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EMERGENZA FESTIVAL RUHRGEBIET 2006

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Ort: Dortmund - Live Station

Datum: 23.02.2006

Wir schreiben den 23.02.06, Ort: Dortmunder „Live Station“ direkt am H-Bahnhof. Es ist 18.15 Uhr, als wir bei Eiseskälte dort eintreffen, um uns die letzte der Vorentscheidungen des diesjährigen Emergenza Festivals einmal näher anzusehen, bei dem 7 Bands um einen Platz im Halbfinale spielen. Wir betreten die Location, aber wie an Weiberfastnacht zu erwarten sind außer den ersten Bandmitgliedern noch keine Gäste anwesend. Nachdem wir uns dann unseren Stempel, der witzigerweise nur im UV Licht sichtbar war (was ich sehr praktisch finde, denn man muss sich nicht mehr die Hand aufscheuern, um die Farbe wieder runter zu bekommen), an der Abendkasse abgeholt hatten, suchten wir uns erstmal einen Tisch mit zwei Hockern, um uns nieder zu lassen!

Gegen 19.00 Uhr wurde dann schon die erste Band auf die Bühne gerufen. Sie nennen sich CROSSBONES und bestehen aus 3 noch relativ jungen Bandmitgliedern, welche aus Wuppertal kommen. Der Sound, den Sie uns und den leider noch sehr wenigen Gästen entgegen schmetterten, wird als „NitRock“, eine Art Hardrock bezeichnet und hörte sich sowohl stimmlich als auch musikalisch wirklich gewaltig an! Sie coverten sogar einen Song („The Trooper“) von IRON MAIDEN. Hat mir persönlich sehr gut gefallen, wenn man bedenkt, dass es diese Combo erst seit 2004 gibt, da ist es wirklich beeindruckend zu sehen, was für eine klasse Performance und musikalische Leistung die Jungs rüber bringen. Die Stimmzählung nach Ihrem 30 minütigen Auftritt fiel mit leider nur 7 Stimmen recht dürftig aus, was meiner Meinung nach absolut unfair war, denn zum einen hätte man mit der Abstimmung warten müssen, bis alle Bands auf der Bühne waren und zum anderen war die Anfangszeit mit 19 Uhr zu früh angesetzt, da sich die Location erst gegen 20 Uhr wirklich zu füllen begann (ca. 100 Gäste)! Vielleicht baut man aber auch darauf, dass die einzelnen Bands möglichst viele Gäste mitbringen respektive Karten verkaufen, um möglichst viele Stimmen zu ergattern.

19.30 war es auch schon Zeit für die zweite Combo des Abends SOUND OF ILLUSION. Ganz im Gegensatz zur ersten Band war Ihr Musikstil eher ruhig und erinnerte gelegentlich z.b. an COLDPLAY. Das traf wohl nicht so ganz den Geschmack der Besucher, denn es gab leider nur wenig Beifall, was ich sehr schade fand, weil Sie ihre Sache wirklich sehr gut machten und sich auch nicht durch das geringe Feedback (nur 3 Stimmen) beirren ließen!

Um 20 Uhr war dann BERETTA soweit, die Zuhörer mit einer Art Metal in ihren Bann zu ziehen. Bei dem Sound war es eigentlich unmöglich, den Kopf oder gar die Füße still zu halten. Da musste man schon mitgehen, und auch die Bühnenpräsenz seitens der Band war nicht zu verachten. Hat mächtig gefetzt und sie hätten meiner Meinung nach mehr als 22 Stimmen verdient, aber O.K. Geschmäcker sind halt verschieden.

Die vierte Band des Abends, die ihr Können zwischen 20.30 und 21.00 Uhr unter Beweis stellen konnte, nannte sich TAKIN’ LIVES und war, wie ich fand, im wahrsten Sinne des Wortes absolut „thrashig“! Der Sound war der absolute Burner, und auch die Bühnenpräsenz war genial abgefahren. Man konnte gleich merken, dass Sie schon einige Auftritte hingelegt haben. Auch das Publikum war sichtlich begeistert und belohnte die Jungs mit sage und schreibe 62 Stimmen, die Sie an diesem Abend auch zum Sieg führen sollten. Das einzige was mich am Thrash Metal irgendwie immer wieder stört ist, dass man sowenig von den Texten versteht.

Dann war es auch schon Zeit für SETH 13 aus Lüdenscheid, die Ihre Art Musik zu machen selbst als „Thunder Rock“ bezeichnen. Ich finde, es klingt wie eine Mischung aus Metal und Gothic-Rock und ist absolut hörenswert. Auch der Mix aus Deutsch und Englisch gesungenen Songs macht das ganze abwechslungsreich. Sehr stylish ist eine der E-Gitarren, auf denen der Frontmann spielt. Sie ist knallrot und hat die Form einer Frau mit Drachen – oder Fledermausflügeln, man könnte auch sagen, Dragon – oder Batwoman *g*. Sie konnten 39 Stimmen für sich verbuchen.

Um 21.30 kamen dann DAWN OF DESTINY auf die Bühne. Endlich mal eine Band mit Frontfrau! Der Power Metal und die fast sanft klingenden Refrains bildeten einen guten Kontrast. Obwohl es diese Band in dieser Konstellation erst seit 2005 gibt, merkt man ihnen die vorherigen Erfahrungen doch an. Denn das Zusammenspiel der Combo war im wahrsten Sinne des Wortes bühnenreif. Sie konnten mit ihrer Darbietung 48 Stimmen abräumen und somit den 2ten Platz belegen.

Als letzte Band des Abends waren BEAT THE WAVES an der Reihe, welche es schon seit dem Jahre 2001 gibt. Die so genannten Brit-Rocker machten mächtig Show auf der Stage, was nicht zuletzt am anfänglichen kuriosen Auftritt des Sängers lag (Hut, Sonnenbrille und Jacke mit Fellbesatz). Sie hatten auf jeden Fall ihre Fans, und auch Ihr Musikstil war sicher O.K. allerdings natürlich Geschmacksache. Mich erinnerte der Sound irgendwie an den Soundtrack von „American Pie“…! Sie erreichten an diesem Abend mit 41 Stimmen den 3ten Platz.

Im Nachhinein betrachtet war der Abend wirklich gelungen. Die Musik war durchgängig ansprechend, und es waren zum Ende hin dann doch ca.150 Gäste da. Mal schauen, was sich beim Halbfinale tut.

Copyright Fotos: Torsten Hellge

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