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EISBRECHER – UNZUCHT

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Ort: Berlin - Columbiahalle

Datum: 08.10.2017

Kaum hatte Sturm Xavier Berlin hinter sich gelassen, konnten sich die Hauptstädter mit EISBRECHER auf Sturmfahrt“ begeben. Das Konzert war nicht ausverkauft, aber immerhin sehr gut besucht. Hatten die Berliner genug vom Sturm? An EISBRECHER kann es nicht gelegen haben, sind sie doch Garanten für pures Entertainment, und auch dieses Mal kleckerten die Bayern nicht, sondern klotzten, und für all jene, die diesen Abend verpasst haben, gibt es kein Mitleid. Das Bühnenbild erinnerte an ein Schiffsdeck und die Lichtshow, meist in Blau gehalten, unterstützte die Atmosphäre, dazu kamen Outfitwechsel und fliegende Stofftier-Eisbären. Die Setlist ließ keine Wünsche offen und der Abend wurde von beiden sympathischen Bands getragen.

Gleich zu Beginn wurden die Anwesenden durch Alex auf den Opener eingestimmt und die Stimmung war dementsprechend. UNZUCHT hielten mit ihrem Aufritt den Stimmungslevel im Publikum, legten mit ihrem Dark Rock eine Schippe drauf und begeisterten mit Songs wie ihrer Bandhymne, bei welcher die Fans passenderweise UNZUCHT-Rufe spendierten. Bevor die Band mit „Deine Zeit läuft ab“ loslegte, lieferte sich das Publikum mit Gitarrist Daniel De Clercq ein Battle. Forderte dieser die Hände und Stimmen der Anwesenden ein, so gaben sie ihm das Geforderte bereitwillig. Zwar surfte Der Schulz dieses Mal nicht auf der Crowd, ließ es sich aber nicht nehmen, zu „Neuntöter“ ans Publikum zu treten. Mit Arme-schwenken und Mitklatschen revanchierten sich die Fans zu „Nur die Ewigkeit“ und das Set endete mit „Engel der Vernichtung“.

Mit dem Fall des EISBRECHER-Banners wurde der Blick auf die Bühne freigegeben und mit voller Kraft voraus legten die Bajuwaren mit ihrer „Sturmfahrt“ los. Egal ob brandaktuelle Songs (des sehr guten neuen Abums) wie „Automat“ oder Klassiker wie „1000 Narben“ gespielt wurden, die Fans zeigten sich immer textsicher und in den ersten Reihen sah man neben aktuellen EISBRECHER T-Shirts auch viele aus den früheren Jahren. Nachdem die Band für alle Handy-User ein extra Posing (z.B. aufgespießter Alex) hingelegt hatte, hieß es ab da an: Smartphones aus, und das hielt sich auch daran.

Alex selbst war im Redefluss und so wurde jeder Song mit einleitenden Worten angekündigt, selbst eingeatmeter GoT Schnee konnte Wesselsky nicht zum Schweigen bei „Eiszeit“ bringen. Neben Kunstschnee und Winterkleidung durfte die Eispickel zu diesem Song nicht fehlen. Zu dem Cover „Eisbär“ hatten sich die Bandmitglieder weiße Jacketts übergezogen und die ersten Eisbären flogen gen Publikum. Als Fässer auf die Bühne geholt wurden, war klar, dass nun die Zeit für „Amok“ gekommen war. Gemeinsam fluchten Preußen und Bajuwaren zu „Himmel, Arsch und Zwirn“, und im Anschluss gab es die Ballade „Wo geht der Teufel hin“, bei dem die Musiker in rotes Bühnenlicht getaucht wurden. Ansonsten dominierten eine blaue Lichtstimmung und viele Spots die komplette Show über. Ein weiteres Highlight des Abends war der aktuelle, durchaus politische Titel „Was ist hier los“, und erneut klatschten die Fans fleißig mit. Mit dem Mundharmonika-Intro wurde „This is Deutsch“ angekündigt und es ward Zeit, in Richtung Zugabenset zu marschieren.

Nach kurzem Abgang feuerten EISBRECHER als erste Zugabe „Verrückt“ raus und es folgte ein Drumsolo-Elektro-Battle zwischen Achim Färber und Noel Pix. Danach waren die Berliner an der Reihe und stimmten einen Geburtstagssong für eine besondere Frau im Publikum an. Auch in Sachen Interaktion mit dem Publikum zeigte Herr Wesselsky keine Scheu und ging zu „Miststück“ mit dem Mikrophon an die erste Reihe und alle von Ü20 bis U70 sangen mit. Mit „In einem Boot“ endete eine rundum gelungene Show. Nach dem Eisbären-Weitwurf und einer Verbeugung wurden die Fans von der Security in die Nacht hinausgetrieben.

Setlist EISBRECHER
Sturmfahrt
Willkommen im Nichts
Das Gesetz
Automat
Fehler machen Leute
Eisbär
Amok
So oder so
Die Engel
Prototyp
Himmel, Arsch und Zwirn
Wo geht der Teufel hin
Eiszeit
1000 Narben
Was ist hier los?
This is Deutsch

Verrückt
Miststück
In einem Boot

Copyright Fotos: Sandra Dürkop

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