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DIARY OF DREAMS – ADORATION – SWARF – DEVIANT UK

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Ort: London - Dingwalls

Datum: 28.09.2008

Bereits am Freitag starteten wir in Richtung Bremen, um gleich am Samstag früh in den Flieger nach Manchester zu steigen. Von dort aus ging es dann mit dem Zug weiter nach Sheffield, wo wir einen wunderbaren Tag mit Sightseeing und einem genialen kleinen Club-Gig unserer „Helden“ DIARY OF DREAMS erleben durften. Nach kurzer Nacht und anstrengender Zugfahrt nach London, legten wir in der englischen Metropole noch einige Kilometer zurück, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten wie Tower Bridge, Big Ben, Trafalgar Square, Picadelly Circus usw. anzusehen und fotografisch festzuhalten. Das Konzert am Abend fand im Bezirk Camden Town statt, welcher durch seine Märkte gerade auch für Touristen eine riesige Attraktion ist. So auch an diesem Sonntag, wo die Straßen und Marktstände gut besucht waren. Ganz entspannt fanden wir den Club „Dingwalls“ und hatten sogar noch Zeit uns ganz in Ruhe eine Portion Fish & Chips zu gönnen, bevor wir uns in die gemütliche Location begaben.

Die erste Band des Abends DEVIANT UK hatte bereits begonnen und aufgrund der kurzen Spielzeit, konnte ich mir diese nicht mehr aus nächster Nähe ansehen. Doch nach kurzer Zeit startete schon die zweite Formation an diesem Abend namens SWARF. Das Trio aus dem englischen Brighton präsentierte Songs aus dem Debüt-Album „Art, Science, Exploitation“.
Der Sound vereinte elektronische Elemente mit Trance, Pop und Trip-Hop und Frontfrau und Sängerin Liz bestach mit kraftvoller und glockenklarer Stimme und einem interessanten Look. So wiegten sich die Besucher im Takt zur Musik und applaudierten höflich nach jedem Song. Der Stimmungshöhepunkt des Auftritts wurde mit der DEPECHE MODE Coverversion von „In your Room“ erreicht, wo die meisten Anwesenden den Text von vorne bis hinten mitsangen.

War die kleine Bühne für 3 Personen eben noch ausreichend, so sollte das beim nächsten Act mit 6 Musikern schon ein wenig anders aussehen. Langsam füllte sich der Platz vor der Bühne und freudig wurde die in England bekannte Formation ADORATION erwartet. Nebeneinander nahmen die Bandmitglieder John Stone am Mikrofon, Stephen Carey an der Gitarre und Lee-Anne Burgess am Bass ihre Stellung ein. Weiterhin unterstützen bei Live-Gigs noch Rob Levdon und Chris Milden (NFD) an der Gitarre und Simon Rippin (ehemals NDF) am Schlagzeug. Dasm was da auf der Bühne geboten wurde, haute zumindest unsere kleine deutsche Reisegruppe sofort um, denn die Mischung aus Rock, Gothic und Wave klang traumhaft schön und war so eingängig, dass wir bereits nach kurzer Zeit die Refrains mitsangen. Für die restlichen Anwesenden schien das nichts Neues zu sein, diese feierten nämlich richtig und beim Anblick der tanzende Meute, die sang und sich gegenseitig auf die Schultern von anderen setzte und mit den Armen winkte (in diesem kleinen Club!), ergab ein wahrlich schönes und witziges Bild. Aus dem Debüt-Album „Sleepwalking“ wurden Songs wie „Sleepwalking“, „Touch the water“ oder „Closure” präsentiert, die allesamt rockig, eingängig und mit einer fantastischen Stimme des Sängers John dargeboten wurden. Dazu kam dann noch das nette Miteinander der Band mit dem Publikum, was noch zusätzlich einen Sympathiebonus gab. Auf jeden Fall nehme ich diese Neuentdeckung mit nach Deutschland und werde den Weg von ADORATION gespannt weiterverfolgen.

Setlist ADORATION
Sleepwalking
Closure
Slow Motion
Touch the water
Same as it ever was
Broken Sky
Overground

Noch ein weniger dichter gedrängt warteten wir gemeinschaftlich auf den Hauptact des Abends: DIARY OF DREAMS, die bereits seit 3 Jahren keinen Auftritt mehr in England hatten. Wir erkannten noch einige bekannte Gesichter im Publikum, die auch extra wegen ihrer Lieblingsband ins Ausland gereist waren. Die Stimmung war von Anfang an sehr ausgelassen. Die Band wurde herzlich begrüßt und startete wie schon am Abend zuvor mit dem explosivem Stück „Nekrolog 43“, bei dem Sänger Adrian und Gitarrist Gaun:A zusammen Gitarre spielten. Unter die neueren Stücke reihten sich Klassiker wie „Chemicals“ oder „She“, welche begeistert aufgenommen und mitgesungen wurden. Die Band wirkte gut gelaunt und entspannt und freute sich über die kochende Stimmung im Club. Mit erhobenen Armen sangen wir den Refrain zu „Menschfeind“ und natürlich auch die Ballade „Traumtänzer“ und es ist immer wieder erstaunlich, wie die gut die deutschen Texte auch im Ausland funktionieren und wiedergegeben werden. Doch es sollte nicht länger ruhig bleiben, nachdem „Soul Stripper“ angespielt wurde, Adrian mit offenen Haaren tanzte und sang und D.N.S zu seinem immer grandiosen Schlagzeugspiel auch noch ein fantastisches Solo dahinschmetterte. „Kindrom“ hat sich mittlerweile so etabliert, dass er wie „The Curse“ auch aus keinem DOD-Set mehr wegzudenken ist und so folgten beide Songs direkt im Anschluss. Richtige Zugabe-Rufe konnte ich nicht hören, als die Band die Bühne verließ, aber tosenden Beifall und es wurde mit den Füßen lautstark auf den Boden gestampft. Wir schlossen uns diesem Ritual einfach an und schon stand das Quartett wieder komplett auf der Bühne, um mit „Giftraum“ und den Tanzflächenknaller „PaniK?“ weiter zu machen, bevor sie sich verneigten und wieder gingen. Doch noch immer gab es kein Halten, eher wieder ein großes Getrampel, Pfiffe, Schreie und Applaus. Doch diesmal kamen nur Keyboarder Taste und Sänger Adrian hervor, um in der Akustikversion das wundervolle „She and her Darkness“ zu spielen. Jeder von beiden brillierte in seinem Element und gerührt betrachteten/ lauschten die Anwesenden Beiden. Wieder ohrenbetäubender Applaus, dazu gesellte sich noch mal der Rest der Band und verneigte sich tief, während Adrian sich auch noch explizit bei denen bedankte, die für diese Auftritte um die Welt reisten

Setlist DIARY OF DREAMS
Nekrolog 43
The Plague
Chemicals
She
UnWanted
Butterfly: Dance!
Hypo)crypticK(al
MenschFeind
AmoK
Traumtänzer
Soul Stripper
Kindrom
The Curse

Giftraum
PaniK?

She and her darkness

Copyright Fotos: Cathie Niemann

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