Terrorverlag > Blog > EMILIE AUTUMN > EMILIE AUTUMN

Konzert Filter

EMILIE AUTUMN

120313-Emilie-Autumn-0.jpg

Ort: Bochum - Matrix

Datum: 13.03.2012

Auf ihrer „Fight like a girl“-Tour machte EMILIE AUTUMN letzten Dienstag auch in der Bochumer Matrix Halt und gab eines ihrer mittlerweile „berühmt-berüchtigten“ Konzerte. Wobei man nicht einmal von einem Konzert im eigentlichen Sinne sprechen konnte. Ihre Shows sind mittlerweile nicht nur mehr in der schwarzen Szene legendär und so fand sich an diesem Abend auch ein bunt gemischtes Publikum in der gut gefüllten Matrix ein. Einen Großteil machten indes durchaus kleine, „süße“ Gothic-Mädels aus, die sich für ihr Idol scheinbar stundenlang detailgetreu zurechtgemacht hatten, das erste Drittel des Platzes vor der Bühne füllten und der Show entgegen fieberten. Im hinteren Bereich hingegen fanden die älteren Semester Platz sowie Fans, die nun optisch nicht zwingend alle zur Gothic-Szene gehörten.

Nach einem kurz angetäuschten Konzertbeginn, bei dem die Lichter ausgingen, Nebel auf die Bühne gepumpt wurde, ein Intro ertönte und dann gar nichts weiter passierte, ging es dann mit geringfügiger Verspätung kurz nach 20 Uhr wirklich los und hinter einem runden transparentem Stoff erschien die Silhouette der Tänzerinnen, der Bloody Crumpets und dann auch der von EMILIE AUTUMN selbst mit Vogelmaske. Was in den nächsten knapp über 2 Stunden folgte, war ein sorgsam einstudiertes und liebevoll bis ins kleinste Detail arrangiertes Gothic-Musical. Auf der dekorierten Bühne flackerten (leider elektronische) Kerzen und Totenschädel lagen verteilt herum. EMILIE AUTUMN und ihre drei Tänzerinnen hatten sicher genauso lange wie ihre Fans gebraucht, um sich zurechtzumachen und boten eine exakt choreografierte Show mit vielen Tanz-Elementen. Insgesamt gingen alle Songs in ein Gesamtschauspiel über. Wer nun aber meint, dass die Musik völlig belanglos war, der irrt. Fast alle erzeugten bei den Fans nach ein paar ersten Klängen großen Jubel. Ob nun die Show auf die Songs abgestimmt war oder sich die Songauswahl nach der Show richtet, bleibt Spekulation. Im Ergebnis ging aber beides perfekt Hand in Hand und die Choreografien, die von einer Teerunde, bei der auch schon einmal Kuchenstücke ins Publikum flogen, bis hin zum Tanz mit Säbel oder roter Fahne gingen, passten genau.

Highlights waren dann sicherlich das „Rate-Game“, bei dem EMELIE AUTUMN ihrer Tänzerin Veronica das Küssen erklärte und diese ihr neu gewonnenes Wissen gleich an der Johanna aus dem Publikum ausprobierte. Auch Veronicas burlesker Tanz mit 2 Federflügeln wusste zu überzeugen, ebenso wie eine Feuerperformance inklusive brennendem Hula-Hoop-Reifen. Insgesamt wurde eine trotz der langen Laufzeit sehr kurzweilige und überaus unterhaltsame Show geboten.

Setlist EMILIE AUTUMN
Safety lies in fear
4 o´clock
Dr. Stockhill (speech)
Fight like a girl
Time for tea
Art of suicide
Take the pill
How to break a heart poem (speech)
Liar
God help me
Dominant
Girls, girls, girls
Rat game
Gears (sound effect)
We want them young
Gaslight
One foot
Mad girl
Thank god

Copyright Fotos: Karsten Rzehak

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Alle markierten Felder (*) müssen ausgefüllt werden.

Mehr zu EMILIE AUTUMN auf terrorverlag.com