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DORO – SONATA ARCTICA – ALTARIA

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Ort: Osnabrück - Hyde Park

Datum: 26.04.2006

Melodic Metal Attack in Osnabrück! Die Grand Dame des deutschen Metals, Doro Pesch, hatte zu einem Tänzchen gerufen, die finnischen Frauenschwärme SONATA ARCTICA im Gepäck. Da sollte doch für jeden Geschmack etwas dabei sein, dennoch fanden wir den Hyde Park gegen 19 30 Uhr noch relativ verlassen vor, was sich im Laufe des Abends aber ändern sollte. Ein kurzer Rundumblick: 3 Drumkits auf der Bühne, davor einige Herren und Damen, die ihrem Alter nach zu urteilen schon eine ganze Weile den harten Sounds frönen. Biker, Hard Rocker, aber auch ziemlich „normal“ aussehende Menschen mittleren Alters, die mal wieder in der Vergangenheit schwelgen wollten. Bevor aber die beiden Headliner des Abends auftrumpfen konnten, waren zunächst die Finnen ALTARIA an der Reihe.

Die traten zu fünft auf die Stage, besaßen aber nicht gerade allzu viel Platz zur Entfaltung, was insbesondere im Hinblick auf die Leibesfülle von 3 der Herren eher unglücklich war. Sänger Taage Laiho (Hobby: Sauna!) trug zudem eine Brille, ein wirklich extrem seltenes Utensil bei Metal Musikern. Stimmlich war der der gute Mann völlig auf der Höhe und bot mit seiner klassischen Melodic Metal-Röhre Stücke wie „Unicorn“, „Fire & Ice“ sowie „Valley of Rainbows“ von der aktuellen Langrille „The Fallen Empire“ feil. Überraschenderweise ließen sich die Anwesenden bereits jetzt zum Mitklatschen animieren, das ließ auf mehr hoffen. Nach einer halben Stunde verließ das erste Finnenpaket schon wieder das Parkett, um dieses für die ungleich berühmteren Landsmänner freizumachen.

Schon drängelten die Massen (insgesamt so um die 500 würd ich meinen) nach vorne, um die „Kings of Ice“ zu bewundern. Passend zu ihrem arktischen Image hatten sie Monitorboxen im Eisblock Design dabei, wirklich sehr schick, ebenso wie die Wölfe auf dem majestätischen Drumkit. Dann trat der Fünfer vor die Fans, Darling Tony Kakko überraschte nicht wirklich mit roten Strähnchen zu einer gleichfarbigen Karohose. Echter Metal geht anders, aber das störte wirklich kaum jemanden, bei dem starken Song Material und den vielen Späßchen, die nun geboten wurden. Die gut einstündige Setlist enthielt nahezu ausschließlich Songs der neuen „For the Sake of Revenge“ Best of DCD, also das beste vom besten der Skandinavier. Darunter Hits wie beispielsweise „Fullmoon“, welche gut abgefeiert wurden. Die Arme gestreckt und in die Hände geklatscht, wie es gläubige Rock ’n’ Roller eben tun, wenn sie gut drauf sind. Lediglich eine kleine Dame in Schwarz war nicht so zufrieden, denn ihr wurde mal eben von der Security ihre komplette Videoaufnahme gelöscht, da half auch minutenlanges Diskutieren nichts. Zum Abschluss präsentierten SON ARC noch das obligatorische “Vodka“ und ließen sich dann nach allen Regeln der Kunst abfeiern, das war wirklich mehr als ein Support Gig, lediglich die von einigen schmerzlich hingenommene, fehlende Zugabe machte den Unterschied zum echten Headliner des Abends aus.

Würde DORO diesen Auftritt noch einmal toppen können? Zunächst sah es gar nicht so gut aus, denn die Reihen waren doch relativ gelichtet, doch bereits wenige Sekunden, nachdem die Dame auf die Bühne gestürmt war, hatte sie alle im Griff. Das Sharon Stone-Syndrom, die Dame sieht im Leder immer noch klasse aus, die Stimme sitzt und die kumpelhaften Ansagen trafen direkt ins Herz. Übrigens setzt sie sich für die Tierschutzorganisation PETA ein, die einen Stand vor Ort hatten, sehr löblich! Im Folgenden präsentierte sie immerhin 7 Songs ihres neuen Albums „Warrior Soul“, welches wohl schon ordentlich Verbreitung gefunden hat. Insbesondere „You’re my family“ könnte sich zu einer neuen Hymne mausern, bei dem fanfreundlichen Text. Auch an Show Elementen wurde nicht gespart, hin und wieder kamen Pyros zum Einsatz und der riesige Fantasy Backdrop mit Frau Pesch als fesche Kriegerin machte auch gut was her. Schnell wurde klar, dass besonders die alten (WARLOCK)-Hymnen herbeigesehnt wurden, wie etwa „I rule the Ruins“, „Für immer“ und natürlich das endfette „All we are“ (alle von meiner ersten selbst erworbenen LP „Triumph and Agony“ aus dem Jahre 1987), womit auch der Hauptteil des Gigs abgerundet wurde. Doch natürlich folgten Zugabenblöcke, bei dem u.a. das PRIEST-Cover „Breaking the Law“ intoniert wurde. Nicht vergessen sollte man auch DOROs langmähnige Mitstreiter, die es an Posing nicht missen ließen, insbesondere der US-Amerikaner Johnny Dee an den riesigen Drums soll hier noch mal hervorgehoben werden. Er bekam dann auch ein Solo spendiert.

In dieser Form wird die Düsseldorferin noch einige Jahre die ungekrönte Königin des Deutschen Melodic Metals sein und ihre überaus treue Fangemeinde verwöhnen. Hier kann man durchaus von einer Liebesbeziehung sprechen!

Setlist SONATA ARCTICA
Intro
Misplaced
Blinded No More
Fullmoon
Victoria’s Secret
Broken
8th Commandment
Tallulah
My Land
Black Sheep
Medley
Don’t say a word
The Cage
Vodka

Setlist DORO (ohne Gewähr!)
Earthshaker Rock
I rule the Ruins
You’re my family
Always live to win
Haunted Heart
Burning the Witches
True as Steel
Above the Ashes
Metal Racer
Drumsolo
Strangers Yesterday
Für immer
Burn it up
Fight
All we are

Warrior Soul
Hellbound

Thunderspell
Breaking the Law
My Majesty

Copyright Fotos: Jörg Rambow

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