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THE DILLINGER ESCAPE PLAN – BONG-RA

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Ort: Hamburg - Markthalle

Datum: 29.01.2017

Blood, Sweat and Tears – so könnte man den Abend in der Markthalle beschreiben. Gemeint ist nicht die US-amerikanische Jazzrock Band, sondern die Abschiedstour von THE DILLINGER ESCAPE PLAN. Nach 20 Jahren gehen die Musiker musikalisch getrennte Wege und man darf getrost jetzt schon der Band mit ihrem unvergleichlichen Math-Jazzcore nachweinen. Okay, Blood ist vielleicht etwas übertrieben, aber blaue Flecken holt man sich im Pit und ins Schwitzen kommt man alleine schon beim Zusehen. Vorsorglich wurde die Security im Graben aufgestockt, um die paar Crowdsurfer abzufischen, die den Ritt auf dem Moshpit wagten.

Bevor sich die Meute ein letztes Mal zu dem Mathcore der aus New Jersey stammenden Formation austoben sollte, gab es elektronische Musik von BONG-RA. Über 45 Minuten ging das Set und nur vereinzelt sah man die Wartenden mitwippen.

Um 21 Uhr brach das Inferno vor und auf der Bühne los. Die Musiker schleuderten explosionsartig musikalische Salven in Richtung Publikum, um dann mit ruhige Parts hineinzugrätschen. Herrlich! Explosionsartig wirkten auch die Spots, die fast schon stroboskopisch aufblitzten und blendeten. Ein Overkill an Musik, Energie, Licht und Bewegung. Innerhalb kürzester Zeit stieg die Temperatur in der Markthalle und zum Ende hin roch es wie in einer Männer-Sportumkleidekabine. Zumindest stelle ich mir den Geruch so vor. Weibliche Fans waren definitiv in der Minderheit, wie auch die U-20-Jährigen.

Mit „Limerent Death“ vom neuen Album eröffneten THE DILLINGER ESCAPE PLAN ihr Set und präsentierten einen musikalischen Querschnitt aus ihrem Bandbestehen u.a. mit „Panasonic Youth“ und „Farewell, Mona Lisa“. Ben Weinman entlud seine Energie mit Sprüngen und man sah in schleudernd/ spielend/ schlagend an seiner Gitarre. Greg Puciato verlangte seinen Stimmbändern ALLES ab, so wechselte er bei „Surrogate“ gekonnt zwischen Klargesang und Shoutingparts. TDEP nahmen sich auf ihrem Höllentrip dennoch die Zeit für Instrumentalparts, die sie mit geschlossenen Augen bei dem Stück „LOW Feels Blvd“ zelebrierten. An der Stelle sei auch ein Lob an den Tontechniker gerichtet, denn selten habe ich so einen guten Sound gehört. Apropos Gesang, die wenigen Mitsingmöglichkeiten, die einem die Musik von TDEP bietet, wurden von den Fans zu „Milk Lizard“ und „One Of Us Is The Killer“ voll ausgenutzt.

Unter einem lang anhaltenden Piepton und Strobos ging es mit der Zugabe „Mouth Of Ghosts“ mit Ben Weiman am Keyboard los. Natürlich durfte „43% Burnt“ in der Setlist nicht fehlen und damit endete dann auch der Auftritt von TDEP. Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist… Bullshit. Hier ein Zitat von THE DILLINGER ESCAPE PLAN, gefunden auf ihrer Facebook-Seite: “Never say goodbye, because goodbye means going away, and going away means forgetting.”

Setlist THE DILLINGER ESCAPE PLAN (ohne Gewähr)
Limerent Death
Panasonic Youth
Symptom Of Terminal Illness
When I Lost My Bet
Sugar Coated Sour
Black Bubbelgum
Surrogate
Hero Of The Soviet Union
Milk Lizard
Low Feels Blvd
One Us Us Is The Killer
Nothing To Forget
Farewell, Mona Lisa
?
Prancer

Mouth Of Ghosts
Sunshine The Werewolf?
43% Burnt

Copyright Fotos: Sandra Dürkop

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