), deren aktueller Output „Rockets and Robots“ schon ein wenig von ihren Vorlieben kündet. Neben Psychobilly nämlich vor allem der Weltenraum und so war das Bühnenoutfit denn auch recht spacig. Man trat mit Sonnenbrillen und Cyber-mäßigen Helmen auf, absoluter Höhepunkt war aber die Klopapierpistole, mittels der man das Publikum befeuerte. Da aber nur ein paar Leute direkt vorne auf der Tanzfläche standen, leider ein etwas nutzloser Versuch. Dennoch insgesamt ein sehr launiger Auftritt!

Und dann war es soweit, Mark P. und seine Mannen baten zum Tanz und die Zuschauer kamen dem auch gerne nach. Sofort wurde gepoged, nicht immer blieb dabei alles im fairen Rahmen. Die seit 1982 aktive Truppe war nicht so grell geschminkt wie sonst, hier ein wenig Lack, dort ein aufgeschminkter Kopfschuss, aber keine Zombie-Outfits wie von früher bekannt. Mark schien erstaunlicherweise nüchtern zu sein, ein Zustand, den man von seinen Konzertauftritten nicht unbedingt kennt, dafür wurden die Stücke auch wenig langsamer gespielt als sonst, das war zumindest mein subjektiver Eindruck. Zur Setlist gehörten Hits wie „One sharp knife”, “PVC Chair”, “Don’t send me no flowers”, “Who put grandma…” oder “Call of the wired”, leider spielen die Jungs “Surf Ride Oblivion” – einen meiner Faves – so gut wie nie live. Die Stimmung unter den Anwesenden war o.k. aber durchaus noch ausbaufähig, so gab es keine Zugabe, da auch nicht richtig gefordert. Nach 1 Stunde war der Spuk vorbei, doch meine kleine Zeitreise in die Vergangenheit sollte noch bis zum nächsten Tag andauern, solange hörte ich mir nämlich einen Klassiker nach dem anderen an und verwöhnte meine Nachbarn mit dem Sound, dem ich immer treu sein werde: Psychobilly!

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