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DIE HAPPY – REVOLVERHELD

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Ort: Dortmund - Soundgarden

Datum: 25.10.2005

Ein hochwertiges Package am Dienstagabend: Hoffnungsvolle Jungspunde und die Bubblegum Metal Veteranen um Frontröhre Marta. Schon saßen wir mit 4 Leuten auf der Autobahn… fest. Obwohl wir bereits 2 Stunden vor dem eigentlichen Beginn im Dortmunder Soundgarden loslegten, wurde es zeitlich immer knapper, Grund hierfür ein stehen gebliebener polnischer Autotransporter mitten in einer Baustelle auf der A2. Nach einigem Zähneklappern konnten wir dann aber wenigstens doch noch etwas vom Support Act, den REVOLVERHELDen mitbekommen, die ja momentan hoch in den Charts platziert sind.

Erster Eindruck: Eine nicht unbeträchtliche Menge an entsprechenden Bandshirts, zumeist von jüngeren RevolverheldenInnen getragen, deutete daraufhin, welch hochkarätige Band sich DIE HAPPY da mit auf Tour genommen haben. Und die Norddeutschen wirkten auch dementsprechend motiviert on Stage. Alle mit schwarzem Hemd außer Sänger Johannes rotzten sie ihren flotten deutschen Rock erfrischend in die Szenerie, so dass die Menge keine lange Anlaufzeit brauchte. Lieblingsvokabel der Truppe: „schick“! Überraschenderweise war dann schon nach 5 Songs (incl. „Freunde bleiben“ und „Die Welt steht still“) wieder Schluss, durfte man nicht mehr? Konnte man nicht mehr? Zumindest für eine Zugabe durfte man noch etwas verlängern, das grandiose „Generation Rock“ versüßte den Abgang dann noch ein wenig. Demnächst dann mehr als Headliner bitte!

Punkt 21 Uhr hieß es dann „Bühne frei“ für DIE HAPPY, die an diesem Abend ihr neues Album „Bitter to better“ präsentierten. So hatte man den Titelsong zum Opener auserkoren, und als Marta und ihre Saitenzupfer nach kurzem Schlagzeugintro von Jürgen die Bühne stürmten, fraß ihnen das Publikum gleich aus der Hand. Marta hüpfte agil wie immer (und ein paar Pfund leichter wie mir schien) gleich von einem Ende zum anderen, stieg die Stufe von der Bühne in den Graben und suchte den direkten Kontakt mit der ersten Reihe, so dass unser Fotograph leicht ins Schwitzen geriet. Nach „Everyday’s a weekend“ gab es mit „Love to hate you“, der ersten Single „Big big trouble“ und „Perfect“ weiteres frisches Material auf die Ohren. Die Meute sprang begeistert mit, und Marta beschränkte sich mit kurzen Ansagen aufs Wesentliche: Rocken! Bei „Big boy“ animierte sie altbekannt mit gestenreicher Pantomime die Leute zum Mitsingen, und die ließen sich nicht lange bitten. Nach dem kraftvollen „Colourblind“ erfüllte die Band dann mit „Wrong“ und „5 p.m.“ 2 Setlistwünsche ihrer Fans. Eine kleine Verschnaufpause und Gelegenheit ein paar Wunderkerzen rauszukramen, die dann gleich bei der gefühlvoll vorgetragenen neuen Ballade „Inside“ weiter brennen konnten. Doch anschließend hieß es wieder die Halle zum Kochen zu bringen, kein Problem mit „In love“ und dem Klassiker „Like a flower“, dynamischer denn je vorgetragen. „Cancer“, ein Stück, dass es von der Promo-CD nicht aufs Album geschafft hat, aber der Band wohl trotzdem am Herzen liegt, widmete Marta dann ganz besonderen Menschen. Wer immer hier angesprochen wird, darf sich angesichts des Textes wohl kaum geschmeichelt fühlen. Nach ein paar Frotzeleien übers Frau- und Mann-Sein („Meine Jungs haben öfter ihre Tage als ich“) zeigte sich dann das Auditorium bei der aktuellen Single „I am“ wie schon den ganzen Abend über äußerst textsicher, was Marta sichtlich gefiel und sie zu weiteren Interaktionsspielchen animierte. Zu Reggaeklängen arbeitete man sich langsam auf „Goodbye“ zu, und durchs Megaphon angefeuert sangen die Fans am Ende in zwei Gruppen („Fußballchöre sind die Besten“). Zu „Dont’ be scared“ gab es dann noch Marta beim Shakira-Hintern-Wackeln zu bestaunen, während sich Ralf an einer Sambagurke und Thorsten an einer Kuhglocke zu schaffen machten. Mit „Blood cell traffic jam“ beendete man das reguläre Set. Doch ohne Zugaben sollte dieser Abend nicht enden und so kam Thorsten zurück auf die Bühne, machte noch ein wenig Eigenwerbung für DIE HAPPYs Nominierung bei der 1Live-Krone, um sich anschließend einen Herzenswunsch zu erfüllen: „Ich wollte immer Frontmann einer Band sein“ und so sang man gemeinsam mit ihm die ersten Zeilen von OASIS „Wonderwall“, um mit der restlichen Band in „Slow day“ zu münden. Nach „Supersonic Speed“ fand der Abend dann nach fast 2 Stunden mit „Stranded“ einen würdigen Abschluss.

So dürften Fans und Band ob dieser gelungenen Album-Präsentation mehr als zufrieden den Heimweg angetreten haben, der zur Freude der Terrorfraktion staufrei und somit um Längen kürzer ausfiel.

Setlist DIE HAPPY (ohne Gewähr):
Bitter to better
Everyday’s a weekend
Love to hate you
Big big trouble
Perfect
Big Boy
Colourblind
Wrong
5 p.m.
Inside
In love
Like a flower
Cancer
I am
Goodbye
Don’t be scared
Blood cell traffic jam

Slow day
Supersonic speed
Stranded

Copyright Fotos: Jörg Rambow

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