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DEVIL SIDE FESTIVAL 2012 – TAG 2

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Ort: Oberhausen – Open-Air-Gelände an der Turbinenhalle

Datum: 21.07.2012

Devil Side Tag 2 und auch heute sollte es trocken bleiben! Wunderbar, bot sich doch heute das meiner Meinung nach beste Line Up des Wochenendes! Und auch wenn ich THE RESISTANCE, die neue Band um den ehem. IN FLAMES-Gitarristen Jesper Strömblad, gerne live erlebt hätte, zockten die Schweden doch etwas zu früh für einen in die Jahre gekommenen Terrroverleger ;-)

ALESTORM

So startete der Samstag für mich mit den schottischen Piraten ALESTORM! Dies sorgten bereits zu früher Stunde für ordentlich Stimmung und wussten mit lustigen Ansagen, Party-Piratensongs und eigenwilligen Keytar-Sounds zu begeistern. Auch die Verkleidungen der Metal-Piraten konnten sich sehen lassen und da die Combo nach ihrer Show noch gut gelaunt über das Festival-Gelände flanierte, mussten sie natürlich immer wieder für Fotos posieren, was sie natürlich bereitwillig taten!

ST. VITUS

Es gibt kaum eine legendärere Doom-Band als ST.VITUS. Über die nun gut 30 Jahre Existenz haben sich die Amis einen Kult-Status erarbeitet, wie kaum eine andere Band des Genres. Seit einigen Jahren tauchen die Doom-Pioniere immer wieder mal auf den Bühnen dieser Welt auf und ließen sich auch nicht vom Todesfall des Drummers und Gründungsmitglieds Armando Arcosta (R.I.P.) 2010 niederringen. So ist es einerseits ein wahres Fest Scott Weinrich (Vocals), Dave Chandler (Gitarre), Mark Adams (Bass) und Drummer Henry Vasquez live erleben zu dürfen und andererseits ein Unding, diese Herren am frühen Nachmittag zocken zu lassen. Aber auch bei Tageslicht und eher übersichtlicher Fan-Präsenz strahlt diese Band eine Aura aus, die einen sofort fesselt. Ob nun „I bleed black“, Clear Windowpane“ oder „Dying Inside“, diese wummernden Riffgebilde und die eindringlichen Vocals dürften eigentlichen niemanden unberührt lassen. Und auch wenn nur bedingt euphorische Reaktionen zur vernehmen waren, spürte man deutlich, wie auch heute die Musiker selbst in ihre Songs eintauchen und mit voller Energie darbieten. Klasse!

NEAERA

Eine ganz andere Stimmung versprühen dagegen NEAERA! Die Münster-Deather gaben gleich von Beginn an Vollgas und ließen sich auch vom weiterhin zu leisen Sound und einigen kleinen Technik-Aussetzern nicht ausbremsen. Sie sorgten so für einige Rotation im steinigen Pit, in dem sich erfreulicherweise niemand verletzte! Ob nun „Walls instead of Bridges“, „Where Submission Reigns“, Armamentarium“ oder das abschließende Highlight „Spearheading the Spawn“, wo NEAERA zocken, rotiert der Pit! Da ließ es sich Shouter Benni natürlich nicht nehmen und sprang mitten hinein in die tobende Menge. Die tollen Reaktionen hielt die Band dann auch gleich per Cam fest, denn man arbeitet nicht nur an einem neuen Album, sondern plant dazu noch eine DVD, auf der auch die Reaktionen der Devilside-Meute zu sehen sein soll. Und dass die Fans diesem kommenden Highlight freudig entgegenfiebern, bewies auch die Resonanz auf die kurzfristig angesetzte Autogramm-Session am „Monster“-Stand! Lasst uns nicht zu lange warten, Jungs!

LEGION OF THE DAMNED

Was soll man zu diesen Jungs noch sagen? Der Holland-Vierer ist eine Bank! Ob auf Club-Tour oder einer Nachmittags-Show wie dieses Mal, LOTD liefern! Auf die Bühne, mit deathigen Thrash-Granaten der Marke „Pray and Suffer“, „Cult of Dead“ und natürlich „Legion of the Damned“ alles in Grund und Boden walzen, verbrannte bzw. dieses Mal steinige und staubige Erde hinterlassen und wieder von dannen ziehen. Da braucht man eigentlich nicht mehr viel zu sagen, außer vielleicht, dass die Jungs noch immer sehr sympathisch rüber kommen und allenfalls durch das magere Sound-Level, welches der Besatzung mit nur einer Gitarre nicht wirklich entgegen kommt, ein wenig der Druck fehlte. Ansonsten: LEGION OF THE DAMNED? Jederzeit wieder!

SKINDRED

Die Ragga-Metaller SKINDRED haben sich in den letzten Jahren gerade in deutschen Landen zu wahren Festival-Burnern entwickelt! Und auch das Devilside ließ sich schnell vom spaßigen Fronter Benji Webbe mitreißen und ging zu Knallern wie „Pressure“, „Trouble oder „Ratrace“ ordentlich ab. Zwischenzeitliche Ausflüge zu METALLICA, SLAYER und SLIPKNOT sorgen ebenso für Stimmung wie ein kleiner Spaß mit dem Disco-Sound von BEYONCÉ. Auch für die Shirt-Aktion, bei der sich die Fans ihr T-Shirt ausziehen und umherwirbeln, sieht einfach nur richtig cool aus und sorgt auch bei anderen Bands für anerkennendes Nicken. SKINDRED rocken einfach jedes Festival, egal zu welcher Zeit!

OVERKILL

Nachdem die Rocker von THE CARBURETORS und die Core-Punker SET YOUR GOALS sowohl bei mir als auch beim Gros der Festival-Besucher nur bedingt Euphorie verursachten und damit als willkommene Gelegenheit zur Stärkung genutzt wurden, ging es weiter mit den Thrash-Veteranen OVERKILL! Nicht nur Sänger Bobby „Blitz“ Ellsworth hat sich in den letzten Jahren gesundheitlich erholt, auch die Band selbst hat mit den letzten Alben „Ironbound“ und „The Electric Age“ wieder zu alter Stärke gefunden. Und so nimmt die legendäre Thrash-Institution nun jede Show mit Volldampf, wobei man besonders Blitz anmerkt, dass er immer Bock hat, egal ob es ein Metal-Festival oder ein gemischtes Publikum, wie eben auf dem Devilside, ist. Daher wurden Songs wie „Electric Rattlesnake“, „Bring me the Night“ und natürlich „Rotten to the Core“, sowie das abschließende „Fuck you“ natürlich auch am frühen Abend mit vollem Engagement gezockt! Trotz schlechtem und weiterhin recht leisem Sound ließen sich die recht zahlreich vertretenen Metaller nicht lange bitten und feierten ordentlich ab! So will man das sehen!

AMORPHIS

Auf einem Festival mit recht vielseitigem Programm und einem Slot bei Tageslicht hat es eine Band mit atmosphärischem Sound natürlich recht schwer. Dazu kommt noch das schon mehrfach erwähnte Sound-Problem, welches sich dieses Mal auch noch durch einzelne komplette Aussetzer steigerte! Und so mussten die großartigen AMORPHIS nicht nur ihre düsteren Hymnen angemessen rüberbringen, sondern zudem noch Besucher überzeugen, die ihren Sound nicht kennen. So kommentierte ein junger Herr zu seinem Kollegen: „Ich kenn die, die klingen so wie AMON AMARTH“… ähm ja, fast… Ok, die Finnen sind auch nicht ganz so leicht einzuordnen, rocken sie doch cool mit „Sky is Mine“ und „Majestic Beast“ los, sorgen mit „The Smoke“ und „You I need“ für Gänsehaut, um einem anschließend mit „Vulgar Necrolatry“ und „Into Hiding“ wahre Death Metal-Knaller um die Ohren zu ballern! Während dann „My Kantele“ eher für meine Generation ein weiteres Highlight markierte, gingen die jüngeren Gäste dann bei den Single-Hits „Silver Bride“ und natürlich dem abschließenden „House of Sleep“ ebenfalls mit. Das Mitsing-Spielchen bei letzterem fiel dann aber doch etwas dürftig aus, so dass einem die Band, die wirklich jedes Mal wieder spielerisch großartig agiert und besonders durch Ausnahme-Sänger Tomi Joutsen versucht, die Menge zum Mitgehen zu animieren, schon fast leidtun kann… trotzdem: war schön!

SUCIDIAL TENDENCIES

Andere Bühne, ganz andere Stilrichtung, aber nicht weniger kraftvoll und vor allem legendär: SUCIDIAL TENDENCIES, die natürlich von Mike Muir angeführt wurden. Und dabei ist es eigentlich egal, wer da hinter dem massigen Fronter die Instrumente bedient… wenn „You can’t bring me down“, „War inside my Head“ und natürlich „Pledge your Alliance“ ertönen, der agile Fronter, klassisch mit Bandana und Football-Shirt ausgestattet, shoutend über die Bühne wirbelt und die Fans im Pit lauthals „S.T., S.T., S.T.“ skandieren, dann geht alles! Sogar ein Pogo-Pit auf der Bühne, wozu Muir reihenweise Fans auf dieselbige holte, um mit ihnen zu feiern! Auch wenn die Amis über die Jahre so einige unmotivierte Shows abgeliefert haben, sollten sie diese Energie aufrecht erhalten können, wird man hoffentlich noch viele Jahre „S.T“-Rufe in den Clubs und auf den Festivals dieser Welt hören!

SABATON

Kaum eine Metal-Band ist in den letzten Jahren so an die Spitze geschossen, wie SABATON. So sah man auch über dieses Wochenende bereits reihenweise Shirts der Schweden übers Festival-Gelände wandern und dementsprechend voll wurde es vor der Bühne, kaum waren die „S.T“-Rufe verklungen. Dabei durfte man gespannt sein, haben doch erst dieses Jahr sowohl Schlagzeuger, beide Gitarristen und der Keyboarder das Weite gesucht und bis auf letzteren durch neue Leute ersetzt. Diese haben sich allerdings schnell eingelebt und so gingen SABATON auch heute mit Volldampf und vor allem dicker Pyro-Show zur Sache. So brachten alte und neue Hits wie „Carolus Rex“, „40:1“ oder „Gott mit uns“ die Stimmung zu kochen und erfreut von der tollen Resonanz ließ sich Fronter Joakim Brodén zwischen den Songs zu einigen Sauf-Spielchen verleiten. Was ein richtiger Schwede ist, zieht sein Bier auch auf Ex! So nahm die wohl beste Show des Wochenendes ihren Lauf und als Krönung stürzte sich Brodén beim abschließenden „Metal Crue“ noch selbst in die tobende Meute! Da werden sich sicherlich nicht wenige freuen, dass SABATON auf der kommenden Tour wieder im Pott gastieren!

HATEBREED

Auch wenn nach diesem Highlight so einige Fans bereits das Weite suchten, wanderten viele aufgedrehte Festival-Gänger nach nebenan, denn HATEBREED geben schließlich nicht weniger Gas. Zwar besinnen sich die Hardcore-Heroen eher auf die grundlegende Vollbedienung und weniger auf Pyros, entfachen dabei nicht weniger Energie! Trotz allem hätte ich vom Jamey Jasta & co. mehr erwartet. Nach einigen Jahren Pause wirken die Amis doch sehr routiniert und feuern ihre packenden Riffwalzen und drückenden Rhythmen zwar mit voller Power raus, können aber bei weitem nicht die Euphorie von SABATON auslösen, geschweige auf der Bühne eine Energie wie die SUICIDAL TENDENCIES. Natürlich pusten HATEBREED noch immer fast alles weg und noch immer kann man bei jeder Show, auch heute, richtig Spaß haben. Hat man HATEBREED allerdings schon das ein oder andere Mal live erlebt, weiß man, dass dies nicht ihre beste Performance war… Dennoch ein packender Abschluss für einen tollen Festival-Tag, der für viele auch heute wieder bei der Party im T-Club weiter ging

Copyright Fotos: Karsten Rzehak

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