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ESCAPE WITH ROMEO

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Ort: Bielefeld - Nr. z. P.

Datum: 21.04.2017

Post-Punk meets modern Electronica – unter diesem Motto fungierte der heutige Freitagabend im Nr. z. P. (Nummer zu Platz), denn mit ESCAPE WITH ROMEO standen die Kölner Urgesteine des Wave auf der Bühne des kleinen Clubs. Frühes Erscheinen war angesagt, weil der Gig pünktlich starten und natürlich auch enden sollte. Der Grund dafür war so simpel wie einfach: Ein paar Straßen weiter, in der Hechelei, fand fast zur gleichen Zeit die halbjährliche PC 69 Revival Party statt. Nur dieses Mal war mit THE INVINCIBLE SPIRIT ein Liveact neben dem Discobetrieb verpflichtet worden, den auch ein Großteil der hier im Nr. z. P. Anwesenden – mich eingeschlossen – gerne sehen wollte. Das ist natürlich Pech, das gerade zwei Combos aus dem Wave- und EBM-Bereich fast zeitgleich in ein und der selben Stadt spielen, damit erübrigte sich auch eine Aftershowparty nach dem EWR-Auftritt, diese konnten die meisten dann in der Hechelei nachholen.

Nach einem kurzen Intro legten Thomas Elbern (voc, git), Martin Pott (key) und Frenzy (dr) mit „You`ll Always Be A Stranger“ vom 2015er Album „After The Future“ los. Das Hauptaugenmerk lag demnach auf der letzten Veröffentlichung, denn auch „All Is Lost (Now You Can Only Win)“ und die beiden tanzbaren Tracks „Fake Lover“/ „Someone, Somewhere, Someday“ gehörten beispielsweise zum Repertoire. Selbstverständlich performte das Trio mit „Helicopters In The Falling Rain“, „Glitter On The Snow” und „Anteroom For Your Love” ihre bekanntesten Songs, da durfte natürlich der Überhit der Band – “Somebody” – nicht fehlen. Dass dieser Track jetzt auch schon mehr als ein Vierteljahrhundert auf dem Buckel hat, merkt man ihm kaum an – er ist einfach zeitlos. Während Elbern bei einigen Songs von der Bühne sprang und den direkten Kontakt zum Publikum suchte, bearbeitete Martin mit viel Hingabe die Tasten seines Synthies. Durch den massiven Einsatz von Nebel konnte man die Arbeit des Drummers im hinteren Bereich der Stage kaum beobachten, aber es reicht ja auch, wenn man sein Spiel hört. Mit dem hypnotischen „Tears Of Kali” endete nach einer guten Stunde das reguläre Set der Kölner und nach einer Zugabe brauchten die mehr als 80 Fans nicht allzu lange verlangen, denn so fix wie die drei die Bühne verlassen hatten, waren sie auch schon wieder auf derselbigen. Mit den letzten Tracks „White Room“, „Teargas Baby“ und „Empty Skies“ verabschiedeten sich EWR dann an diesem Abend vom Bielefelder Publikum.

Für mich hat es fast eine Ewigkeit gedauert, die 1989 vom Ex PINK TURNS BLUE Gitaristen Thomas Elbern gegründete Band endlich mal live zu sehen. Im letzten Jahr wäre es im benachbarten Detmold beim Owls `N` Bates Festival fast soweit gewesen, aber es passte leider zeitlich nicht. Umso erfreuter war ich, dass es mit dem heutigen Abend doch noch geklappt hat und ich eine bestens aufgelegte Combo gesehen habe.

Für Künstler dieser Größenordnung ist das Nr. z. P. genau der passende Club, und so langsam entwickelt sich diese zu einer meiner Lieblingslocations inmitten Bielefelds. So und jetzt aber in die Hechelei, denn in ein paar Minuten starten THE INVINCIBLE SPIRIT ihre Show.

Setlist (ohne Gewähr)
Intro
You`ll Always Be A Stranger
Helicopters In The Falling Rain
All Is Lost (Now You Can Only Win)
Glitter On The Snow
Fake Lover
Anteroom For Your Love
Here Comes The Night
Someone, Somewhere, Someday
Somebody
It`s Loneliness
Tears Of Kali

White Room
Teargas Baby
Empty Skies

Copyright Fotos: Jörg Rambow

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