Terrorverlag > Blog > DOG EAT DOG, HENCHMAN, MARNIE > DOG EAT DOG – HENCHMAN – MARNIE

Konzert Filter

DOG EAT DOG – HENCHMAN – MARNIE

061212-Dog-eat-Dog-0.jpg

Ort: Saarbrücken - Roxy

Datum: 11.12.2006

Mit der Veröffentlichung ihres „All Boro Kings“-Albums im Jahre 1994 schafften DOG EAT DOG den Durchbruch und gehörte damit zur Gründerbewegung der überaus erfolgreichen Crossoverbewegung. Nach einer Welle des Erfolgs kriselte es ein wenig um die Band und so trennte man sich vor einigen Jahren von der Plattenfirma Roadrunner! 2006 sollte das Jahr des Comebacks sein. Mit dem Album „Walk with me“ im Gepäck tourten DOG EAT DOG unermüdlich durch die Lande und kamen so auch nach Saarbrücken. Das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und waren für euch mit von der Partie. Zum ersten Mal in diesem Winter waren es nur knapp über 0°C, als wir über die Autobahn ins Roxy fuhren. Doch die Vorfreude auf dieses Konzert ließ uns die Kälte schnell vergessen. Als Support hatten DOG EAT DOG die Berliner Band MARNIE sowie die aus der Schweiz stammenden HENCHMAN im Gepäck.

MARNIE, das sind die vier jungen Musiker Meena, Den, Le und Carsten, die sich auf die Fahnen geschrieben haben einfach mordsmäßig zu rocken. Und das taten sie auch in Saarbrücken. „Rock ist Rock und lässt sich nicht neu erfinden“, so die Band. Manchmal braucht es das auch gar nicht! Meena, die quirlige, sympathische Frontfrau, schaffte es spielend, das aus mir nicht erklärlichen Gründen sehr träge Saarbrücker Publikum zu animieren. Die Songs kamen rotzfrech und aggressiv rüber. Optimal fügte sich Meenas Stimme in den Sound ein. Titel wie „Hello“, „All that I need“ oder “Angel vs. Evil“ zeigten, wo’s langgeht und versprühten ordentlich Rockappeal. Leider war der halbstündige Gig viel zu schnell vorbei und MARNIE räumten die Bühne für HENCHMAN. Bald gibt es die ganze Energie der Hauptstädter gebündelt als Musik – spürbar und hörbar -, denn die Band arbeitet gerade an ihrem Debütalbum!

Nach längerer Umbaupause, die wir aber gekonnt mit einem Bier zu überbrücken wussten, betraten die drei Jungs von HENCHMAN die Club Stage. Was nun folgte, war ein kompromissloses Hardcore-Metal Brett. Was sich auf ihrer CD „Unmistaken“ noch relativ brav anhört, entfachte live ein wahres Feuerwerk aus schnellen Gitarren-Riffs, energischen Bassläufen und wahren Heavy –Drums. Beeinflusst von Kapellen wie die BAD BRAINS, HELMET oder sogar FAITH NO MORE schafften es Roger, Deniz und Jérôme, den Bogen noch weiter zu spannen und einen eigenen, frischen Sound zu kreieren. Ihre energiegeladene Show übertrug sich schnell aufs Saarbrücker Publikum. Ohne viel Worte zu verlieren prügelten sich HENCHMAN durch Ihre Setlist. Der erste „Pit“ entstand vor der Bühne – Schuhe, T-Shirts, und Fäuste flogen durch die Lüfte. Aber auch hier war nach nicht mal 30 min. Schluss und HENCHMAN räumten schweißgebadet für DOG EAT DOG die Stage.

Nun war es soweit und J.C., Rocky, Sean Patrick sowie „The Foot of Doom“ enterten die Bühne, vor der nun dicht gedrängt die Fans dem Auftritt entgegenfieberten! Schon beim Opener „Isms“ vom „Play Games“- Album gab es kein Halten mehr beim Publikum, was den kleinen Club aufgrund der pogenden Fans fast sprengte. Es folgte „Cannonball“, welches ebenso begeistert von den Fans gefeiert wurde. Vor jedem Titel gab es mehrminütige Ansagen von Sänger J.C, welche für mich zum Teil etwas überzogen und aufgesetzt wirkten, aber der Herr labert halt gerne. Aber da die Musiker auch auf der Bühne während der Songs keinen Gefangenen machten und alles gaben, war es vielleicht auch nötig, zwischendurch ein wenig zu verschnaufen. Und so rockten DOG EAT DOG mit Titeln wie „Expect”, „Who’s the King” (natürlich vom „All Boro Kings“- Hit Album) und “World keeps Spinning” weiter, was das Zeug hergab. Dabei tobte J.C. über die Bühne, als wäre es sein letztes Konzert und er gab gesanglich wie auch körperlich alles. Dies dankten die Fans, welche auch von weiter her angereist waren mit heftigem Aktionismus und nicht mehr enden wollendem Applaus.

Da viele Samples sowie hin und wieder auch Teile des Schlagzeugs vom Band kamen, fungierte Brandon Jay Finley alias „The Foot of Doom“ bei etlichen Songs als zweiter Sänger und heizte dem Saarbrücker Publikum so richtig ein. Bei den Zugaben „No Fronts“ und der legendären Bandhymne „Dog eat Dog“ stürmte eine ganze Fan-Meute die Bühne, was in einer Riesen-Crossover Party endete. Trotz der Stimmung und dem Spaß, welchen DOG EAT DOG bei ihren Live Auftritten zweifellos immer noch haben, gefallen sie mir auf CD besser. Hier stehen mehr die musikalischen Stilelemente und Arrangements und nicht so das große Cossover-Rap-HipHop Gehabe im Vordergrund. Nichts desto trotz ging die Party, den Aussagen einiger Bandmitglieder nach zu urteilen, wohl noch bis in die frühen Morgenstunden und für die meisten der Besucher, die sich noch immer mit den Beats in den Ohren auf den Heimweg machten, bleibt dieses Konzert der von vielen schon „tot“ geglaubten Amis ein wohl unvergessliches Erlebnis.

Setlist MARNIE
Intro
Lover
Hello
Somebody to love
Infant
All that I need
Angel vs. Evil

Setlist HENCHMAN
Embrace
Viva LV
Uncover
Right or Wrong
A little bit less mean
Unmistaken
Plan B

Setlist DOG EAT DOG
Isms
Cannonball
Expect
Who`s the King
World keeps Spinning
Undivided
Milf
Pull my finger
ESB
Funnel King
Rocky
Goodtimes
Walk with me
Step right in

No Fronts
Dog eat Dog

Copyright Fotos: Thomas Nattermann

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Alle markierten Felder (*) müssen ausgefüllt werden.

Mehr zu DOG EAT DOG auf terrorverlag.com

Mehr zu HENCHMAN auf terrorverlag.com

Mehr zu MARNIE auf terrorverlag.com